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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Auch Band 8 der Reihe begeistert!

O du fröhliche, o du tödliche
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„O du fröhliche, o du tödliche“ ist der 8. Teil der Reihe (Petra Schier schreibt als Mila Roth), in deren Mittelpunkt Gelegenheitsagentin Janna und Agent Markus stehen:
Diesmal weihnachtet es sehr und ...

„O du fröhliche, o du tödliche“ ist der 8. Teil der Reihe (Petra Schier schreibt als Mila Roth), in deren Mittelpunkt Gelegenheitsagentin Janna und Agent Markus stehen:
Diesmal weihnachtet es sehr und Janna und ihre Familie feiern zusammen Heiligabend. Spät Abends entscheidet sich Janna spontan, Markus in der Kneipe „HellHole“ Gesellschaft zu leisten, wo er vermeintlich alleine den Heiligen Abend verbringt. Dort angekommen, trifft sie auf Markus und seine Agenten-Kollegin Alexa, die Janna schon die ganze Zeit nicht sonderlich freundlich gesinnt ist. Doch plötzlich wird Alexa auf der Toilette von drei Weihnachtsmännern entführt! Was steckt dahinter? Wer würde Alexa entführen wollen und warum? Und wo ist sie? Janna und Markus heften sich an die Fersen der Entführer…
Auch das achte Abenteuer besticht wieder durch Spannung, Leichtigkeit und eine sehr angenehme Erzählweise. Man kann der Geschichte wunderbar folgen und erlebt die Abenteuer zusammen mit den Protagonisten. Neben dem spannenden Fall, der bis zum Schluss packend bleibt, erfährt der Leser weitere Hintergrundinformationen aus Jannas und auch Markus Leben und kann weiter deren Dynamik miteinander beobachten.
Eine gelungene Fortsetzung, die bereits wieder Lust auf Folge 9 macht!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Tolle Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe!

Dein finsteres Herz
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Max Wolfe ist ein unkonventioneller Polizist, der bei Ermittlungen vor allem seinen Instinkten folgt. Im Privatleben ist Max alleinerziehender Vater einer kleinen Tochter. Mit Scout und Sohn Sam meistert ...

Max Wolfe ist ein unkonventioneller Polizist, der bei Ermittlungen vor allem seinen Instinkten folgt. Im Privatleben ist Max alleinerziehender Vater einer kleinen Tochter. Mit Scout und Sohn Sam meistert er den Alltag jeden Tag aufs Neue, auch wenn es nicht immer einfach ist.
Im Job wird Max nach dem Wechsel in ein neues Department mit einem grausamen Fall konfrontiert: Kurz nacheinander werden zwei Männer getötet, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Die einzige Gemeinsamkeit ist ihre Schulzeit auf dem Elite-Internat Potter’s Field vor 20 Jahren. Doch die beiden sollen nicht die letzten Opfer bleiben… Was steckt hinter den Morden, die gekonnt und militärisch präzise durchgeführt werden? Und was hat es mit den Äußerungen im Internet zu tun, die der angebliche Täter postet? Was hat es mit dem Vorfall im Prolog auf sich, in dem ein junges Mädchen von jungen Männern missbraucht und gequält wird? Wer ist das Mädchen? Und wer sind die Jungendlichen?
Tony Parson hat mit „Dein finsteres Herz“ einen spannenden Thriller und packenden Auftakt für eine neue Reihe um Ermittler Max Wolfe geschaffen. Die Mischung zwischen spannendem Fall und interessantem Privatleben des Ermittlers ist sehr gelungen und nachvollziehbar dargelegt. Wolfe ist kein „Supercop“, sondern hat Ecken und Kanten, was ihn sehr sympathisch und menschlich macht. Die Erzählweise ist dabei britisch geprägt, wodurch auch der britische Humor immer wieder durchblitzt, was sehr unterhaltsam ist. Der Schreibstil des Autors schaftft dabei immer wieder überzeugende bildhafte Vergleiche und Sätze, die begeistern.
Insgesamt hat Parson einen sehr gelungenen ersten Teil der neuen Reihe um Max Wolfe geschaffen! Manche Sequenzen werden zwar sehr ausführlich behandelt, andere dafür nur recht kurz angerissen, jedoch wird das Interesse für den 2. Teil geweckt, in dem möglicherweise einige dieser Aspekte wiederaufgenommen werden. Ich bin schon jetzt gespannt auf die Fortsetzung!

