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Veröffentlicht am 07.07.2025

Ende gut, alles gut

Hinter den Dünen - Alles auf Neuanfang
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Auf dem Sommerschen Künstlerhof stehen alle Zeichen auf Vorbereitungen, schließlich will Finn-Lasse demnächst sein Restaurant eröffnen und die Generalprobe wird Gretas Hochzeit sein. Mitten in diesen Vorbereitungen ...

Auf dem Sommerschen Künstlerhof stehen alle Zeichen auf Vorbereitungen, schließlich will Finn-Lasse demnächst sein Restaurant eröffnen und die Generalprobe wird Gretas Hochzeit sein. Mitten in diesen Vorbereitungen trifft er Malin, die Urlaub auf dem Darß macht. Nach der Trennung von ihrem Freund ist sie aus München geflohen und versucht hier abzuschalten, ohne zu wissen, dass das in Finn-Lasses Karten spielt.

Obwohl das Buch „Hinter den Dünen - Alles auf Neuanfang“ heißt, ist es ein Abschied. Es ist der sechste Band und damit der Abschlussband von Nele Jantzens Reihe „Hinter den Dünen“.
Dieser Band war für mich eine Art Zusammenfassung der ganzen Reihe. Dem Leser begegnen sämtliche Figuren der ganzen Reihe wieder und das vor einer sehr ausgeglichenen Atmosphäre, denn gerade die Familie Sommer wirkt komplett mit sich im Reinen. Das bedeutet aber nicht, dass es sich hier um eine langweilige Story handelt. 
Spannung bringt ausgerechnet der sonst so ruhige Jan-Marten in das Geschehen. Nele Jantzen beschreibt nämlich eindrucksvoll seine inneren Gefechte. Es geht hier um Selbstkritik, aber vor allem auch um Beeinflussung und Rückschläge, die zur Charakterbildung beigetragen haben.
Im Gegensatz dazu steht die selbstbewusste Malin, die dennoch nicht überheblich wirkt. Diese beiden Figuren bilden eine gute Balance.
Absolut nicht in Balance sind Josefina und Phil. Der Konflikt, den Sophie schon von Beginn an immer wieder beschreibt, scheint in diesem Band ihren Höhepunkt zu finden. Die Hochzeitsvorbereitung und -zeremonie geben der Geschichte ebenso etwas spannendes wie die Geschichte um Malin.

Einen krönenden Abschluss hat die Autorin mit dem Epilog geschaffen. Er bildet jahreszeitlich den Kontrast zur Geschichte, aber sorgte bei mir für eine gewisse Wärme, die nichts mit den derzeitigen Temperaturen zu tun hat, sondern eher mit der Wohlfühlatmosphäre.

Alles in allem ein wunderschöner Abschlussband einer Reihe, mit der ich mich eingangs schwer getan habe, deren Figuren mit aber im Laufe des Jahres sehr ans Herz gewachsen sind.
Ich hoffe daher auf weitere Genießerromane der Autorin.

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Veröffentlicht am 03.07.2025

Reden ist Silber, doch manchmal ist Schweigen Gold

A Taste of Cornwall: Eine Prise Liebe
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Normalerweise ist Sophie eine knallharte und beherrschte Restaurantkritikerin, doch bei Annabelle Scotts Restauranteröffnung trifft sie Sophie auf dem falschen Fuß. Als Sophie daraufhin zu viel Alkohol ...

Normalerweise ist Sophie eine knallharte und beherrschte Restaurantkritikerin, doch bei Annabelle Scotts Restauranteröffnung trifft sie Sophie auf dem falschen Fuß. Als Sophie daraufhin zu viel Alkohol trinkt, erwähnt sie in einem Streitgespräch, dass sie überall binnen eines Jahres ein Sternerestaurant eröffnen könnte. Als sie dann auch noch eine vernichtende Kritik über Annabelle veröffentlicht, wird ihr diese Aussage zum Verhängnis.

