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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.11.2020

Mehr als 100 Jahre her und doch mit hochaktuellen, wichtigen Themen

Palais Heiligendamm - Ein neuer Anfang
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Die Familie Kuhlmann hat große Pläne mit ihrem Hotel Palais Heiligendamm dem berühmten Grand Hotel Konkurrenz zu machen. In dieser schwierigen Zeit zeigt ausgerechnet die junge Tochter Elisabeth kaufmännisches ...

Die Familie Kuhlmann hat große Pläne mit ihrem Hotel Palais Heiligendamm dem berühmten Grand Hotel Konkurrenz zu machen. In dieser schwierigen Zeit zeigt ausgerechnet die junge Tochter Elisabeth kaufmännisches Geschick und muss sich in der hart umkämpften Männerwelt beweisen. Dagegen kann der sensiblere Sohn Paul sich für das Hotelgeschäft nicht begeistert, sondern findet durch das Klavier spielen sein wahres Ich. Vater Kuhlmann sieht sich gezwungen, den Emporkömmling Julius Falkenhayn um Hilfe zu bitten, der neuen Schwung, aber auch modernere Ansichten mitbringt. Und dann gilt es plötzlich nur noch, den Krieg zu überstehen…

Das Cover ist mir sofort ins Auge gesprungen, es passt zum Genre und ist vielversprechend. Ein Personenverzeichnis ist immer hilfreich, obwohl die Personenanzahl recht überschaubau scheint.
Das Buch ist recht groß, was an sich kein Problem ist, aber dadurch, dass es kein Hardcover, sondern ein Taschenbuch ist, ist es sehr unhandlich, klobig und schwer zu halten.

Ich fühle mich den Charakteren und ihrer Geschichte gleich viel verbundener, wenn Bücher in der Nähe der Heimat spielen. Man kann sich die Kulisse durch die sehr gute Beschreibung von Autorin Michaela Grünig wunderbar vorstellen und auch der angenehme Schreibstil ohne Stolpersteine hat mich regelrecht gefesselt. Ich finde es gut, dass die Geschichte im Wechsel aus der Sicht von verschiedenen Figuren erzählt wird. Man begleitet das junge Fräulein Elisabeth sowie ihren Bruder Paul, aber auch das Zimmermädchen Minna. So bekommt man als Leser einen besseren Gesamtüberblick und kennt auch die Sehnsüchte und Träume der anderen Charaktere und kann sie und ihre Handlungen besser verstehen. Dazu wird eine Spannung erzeugt, wenn es plötzlich einen Charakter- und Szenenwechsel gibt.

Obwohl zwischen der Zeit im Buch und heute mehr als 100 Jahre liegen, werden viele hochaktuelle Themen behandelt. Ich finde es zum Beispiel schlimm an der damaligen Zeit, dass es für junge Mädchen bzw. ihre Mütter nichts wichtigeres gab, als verheiratet zu werden und bloß nichts mit den Geschäften der Männern zu tun zu haben, denn das schickte sich für das "schwache Geschlecht" ja nicht... Elisabeth und ihre Schwestern taten mir beim Lesen so leid. Ich habe richtig mit ihnen mitgefiebert und bin beim Lesen genau so wütend wie sie und hätte der Mutter am liebsten den Hals umgedreht. Umso bemerkenswerter, wie sich so manche oder so mancher in der damaligen Zeit zusammenreißen konnten um ihren Schein zu wahren. Somit gefällt mir die Entwicklung von Elisabeth sehr gut. Daran liegt auch der schöne, bildliche Schreibstil von Michaela Grünig, der mich regelrecht in den Bann und inmitten des Geschehens zieht.

Das Buch hat einen geschickten Aufbau. Ein ruhiger Einstieg lässt den Leser erstmal mit den Charakteren und Umgebungen warm werden. In der zweiten Hälfte (und ich denke, das ist kein spoilern, denn es war zu erwarten) spielt der Krieg eine große Rolle und ab da war es unglaublich spannend. In der Kürze liegt bekanntlich die Würze und so war es auch: Kurze fesselnde Kapitel kamen nur so Schlag auf Schlag. Es passierte sehr viel auf einem Mal. Man lernt die Charaktere noch besser kennen und kann so manche Entscheidung und Entwicklung ihrer Persönlichkeit gut verstehen. Doch gegen Ende des Buches gab es glaube ich einen Zeitsprung von fast einem Jahr und es kam mir so vor als müsste in diesem Buch noch schnell das Ende des Krieges erreicht werden. So kam mir das Ende des Buches dann eine Nummer zu hektisch und zu schnell.

