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Veröffentlicht am 02.11.2022

Ein Highlight

Das Tor zur Welt: Träume
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Darum geht es:
1892 Altes Land: Ava kommt aus ärmlichen Verhältnissen und lebt mit ihren Zieheltern auf dem Moorhof im Alten Land. Die Sehnsucht nach ihrer Familie ist unbeschreiblich groß. Die Erinnerungen ...

Darum geht es:
1892 Altes Land: Ava kommt aus ärmlichen Verhältnissen und lebt mit ihren Zieheltern auf dem Moorhof im Alten Land. Die Sehnsucht nach ihrer Familie ist unbeschreiblich groß. Die Erinnerungen an ihre Lieben verblassen von Jahr zu Jahr immer mehr. Eines Tages möchte die junge Ava, ihre Mutter in Amerika wiederfinden. Als ihr Ziehvater von jetzt auf gleich beschließt, ebenfalls nach Amerika auszuwandern, keimt bei Ava Hoffnung auf. Angekommen in Hamburg, schlägt erneut das Schicksal zu.
1911 Hamburg: Claire ist schön und genießt die Annehmlichkeiten des Reichtums. Sie möchte immer im Mittelpunkt stehen und von allen bewundert werden. Wenn doch nur endlich Magnus Godebrink um ihre Hand anhalten würde.
Hungersnot und Spuren der Cholera treibt Millionen Menschen in die Hafenmetropole. Für Auswanderer nach Amerika, ist Hamburg "Das Tor zur neuen Welt ". In der Auswandererstadt treffen Ava und Claire aufeinander. Sie können nicht unterschiedlicher sein...

Mein Leseeindruck:
Der Auftakt vom Zweiteiler hat mein Leserherz, wie ein buntes Feuerwerk, strahlen lassen. Was für ein grandioses Buch, einfach WOW. Die liebe Miriam Georg hat ein Händchen für Geschichten vom Feinsten. Die Autorin hat mich mühelos in die damalige Zeit mitgenommen. Sie beschreibt die Lebensumstände dieser Zeit einfach großartig. Ganz nebenbei vermittelt sie viel Wissenswertes und Interessantes. Am liebsten hätte ich Ava und den Frauen, tatkräftig in der Auswandererstadt geholfen. Mich hat die ganze Umgebung derartig gefesselt und neugierig gemacht. Ava und Claire sind authentisch, sehr unterschiedlich, aber jede auf ihre Art liebenswert. Die Autorin zaubert unendlich viel Lebendigkeit in ihre Figuren und lässt sie in alle Richtungen agieren. Perspektivenwechsel sorgen dafür, dass die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite gehalten wird.
Fazit:
Ein Lesehighlight mit ganz viel Dramatik, fiesen Intrigen, etlichen Geheimnissen und viel Liebe.
5/5 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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Veröffentlicht am 02.11.2022

Ergreifend, emotional und aufwühlend

Morgen werden wir glücklich sein
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Darum geht es:
Für die Freundinnen Marie, Amiel und Geneviève ändert sich von einem auf den anderen Tag alles, als 1940 die Deutschen in Paris einmarschieren. Marie ist Lehrerin und unterstützt und hilft ...

Darum geht es:
Für die Freundinnen Marie, Amiel und Geneviève ändert sich von einem auf den anderen Tag alles, als 1940 die Deutschen in Paris einmarschieren. Marie ist Lehrerin und unterstützt und hilft im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Sie mag nicht wegsehen und engagiert sich, um vor allem ihre jüdisches Schüler vor den Nazis zu retten. Ihre Freundin Amiel ist Ärztin und unterstützt Marie wo sie nur kann. Obwohl sie sich als Jüdin in größter Gefahr begibt. Ganz anders ihre vertraute Freundin Geneviève! Sie möchte um jeden Preis, als Musikerin weiter arbeiten und arrangiert sich mit dem Feind. Für Marie ist dies ein abscheulicher Verrat.

