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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.09.2020

Ein gefühlvoller Wohlfühlroman

Lovely Mistake
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Inhalt

Tief durch ihren Exfreund verletzt, schwört sich Molly, sich komplett von der Männerwelt zurückzuziehen und niemanden mehr an sich ran zu lassen – sowohl emotional als auch körperlich. Sie plant, ...

Inhalt

Tief durch ihren Exfreund verletzt, schwört sich Molly, sich komplett von der Männerwelt zurückzuziehen und niemanden mehr an sich ran zu lassen – sowohl emotional als auch körperlich. Sie plant, 6 Monate lang keinen Mann mehr zu berühren, doch ein Wasserschaden in ihrer Wohnung und ihr darauffolgender Wohnungswechsel stellt diesen Plan gehörig auf den Kopf. Denn sie kommt unter bei Troy, einem geheimnisvollen und attraktiven Handwerker, der ihre Pläne durcheinenderzubringen droht ...

Meine Meinung

Ich habe schon "Perfectly Broken" von Sarah Stankewitz gelesen und bin immer sehr berührt von ihrem emotionalen Schreibstil und den wunderbar bunten Bildern, die sie mit ihren Worten erschafft. Durch ihren lockeren und gleichsam sehr gefühlvollen Schreibstil gleitet man nur so durch die Seiten und es macht einfach Spaß, Kapitel für Kapitel zu genießen.

Es dauerte ein bisschen, bis ich mit Molly warm wurde und stellenweise war die die Geschichte doch sehr vorhersehbar, aber damit muss man bei dieser Art von Roman ja immer rechnen und es hat meinen Lesespaß keineswegs getrübt.

Die Wohlfühlatmosphäre und die tiefgründigen Stellen haben das für mich wieder komplett ausgebügelt. Auch die sich langsam und sehr realistisch entwickelnden Gefühle zwischen Molly und Troy waren ein großer Pluspunkt dieses Romans.

Fazit

"Lovely Mistake" konnte mich emotional nicht so sehr fesseln, wie sein Vorgänger "Perfectly Broken", ist aber dennoch ein gefühlvoller Wohlfühlroman, der sich sehr flüssig liest und mit einer rührenden Botschaft im Gedächtnis bleibt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.07.2020

Ein Sommerroman mit vielen Klischees und wenig Gefühl

Die Liebe fällt nicht weit vom Strand
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Inhalt

Die 29-jährige Sophie, die nur für ihren Vater BWL studiert hat, arbeitet bei einem Filmverleih im Büro und träumt eigentlich davon, einen mintfarbenen Foodtruck zu besitzen und leckere, selbst ...

Inhalt

Die 29-jährige Sophie, die nur für ihren Vater BWL studiert hat, arbeitet bei einem Filmverleih im Büro und träumt eigentlich davon, einen mintfarbenen Foodtruck zu besitzen und leckere, selbst kreierte Gerichte darin zu verkaufen.

Als sie beruflich die Chance hat an einem Filmset in Dänemark zu arbeiten, lernt sie den charmaten und unangepassten Freigeist Nick kennen. Schnell merkt sie, dass sie sich entscheiden muss, ob sie einen neuen Schritt in ihrem Leben wagen soll oder ihr altes Leben in Hamburg mitsamt ihrem sehr karriereorientierten und stellenweise sehr empathielosen Freund Tim weiterleben möchte.

Meine Meinung

Ich hatte mich schon lange auf diesen Roman gefreut, weil die Inhaltsangabe genau nach meinem Geschmack klang. Aber leider muss ich sagen, dass mich die Handlung und die Personen sehr enttäuscht haben.

Mit Sophie wurde ich leider überhaupt nicht warm. Sie beschwert sich ständig über ihr Leben und die ach so furchtbaren Kollegen oder die Empathielosigkeit ihres Freundes, ist aber nicht bereit etwas zu ändern und mischt kräftig selbst in der Lästertrommel mit. Manchmal hat man das Gefühl, sie ist noch ein pubertierendes Mädchen und keine erwachsene Frau.

Außerdem werden sehr viele Klischees bedient, wie das der Vorgesetzten in Form einer Furie, die alle Mitarbeiter terrorisiert. Zudem wird sehr viel gelästert über alle möglichen Personen und sympathische Charaktere sind weit und breit Fehlanzeige.

Erst als Nick ins Spiel kam, änderte sich die Stimmung des Romans und es kam etwas mehr Gefühl auf. Doch leider änderte auch er nichts daran, dass alles sehr oberflächlich blieb und ich das Gefühl hatte, Sophie überhaupt nicht wirklich kennengelernt zu haben.

Fazit

Leider berührte mich der Roman überhaupt nicht und blieb sehr oberflächlich und seicht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.05.2020

Außergewöhnlich, spannend und gefühlvoll - ein Lesehighlight 2020!