„A Taste of Cornwall: Eine Prise Liebe“ von Katharina Herzog ist der Auftakt der neuen „Cornwall-Reihe“ der Autorin, die bereits durch die Geschichten um „Das kleine Bücherdorf“ bekannt ist.
Für mich war es das erste Buch der Autorin. Aufmerksam wurde ich durch den Titel, denn Jane Linfoot und Jenny Colgan gehören zu meinen Lieblingsautorinnen, deren Geschichte auch zum Großteil in Cornwall spielen.
Das es sich um einen heimeligen Roman handelt, erkennt man schon am niedlichen Cover.
Während der Leser im Prolog der kleinen Sophie begegnet, startet die eigentliche Geschichte sehr lebhaft. Die Autorin hat mit der Mutter-Tochter-Beziehung Sophies und Rileys eine typische Teenager-Mutter-Beziehung geschaffen, die noch dazu das Thema getrennte Eltern aufgreift.
Die Mutter-Tochter-Beziehung zwischen Sophie und ihrer Mum Tanya wiederum ist gewöhnungsbedürftig, aber irgendwie lustig. Unterschätzt man Tanya vielleicht am Anfang als Mutter kommt ihre Position im Laufe des Buches auf eine sehr innige Art und Weise rüber und gerade die beiden Frauen, die in irgendeiner Art immer gegen Sophie gestichelt haben, sorgen dafür, dass sie an sich arbeiten muss.
Ich finde Sophie eine bewundernswerte Frau. Wirkt sie am Anfang unnahbar, lernt man sie doch schnell anders kennen, geprägt wird sie dabei von ihrer überaus skurrilen Küchencrew. Irgendwie hatte ich bei denen eine Mischung von Figuren aus Peter Pan, Fluch der Karibik bzw. der Zauberer von Oz vor meinem inneren Auge.
Auch wenn vorhersehbar war, wie die Geschichte ausgehen wird und vor allem, wie sie sich entwickeln wird, war ich an mancher Ecke doch etwas überrascht.

Mein Fazit: Ein wunderschöner Wohlfühlroman, der gerade in der Urlaubszeit zum Verweilen einlädt. Skurrile Figuren sind das gewisse Etwas, die den Kern der Wohlfühlatmosphäre bilden.
Alle Fans von Jenny Colgan, Jane Linfoot und Co. sind hier gut aufgehoben und sollten auf jeden Fall einen Ausflug nach Cornwall wagen!

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Veröffentlicht am 02.07.2025

Innere und äußere Kämpfe

Bittersüße Träume
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Davide Campari träumt schon immer davon, Likörist zu werden und damit seinem Vater im Familienunternehmen nachzufolgen. Doch der hat andere Pläne für ihn.
Als Gaspare Campari überraschend stirbt, übernimmt ...

Davide Campari träumt schon immer davon, Likörist zu werden und damit seinem Vater im Familienunternehmen nachzufolgen. Doch der hat andere Pläne für ihn.
Als Gaspare Campari überraschend stirbt, übernimmt seine Frau das Unternehmen und damit ergeben sich auch innerhalb der Familie neue Wege.

