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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.01.2026

Enttäuschend

Down Cemetery Road
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Die Leseprobe hat mir sehr gut gefallen. England, Oxford und
englischer Humor. Ein Krimi mit einer Ermittlerin, die süchtig machen soll.
All das liebe ich und es macht für mich auch einen guten Krimi aus.
Vorweg ...

Die Leseprobe hat mir sehr gut gefallen. England, Oxford und
englischer Humor. Ein Krimi mit einer Ermittlerin, die süchtig machen soll.
All das liebe ich und es macht für mich auch einen guten Krimi aus.
Vorweg gesagt: Ich bin nur bis Seite 193 gekommen.
Die Handlung ist sehr komplex beschrieben. Eigentlich müsste das
nicht sein. Es ist ganz einfach. Eine Explosion und ein Kind
wird vermisst. Eine Frau wendet sich an eine Detektei, um dieses
Kind zu finden. So einfach, so gut.
Ich habe immer wieder versucht, ins Buch zu finden, habe gelesen
und gelesen in der Hoffnung, den Faden zu finden.
Das ist mir nicht gelungen.
Immer wenn ich mich ein bisschen eingelesen habe, kommt eine Wendung.
die sich mir nicht erschließt. Viele Passagen sind sehr langatmig,
verlieren sich in Nebensächlichkeiten. Ständige Wechsel der Charaktere, unterbrechen mich im Lesefluss. Es wird zäh, und spannend ist es auch nicht.
Die Schreibweise ist nett, aber fesselt nicht. Langeweile macht sich breit.
Schade!

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Veröffentlicht am 21.12.2025

Oh, diese Nachbarn!

Nur Gundula gärtnerte giftiger
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Auch in Hirschweiler kann man nicht in Ruhe leben, wenn der
Nachbar es nicht will. Was braucht man Feinde?
Gundula und Alfred Böttinger haben ihre ganze Nachbarschaft
gegen sich aufgebracht. Die können ...

Auch in Hirschweiler kann man nicht in Ruhe leben, wenn der
Nachbar es nicht will. Was braucht man Feinde?
Gundula und Alfred Böttinger haben ihre ganze Nachbarschaft
gegen sich aufgebracht. Die können die beiden bis auf den Tod
nicht ausstehen. Gundula ist gegen alles und sagt es auch.
Bis eines Tages der Alfred tot im Wintergarten liegt.
Gundula ist für Jupp sofort die Hauptverdächtige. Sie beteuert allerdings ihre
Unschuld. Ihre geköpften Gartenzwerge machen ihr mehr Sorgen als
ihr toter Ehemann.
Jupp hat zu tun und muss sich außerdem um seine Familie kümmern.
Tochter Eva ist in das Nachbarhaus eingezogen und Käthe ist mal wieder
eingetroffen. Sofort hängt der Haussegen schief. Aber Jupp kann sich
nicht um alles kümmern.
Das ist nun schon der 9. Band dieser Reihe und auch dieser
Fall wird wieder von Jupp Backes auf typische Art gelöst.
Jupp bei den Ermittlungen zu begleiten, macht wie immer großen Spaß.
Der nimmt kein Blatt vor den Mund.
In seiner eigenen erfrischend-skurrilen Art schafft er alles und
jeden. Alle Figuren sind wunderbar gezeichnet, mit lebensechten
Charaktereigenschaften.
Aber nicht nur die Mördersuche, das mit rätseln ist spannend und amüsant.
Es gibt sehr viele lose Fäden, die am Ende dann alle so wunderbar verknüpft werden.
Das Privatleben ist auch nicht so ohne.
Die Dialoge sind super und oft sehr spitzfindig. Bringen es auf den
Punkt.
Der Schreibstil ist flüssig und der saarländische Dialekt sehr unterhaltend.
Es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

Kurzum, ein richtig guter Dorf- Krimi mit ganz viel Humor und Lokalkolorit.
Dieses Buch hat mir wunderbare Lesestunden bereitet.
Für mich ist die Familie Backes bereits Kult.

Bitte mehr davon!

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Veröffentlicht am 15.12.2025

Eindrucksvoll

Was vor uns liegt
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Acht junge Frauen leben und studieren 1934 am Grimaldi-Konvikt in Rom.
Die Nonnen haben stets ein Auge auf sie. Trotzdem freunden sie die Frauen
an und bilden eine Clique. Dort teilen sie Sehnsüchte und ...

Acht junge Frauen leben und studieren 1934 am Grimaldi-Konvikt in Rom.
Die Nonnen haben stets ein Auge auf sie. Trotzdem freunden sie die Frauen
an und bilden eine Clique. Dort teilen sie Sehnsüchte und Hoffnungen
miteinander. Trotz der Nähe hütet jede der Frauen ein Geheimnis.

