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Veröffentlicht am 20.06.2022

Rezension

Fünfzehn Tage sind für immer
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Auf den ersten Blick klingt der Klappentext sehr hart und für einen Moment hatte ich Angst, dass hier eine völlig falsche Einstellung vermittelt wird. Aber nachdem ich es nun gelesen habe, kann ich mit ...

Auf den ersten Blick klingt der Klappentext sehr hart und für einen Moment hatte ich Angst, dass hier eine völlig falsche Einstellung vermittelt wird. Aber nachdem ich es nun gelesen habe, kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass die Geschichte, die sich hinter dem Klappentext verbirgt ein wundervolles einfühlsames Meisterwerk ist, die ich unbedingt weiterempfehlen kann.
Felipe als Charakter hat mir wahnsinnig gut gefallen. Besonders wie er mit seinem Körper umgeht, ist für manche Teenager, die mit ihrem Körper aus der gesellschaftlich anerkannten Norm fallen bestimmt sehr gut nachvollziehbar. Ich persönlich konnte mich definitiv in ihm wiederfinden und mit Felipe mitfühlen. Seine Gedanken über seinen Körper sind schonungslos ehrlich und vermutlich die Gedanken von vielen Teenagern, die mit ihrem Körper nicht zufrieden sind. Doch ich fand auch die weitere Verarbeitung des Themas und die damit verbundene Body Positivity wunderbar umgesetzt. Das Buch zeigt einem, dass es völlig okay ist, seinen Körper einmal nicht zu mögen, er aber trotzdem immer noch wundervoll und schön ist.
Mein einziger Kritikpunkt, und auch der Grund wieso ich einen Punkt abgezogen habe, war die verkürzte Liebesgeschichte, die am Klappentext vielleicht eine Spur zu deutlich hervorgehoben wurde.
Aber trotz meines Kritikpunkts kann ich nur noch eines sagen: Vitor Martins hat mit diesem Buch ein kleines Meisterwerk an Unsicherheit aber gleichzeitig auch Body Positivity erschaffen, das ich mir in meiner Teenagerzeit dringend gewünscht hätte. Ich hoffe die Bücherwelt wird reicher an solchen Themen.

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Veröffentlicht am 17.05.2022

Rezension

Der zehnte Kreis der Hölle
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Der Zehnte Kreis der Hölle fängt sehr spannend an und hatte mich eigentlich von Seite eins schon für sich eingenommen. Leider kann die Geschichte die Spannung aber nicht halten. Schnell wird die Handlung ...

Der Zehnte Kreis der Hölle fängt sehr spannend an und hatte mich eigentlich von Seite eins schon für sich eingenommen. Leider kann die Geschichte die Spannung aber nicht halten. Schnell wird die Handlung sehr chaotisch und verliert immer mehr den roten Faden. Ich persönlich dachte zu Beginn an einen völlig anderen Verlauf, der sich zwar im letzten Kapitel bestätigt hat, aber mit der Haupthandlung wenig zu tun hatte. Mir sind leider auch einige Logikfehler aufgefallen, wodurch die Geschichte zunehmend unglaubwürdiger wurde. Der Schreibstil hingegen war sehr angenehm, wirkte aber kaum lektoriert. So sind mir ziemlich viele falsche Präpositionen aufgefallen. Zusammenfassend hat die Geschichte zwar sehr viel Potential, konnte dieses aber nicht wirklich ausschöpfen.

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Veröffentlicht am 06.05.2022

Rezension

Truth - Bist du bereit für die Wahrheit?
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Ich wollte die Geschichte hauptsächlich wegen des Klappentextes lesen, da er sich richtig spannend angehört und mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Leider muss ich bereits an dieser Stelle sagen, dass ...

Ich wollte die Geschichte hauptsächlich wegen des Klappentextes lesen, da er sich richtig spannend angehört und mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Leider muss ich bereits an dieser Stelle sagen, dass mich die Geschichte etwas enttäuscht hat. Besonders das Ende fand ich ein wenig unbefriedigend.
Insgesamt wird die ganze Handlung auf ungefähr 250 Seiten erzählt, was an sich gar nichts Schlimmes ist. Allerdings schafft es die Geschichte dadurch nicht wirklich in die Tiefe zu gehen. Es wird immer nur an der Oberfläche gekratzt, mehr aber leider auch nicht. Innerhalb dieser Seiten passiert so viel Handlung, die allerdings kaum beschrieben und eher wie eine To-Do-Liste abgehakt wird. Dadurch konnte ich mich nie richtig fallen lassen und das Buch voll und ganz genießen. Kaum war ich gespannt zu lesen, wie genau die Dare abläuft, war sie auch schon wieder fertig erzählt und die nächste kam auf. Hier hätte ich mir an einigen Stellen mehr Beschreibungen gewünscht.
Der Schreibstil hingegen war (abgesehen vom fehlenden Tiefgang) sehr angenehm und durchaus für ein Kinderbuch geeignet. Ich persönlich bin recht schnell durch das Buch hindurchgekommen. Auch die Grundidee der Handlung ist wirklich gut durchdacht und die Dares sind sehr spannend zu verfolgen. Selbst diese seichte Horror-Stimmung bringt das Buch sehr gut rüber.
Eine Empfehlung für einen verregneten Nachmittag zwischendurch kann ich euch zu diesem Buch daher trotz meiner Kritikpunkte geben.