„Bittersüße Träume - Die Geschichte der Familie Campari“ von Silvia Cinelli erzählt in ihrem Buch, wie Gaspare Campari begann und Davide Campari das Unternehmen später immer weiterentwickelte.
Auffällig ist dieses Buch vor allem durch sein Cover, dass sommerlich frisch aufwartet und den bittersüßen Titel aufgreift.
Es gibt zwei Handlungsstränge - Der eine handelt von Gaspare Camparis Anfänge als Sohn in einer Großfamilie, der sich von unten hocharbeitet und der andere handelt von Davide, dem Sohn, der alles wollte, es nicht bekommen sollte und sich dann doch hart die Unternehmensführung erarbeitet hat.
Ich muss zugeben, die Erzählperspektive Gaspares nahm mir oftmals den Lesefluss, weil dieser Teil der Geschichte nach meinem Empfinden völlig anders geschrieben war, als der Anteil Davides. Mir fehlte da auch eine Verbindung bzw. Struktur zwischen den beiden Handlungssträngen.
Davides Handlungsstrang war ein Auf und Ab. Emotionen folgten purer Nüchternheit, gepaart mit Pragmatismus. Er wird als eine m.E. sehr faszinierende Persönlichkeit dargestellt, die ihre persönlichen Belange denen der Firma zurückstellt. Für mich hatte er eine Art Vorbildcharakter und gleichzeitig eine negativ und mahnende Persönlichkeitsentwicklung, speziell, was sein Privatleben betraf. Die Konflikte, die er innerhalb der Familie auszutragen hatte, waren auch anschaulich dargestellt, vom inneren Brodeln bis zur Explosion.
Meine Erwartung lag auch darin, etwas über die Herstellung der berühmten Campari-Liköre zu erfahren, doch das war eher eine Randnotiz im Geschehen.
Als historische Randnotiz, aber wirklich sehr interessant, habe ich die Erzählungen um die Arbeiteraufstände im Italien des beginnenden 20. Jahrhunderts empfunden.

Alles in allem ein interessanter historischer Roman, von dem ich mir jedoch etwas mehr bzw. etwas anderes erwartet hatte. Im Vergleich zu verschiedenen anderen Romanen über die Entwicklung berühmter Unternehmen hinkt dieser Roman etwas hinterher.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Botschaften

Mörderfinder – Die Macht des Täters
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Böhmer kann es nicht lassen und verweist in einem eigentlich gelösten Fall auf Max’ Spürsinn. Katharina Bachmanns Neffe wird des Mordes bezichtigt. Die Indizien sind eindeutig, wurde er doch am Tatort ...

Böhmer kann es nicht lassen und verweist in einem eigentlich gelösten Fall auf Max’ Spürsinn. Katharina Bachmanns Neffe wird des Mordes bezichtigt. Die Indizien sind eindeutig, wurde er doch am Tatort gesehen und seine Kleidung war blutbesudelt. Doch er kann sich an nichts erinnern und bringt sich in seiner Verzweiflung schließlich um. Als Katharina Kontakt zu Max aufnimmt, möchte sie, dass er Beweise dafür findet, dass ihr Neffe unschuldig ist, dabei war der Mord, den er ausgeführt hat nur der Anfang noch folgender Morde.

„Mörderfinder - Die Macht des Täters“ ist Band 2 aus der Reihe um Max Bischoff von Arno Strobel. Das Hörbuch wird wieder von Dietmar Wunder gesprochen.
Max Bischoff und Böhmer haben mich ja von der ersten Minute an wieder gehabt. Dabei muss ich zugeben, dass die Stimme und die Lesart Dietmar Wunders einen erheblichen Anteil daran haben, dass ich diese Reihe und speziell die Hörbücher so sehr mag. Wunder liest es einfach in einer spannenden Weise und bringt auch charakteristische Unterschiede in seine Stimmfarbe, die die einzelnen Protagonisten besonders kennzeichnet. In diesem Band ist mir das wieder speziell an Böhmer und Marvin Wagner aufgefallen.
Arno Strobel hat wieder von der ersten Seite an einen absolut spannenden Thriller geschaffen, den ich nicht so voraussagen hätte können. Das Ende hat mich wirklich überrascht, zumal sich dabei die Ereignisse überschlagen haben.
Max als Protagonist ist natürlich wieder mitten im Geschehen. Absolut bewundernswert ist seine Hartnäckigkeit, Dinge zu hinterfragen, aber auch zu wissen, wer die richtigen Ratgeber sind. Besonders hat mir diesmal die wissenschaftliche Seite des Ganzen gefallen, was mit den Charakteren Marvin Wagners, Gernot Kilians etc. dargestellt wurde. Gerade letzter hat bei mir aber an so mancher Stelle für Argwohn gesorgt.
Aber auch die Entwicklung der Beziehung zwischen Kriminalrätin Keskin und Max war spannend zu beobachten. Auch das hatte einen leichten Hauch von Psychologie.
Zum Ende hin fand ich die Entwicklungen wirklich rasend schnell, das ging mir fast ein bisschen zu schnell. Aber eine solche Entwicklung zu präsentieren, verlangt wirklich eine Menge Recherche und Einfallsreichtum. Das hat mir wirklich gut gefallen.

