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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.03.2021

Das Beste aus beiden Welten!

Ostfriesenzorn
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Am Strand auf Langeoog wird die Leiche einer Urlauberin gefunden. Ann-Kathrin und ihr Team tappen völlig im Dunkeln was den Täter oder das Motiv betrifft. Schon nach kurzer Zeit wird die nächste Leiche ...

Am Strand auf Langeoog wird die Leiche einer Urlauberin gefunden. Ann-Kathrin und ihr Team tappen völlig im Dunkeln was den Täter oder das Motiv betrifft. Schon nach kurzer Zeit wird die nächste Leiche gefunden. Ann-Kathrin vermutet einen Serientäter, der schon bald wieder töten könnte. Dann erreicht sie eine Nachricht aus dem Gefängnis: Dr. Sommerfeldt möchte ihr helfen, um den Täter zu schnappen. Doch kann sie ihm wirklich trauen?

Man fühlt sich von Anfang an mitten drin im 15. Ostfriesenkrimi. Die Hauptprotagonisten sind mittlerweile vertraut und liebgewonnen. Der Schreib- und in diesem Fall auch der Lesestil von Klaus-Peter Wolf haben absoluten Wiedererkennungswert. Seine Stimme hat etwas beruhigendes, trotzdem bringt er die Spannung, die in diesem Fall bis zum Schluss hoch gehalten wird exzellent rüber. Er ist wunderbar authentisch und haucht den Figuren genau das Leben ein, das er als Autor für sie ausgedacht hatte. Man möchte am liebsten den ganzen Krimi am Stück hören und fiebert mit allen Beteiligten mit.

Das aktuelle Buch kombiniert das Beste aus beiden Welten - Ann-Kathrin und Dr. Sommerfeldt. Was will man mehr?

Fazit: Wie von Klaus-Peter Wolf gewohnt ein kurzweiliger, spannender Krimi mit einer Prise Urlaubsfeeling. Ein Muss für alle Fans von Ann-Kathrin Klaasen und Dr. Sommerfeldt und natürlich auch für die, die es noch werden wollen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.01.2021

Spannend, kurzweilig und fesselnd

Blutroter Schatten
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München wird von einer grausamen Mordserie erschüttert. Die Opfer sind scheinbar wahllos gewählt, doch allen wurde die Kehle durchgeschnitten. Eine weitere Gemeinsamkeit: Der Täter hat an allen Tatorten ...

München wird von einer grausamen Mordserie erschüttert. Die Opfer sind scheinbar wahllos gewählt, doch allen wurde die Kehle durchgeschnitten. Eine weitere Gemeinsamkeit: Der Täter hat an allen Tatorten eine Botschaft hinterlassen, die auf einen Serienmörder verweist, der seit Jahren in der geschlossenen Psychiatrie sitzt. Die Polizei tappt völlig im Dunkeln. Nur der inhaftierte Mörder Rhode kann den Ermittlungen jetzt noch helfen - doch dieser will nur mit seiner Tochter reden, die ihn vor Jahren auf frischer Tat ertappt hat und noch immer schwer traumatisiert ist.

Patricia Walter ist hier ein wahres Meisterstück gelungen! Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und die wechselnden Perspektiven machen das Buch sehr kurzweilig. Die Emotionen werden so gut beschrieben, dass man sich problemlos in die Charaktere hineinversetzen kann und sowohl Sams grausame Erinnerungen als auch die verrückten Gedanken von Thomas Rhode nachfühlt. Immer wieder nimmt die Geschichte eine unvorhergesehene Wendung und die Spannung, die von Seite 1 an vorhanden ist, steigert sich weiter und weiter. Man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, um zu erfahren was als nächstes passiert.

Fazit: Spannend, kurzweilig und fesselnd. Eine absolute Leseempfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.11.2020

Die Realität ist grausamer als jede Fiktion

ZEIT Verbrechen
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Das Hörbuch zum Podcast Zeit Verbrechen beinhaltet 12 aufrüttelnde Kriminalfälle, die von unterschiedlichen Sprechern vorgelesen werden. Die Sprecher sind recht sachlich, bringen die Spannung der Fälle ...

Das Hörbuch zum Podcast Zeit Verbrechen beinhaltet 12 aufrüttelnde Kriminalfälle, die von unterschiedlichen Sprechern vorgelesen werden. Die Sprecher sind recht sachlich, bringen die Spannung der Fälle aber sehr gut rüber. Die Themen sind bunt gemischt und reichen von einem Mord ohne Leiche über schwere Kindesmisshandlung/-vernachlässigung bis hin zu Vergewaltigungen. Abgerundet wird das Ganze durch Einblicke in die Arbeit der Polizei, beispielsweise bei DNA-Gutachten oder Präventionsarbeit. Manche Dinge sind kaum begreifbar und regen auch nach dem Lesen zum Nachdenken an. Was mir immer wieder sehr nah ging war das Wissen, dass es wirklich so passiert ist, dass Menschen tatsächlich zu solch grausamen Taten fähig waren und diese nicht der Fiktion eines Krimi-/Thrillerautors entsprungen sind.