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Veröffentlicht am 22.04.2022

Rezension

Acht perfekte Stunden
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Als ich dieses Buch angefangen habe, hätte ich nie gedacht, dass es zu einem Highlight wird. Ich hätte damit gerechnet, dass es eine ganz nette Geschichte wird, mehr aber auch nicht. Tja, das war weit ...

Als ich dieses Buch angefangen habe, hätte ich nie gedacht, dass es zu einem Highlight wird. Ich hätte damit gerechnet, dass es eine ganz nette Geschichte wird, mehr aber auch nicht. Tja, das war weit gefehlt.
Noelles Gedanken sind so wunderbar ehrlich. Sie sind eine Mischung aus Angst um die Zukunft, die Gegenwart und die Vergangenheit. Nach und nach erfährt man, was genau wirklich in Noelles Vergangenheit passiert ist und bemerkt, wie schwer sie dieses Ereignis noch immer belastet. Dabei werden die Emotionen so liebevoll dargestellt, dass ich einmal selbst kurz davor war los zu weinen. Besonders gut wurde die Angst, dass die eigenen Gefühle zweitrangig seien, weil jeder andere einen viel schlimmeren Schmerz zu tragen hat, beschrieben. Man kann sich beim Lesen einfach immer wieder in Noelles Person wiederfinden.
Die Liebesgeschichte steht ihr nicht wirklich im Vordergrund, aber das war auch gar nicht nötig. Im Gegenteil. In diesem Buch geht es eher darum, sich wieder in sich selbst zu verlieben, als in jemand anderen. Ein wenig ist es ein Mutbuch, dass zeigt, dass man sich auch mal einige Jahre verlieren kann um sich wiederzufinden.
Schlussendlich kann ich nur noch sagen: Acht perfekte Stunden hat sich angefühlt wie eine Umarmung, die man nach einem schlechten Tag am allermeisten braucht und genau deshalb würde ich es immer weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 04.04.2022

Rezension

Everything We Lost (Love and Trust 2)
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Meine Meinung zur Geschichte:
Gleich am Anfang der Geschichte lernen sich die beiden Charaktere kennen und fangen eine Freundschaft an. Man wird also sofort mit den beiden und ihrem Kennenlernen konfrontiert, ...

Meine Meinung zur Geschichte:
Gleich am Anfang der Geschichte lernen sich die beiden Charaktere kennen und fangen eine Freundschaft an. Man wird also sofort mit den beiden und ihrem Kennenlernen konfrontiert, was durchaus Spannung auslöst. Nach diesem doch recht interessanten Anfang gerät die Handlung allerdings ins Stocken. Es gibt kaum eine Szene, in der die beiden Hauptcharaktere nichts miteinander machen. Sie kleben förmlich aneinander, was zwar sehr schön wirkt, mir aber nie mehr als Freundschaft-Vibes gab. Und so tröpfelt die Geschichte dahin, bis es nach dem ersten Drittel des Buches spannender wird. Ab da dachte ich tatsächlich, dass die Geschichte ihre ersten Schwierigkeiten überwunden hat und nun kontinuierlich an Spannung zunimmt. Leider hat sich die Spannung nicht sehr lange gehalten.
Die Charaktere haben sehr viel durchgemacht, und das war auch absolut wunderbar im Buch dargestellt. Ein sehr sensibler Umgang mit schwierigen Themen. Allerdings hat das die Charaktere nicht davon abgehalten nach und nach umeinander herumzutanzen und immer wieder ihre Gefühle selbst zu verleugnen. Dieses ganze Katz und Maus-Spiel wurde nach einiger Zeit leider zunehmend anstrengend und hat mir dann auch ein wenig das Ende kaputt gemacht.
Schlussendlich kann ich zwar sagen, dass dieses Buch durchaus einige sehr schöne Seiten hat, sich aber auch teilweise zieht wie ein Kaugummi, besonders wenn es um die Entscheidungsfreudigkeit der Charaktere geht.

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