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  • Geschichte
Veröffentlicht am 27.08.2020

Rasante Dystopie mit wenig Tiefe, aber gerne mehr

Exit Now!
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„Ausstieg aus Europa. Die Schließung der Grenzen. Die Abspaltung des Vereinigten Irlands. […] Kürzungen im Gesundheitsbereich, bei den Bibliotheken, Universitäten und im Sozialen.“

Das ist das Großbritannien ...

„Ausstieg aus Europa. Die Schließung der Grenzen. Die Abspaltung des Vereinigten Irlands. […] Kürzungen im Gesundheitsbereich, bei den Bibliotheken, Universitäten und im Sozialen.“

Das ist das Großbritannien nach dem Brexit im Jahre 2024. Und als Tochter eines hohen Politikers lebt die 15-jährige Sam dagegen in einem goldenen Käfig. Hohe Mauern schirmen sie ab vor bettelnden Familien, Panzerglas schützt sie vor Bombenanschlägen und auf Empfängen lächelt sie zu den Reden ihres einflussreichen Vaters. Doch als Sam die zwei Jahre ältere Ava kennenlernt, erwacht sie aus ihrer Erstarrung: Sie beginnt Fragen zu stellen, rebelliert und bringt den gesamten Regierungs- und Sicherheitsapparat gegen sich und ihre Mitstreiter auf. Es ist das Prequel zu Teri Terrys erfolgreicher „Gelöscht"-Trilogie: packend und erschreckend aktuell!

Das Buch startet wirklich packend von der ersten Seite an und mit der wechselnden Ich-Perspektive zwischen Sam und Ava und den kurzen Kapiteln macht es Teri Terry durchgehend spannend. Ständig passiert etwas und es entsteht ein guter Lesefluss.

Langsam versteht man, wie sich spezielle Begriffe (und auch Regeln und Gesetze) wie Lorder entwickeln, in der Gesellschaft breit machen und dann bei der „Gelöscht“-Trilogie als selbstverständlich und wie nie anders gekannt da sind. Bekannte Namen tauchen auf und man bekommt ein Gefühl von Vertrautem.

Gebannt habe ich in diesem Buch diesen schleichenden Prozess beobachten können, mit dem sich die ganzen schlimmen Veränderungen im Gesellschaftssystem ausbreiten. Nach jeder Demo, nach jeder Aktion der Rebellen werden die Sicherheitsmaßnahmen verschärft und bis die Bevölkerung das wirklich mitbekommt, ist es schon zu spät um etwas dagegen tun zu können. Erschreckend, wie schnell eine Regierung eine ganze demokratische Gesellschaft umkehren kann. Dieser Schock gepaart mit dem Ohnmachtsgefühl nichts dagegen tun zu können und nicht zu wissen was als nächstes passiert sind schlimme Vorstellungen.

Vieles passiert Schlag auf Schlag und die Geschichte wird sehr schnell erzählt. Dabei kommt manches etwas zu kurz und bekommt nicht die Aufmerksamkeit, die es eigentlich verdient hätte. Zwischendurch fehlt die Tiefe, die Geschichte wird zum Teil oberflächlich und einfach zu schnell erzählt.

Dazu kommt, dass man nur wenige Informationen zum Brexit erfährt. Ich persönlich hätte mir gerne mehr aus der Sicht der Politiker gewünscht, dass sie ihre Vorgehensweisen erklären.

Man hätte aus dem einen Buch auch zwei oder drei machen können um die Thematik weiter auszuführen und detaillierter auszuschmücken. Dazu kommt, dass das Ende natürlich offen ist und es fehlen mir dabei noch ein paar Schritte bis hin zur „Gelöscht“-Trilogie.

Dieses Buch regt definitiv zum Nachdenken an, ich werde bestimmt noch öfter dran denken müssen und die Parallelen zur heutigen, aktuellen Gesellschaft und Regierung sind erschütternd. Das muss man erst mal sacken lassen.

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Veröffentlicht am 27.08.2020

Herzerwärmend

Pandatage
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Danny bleibt nach dem Tod seiner Frau Liz vor etwas über einem Jahr mit seinem 11-jährigen Sohn Will alleine zurück. Der hat seit dem sogar ganz aufgehört zu sprechen, womit Danny sehr zu kämpfen hat und ...

Danny bleibt nach dem Tod seiner Frau Liz vor etwas über einem Jahr mit seinem 11-jährigen Sohn Will alleine zurück. Der hat seit dem sogar ganz aufgehört zu sprechen, womit Danny sehr zu kämpfen hat und auch sonst hat er es mit seinem schlechtem Job und dem brutalen Vermieter schwer. Dann kauft Danny ein abgetragenes Pandakostüm und mit dem Versuch damit tanzend im Park Geld zu verdienen ergeben sich viele Wendungen und Begegnungen der komischen und herzlichen Art.



