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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.02.2026

Knistern, Herz und Cheer – charmant erzählt, aber etwas lang

Cheer for Love
2

Ella macht ein Auslandsjahr, um nach einer schmerzhaften Trennung neu anzufangen, und trainiert beim Cheerleader-Team der Whitland University mit. Eigentlich will sie sich nur aufs Training konzentrieren ...

Ella macht ein Auslandsjahr, um nach einer schmerzhaften Trennung neu anzufangen, und trainiert beim Cheerleader-Team der Whitland University mit. Eigentlich will sie sich nur aufs Training konzentrieren – doch als sie auf Hudson Fox trifft, wird alles plötzlich kompliziert. Zwischen ihnen knistert es heftig, und schon bald wird klar, dass Hudson für Ella mehr ist als nur eine flüchtige Bekanntschaft. Während sie sich näherkommen, müssen sie lernen, einander zu vertrauen und ihre Gefühle zuzulassen.

Das Buch erzählt eine süße Liebesgeschichte mit einer stetigen emotionalen Entwicklung der beiden Hauptfiguren. Besonders gelungen ist dabei, dass die Figuren sich nach und nach öffnen, Vertrauen zueinander aufbauen und einander viel Wertschätzung entgegenbringen. Die vielen emotionalen Szenen unterstreichen diese Entwicklung, und auch der Schreibstil ist insgesamt sehr angenehm und schön zu lesen. Die Figuren selbst mochte ich ebenfalls sehr, sie wirken lebendig, nahbar und authentisch.
Allerdings zieht sich die Geschichte an manchen Stellen sehr in die Länge. Es passieren viele Ereignisse, und einige Szenen wirken überflüssig, sodass der Lesefluss zwischendurch etwas leidet. Besonders frustrierend ist, dass es lange dauert, bis die Hauptfiguren ihre Gefühle füreinander eingestehen, obwohl dies früh erkennbar ist. Gleichzeitig bekommt man einen sehr detaillierten Einblick in die Welt des Cheerleadings, inklusive Fachbegriffe und Trainingseinblicke, was den Teil für Fans des Sports besonders spannend macht.

Insgesamt ist es eine liebevolle und süße Liebesgeschichte mit sympathischen Figuren, die jedoch deutlich zu lang geraten ist. Weniger unnötige Szenen und mehr Fokus auf die Schlüsselszenen hätten dem Buch gutgetan.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.01.2026

Knightsbridge – Herz, Humor und Spannung auf dem Spielfeld

Knightsbridge United
0

Davina King hat zwei Prinzipien: Sie will sich nie wieder an einen Mann binden und sich als Frau in der Sportberichterstattung durchsetzen. Doch während eines Pub-Besuchs gerät ihr Plan ins Wanken, als ...

Davina King hat zwei Prinzipien: Sie will sich nie wieder an einen Mann binden und sich als Frau in der Sportberichterstattung durchsetzen. Doch während eines Pub-Besuchs gerät ihr Plan ins Wanken, als sie eine Panikattacke erleidet und auf Alec Ward, Profi bei Knightsbridge United, trifft – der sie tröstet. Kurz darauf behauptet Alec versehentlich, dass Davina sein neuer Glücksbringer sei. Um die mediale Aufmerksamkeit zu ihrem beider Vorteil zu nutzen, vereinbaren die Beiden einen Deal: Für ein halbes Jahr spielen sie ein Paar – ohne echte Gefühle. Doch als Davinas Ex zurückkehrt und droht, alte Albträume wieder aufleben zu lassen, beginnt die Fake-Beziehung schneller, ihre Grenzen zu überschreiten, als geplant.

Knightsbridge ist eine Sport-Romance, die mitreißend, emotional und gleichzeitig unterhaltsam ist. Die Geschichte überzeugt durch ein hervorragend integriertes Fußball-Setting, das spannende Einblicke hinter die Kulissen von Vereinen und Sportberichterstattung bietet – und das auf eine Weise, die auch Leser:innen begeistert, die sonst keinen Bezug zum Fußball haben. Gleichzeitig gelingt es dem Buch, große Gefühle, Drama und Spannung zu verbinden, ohne die Leichtigkeit und den lockeren Schreibstil zu verlieren. Themen wie Überwindung von Traumata, toxische Beziehungen, Ängste und Selbstzweifel werden sensibel behandelt und geben der Geschichte Tiefe.
Im Mittelpunkt stehen Davina und Alec: Davina, ehrgeizige Sport-Reporterin, möchte für ihre Leistung anerkannt werden und zeigt im Laufe der Handlung, dass sie mehr kann als nur gut auszusehen. Gleichzeitig muss sie sich mit den Nachwirkungen einer toxischen Beziehung auseinandersetzen, da ihr Ex immer wieder auftaucht und sie bedroht. Durch die Fake-Beziehung zu Alec kommt ihre starke Persönlichkeit nach und nach immer mehr zum Vorschein. Dabei entwickelt sich die zunächst vorgetäuschte Beziehung so schnell, dass die Grenzen zwischen Fake und echten Gefühlen verschwimmen. Alec, sympathischer Fußballprofi, ist dabei ein unglaublich nahbarer Charakter. Man spürt seine Ängste und Sorgen hautnah – selbst Profi-Sportler haben kein perfektes Leben, und gerade diese Einblicke machen ihn authentisch. Auch seine Teamkollegen sind liebevoll, loyal und witzig; gemeinsam mit Davinas Freundinnen tragen sie zu einer warmen und lockeren Atmosphäre bei, die die Geschichte zusätzlich auflockert.