Mein Leseeindruck:
Der Schreibstil von Lea Korte hat mich von der ersten Seite an begeistert und mitgenommen. Sie schreibt flüssig, spannend und vor allem einfühlsam. Viel zu schnell habe ich diese ergreifende Geschichte beendet. Die drei Frauen durchleiden von 1940 bis 1944 schwere, unerträgliche Zeiten. Die Autorin zeichnet ihre Figuren authentisch und haucht Leben in sie hinein. Ich konnte mich problemlos in ihre Gedanken und Gefühle hineinversetzen. Die Freundschaft der drei Frauen, die Unbesiegbaren, wie sie sich seit Kindertagen nennen, wird auf eine harte Probe gestellt. Eine ergreifende und aufwühlende Geschichte über den zweiten Weltkrieg und dem unerbittlichen Kampf dreier grandioser Frauen.
Fazit:
4,5/5 ⭐️ Ergreifende, emotional und aufwühlend.

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Veröffentlicht am 19.10.2022

Eine ganz besondere Geschichte mit schwäbischen Dialekt

Ein Stern macht noch keinen Himmel
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Inhalt:
Janne ist mit Leib und Seele, im schwäbischen Pfaffingen, Landärztin. Sie hat für jeden ein offenes Ohr und geht in dem auf, was sie täglich tut. Um sich selbst zu kümmern, darin ist sie allerdings ...

Inhalt:
Janne ist mit Leib und Seele, im schwäbischen Pfaffingen, Landärztin. Sie hat für jeden ein offenes Ohr und geht in dem auf, was sie täglich tut. Um sich selbst zu kümmern, darin ist sie allerdings weit weniger gut. Als Tochter einer psychisch kranken Mutter hat sie so einiges mitgemacht. Die seelischen Verletzungen sitzen noch immer tief. Dann tritt der charmante, sympathische Leon in ihr Leben. Schlagartig fängt ihre Schutzmauer an zu bröckeln. Wird Janne sich den Dämonen der Vergangenheit stellen.

Mein Leseeindruck:
Der Autorin Eva Pantleon ist ein eindringlicher Roman mit einer ganz besonderen Mischung aus Tragik und Witz gelungen. Dies ist mein zweites Buch von der Autorin und ich hoffe, es folgen noch viele weitere Bücher von ihr. Das bunte, fröhliche Cover kann etwas täuschen, es handelt sich nicht um eine leichte, seichte Lektüre. Die Geschichte ist sehr tiefgründig und thematisiert sehr wichtige Themen. Eva Pantleon hat einen ganz besonderen, witzigen und manchmal skurrilen Schreibstil. Durch ihre besonderen Buchfiguren hat die Autorin eine Ausgewogenheit zwischen Heiterkeit und Schwermut geschaffen. Ihre Charaktere haben Ecken und Kanten. Zwischen den Seiten steckt so viel Charme und Witz, aber auch Schwere und Bedrücktheit. Seite um Seite erfährt man immer mehr von Jannes Vergangenheit. Ich konnte nicht anders und musste sie in mein Herz schließen. Ihre Depression wurden sehr feinfühlig, anschaulich und authentisch beschrieben. Ich habe Janne unheimlich gerne auf ihren Weg begleitet.
Fazit:
4/5 ⭐️
Eine tiefgründige, besondere Geschichte mit amüsanten, schwäbischen Dialekt ❤️

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Veröffentlicht am 19.10.2022

Ein ständiger Kampf ums Überleben!

Ein Kind namens Hoffnung
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Inhalt:
Das jüdische Ehepaar Sternberg wird 1938 von den Nazi-Schergen deportiert. Die treue Köchin Elly flieht mit dem Sohn der Sternbergs aufs Land. Fortan gibt sie Leon als ihren Sohn aus, um ihn zu ...