Der einzige Negativpunkt:
Leider gab es im Hörbuch keine neuen Fälle. Alle Fälle wurden schon im Podcast behandelt und dort sogar ausführlicher besprochen. Das finde ich schade, ich hätte mir hier zumindest einen Mix aus alten und neuen Beiträgen gewünscht.

Fazit: Das Hörbuch an sich ist gut gelungen, reicht allerdings leider nicht an den Podcast heran. Wer den Podcasr aber noch nicht kennt, den erwartet ein fesselndes Hörbuch mit spannenden Einblicken in die menschliche Psyche.

  • Erzählstil
  • Sprecher
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 02.11.2020

Ein spannungsgeladenes Wiedersehen mit Ava und Luc

Die perfekte Sünde
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Ava Turner und Luc Callanach haben es in ihrem 4. Fall mit einem besonders grausamen Täter zu tun: Eine Frau wird entführt und nach einigen Tagen sterbend am Straßenrand abgelegt. Kurz darauf verschwindet ...

Ava Turner und Luc Callanach haben es in ihrem 4. Fall mit einem besonders grausamen Täter zu tun: Eine Frau wird entführt und nach einigen Tagen sterbend am Straßenrand abgelegt. Kurz darauf verschwindet die nächste Frau. An ihrem Entführungsort lässt der Täter ein makaberes Souvenir zurück: Eine Puppe, gefertigt aus der Haut des ersten Opfers. Es besteht kein Zweifel: der Täter wird wieder morden. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt...

Den Leser erwartet der gewohnt angenehme Schreibstil von Helen Fields. Schon vom ersten Kapitel an ist das Buch so spannend, dass man es am Liebsten nicht mehr aus der Hand legen möchte. Auch das Privatleben der Hauptpersonen wird ausführlich beleuchtet, ohne allerdings die eigentliche Geschichte zu überlagern. Man ist mittendrin in der Story, fiebert mit den Ermittlern und leidet mit den Opfern. Immer, wenn man denkt, endlich auf der richtigen Spur zu sein, kommt die nächste unvorhergesehene Wendung und man ist so ratlos wie zu Beginn. Das verstörende (aber absolut gelungene) Ende rundet diesen sehr guten Thriller ab.

Das Buch ist Teil einer Reihe um die Ermittler Ava Turner und Luc Callanach, kann jedoch auch unabhängig davon gelesen werden. Wer allerdings alle Hintergründe der Beteiligten verstehen möchte, ist gut beraten, die anderen Bücher auch zu lesen.

Fazit: Ein weiterer, spannungsgeladener Thriller von Helen Fields und ein gelungenes Wiedersehen mit Ava und Luc! Die perfekte Lektüre für ein gemütliches Herbst- oder Winterwochenende.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Spannung
  • Charaktere
  • Handlung
Veröffentlicht am 18.09.2020

Ein Krimi mit etlichen logischen Schwächen

Die Tote von Dresden
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Die Kommissare Frank Haberking und Anna-Maria Slakow könnten unterschiedlicher nicht sein. Er ist bei der Polizei um seine Familie zu beeindrucken, macht Dienst nach Vorschrift und hat keinerlei Ambitionen ...

Die Kommissare Frank Haberking und Anna-Maria Slakow könnten unterschiedlicher nicht sein. Er ist bei der Polizei um seine Familie zu beeindrucken, macht Dienst nach Vorschrift und hat keinerlei Ambitionen seine Karriere nach vorne zu treiben. Sie ist jung, ehrgeizig und übermotviert. Beide werden nach schweren Fehlern zwangsversetzt und sollen einen 10 Jahre alten Fall lösen, an dem sich schon viele Ermittler versucht haben. Damals wurde die Familienrichterin Jennie Flagant entführt und zur Prostitution gezwungen. Kurz nach ihrer Befreiung nimmt sie sich das Leben. Hochrangige Politiker scheinen in den Fall verwickelt zu sein. Doch die Schuldigen konnten bis heute nicht gefasst werden.

Der Klappentext liest sich super und macht Lust auf mehr. Leider kann das Buch dabei nicht so recht mithalten. Der Schreibstil von Julius Kron ist zwar angenehm zu lesen, doch ist die zeitliche Abfolge im Buch an vielen Stellen unlogisch. Die Kapitel sind jeweils mit Uhrzeit-Angaben versehen und manche Treffen oder Ermittlungen werden innerhalb weniger Minuten abgehandelt, obwohl die beschriebene Fahrt zum jeweiligen Ort schon länger gedauert hätte. Dies hätte im Lektorat auffallen müssen. Ich hätte es lieber gesehen, wenn die Zeitangaben einfach weggelassen worden wären - dann wären die Diskrepanzen nicht so auffällig gewesen. Auch der Spannungsaufbau lässt etwas zu wünschen übrig. Vieles ist vorhersehbar und geht den beiden Ermittlern für einen bisher unlösbaren Fall einfach zu leicht von der Hand. Am Ende bleiben einige Fragen offen, die wohl in einer Fortsetzung beantwortet werden.

Fazit: Ein kurzweiliger Krimi mit einigen Schwächen und einem etwas zu konstruiert wirkenden Ende.

  • Cover
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Handlung