Alles in allem ist Knightsbridge eine fesselnde, emotionale Story, die sowohl berührt als auch spannend bleibt. Ideal für alle, die Sport, Romantik und tiefgehende Charaktere gleichermaßen schätzen – Fußball-Kenntnisse sind dabei keine Voraussetzung.

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  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 11.01.2026

College-Liebe mit Humor und Herz, aber wenig Tiefe

Night Shift
0

Kendall hat wenig Interesse an Studentenpartys. Ihren Freitagabend verbringt sie lieber mit einem spannenden Liebesroman, während sie den Nachtdienst in der Universitätsbibliothek übernimmt. Doch plötzlich ...

Kendall hat wenig Interesse an Studentenpartys. Ihren Freitagabend verbringt sie lieber mit einem spannenden Liebesroman, während sie den Nachtdienst in der Universitätsbibliothek übernimmt. Doch plötzlich taucht Vincent Knight auf – Kapitän der Basketballmannschaft, wandelnder Herzschmerzmagnet, mit verletztem Handgelenk, schlechter Laune und einer dringenden Frage zu Poesie. Kendalls geordnete Welt gerät daraufhin völlig aus den Fugen. Groß, charmant und schlagfertig – Vincent scheint perfekt, um zum Helden in Kendalls ganz persönlicher Liebesgeschichte zu werden. Doch wie sich zeigt, führt der Weg zum Happy End im echten Leben über mehr als nur Klischees und Tropes.

Beim Lesen des Buches hatte ich zunächst andere Erwartungen als das, was mir letztendlich geboten wurde. Der Einstieg ist sehr intensiv und macht neugierig, doch im weiteren Verlauf fehlt es der Geschichte leider an Tiefe.
Die beiden Hauptcharaktere sind grundsätzlich sehr sympathisch. Kendall ist total bücherverliebt und lebt ihr Leben, als wäre sie selbst die Protagonistin eines Romans. Dadurch legt sie jedoch oft sehr unrealistische Erwartungen an den Tag und trifft stellenweise fragwürdige Entscheidungen. Obwohl sie als introvertiert beschrieben wird, ist sie sehr schlagfertig und alles andere als schüchtern.
Vincent wird zu Beginn als arroganter Basketball-Star des Colleges dargestellt, was sich meiner Meinung nach jedoch kaum bestätigt. Stattdessen wirkt er von Anfang an sehr freundlich und liebevoll – fast schon zu nett für den beliebten College-Typen, der von allen angehimmelt wird. Warum er sich ausgerechnet für Kendall interessiert, wird leider nicht näher erklärt. Da die Geschichte ausschließlich aus Kendalls Perspektive erzählt wird, lernt man Vincent insgesamt nur sehr oberflächlich kennen.
Die Dialoge zwischen den beiden sind größtenteils witzig, schlagfertig und humorvoll, auch wenn manche Wortwechsel in bestimmten Situationen etwas unpassend wirken. Was mir jedoch gefehlt hat, sind tiefere Gespräche und gemeinsame Momente, in denen sich die beiden wirklich kennenlernen. Vieles wird stark auf das Körperliche reduziert, wodurch die Beziehung für mich wenig Tiefe entwickelt. Zwar sind die Dialoge oft warmherzig, echte emotionale Nähe kommt jedoch kaum auf.
Ein weiterer Punkt ist das Verhalten der Charaktere: Obwohl Kendall und Vincent als College-Studenten dargestellt werden, wirken sie in vielen Situationen eher wie jüngere Teenager, was für mich nicht ganz stimmig wirkte. Die „spicy“-Szenen nehmen zudem sehr viel Raum ein, sind extrem detailliert beschrieben und ziehen sich teilweise über mehrere Kapitel. Besonders zum Ende hin zogen sich diese Passagen für mein Empfinden so sehr, dass mein Lesevergnügen deutlich nachließ.

Abschließend lässt sich sagen: Trotz sympathischer Charaktere und unterhaltsamer Dialoge fehlt es der Handlung an Tiefe und emotionaler Entwicklung. Wer jedoch eine schnelle Romance mit viel „Spice“ und humorvollen Dialogen sucht, wird hier vermutlich auf seine Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Vom Rivalen zum Herzensmenschen - Romantisch, emotional und absolut mitreißend

Rival Darling
2

Nach dem Betrug ihres Freundes will Violet endgültig mit Sportlern abschließen. Um ihrem Ex zu beweisen, dass sie über ihn hinweg ist, geht sie einen Fake-Dating-Deal mit Reed Darling ein – dem geheimnisvollen ...