Veröffentlicht am 15.09.2016

mäßiger Schlagabtausch zwischen Wiener Schmäh und Berliner Schnauze

Praterglück
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Bei „Praterglück“ stehen die Halbbrüder Balthasar und Paul im Mittelpunkt des Geschehens. Balthasar ist gebürtiger Wiener, Paul kommt aus Berlin und beide kennen sich erst seit Kurzem. Ihre Tante Hertha ...

Bei „Praterglück“ stehen die Halbbrüder Balthasar und Paul im Mittelpunkt des Geschehens. Balthasar ist gebürtiger Wiener, Paul kommt aus Berlin und beide kennen sich erst seit Kurzem. Ihre Tante Hertha hat die beiden sozusagen zusammengeführt, da sie zusammen den erfolgreichen Imbiss der Tante mit dem passenden Namen „Praterglück“ in Wien führen sollen. Da sich die beiden überhaupt nicht leiden können, arbeiten sie immer in entgegengesetzten Schichten und treffen sich so nie persönlich. Ihre Kommunikation findet dabei nur auf einfachen Zetteln, Rechnungen, per SMS oder Email statt. Der Tonfall ist dabei immer recht kratzbürstig, herablassend und auch gemein. Oft sind sie dabei unterschiedlicher Meinung, nur in einer Sache sind sie sich einige: Tante Hertha, der sie 50% vom Gewinn des Imbisses abgeben müssen, können beide nicht leiden! Daher beschließen die beiden, die Tante um die Ecke zu bringen uns. Doch plötzlich geschieht ein Mord vor dem Praterglück, der Tote ist jedoch nicht die liebe Tante. Doch nun geraten die beiden Brüder unter Mordverdacht.
„Praterglück“ ist kein wirklicher Krimi, sondern eher eine Krimi-Groteske. Jedoch kommt der Krimi-Anteil an der Geschichte fast etwas zu kurz. Hauptsächlich liest der Leser die Beschimpfungen und Verunglimpflichungen, die die Brüder sich täglich gegenseitig niederschreiben. Die Sprache ist dabei sehr direkt und umgangssprachlich und immer wieder deutlich „unter der Gürtellinie“. Die Grundidee der Geschichte ist skurril. Auch, dass das Buch eigentlich nur aus Notizen, Briefen und Nachrichten besteht ist eine interessante Erzählweise, die einen gewissen Charme hat. Das „Duell“ zwischen Wiender Schmäh und Berliner Schnauze ist prinzipiell auch eine interessante Herangehensweise. Jedoch war mir persönlich der Umgangston der Brüder untereinander oftmals viel zu derb und herablassend und mit Schimpfwörtern nur so gespickt. Auch blieb mir aufgrund dessen das aufkeimende Lächeln öfters mal im Halse stecken. Daher konnte mich dieses Buch leider nicht überzeugen und ich kann hier nur 2 von 5 Sternen vergeben.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Blinde Sekunden

Blinde Sekunden
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Ein Schönheitschirurg ist bei einem Kongress in einem 5-Sterne-Hotel in Hamburg. Er erhofft sich dort neue Erkenntnisse für die Behandlung seiner Frau, die durch Schönheitsoperationen immer mehr an sich ...

