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Veröffentlicht am 27.08.2020

Rasante Dystopie mit wenig Tiefe, aber gerne mehr

Exit Now!
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„Ausstieg aus Europa. Die Schließung der Grenzen. Die Abspaltung des Vereinigten Irlands. […] Kürzungen im Gesundheitsbereich, bei den Bibliotheken, Universitäten und im Sozialen.“

Das ist das Großbritannien ...

„Ausstieg aus Europa. Die Schließung der Grenzen. Die Abspaltung des Vereinigten Irlands. […] Kürzungen im Gesundheitsbereich, bei den Bibliotheken, Universitäten und im Sozialen.“

Das ist das Großbritannien nach dem Brexit im Jahre 2024. Und als Tochter eines hohen Politikers lebt die 15-jährige Sam dagegen in einem goldenen Käfig. Hohe Mauern schirmen sie ab vor bettelnden Familien, Panzerglas schützt sie vor Bombenanschlägen und auf Empfängen lächelt sie zu den Reden ihres einflussreichen Vaters. Doch als Sam die zwei Jahre ältere Ava kennenlernt, erwacht sie aus ihrer Erstarrung: Sie beginnt Fragen zu stellen, rebelliert und bringt den gesamten Regierungs- und Sicherheitsapparat gegen sich und ihre Mitstreiter auf. Es ist das Prequel zu Teri Terrys erfolgreicher „Gelöscht"-Trilogie: packend und erschreckend aktuell!

Das Buch startet wirklich packend von der ersten Seite an und mit der wechselnden Ich-Perspektive zwischen Sam und Ava und den kurzen Kapiteln macht es Teri Terry durchgehend spannend. Ständig passiert etwas und es entsteht ein guter Lesefluss.

Langsam versteht man, wie sich spezielle Begriffe (und auch Regeln und Gesetze) wie Lorder entwickeln, in der Gesellschaft breit machen und dann bei der „Gelöscht“-Trilogie als selbstverständlich und wie nie anders gekannt da sind. Bekannte Namen tauchen auf und man bekommt ein Gefühl von Vertrautem.

Gebannt habe ich in diesem Buch diesen schleichenden Prozess beobachten können, mit dem sich die ganzen schlimmen Veränderungen im Gesellschaftssystem ausbreiten. Nach jeder Demo, nach jeder Aktion der Rebellen werden die Sicherheitsmaßnahmen verschärft und bis die Bevölkerung das wirklich mitbekommt, ist es schon zu spät um etwas dagegen tun zu können. Erschreckend, wie schnell eine Regierung eine ganze demokratische Gesellschaft umkehren kann. Dieser Schock gepaart mit dem Ohnmachtsgefühl nichts dagegen tun zu können und nicht zu wissen was als nächstes passiert sind schlimme Vorstellungen.

Vieles passiert Schlag auf Schlag und die Geschichte wird sehr schnell erzählt. Dabei kommt manches etwas zu kurz und bekommt nicht die Aufmerksamkeit, die es eigentlich verdient hätte. Zwischendurch fehlt die Tiefe, die Geschichte wird zum Teil oberflächlich und einfach zu schnell erzählt.

Dazu kommt, dass man nur wenige Informationen zum Brexit erfährt. Ich persönlich hätte mir gerne mehr aus der Sicht der Politiker gewünscht, dass sie ihre Vorgehensweisen erklären.

Man hätte aus dem einen Buch auch zwei oder drei machen können um die Thematik weiter auszuführen und detaillierter auszuschmücken. Dazu kommt, dass das Ende natürlich offen ist und es fehlen mir dabei noch ein paar Schritte bis hin zur „Gelöscht“-Trilogie.