Nach dem Betrug ihres Freundes will Violet endgültig mit Sportlern abschließen. Um ihrem Ex zu beweisen, dass sie über ihn hinweg ist, geht sie einen Fake-Dating-Deal mit Reed Darling ein – dem geheimnisvollen Kapitän des rivalisierenden Teams. Doch hinter den Gerüchten und der harten Fassade verbirgt sich jemand ganz anderes, und Violet merkt schnell, dass Gefühle sich nicht an Regeln halten...

Also dieses Buch ist der absolute Wahnsinn! Ich habe wirklich jede Emotion mitempfunden, die man mitempfinden kann: Wut, Liebe, Glück, Trauer – einfach alles. Von der ersten Seite an habe ich mit Violet und Reed mitgefiebert und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Beide Hauptcharaktere sind unglaublich sympathisch, authentisch und liebenswert, und ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ist wunderschön mitanzusehen.
Die Fake-Dating-Dynamik ist großartig umgesetzt und sorgt für viele emotionale, aber auch süße und humorvolle Momente. Besonders Reed hat es mir angetan: Anfangs wirkt er einschüchternd und geheimnisvoll, doch je besser man ihn kennenlernt, desto mehr merkt man, wie viel Tiefe hinter seiner Fassade steckt. Violet ist eine starke, ehrliche Protagonistin, mit der man sich sehr gut identifizieren kann.
Generell stimmt an diesem Buch einfach alles: die Story, die Charaktere, die Atmosphäre und der Schreibstil. Letzterer ist locker, emotional und sehr mitreißend, sodass die Gefühle der Figuren jederzeit nachvollziehbar sind. Auch die Nebencharaktere sind liebevoll ausgearbeitet und geben der Geschichte zusätzliche Tiefe.
Es passiert eher selten, dass mich ein Buch so sehr packt, dass ich traurig bin, sobald es vorbei ist – hier war genau das der Fall. Ich habe es direkt noch einmal gelesen und fand es immer noch genauso toll. Das Ende ist herrlich kitschig, ohne übertrieben zu wirken, und lässt einen mit einem breiten Grinsen zurück.
Wer Sport-Romance, Fake-Dating und einen absoluten Book-Boyfriend liebt, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Für mich eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 29.11.2025

Eine schöne Liebesgeschichte – aber viel zu viel unnötiges Drama

Crashing Back to You (»Back to You«-Reihe 2)
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Für die sonst eher zurückhaltende Aley beginnt alles mit einer Nacht, die sie nie vergessen wird – der Nacht mit dem aufstrebenden NHL-Spieler Chase. Doch ihr Moment voller Magie endet abrupt, als Chase ...

Für die sonst eher zurückhaltende Aley beginnt alles mit einer Nacht, die sie nie vergessen wird – der Nacht mit dem aufstrebenden NHL-Spieler Chase. Doch ihr Moment voller Magie endet abrupt, als Chase am nächsten Morgen festgenommen wird. Ein Jahr später begegnet Aley ihm wieder – doch er wirkt wie ein völlig anderer Mensch. Dunkle Tattoos zieren seinen Körper, und er hält Abstand, wo es nur geht. Trotzdem blitzt immer wieder der vertraute, charmante Chase in seinen eisblauen Augen auf, und Aley spürt, dass hinter der neuen Fassade noch immer der Mann steckt, den sie einst kannte.

Die Geschichte von Aley und Chase erzählt von einer zarten Liebesbeziehung, in der er sie dazu inspiriert, mutiger zu sein. Besonders die romantischen Szenen am Ende sind richtig herzerwärmend.
Allerdings war das Buch stellenweise extrem dramatisch, und viele Handlungen der Figuren sind kaum nachvollziehbar – wahrscheinlich, weil man selbst nicht in ähnlichen Situationen war. Das ständige Hin und Her zwischen Aley und Chase mit Freundschaft, Kontaktabbruch und Dating hat irgendwann genervt, da sie immer wieder ihre Meinung ändern und sich gegenseitig verletzen. Die Gründe dafür wirkten für mich nicht stark genug, um solche Konflikte zu rechtfertigen – Kommunikation spielt hier leider kaum eine Rolle, obwohl sie Konflikte lösen könnte. Obwohl Chase als Hockey-Spieler eingeführt wird, hat der Sport kaum Einfluss auf die Geschichte. Es handelt sich also eher um eine klassische Liebesgeschichte als um eine Sport-Romance.

Das Ende fand ich sehr schön, aber es ging mir dann doch ein bisschen zu schnell und zu einfach. Insgesamt ist es ein Buch, das man lesen kann, aber nicht unbedingt muss. Ich kenne bisher nur ein weiteres Buch der Reihe, das mir etwas besser gefallen hat.

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