Ein Schönheitschirurg ist bei einem Kongress in einem 5-Sterne-Hotel in Hamburg. Er erhofft sich dort neue Erkenntnisse für die Behandlung seiner Frau, die durch Schönheitsoperationen immer mehr an sich verändern lässt…
Dort unterhält er sich in der Lobby mit der attraktiven Silvia, die zusammen mit Sven in das Hotel gekommen sind, da beide tiefe Gefühle füreinander haben. Jedoch sind beide mit anderen Partnern verheiratet, wollen ihren Gefühlen nun jedoch einmal freien Lauf lassen, um zu sehen, was sich daraus entwickelt. Doch plötzlich ist Silvia spurlos verschwunden und keiner weiss, was mit ihr geschehen ist…
Aus dem Nobelhotel verschwinden seit einiger immer wieder Frauen, die erst nach Monaten tot und schwer misshandelt wieder aufgefunden werden. Daher fällt der Verdacht des Kommissars Rieckers auch bei Silvia auf diesen Serientäter…
Doch wer steckt hinter all dem? Ist Silvia wirklich eines seiner Opfer geworden?
Sonja Rüther legt mit „Blinde Sekunden“ ihr Debüt im Bereich Thriller vor, das immer wieder durch unerwartete Drehungen und Wendungen überzeugen kann. Die Spannung hält sich vom Anfang bis zum Ende, obwohl es auch gelegentlich kleiner Längen gibt. Diese werden dann jedoch immer wieder durch unerwartete Begebenheiten unterbrochen, so dass sie nicht allzu präsent werden. Die Frage nach dem Verbleib von Silvia zieht sich dabei wie ein roter Faden durch die Erzählstränge Die verschiedenen Charaktere sind sehr unterschiedlich und dadurch interessant und auch vielschichtig gearbeitet, so dass man erst nach und nach tiefere Einblicke erhält.
Ein gelungenes Debüt, dass auf weitere gute Thriller aus der Feder von Sonja Rüther hoffen lässt.

Veröffentlicht am 15.09.2016

spannende und packende Frage nach Wahrheit und Fiktion

Lügentanz
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Michaela Michalsen feiert ihren Geburtstag. Auf die an sich nicht verfängliche Frage „liebst du mich noch?“ antwortet ihr Ehemann David, dass er dies nicht mehr tut. Für Michaela bricht eine Welt zusammen ...

Michaela Michalsen feiert ihren Geburtstag. Auf die an sich nicht verfängliche Frage „liebst du mich noch?“ antwortet ihr Ehemann David, dass er dies nicht mehr tut. Für Michaela bricht eine Welt zusammen und sie ist verzweifelt. Doch als David nach einer Runde auf dem Fahrrad wiederkommt streitet er ab, je so etwas gesagt zu haben. Nun steht Michaela völlig neben sich. Kommen ihre Phantasien wieder, die sie vor vielen Jahren schon einmal hatte? Vor Jahren hatte sie nach der Geburt ihrer Tochter Karla psychische Probleme und war in Behandlung. Doch nun beginnt sie wieder an sich selbst zu zweifeln und auch David und ihre beste Freundin Bea machen sich Sorgen um sie, denn die Anzeichen scheinen sich zu häufen: Wie konnte sie ein wichtiges Telefonat einfach vergessen? Was geht mit Michaela vor sich? Sind es die gleichen Probleme wie damals? Oder spielt doch ihr Mann David ein falsches Spiel? Um einen klaren Kopf zu bekommen, übernimmt Michaela die Aufgabe, auf Wohnung und Hund eines Weltreisenden zu aufzupassen. Dort hofft sie, den dringend nötigen Abstand und die Selbstsicherheit widerzugewinnen. Und auch Lena tritt in ihr Leben, die so ganz anders ist als Melanie…
„Lügentanz“ erzählt eine spannende und undurchsichtige Geschichte, in deren Mittelpunkt Michaela steht. Lange bleibt im Unklaren, was genau mit ihr los ist, was real und was nicht real ist, was wahr und was gelogen ist. Das ganze Ausmaß erschließt sich erst zum Schluss, so dass der Spannungsbogen die ganze Zeit auf einem sehr hohen Niveau bleibt.
Die Charaktere sind dabei interessant und vielschichtig, allen voran natürlich Michaela, aber auch die junge und quirlige Lena.
Ein wirklich gelungener Thriller, der durch viele Drehungen und Wendungen immer interessant und immer spannend bleibt, so dass man bis zum Ende mitfiebert.