Fazit: Eine spannende Fortsetzung der Geschehnisse um Max Bischoff und auch sehr interessant auf zwischenmenschlichen Ebenen. Eine Empfehlung für all jene, die Spannung bis zur letzten Seite lieben und auch einen Hauch von Abwechslung, der hier durch den ein oder anderen Charakter eingebracht wird.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Das Mädchen und das Fädchen

Die kleine Schneiderei der großen Träume
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Als Marielles Chefin ihre Secondhand Boutique schließen muss, sorgt sie dafür, dass Marielle es ermöglicht wird, einen lange gehegten Traum zu erfüllen. Ihr Weg führt sie ins beschauliche Courleon, auf ...

Als Marielles Chefin ihre Secondhand Boutique schließen muss, sorgt sie dafür, dass Marielle es ermöglicht wird, einen lange gehegten Traum zu erfüllen. Ihr Weg führt sie ins beschauliche Courleon, auf das dortige Schloss. Ziemlich schnell wird sie in die Dorfgemeinschaft integriert und nicht nur diese empfängt sie mit offenen Armen.

Heimat muss kein Ort sein, Heimat können auch Menschen sein. Diese Botschaft vermittelt Claire Bonnett mit „Die kleine Schneiderei der großen Träume“, dem vierten Band ihrer Reihe „Ein Wohlfühlroman im Loiretal“.
Ich liebe die Romane der Autorin, weil sie einfach zum wohlfühlen kitschig und familiär sind, verbunden mit einer großen Portion Bodenständigkeit und Liebe. So hebt sich dieser Roman zwar von den drei vorherigen ab, da hier nicht Elodie und Nicolas im Mittelpunkt stehen, aber dennoch befindet sich der Leser wieder auf dem Château in Courleon. Es ist ein Wiedersehen mit den beiden bereits genannten, aber auch mit dem Rest der etwas skurrilen, aber dennoch äußerst liebevollen Dorfgemeinschaft und nicht nur die warten wieder auf, sondern auch eine beliebte Figur aus Band 1.
Auch wenn es sich bei dem Band um den vierten handelt, kann man ihn auch unabhängig von den Vorgängern lesen, da mit Marielle und auch Robin zwei völlig neue Figuren die Hauptpersonen bilden.
Der Roman besitzt eine gewisse Vorhersehbarkeit, enthält aber auch etliche kleinere Überraschungen.
Robin und Marielle sind zwei ungewöhnliche, vor allem unnahbare Personen, die es aber schnell schaffen, sich in die Herzen der Leser zu schleichen. Einen kleinen Herzensbrecher hat die Autorin auch mit Maurice geschaffen.
Mit ihren liebevollen Beschreibungen schafft es die Autorin bei mir auch immer wieder, dass ich mich über einen Folgeroman freuen würde. Es ist einfach spannend zu erleben, wie alle Beteiligten das Château weiterentwickeln. Damit schafft sie es auch, dass man sich in die Welt der Schlossbewohner und auch der Dorfbewohner träumen kann und sich beim Lesen fallen lassen kann.

Mein Fazit: Ein ganz toller und liebevoller Roman mit Wohlfühlatmosphäre einer sehr sympathischen Autorin. Diese schafft es, liebevolle und skurrile Bewohner näher zu bringen und mit ihren metaphorischen Beschreibungen des Dorfes und seiner Umgebung eine Art Heimat zu schaffen, in die man immer wieder gerne zurückkehrt.
Für alle Fans kitschiger Wohlfühlromane eine Empfehlung!

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