Dieses Buch regt definitiv zum Nachdenken an, ich werde bestimmt noch öfter dran denken müssen und die Parallelen zur heutigen, aktuellen Gesellschaft und Regierung sind erschütternd. Das muss man erst mal sacken lassen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.08.2020

Herzerwärmend

Pandatage
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Danny bleibt nach dem Tod seiner Frau Liz vor etwas über einem Jahr mit seinem 11-jährigen Sohn Will alleine zurück. Der hat seit dem sogar ganz aufgehört zu sprechen, womit Danny sehr zu kämpfen hat und ...

Danny bleibt nach dem Tod seiner Frau Liz vor etwas über einem Jahr mit seinem 11-jährigen Sohn Will alleine zurück. Der hat seit dem sogar ganz aufgehört zu sprechen, womit Danny sehr zu kämpfen hat und auch sonst hat er es mit seinem schlechtem Job und dem brutalen Vermieter schwer. Dann kauft Danny ein abgetragenes Pandakostüm und mit dem Versuch damit tanzend im Park Geld zu verdienen ergeben sich viele Wendungen und Begegnungen der komischen und herzlichen Art.



Hendrik Duryn hat eine sehr angenehme Stimme. Sein schnelles Vorlesen gibt dem Hörbuch Esprit und er kann die verschiedenen Personen herrlich mit seinen Stimmvariationen mit Akzent und Gefühlsregungen wunderbar in ihren verschiedenen Charakteren unterstützen.



Das Cover des (Hör-)Buches ist super schön und durch den grünen Pastellton passend zum Inhalt sanft gestaltet.



Ab dem ersten Satz schafft es James Gould-Bourn den Leser zu fesseln und man taucht sofort ein in diese schöne Vater-Sohn-Geschichte. Alle Charaktere kann man sich sofort vorstellen, als stünden sie im wahren Leben direkt vor einem. Auch die Story selber ist so realistisch und glaubwürdig und könnte jedem von uns passieren. So traurig sie auch ist, gibt es viele lustige und komische Szenen und Sprüche, die das Gesamte auflockern. James Gould-Bourn trifft genau meinen Humor und ich musste oft schmunzeln und sogar lachen.



Besonders die Tanzszenen, die man in einem Buch ja schlecht sehen kann, sind richtig toll und lebhaft beschrieben, sodass man sie sich vor dem inneren Auge vorstellen kann.



Eine tolle Botschaft finde ich auch, dass man etwas mit voller Energie und Begeisterung tun sollte, obwohl man es gar nicht oder kaum kann. Also etwas nicht für andere tun, sondern nur für sich selber, weil man einfach so viel Freude daran hat.



Einfach schön und herzerwärmend, diese Geschichte. Ich werde mir das Hörbuch auf jeden Fall noch mehrmals anhören und kann es nur jedem empfehlen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.08.2020

Schöne leichte Gute-Laune-Sommerlektüre, aber leider zu wenig Lovestory und Strand

Die Liebe fällt nicht weit vom Strand
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Was passiert, wenn man seine Komfortzone verlässt?



Im Grunde träumt Sophie als Köchin in ihrem eigenen mintfarbenen Foodtruck zu stehen und leckere Gerichte zu kreieren. Doch in ihrem realen Leben ...

Was passiert, wenn man seine Komfortzone verlässt?



Im Grunde träumt Sophie als Köchin in ihrem eigenen mintfarbenen Foodtruck zu stehen und leckere Gerichte zu kreieren. Doch in ihrem realen Leben hat sie einen stressigen Assistenten-Job bei einem Hamburger Filmverleih und ihr Freund unterstützt und versteht sie auch immer weniger. Plötzlich ist sie diejenige, die den neuesten Blockbuster vermarkten soll und darf mit zu den Dreharbeiten nach Dänemark, wo sie in den Dünen und am Strand den gutaussehenden Nick und seinen Hund kennenlernt und dabei ganz vergisst, dass sie zu Hause ja eigentlich schon liiert ist.