Lips Don't Lie
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Inhalt

Im Roman wird die Handlung abwechselnd aus der Sichtweise von Riley Rojas, die mit ihrem Vater neu nach Millers gezogen ist und Tristan Lopez, der seit seiner Geburt in Millers lebt und Mitglied ...

Inhalt

Im Roman wird die Handlung abwechselnd aus der Sichtweise von Riley Rojas, die mit ihrem Vater neu nach Millers gezogen ist und Tristan Lopez, der seit seiner Geburt in Millers lebt und Mitglied der berüchtigten Straßengang FiftySeven ist, erzählt.

Tristan und Riley kommen sich langsam näher - zuerst auf dem Baskeltballplatz, dem Ort an dem beide ihre Gedanken abschalten und in eine gewaltfreie Welt abtauchen können - und auch in der Schule, in der sie in eine gemeinsame Klasse kommen.

Tristan spürt immer mehr, dass er nicht mehr in seiner altbekannten Welt aus Gewalt, Drogen und Hoffnungslosigkeit gefangen sein will, sondern eine neue Richtung in seinem Leben einschlagen möchte, die aus Unbeschwerheit, Hoffnung, Liebe und Licht in Form von Riley besteht.

Doch dieser Ausstieg bei der FiftySeven ist alles andere als ein leichter Weg.

Meine Meinung

In letzter Zeit habe ich sehr viele New-Adult-Romane gelesen, von denen ich teilweise sehr enttäuscht war, weil sie immer wieder die gleichen Geschichten nur mit neuen Namen und an verschiedenen Orten erzählen. So ging ich sehr neutral ans Lesen von "Lips don't lie", damit ich nicht enttäuscht werden würde, wenn ich wieder nur mäßig begeistert sein würde.

Doch schon in den ersten Kapiteln merkte ich, dass diese Geschichte anders ist, im positiven Sinne. Sowohl Riley als auch Tristan sind toughe Charaktere, die schon einiges in ihren jungen Leben durchmachen mussten und dadurch sehr viele Gemeinsamkeiten haben und sich auf Anhieb sympathisch sind.

Riley versucht nicht, Tristan um jeden Preis zu gefallen, oder sich anzupassen, um gemocht zu werden. Sie gibt sich so, wie sie ist, auch wenn das bedeutet, anzuecken oder auf ihrer unbeliebten Meinung zu beharren. Doch sie ist nicht selbstbewusst auf eine arrogante Art und Weise, sondern auf eine sehr, sehr sympathische.

Für Tristan hatte ich von Anfang an eine große Sympathie. Die Sachen, die er aufgrund seiner erzwungenen Mitgliedschaft in der Gang machen musste und immer wieder machen muss, sind unvorstellbar schlimm und auch wenn man nicht verstehen kann, wie Menschen so brutal und gewaltvoll sein können, konnte ich nachvollziehen, warum er Mitglied in der Gang ist und nicht einfach mal eben so aussteigen konnte. Die Konsequenz hierfür bedeutet oft den eigenen Tod und auch den geliebter Menschen.

Das Setting im Gangmilieu fand ich sehr authentisch und schockierend geschildert. Die Taten werden zwar nicht haargenau erzählt, aber man spürt die ganze Zeit die Bedrohung, die über Tristan und später auch über Riley schwebt. Niemand ist sicher in Millers, solange die FiftySeven herrscht.

Was mir auch sehr gefallen hat, ist, dass die Geschichte von Tristan und Riley keine klassische Liebesgeschichte ist, sondern sehr langsam beginnt, immer gefühlvoller wird und gleichzeitig auch immer auf wankenden Beinen steht. Bis zum Schluss weiß man nicht, ob die beiden am Ende ein Paar werden und über den Ausgang der Geschichte war ich sehr überrascht, da es nie vorhersehbar war, wie es enden wird.

Fazit

Bei den meisten New-Adult-Roman, die in mehreren Bänden veröffentlicht werden, war ich froh, wenn ich den ersten Teil beendet hatte und hatte keine Lust auf den Folgeband. Bei diesem hätte ich mir noch einen weiteren Tei gewünscht. Die Geschichte von Riley und Tristan ist eine außergewöhnliche - voller Spannung, Herzschmerz, Hoffnung und Verzweiflung. Sie wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.05.2020

Hate is all I feel ... beim Lesen dieses Romans

Hate is all I feel
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Meine Meinung

Die Inhaltsangabe und auch die Leseprobe dieses Romans klangen sehr vielversprechend und ich erhoffte mir einen düsteren, erotischen und spannenden Roman.

Gleich zu Beginn des Romans steht ...

Meine Meinung

Die Inhaltsangabe und auch die Leseprobe dieses Romans klangen sehr vielversprechend und ich erhoffte mir einen düsteren, erotischen und spannenden Roman.