Hendrik Duryn hat eine sehr angenehme Stimme. Sein schnelles Vorlesen gibt dem Hörbuch Esprit und er kann die verschiedenen Personen herrlich mit seinen Stimmvariationen mit Akzent und Gefühlsregungen wunderbar in ihren verschiedenen Charakteren unterstützen.



Das Cover des (Hör-)Buches ist super schön und durch den grünen Pastellton passend zum Inhalt sanft gestaltet.



Ab dem ersten Satz schafft es James Gould-Bourn den Leser zu fesseln und man taucht sofort ein in diese schöne Vater-Sohn-Geschichte. Alle Charaktere kann man sich sofort vorstellen, als stünden sie im wahren Leben direkt vor einem. Auch die Story selber ist so realistisch und glaubwürdig und könnte jedem von uns passieren. So traurig sie auch ist, gibt es viele lustige und komische Szenen und Sprüche, die das Gesamte auflockern. James Gould-Bourn trifft genau meinen Humor und ich musste oft schmunzeln und sogar lachen.



Besonders die Tanzszenen, die man in einem Buch ja schlecht sehen kann, sind richtig toll und lebhaft beschrieben, sodass man sie sich vor dem inneren Auge vorstellen kann.



Eine tolle Botschaft finde ich auch, dass man etwas mit voller Energie und Begeisterung tun sollte, obwohl man es gar nicht oder kaum kann. Also etwas nicht für andere tun, sondern nur für sich selber, weil man einfach so viel Freude daran hat.



Einfach schön und herzerwärmend, diese Geschichte. Ich werde mir das Hörbuch auf jeden Fall noch mehrmals anhören und kann es nur jedem empfehlen!

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Veröffentlicht am 27.08.2020

Schöne leichte Gute-Laune-Sommerlektüre, aber leider zu wenig Lovestory und Strand

Die Liebe fällt nicht weit vom Strand
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Was passiert, wenn man seine Komfortzone verlässt?



Im Grunde träumt Sophie als Köchin in ihrem eigenen mintfarbenen Foodtruck zu stehen und leckere Gerichte zu kreieren. Doch in ihrem realen Leben ...

Was passiert, wenn man seine Komfortzone verlässt?



Im Grunde träumt Sophie als Köchin in ihrem eigenen mintfarbenen Foodtruck zu stehen und leckere Gerichte zu kreieren. Doch in ihrem realen Leben hat sie einen stressigen Assistenten-Job bei einem Hamburger Filmverleih und ihr Freund unterstützt und versteht sie auch immer weniger. Plötzlich ist sie diejenige, die den neuesten Blockbuster vermarkten soll und darf mit zu den Dreharbeiten nach Dänemark, wo sie in den Dünen und am Strand den gutaussehenden Nick und seinen Hund kennenlernt und dabei ganz vergisst, dass sie zu Hause ja eigentlich schon liiert ist.



Sophie hat nicht viel Selbstvertrauen, ist dafür aber umso hilfsbereiter, selbstlos und sympathisch. Sie weiß, was sie gut kann und was ihr gut tut, aber traut sich nicht, ihren Traum zu wagen. Sie muss den richtigen Weg in ihrem Leben erst noch finden. Zum Teil findet man sich in ihr als Person und Charakter auch schnell wieder. Auch darin, dass sie ein Bauchmensch ist: „Ich habe eine etwas unglückliche Beziehung zu meinem Bauch.“ Er kommentiert alles mit einem grrrumpf oder grooaarr und Sophie gibt viel auf ihr Bauchgefühl und kann dadurch besser Entscheidungen fällen. Das ist irgendwie so menschlich und liebenswert.



Diese sympathische Protagonistin gepaart mit einer locker leichten, fröhlichen Sommergeschichte verbreitet sofort gute Laune. Beim Lesen habe ich mir Franziska Jebens dauerhaft gut gelaunt beim Schreiben vorgestellt und als ob diese Freude direkt durch ihre Finger über die Tastatur oder über den Stift auf Papier ins Buch gebracht wurde. Alles in diesem Buch ist sympathisch und nah, weil es jedem so passieren könnte und einfach so aus dem Leben gegriffen ist. Es wirkt überhaupt nicht unecht, es ist nicht unvorstellbar und nichts beschönigt, nichts perfektioniert und mit allen Peinlichkeiten und Unannehmlichkeiten des Lebens ausgestattet. Man fühlt sich mit der Autorin und den Charakteren auf Augenhöhe.



Es ist so ein schön kleines, kompaktes, leichtes Buch mit einem hübschen, glitzernden Cover, welches sofort sonnige Meeres- und Strandbilder hervorruft. Dazu schreibt Franziska Jebens einen locker leichten Sommerroman als tolle Einstimmung für den kommenden Sommer. Chaotisch, fröhlich, spritzig, energiegeladen, locker, leicht, tollpatschig und viele ähnliche Wörter sind mir beim Lesen eingefallen um dieses Buch und den Schreibstil der Autorin zu beschreiben. Selbst erfundene Wörter lassen zwischendurch aufhorchen: sie schnippischt in meine Richtung, Mike-eskes Lächeln, ent-elektrifiziert, etwas aus dem Ohrenwinkel hören und das Ganze mit einer ordentlichen Portion Humor und Selbstironie.