Sophie hat nicht viel Selbstvertrauen, ist dafür aber umso hilfsbereiter, selbstlos und sympathisch. Sie weiß, was sie gut kann und was ihr gut tut, aber traut sich nicht, ihren Traum zu wagen. Sie muss den richtigen Weg in ihrem Leben erst noch finden. Zum Teil findet man sich in ihr als Person und Charakter auch schnell wieder. Auch darin, dass sie ein Bauchmensch ist: „Ich habe eine etwas unglückliche Beziehung zu meinem Bauch.“ Er kommentiert alles mit einem grrrumpf oder grooaarr und Sophie gibt viel auf ihr Bauchgefühl und kann dadurch besser Entscheidungen fällen. Das ist irgendwie so menschlich und liebenswert.



Diese sympathische Protagonistin gepaart mit einer locker leichten, fröhlichen Sommergeschichte verbreitet sofort gute Laune. Beim Lesen habe ich mir Franziska Jebens dauerhaft gut gelaunt beim Schreiben vorgestellt und als ob diese Freude direkt durch ihre Finger über die Tastatur oder über den Stift auf Papier ins Buch gebracht wurde. Alles in diesem Buch ist sympathisch und nah, weil es jedem so passieren könnte und einfach so aus dem Leben gegriffen ist. Es wirkt überhaupt nicht unecht, es ist nicht unvorstellbar und nichts beschönigt, nichts perfektioniert und mit allen Peinlichkeiten und Unannehmlichkeiten des Lebens ausgestattet. Man fühlt sich mit der Autorin und den Charakteren auf Augenhöhe.



Es ist so ein schön kleines, kompaktes, leichtes Buch mit einem hübschen, glitzernden Cover, welches sofort sonnige Meeres- und Strandbilder hervorruft. Dazu schreibt Franziska Jebens einen locker leichten Sommerroman als tolle Einstimmung für den kommenden Sommer. Chaotisch, fröhlich, spritzig, energiegeladen, locker, leicht, tollpatschig und viele ähnliche Wörter sind mir beim Lesen eingefallen um dieses Buch und den Schreibstil der Autorin zu beschreiben. Selbst erfundene Wörter lassen zwischendurch aufhorchen: sie schnippischt in meine Richtung, Mike-eskes Lächeln, ent-elektrifiziert, etwas aus dem Ohrenwinkel hören und das Ganze mit einer ordentlichen Portion Humor und Selbstironie.



Gegen Ende fiel mir dann doch auf, dass die eigentliche Lovestory viel zu kurz kommt. Ja, es geht um Sophie und ihr Leben, aber Nick erhält darin nur einen ganz kleinen Mini-Teil obwohl er ja ER ist. Man lernt ihn überhaupt nicht richtig genug kennen um zu verstehen warum sich Sophie in ihn verliebt. Ich hätte mir gewünscht, mehr über ihn zu erfahren. Ich glaube, dann wäre das Ende für mich spektakulärer und vor allem herzerwärmender gewesen. Das Finale war dann nämlich sehr rasant und die Szenen am Meer und am Strand kamen leider auch viel zu kurz für so einen Sommer-Sonne-Strand-Roman.



Dafür wird eine tolle Botschaft vermittelt: Wenn es einem mal schlecht geht, sich auf das besinnen, was man hat und was einem gut tut, und sich auf das fokussieren, was positiv ist in seinem Leben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.08.2020

Die '50er einfach nur toll eingefangen

Die Wunderfrauen
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„1953, zu Beginn der Wirtschaftswunderjahre, träumt Luise Dahlmann von ihrem eigenen kleinen Lebensmittelgeschäft. Hier soll es nach Jahren des Verzichts wieder alles geben, was das Herz begehrt. Sie sieht ...