Das Lebensgefühl und der Zeitgeist in Italien der 1930er Jahre werden sehr gut
wiedergegeben und wunderbar in die Geschichte eingebunden.
Es geht um die Liebe, um Träume, Machtkämpfe und um ein selbst bestimmtes Leben.
Das Frauenbild der 30er Jahre ist allerdings sehr bestimmt von einer Männerwelt. Traditionelle Familien- und Rollenbilder prägen die Gesellschaft.
Das ist nicht einfach, denn die Gleichberechtigung ist noch nicht
so im Alltag angekommen. Radikal und auch sehr aufrührerisch werden die
Frauen gezeichnet. Ihr Kampf gegen alten Strukturen und
ihre Anerkennung im gesellschaftlichen Umfeld.
Das bringt die Autorin sehr lebendig und bildhaft rüber.
Das Buch hat nichts von seiner Kraft verloren.
Im Gegenteil, die neue Übersetzung macht es richtig modern.
Dank der wirklich sehr atmosphärisch dichten Schreibweise hat man das Gefühl, ein Teil zu sein. Man erlebt alle Höhen und Tiefen hautnah mit.
Eine wirklich gelungene Zeitreise in ein faschistisches Italien.













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Veröffentlicht am 24.11.2025

Nette Unterhaltung

Die wilden Jahre
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Die Geschwister Thora und Hannes stammen aus einer wohlhabenden
Fabrikantenfamilie. Es sind bewegte Zeiten.
Gerade ist der 1. Weltkrieg vorbei. Die Bewohner des Rheinlandes
bekommen die Auswirkungen der ...

Die Geschwister Thora und Hannes stammen aus einer wohlhabenden
Fabrikantenfamilie. Es sind bewegte Zeiten.
Gerade ist der 1. Weltkrieg vorbei. Die Bewohner des Rheinlandes
bekommen die Auswirkungen der vier Kriegsjahre erst jetzt in voller Tragweite zu spüren.
Es sind wirklich sehr bewegte Zeiten.
Thora hat trotz aller Widerstände ihr Schauspielstudium durchgezogen
und Hannes ist unversehrt aus dem Krieg heimgekehrt. Was nicht jedem der Soldaten vergönnt ist.
Hannes, der Architektur studieren wollte, wird allerdings des Mordes angeklagt.
Thora ist verzweifelt. Hannes spricht nicht über die Tat. Will auch keinen Anwalt. Thora setzt
alles in Bewegung, um Hannes zu helfen.

Ein sehr mitreißender Klappentext, der große Lust auf dieses Buch macht.
Das Thema ist sehr interessant, ist es doch eine relativ unbekannte Zeit. Das Leiden und der Mangel, dem die Bevölkerung ausgesetzt ist, werden wunderbar wiedergegeben. Auch der Umbruch in eine neue Zeit ist gut umgesetzt.
Man spürt förmlich die Kraft, die Thora ausstrahlt.
Ihre Leidenschaft, ihren Willen, sich gegen eine Männerwelt zu behaupten.
Wie sie sich gegen die gesellschaftlichen Regeln auflehnt und sich
selbst immer dabei treu bleibt.
Leider ist die Schreibweise sehr steif und emotionslos. Dadurch bleiben die Charaktere fremd. Es fällt schwer, eine Verbindung zu ihnen aufzubauen.
Es ist zwar nett zu lesen, wie sich eine junge Frau in dieser Männergesellschaft durchsetzt.
Das alleine reicht aber nicht aus.
Diesem Roman fehlen das Herzliche und die Leichtigkeit, die dieses Thema verdaulich machen. Etwas mehr Spannung würde ihm auch guttun.

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Veröffentlicht am 19.11.2025

Suche nach Zusammenhalt

In den Scherben das Licht
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Carmen Korn entführt uns in eine vergangene Zeit.
Der Krieg ist gerade mal 1 Jahr vorbei und die Menschen wollen endlich wieder leben.
Das wird anhand von verschiedenen Menschen, Jung und Alt, erzählt.
Sie ...

Carmen Korn entführt uns in eine vergangene Zeit.
Der Krieg ist gerade mal 1 Jahr vorbei und die Menschen wollen endlich wieder leben.
Das wird anhand von verschiedenen Menschen, Jung und Alt, erzählt.
Sie alle sind auf der Suche. Nach ihren Angehörigen, aber auch nach Zusammenhalt, evtl. auch nach der Liebe.
Das Lebensgefühl und der Zeitgeist der 1940er Jahre werden sehr gut wiedergegeben.
Der Schreibstil ist wunderbar fließend. Man fühlt sich gleich sehr verbunden mit den Charakteren.
Der Erzählstil ist sehr gut. Durch den schnellen Wechsel der verschiedenen Personen kommt eine Dynamik auf die Seiten, die sehr mitreißend ist. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen.
Einzelne Tage, besondere Ereignisse werden hervorgeholt und dadurch wird die Geschichte sehr lebendig.
Man muss allerdings aufmerksam lesen, um zu wissen, um welchen Charakter es sich gerade handelt.
Es springt lebhaft hin und her.
Viel Harmonie, glückliche Fügungen stehen im Vordergrund.
Die Opfer dieses schlimmen Krieges kommen durchaus vor, aber sie können sich recht schnell wieder einleben.
Die Täter werden nur am Rande erwähnt. Das ist schade, denn so wirkt dieses Leben wie ein Märchen.
Es geht immer nur aufwärts, alles wird besser und jeder bekommt seinen Partner. Keiner soll und wird alleine bleiben. Der aufmerksame Leser merkt sehr schnell, dass dieser Roman auf ein Happy End zusteuert.
Das stört aber nicht, denn es ist schön, diese Kraft zu spüren, die von der Gemeinschaft ausgeht.
Dieser Zusammenhalt, der Hoffnung und des Wiederaufbaus.
Ein richtig schöner Schmöker, der sich so wegliest.

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