Gegen Ende fiel mir dann doch auf, dass die eigentliche Lovestory viel zu kurz kommt. Ja, es geht um Sophie und ihr Leben, aber Nick erhält darin nur einen ganz kleinen Mini-Teil obwohl er ja ER ist. Man lernt ihn überhaupt nicht richtig genug kennen um zu verstehen warum sich Sophie in ihn verliebt. Ich hätte mir gewünscht, mehr über ihn zu erfahren. Ich glaube, dann wäre das Ende für mich spektakulärer und vor allem herzerwärmender gewesen. Das Finale war dann nämlich sehr rasant und die Szenen am Meer und am Strand kamen leider auch viel zu kurz für so einen Sommer-Sonne-Strand-Roman.



Dafür wird eine tolle Botschaft vermittelt: Wenn es einem mal schlecht geht, sich auf das besinnen, was man hat und was einem gut tut, und sich auf das fokussieren, was positiv ist in seinem Leben.

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Veröffentlicht am 27.08.2020

Die '50er einfach nur toll eingefangen

Die Wunderfrauen
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„1953, zu Beginn der Wirtschaftswunderjahre, träumt Luise Dahlmann von ihrem eigenen kleinen Lebensmittelgeschäft. Hier soll es nach Jahren des Verzichts wieder alles geben, was das Herz begehrt. Sie sieht ...

„1953, zu Beginn der Wirtschaftswunderjahre, träumt Luise Dahlmann von ihrem eigenen kleinen Lebensmittelgeschäft. Hier soll es nach Jahren des Verzichts wieder alles geben, was das Herz begehrt. Sie sieht es schon vor sich: die lange Ladentheke mit großen Bonbongläsern darauf, eine Kühlung für Frischwaren, Nylonstrümpfe, buttriger Kuchen, sonntags frische Brötchen … und das Beste daran: endlich eigenständig sein. Endlich nicht mehr darüber nachdenken, warum ihre Ehe nicht so gut läuft, endlich sie selbst sein und etwas wagen.
Drei Frauen werden immer wieder Luises Weg kreuzen: Annabel von Thaler, die wohlhabende Arztgattin von nebenan, die junge Lernschwester Helga Knaup und Marie Wagner, geflohen aus Schlesien. Sie alle haben in den Zeiten des Aufbruchs und des Neubeginns einen gemeinsamen Wunsch: Endlich wieder glücklich sein.“ - Die vier Frauen kann man sich so vorstellen, wie sie auf dem wunderschönen Cover zu sehen sind.



Mein Eindruck nach den ersten Kapitel: Luise gefällt mir sehr, weil sie den Mut gefasst hat, ihre Idee eines eigenen kleinen Tante-Emma-Ladens zu eröffnen. Marie und Helga tun mir leid und ich bin einfach nur wütend zu lesen, wie die meisten Männer, Väter, Arbeitgeber usw. Frauen behandelt haben (und manches hat sich ja bis heute nicht geändert!). Annabell scheint ein bisschen ängstlich und überführsorglich zu sein mit ihrem kleinen Sohn Friedriches war sehr spannend zu lesen, wie es mit den Vieren weiterging und wie sie den Weg zueinander fanden.



Es ist wirklich toll, wie viele Hintergrundinformationen man beim Lesen über diese Zeit bekommt, das ist echt Wahnsinn! Was Stephanie Schuster alles weiß und dafür recherchiert haben muss, Hut ab!



Die personifizierten Kapitel mit den wechselnden Perspektiven sind sehr unterhaltsam, abwechslungsreich und lockern die ganze Geschichte auf. Das Verständnis für jede einzelne Frau wird dadurch besser, man kann in ihren Kopf gucken und die Gefühle und Lebensumstände nachvollziehen.

Die Auszüge aus Luises Notizbuch und Luise Brandstetters Schulheft mit Kochrezepten, Definitionen des alltäglichen Lebens, Arzneianwendungen uvm. sind ein richtiges Schmankerl in dem Buch. Dazu ist alles so detailliert beschrieben, dass man sich alles wirklich gut vorstellen kann, richtig in die Geschichte eintaucht und mit den Frauen mitfühlt.


Schon nach der Hälfte des Buches konnte ich sagen, dass ich mich schon auf die weiteren zwei Bände und die Geschichten und Leben der vier Frauen in den folgenden Jahren und Jahrzehnten freue und das kann ich jetzt am spannenden Ende des Buches nur nochmal wiederholen!

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