Inhalt:
Das jüdische Ehepaar Sternberg wird 1938 von den Nazi-Schergen deportiert. Die treue Köchin Elly flieht mit dem Sohn der Sternbergs aufs Land. Fortan gibt sie Leon als ihren Sohn aus, um ihn zu schützen. Elly ist als Pastorentochter im Rheinland aufgewachsen und hat früh, als junges Mädchen, ihr Zuhause verlassen. Doch in ihrem Elternhaus findet sie mit Leon nicht die erhoffte Zuflucht. Ein jüdisches Kind wird im Pfarrhaus nicht geduldet. Auf ihrer weiteren Reise, lernt Elly Stephan kennen. Stephan bietet Elly und Leon auf seinem Bauernhof Schutz an. Ein ständiger Kampf ums Überleben in der Hungersnot beginnt.

Mein Leseeindruck:
Das Cover und der Titel haben mich fasziniert und angezogen. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht ganz so leicht. Richtig gepackt hat es mich auch erst in der Mitte des Buches. Der Schreibstil der Autorin Marie Sand ist sehr nüchtern und sachlich. Von 1938 - 1958 begleiten wir Elly und Leon und dürfen am Schicksal teilhaben. Elly setzt sich selbstlos, unter großer Gefahr, für andere ein. Das hat mir sehr gefallen. Ich hätte mir mehr Tiefe und Lebendigkeit gewünscht. Wenn ich über die dunkelste Zeit der deutschen Geschichte lese, möchte ich am ganzen Körper eine Gänsehaut haben. Nichtsdestotrotz hat mich der Debütroman der Autorin gut unterhalten. Der Handlungsablauflauf war authentisch und stimmig. Die Geschichte beruht auf Erzählungen der Großmutter der Autorin. Gerne wäre ich da Mäuschen gewesen.
Fazit:
3,5/5 ⭐️
Ein kurzweiliger Roman, der mich unterhalten konnte.

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Veröffentlicht am 12.09.2022

Emotionaler Familienroman

Winterschwestern
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"Winterschwestern" von Kristin Hannah ist am 21. Juni 2022 im @aufbau_verlage erschienen. Dieser Roman ist bereits 2011 unter dem Titel "Ein Garten im Winter" erschienen, wurde nun neu übersetzt.

Darum ...

"Winterschwestern" von Kristin Hannah ist am 21. Juni 2022 im @aufbau_verlage erschienen. Dieser Roman ist bereits 2011 unter dem Titel "Ein Garten im Winter" erschienen, wurde nun neu übersetzt.

Darum geht es:
Die Schwestern Nina und Meredith müssen mit dem Tod ihres geliebten Vaters fertig werden. Fast noch schlimmer ist für beide, dass sie am Sterbebett, dass Versprechen gegeben haben, sich um die pflegebedürftige Mutter zu kümmern. Das Problem ist, dass Anja die Mutter von Nina und Meredith, Zeit ihres Lebens nie ein Verhältnis zu ihrem Töchtern gehabt hat. Die gebürtige Russin hat ihre Kaltherzigkeit ihren Mädchen immer spüren lassen. Erst als beide Schwestern zusammen mit der Mutter eine gemeinsame Reise antreten, kommen sie dem furchtbaren Geheimnis der Mutter auf die Spur.

Mein Leseeindruck:
Kristin Hannah hat einen gefühlvollen und flüssigen Schreibstil. Der Roman wird abwechselnd aus der Perspektive einer der beiden Schwestern erzählt. Nina und Meredith sind zwei ganz unterschiedliche Frauen und stehen sich auch nicht sehr nahe, trotzdem kämpfen sie mit ähnlichen Problemen und Lasten. Es war schön zu lesen, wie sie sich annähern und zueinander finden. Das traumatische Erlebnis der Mutter in Leningrad wird anhand eines Märchens erzählt. Die Idee fand ich schön, trotzdem hat es mich oftmals verwirrt. Die Geschichte entfaltet sich nur sehr langsam. Ab der Mitte des Buches, konnte ich es dann nicht mehr aus der Hand legen. Die Autorin schreibt über die Grausamkeiten des Krieges, vom Leid und Elend und vor allem die Auswirkungen der Geschehnisse und was es mit den Menschen gemacht hat. Die Erzählung geht unter die Haut.
Fazit
4/5 ⭐️ Eine emotionale Familiengeschichte ❤️

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