„1953, zu Beginn der Wirtschaftswunderjahre, träumt Luise Dahlmann von ihrem eigenen kleinen Lebensmittelgeschäft. Hier soll es nach Jahren des Verzichts wieder alles geben, was das Herz begehrt. Sie sieht es schon vor sich: die lange Ladentheke mit großen Bonbongläsern darauf, eine Kühlung für Frischwaren, Nylonstrümpfe, buttriger Kuchen, sonntags frische Brötchen … und das Beste daran: endlich eigenständig sein. Endlich nicht mehr darüber nachdenken, warum ihre Ehe nicht so gut läuft, endlich sie selbst sein und etwas wagen.
Drei Frauen werden immer wieder Luises Weg kreuzen: Annabel von Thaler, die wohlhabende Arztgattin von nebenan, die junge Lernschwester Helga Knaup und Marie Wagner, geflohen aus Schlesien. Sie alle haben in den Zeiten des Aufbruchs und des Neubeginns einen gemeinsamen Wunsch: Endlich wieder glücklich sein.“ - Die vier Frauen kann man sich so vorstellen, wie sie auf dem wunderschönen Cover zu sehen sind.



Mein Eindruck nach den ersten Kapitel: Luise gefällt mir sehr, weil sie den Mut gefasst hat, ihre Idee eines eigenen kleinen Tante-Emma-Ladens zu eröffnen. Marie und Helga tun mir leid und ich bin einfach nur wütend zu lesen, wie die meisten Männer, Väter, Arbeitgeber usw. Frauen behandelt haben (und manches hat sich ja bis heute nicht geändert!). Annabell scheint ein bisschen ängstlich und überführsorglich zu sein mit ihrem kleinen Sohn Friedriches war sehr spannend zu lesen, wie es mit den Vieren weiterging und wie sie den Weg zueinander fanden.



Es ist wirklich toll, wie viele Hintergrundinformationen man beim Lesen über diese Zeit bekommt, das ist echt Wahnsinn! Was Stephanie Schuster alles weiß und dafür recherchiert haben muss, Hut ab!



Die personifizierten Kapitel mit den wechselnden Perspektiven sind sehr unterhaltsam, abwechslungsreich und lockern die ganze Geschichte auf. Das Verständnis für jede einzelne Frau wird dadurch besser, man kann in ihren Kopf gucken und die Gefühle und Lebensumstände nachvollziehen.

Die Auszüge aus Luises Notizbuch und Luise Brandstetters Schulheft mit Kochrezepten, Definitionen des alltäglichen Lebens, Arzneianwendungen uvm. sind ein richtiges Schmankerl in dem Buch. Dazu ist alles so detailliert beschrieben, dass man sich alles wirklich gut vorstellen kann, richtig in die Geschichte eintaucht und mit den Frauen mitfühlt.


Schon nach der Hälfte des Buches konnte ich sagen, dass ich mich schon auf die weiteren zwei Bände und die Geschichten und Leben der vier Frauen in den folgenden Jahren und Jahrzehnten freue und das kann ich jetzt am spannenden Ende des Buches nur nochmal wiederholen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.08.2020

Obwohl ich Rupert nicht mag, mag ich dieses Buch!

Rupert undercover - Ostfriesische Mission
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„Rupert“, sagte Weller, „du bist der ungeeignetste Mensch für diese Aktion, den ich mir vorstellen kann.“ – „Warum?“, fragte Rupert erstaunt. – „Du sagst praktisch immer, was du denkst. Deswegen hassen ...

„Rupert“, sagte Weller, „du bist der ungeeignetste Mensch für diese Aktion, den ich mir vorstellen kann.“ – „Warum?“, fragte Rupert erstaunt. – „Du sagst praktisch immer, was du denkst. Deswegen hassen dich so viele. Und deswegen bewundern dich mindestens genauso viele…“, gab Weller zu bedenken.



Rupert bekommt die Chance seines Lebens: Er sieht dem internationalen Drogenboss Frederico Müller-Gonzáles zum Verwechseln ähnlich und das BKA braucht ihn. Da wollte er doch schon immer hin, nur haben die ihn nie genommen. Eine gefährliche Undercover-Mission beginnt und ganz auf sich allein gestellt merkt Rupert schnell, dass nichts so ist, wie es scheint und das alles doch gar kein so ungefährliches Spiel ist, wo man Geld genug hat und die Frauen nur so auf einen fliegen.