Gleich zu Beginn des Romans steht eine Warnung, dass er erst ab 18 Jahren geeignet ist, auch wenn er in einer Highschool-Umgebung spielt. Grund hierfür sind explizite sexuelle Szenen und die vulgäre Sprache. Auch warnt die Autorin davor, dass einige Szenen eine aufwühlende Wirkung auf den Leser haben könnten.

Da ich explizit sexuelle Szene und auch vulgäre Sprache aus anderen Romanen wie der "The Siren"-Reihe von Tiffany Reisz gewohnt bin, hatte ich keinerlei Vorurteile diesem Roman gegenüber und lies mich auf die Geschichte ein.

Doch nach dem ersten Kapitel, das mir noch einigermaßen gut gefallen hatte, lies meine Begeisterung total nach. Die Sex-Szenen wirkten einfach nur gezwungen und derb, ohne jegliches erotisches Knistern. Einige kommen einer Vergewaltigung gleich und was ich sehr abartig finde, ist, dass sogar der Vater der eigenen Tochter nachstellt. Insgesamt fand ich sämtliche Männer dieser Geschichte, bis auf Abigails Zwillingsbruder, einfach nur abstoßend und ekelhaft.

Was ich auch nicht verstehe, ist, dass an dieser HighSchool eine sogenannte Elite "regiert" und diese gewaltvoll tun und lassen kann, was sie will, und kein Erwachsener irgendwie einspringt.

Nach ein paar Kapiteln, durch die ich mich wirklich gequält habe, habe ich dann aufgehört zu lesen. Ich frage mich, wie man auf so eine kranke Geschichte kommen kann. Diese Welt ist düster und erdrückend und ihr fehlen jegliche menschliche Werte.

Fazit

Der Lesespaß war bei diesem Roman gleich null und in eine derart unmenschliche, gewaltvolle Welt, in der Frauen nichts wert sind, möchte ich nicht weiter gedanklich eintauchen. Daher habe ich den Roman vorzeitig beendet und werde ihn auch nicht wieder in die Hand nehmen. Da ist es wirklich schade ums Papier.

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Veröffentlicht am 09.05.2020

Eine nette Liebesgeschichte, die mich emotional leider nicht wirklich packen konnte

Crazy in Love
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Inhalt

Die 17-jährige Sasha zieht vom sonnigen Santa Barbara an der Westküste der USA ins kühle Boston, in dem nicht nur die Temperaturen kälter sind als in Kalifornieren. Denn schnell merkt sie, dass ...

Inhalt

Die 17-jährige Sasha zieht vom sonnigen Santa Barbara an der Westküste der USA ins kühle Boston, in dem nicht nur die Temperaturen kälter sind als in Kalifornieren. Denn schnell merkt sie, dass die neuen Mitschüler an der privaten High School sehr reich, elitär und arrogant sind. Doch um in Yale studieren zu können, gibt Sasha alles, damit sie trotz aller Widrigkeiten einen guten Abschluss erzielt.

Neben dem Schreiben von Listen sind Cupcakes und Kaffee ihre große Leidenschaft und deshalb jobbt sie heimlich neben der Schule in einem Café. Dort trifft sie auf Ben, den größten Mädchenschwarm ihrer neuen High School. Zuerst scheint er furchtbar arrogant, doch als sie in näher kennenlernt, bemerkt sie, dass hinter der harten Schale auch ein weicher Kern liegt.

Meine Meinung

Emma Winters Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, da er sehr bildhaft und flüssig ist. Man kann sich sehr gut in Sasha und Ben hineinversetzen, da beide in der Ich-Form erzählen und man so direkt Einblick in deren Gefühls- und Gedankenwelt bekommt.

Sasha war mir von Anfang an sehr sympathisch mit ihrer Listen-Obsession und ihrer großen Leidenschaft für Kaffee und Cupcakes. Zudem hat mir ihr Ehrgeiz und ihre Hilfsbereitschaft sehr gut gefallen. Sie ist durch und durch eine sehr einfülsame, schlagfertige und humorvolle junge Frau, die man gern zur Freundin hätte.

Ben hingegen ist anfangs etwas undurchsichtig und es braucht eine Weile bis man wirklich hinter seine Fassade blicken kann und bemerkt, dass auch er etwas sehr verletzliches an sich hat und sehr unter den Zwängen seiner elitären Herkunft und Familie leidet.

Insgesamt muss ich aber leider sagen, dasss mich die Geschichte emotional nicht sehr mitreißen konnte. Sie ist angenehm und leicht zu lesen und man kann sich Schauplätze, Personen und die Handlung sehr gut vorstellen und sie nachempfinden, aber so richtig gepackt wie manch andere New Adult Romane hat mich dieser leider nicht und ich werde daher den Nachfolger auch nicht lesen.

Fazit

Ein netter New Adult Roman, der mich emotional leider nicht so fesseln konnte, wie ich es von anderen Romanen dieses Genres gewohnt bin.

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