Ann Kathrin Klaasen und Frank Weller agieren im Hintergrund und geben ihr Bestes, ihren Kollegen lebend wieder da rauszubekommen. Denn das Team ist wichtig und gehört zu Rupert trotz aller Differenzen.



Das Buch startet mit einem kurzen Kapitel über einen großen, dunklen Unbekannten, der es auf eine bestimmte Person abgesehen hat. Im weiteren Verlauf der Geschichte taucht er erst nur so selten wieder auf, dass ich schon wieder ganz vergessen hatte, dass es diesen Unbekannten überhaupt noch gibt. Der kommt wirklich sehr zu kurz, man verliert ihn zwischendurch komplett aus den Augen.



Ich finde es erfrischend, dass diesmal die Täter nicht nur kurz zu Wort kommen, sondern seitenweise über Frederico und sein Kumpel Kleebowski berichtet wird. Es wird ja fast sein ganzes Leben erzählt. Ein Leben als Kind zweier Verbrecherbosse, das er freiwillig nie so gewählt hätte und das er am liebsten sofort und für immer verlassen möchte. Das ist ja schon fast sympathisch. Und diesen Menschen soll Rupert nun imitieren. Herrlich!



Ehrlich gesagt, hatte ich keine großen Erwartungen in dieses nur Rupert gewidmete Buch. Als Leserin aller Ostfriesenkrimis kenne ich Rupert und bin so gar kein Fan von ihm. Seine herabblickende Haltung gegenüber Frauen und seine Seitensprünge sind schrecklich, sein Verhalten ist für mich nicht Kult und ich finde ihn auch überhaupt nicht witzig (nur, wenn man ihn vielleicht auslachen kann). (Tut mir leid, Klaus-Peter Wolf!) Ich kann wirklich nicht verstehen, warum er so beliebt ist. Doch… nach dem Lesen der ersten paar Seiten musste ich meine Meinung revidieren. Rupert ist mir immer noch nicht sehr sympathisch mit seiner stumpfen, jederzeit von sich überzeugten und doch naiven Art, aber Klaus-Peter Wolf kann mit seinem Schreibstil einfach überzeugen.



Wenn man noch nie ein Buch eines bestimmten Autors gelesen hat, ist das erste immer gewöhnungsbedürftig. So war es bei mir auch mit dem ersten Krimi, Klaus-Peter Wolfs Ostfriesenkiller. So stelle ich mir das jetzt auch vor für jemanden, der Rupert Undercover liest und die Charaktere und Schauplätze und besonders den Schreibstil von Klaus-Peter Wolf noch gar nicht kennt. Man muss sich erstmal an alles gewöhnen und findet vielleicht das ein oder andere total doof, was ich als alter Hase, der alle Ostfriesenkrimis gelesen hat, als einen lustigen Insider total zum Lachen finde. Typisch Ostfriesen eben.

Dazu vermischt Klaus-Peter Wolf oft und gerne seine Geschichten mit der Realität, mit Menschen und besonders Orte aus dem echten (ostfriesischen) Leben. Man muss sich in seiner Welt schon ein bisschen auskennen, um alles zu verstehen. Dann ist es, als würde man alte Bekannte wiedertreffen. Jedes Mal ein schönes Wiedersehen. Man kennt den Charakter der Protagonisten, weiß, wo sie wohnen, wo sie gerne essen und spazieren gehen. Man kennt ihre Marotten, Ticks und Lieblingsdinge. Jedes Mal, wenn ich ein Buch von Klaus-Peter Wolf lese, möchte ich sofort ans Meer oder am besten noch auf eine Nordseeinsel, einfach an den Strand und den Wind im Gesicht spüren.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere