Cover-Bild Palais Heiligendamm - Ein neuer Anfang
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14,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Generationenroman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 576
  • Ersterscheinung: 30.10.2020
  • ISBN: 9783785727072
Michaela Grünig

Palais Heiligendamm - Ein neuer Anfang

Roman

Heiligendamm, 1912: Die Berliner Hotelierfamilie Kuhlmann hat große Pläne, man will dem berühmten Grand Hotel Konkurrenz machen. Doch die High Society steigt lieber weiter bei dem etablierten Rivalen ab. In dieser schweren Zeit zeigt ausgerechnet die junge Tochter Elisabeth kaufmännisches Geschick, während sich der sensible Sohn Paul für Musik begeistert. Vater Kuhlmann sieht sich gezwungen, den Emporkömmling Julius Falkenhayn um Hilfe zu bitten. Und der hegt recht unkonventionelle Ansichten ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.05.2021

Packende Familiensaga rund um ein Hotel an der Ostsee Anfang des 20. Jh

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Michaela Grünigs erster Band über das „Palais Heiligendamm“ entführt den Leser in die Zeit vom Sommer 1912 bis zum Winter 1919.
Im Mittelpunkt des Romans steht die Berliner Hoteliersfamilie Kuhlmann, die ...

Michaela Grünigs erster Band über das „Palais Heiligendamm“ entführt den Leser in die Zeit vom Sommer 1912 bis zum Winter 1919.
Im Mittelpunkt des Romans steht die Berliner Hoteliersfamilie Kuhlmann, die in Doberan mit einem neuen Luxushotel einen Neuanfang gewagt hat. Durch den leichten und flüssigen Erzählstil, aber auch die anschaulichen Beschreibungen sowohl des Kurbadambientes, des mondänen Lebensstils, aber auch des geschäftigen Treibens in einem solchen Spitzenhotel fühlt man sich relativ rasch hineingezogen in die Epoche und in das Familienleben der Inhaber, ebenso auch in den Alltag der Bediensteten.
Erzählt wird aus der Sicht der drei Hauptpersonen, erstens aus Sicht von Elisabeth, der zweitältesten Tochter des Hoteliers, die sich mehr als ihre Brüder für den Hotelbetrieb interessiert, aber sehr darum kämpfen muss, als Frau akzeptiert zu werden, zweitens aus Sicht ihres Bruders Paul, der sich nicht nur eher einer musikalischen Laufbahn hingezogen fühlt als dem Hotelbetrieb, sondern zudem noch mit homosexuellen Neigungen zu kämpfen hat, und drittens aus Sicht von Minna, einem tüchtigen Mädchen aus ärmlichen Verhältnissen, das sich mit Fleiß und Loyalität vom einfachen Stubenmädchen bis zur Spitzenköchin des Hotels hocharbeitet.
Durch diese verschiedenen Sichtweisen erlebt man nicht nur die Welt des Hotelbetriebs von der Dienstgeber- und Dienstnehmerseite, sondern auch die zwischenmenschlichen Beziehungen, die Stärken und Schwächen der Menschen. Nicht nur innerhalb der Bediensteten herrscht strenge Disziplin, auch in den gehobenen Kreisen sind die jungen Menschen durch Etikette und Tradition stark eingeschränkt.
Die Handlung ist packend von Beginn an, stellt die Protagonisten vor viele Probleme, Prüfungen und Schicksalsschläge, lässt sie Glück und Leid, Enttäuschungen und Liebe erleben. Der Wandel der Zeit ist unverkennbar, die Anpassung an Modernes unabdingbar. Die Schrecken und die Leiden während des Krieges durchleben sie alle, ob am Schlachtfeld oder im zum Lazarett umgestalteten Luxushotel. Letztlich sind bereits die Probleme der Zukunft zu erahnen: politische Veränderungen sowie die Judenfrage.
Als ich die letzte Seite des Buches beendet hatte, hätte ich am liebsten sofort den zweiten Band zur Hand genommen, so sehr hat mich das Schicksal der Familie Kuhlmann in ihren Bann gezogen.

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Veröffentlicht am 03.05.2021

Ein hervorragender erster Teil

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INHALT:
Heiligendamm 1912: Hoteliersfamilie Kuhlmann aus Berlin will dem berühmten Grand Hotel in Heiligendamm Konkurrenz machen und eröffnet voller Vorfreude das Hotel Palais in Doberan. Doch noch immer ...

INHALT:
Heiligendamm 1912: Hoteliersfamilie Kuhlmann aus Berlin will dem berühmten Grand Hotel in Heiligendamm Konkurrenz machen und eröffnet voller Vorfreude das Hotel Palais in Doberan. Doch noch immer steigt die High Society im Grand Hotel ab und schon bald merken sie, dass es kein einfacher Weg wird. Elisabeth, die Tochter der Familie, interessiert sich brennend für die Geschäfte. Hingegen der sensible Sohn Paul sich für die Musik begeistert. Die Lage spitzt sich immer mehr zu und bald gibt es keinen anderen Ausweg, als einen Investor ins Boot zu holen. Ausgerechnet Julius Falkenhayn soll diesen vertreten, was Elisabeth zunächst gar nicht gefällt.
MEINE MEINUNG:
Dies ist der erste Teil der Heiligendamm Saga von Michaela Grüning. Ich kann sagen, ich bin begeistert. Von Anfang hat es mich in die Geschichte hineingezogen und mir sofort das Gefühl vermittelt, ich bin mitten in der Storie, mitten in Heiligendamm und mitten im Palais. Das Buch lässt sich hervorragend lesen und die bildhfte Sprache hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte entwickelt gleich sehr viel Tempo und auch geschichtliche Ereignisse werden eingebunden und so erhält das Buch viel an Emotionen. Ich fand die Familienkonstellation und die Entwicklung des Hotels super spannend und auch sehr authentisch. Man bekommt beim Lesen einen umfassenden und interessanten Einblick in die Abläufe eines Hotels und alles fand ich so spannend dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Im letzten Drittel wird das Tempo noch einmal stark angezogen und es wird sehr emotional und bis zum Ende war mir unklar, wie das Buch ausgeht. Mir gefällt, dass die Geschichte ein für mich versöhnliches Ende gefunden hat und doch fiebere dem zweiten Teil jetzt schon entgegen, weil dieser Teil hier einfach schon so fantastisch gut war.
FAZIT:
Ein hervorragender erster Teil.

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Veröffentlicht am 02.05.2021

Der Auftaktsband macht Lust auf mehr

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Palais Heiligendamm – Ein neuer Anfang von Michaela Grünig

573 Seiten dick ist der erste Band der Buchreihe rund um das Palais Heiligendamm. Ohje, habe ich mir am Anfang gedacht und mir schon überlegt ...

Palais Heiligendamm – Ein neuer Anfang von Michaela Grünig

573 Seiten dick ist der erste Band der Buchreihe rund um das Palais Heiligendamm. Ohje, habe ich mir am Anfang gedacht und mir schon überlegt wie lange ich für diesen Wälzer wohl brauchen würde, aber dann hat mich diese Geschichte so in den Bann gezogen das ich das Buch in nicht einmal einer Woche verschlungen habe. Die Mischung der Geschichte ist genial und jeder der drei Handlungsstänge ist so spannend und fesselnd, dass man sich dem Buch einfach nicht mehr entziehen kann. Auch der Schreibstil ist Klasse, zaubert einem Bilder vor Augen.

Die Geschichte rund um das Palais Heiligendamm und die Familie Kuhlmann spielt am Anfang des 20. Jahrhunderts. Heinrich Kuhlmann übernimmt das Hotel in Doberan an der Ostsee und möchte es zum führenden Hotel der Gegend machen. Unterstützt wird er von seinem Sohn Paul, der allerdings andere Pläne für die Zukunft hat, aber wie es in dieser Zeit so üblich war kann er diese nicht so einfach verwirklichen. Seiner kleinen Schwester Elisabeth geht es ähnlich, sie würde liebend gerne im Hotel mitarbeiten aber auch ihre Zukunft ist vorbestimmt.

Die Geschichte spielt am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts, auch der erste Weltkrieg spielt eine große Rolle. Eine Zeit in der alles anders war, eine Zeit in der sich der Nachwuchs in erster Linie den Anweisungen der Eltern beugen musste. Dies ist auch in dieser Geschichte so und das hat mir richtig gut gefallen, denn heute ist vieles davon unvorstellbar. Die Familie Kuhlmann und all ihre Angestellten durchleben Höhen und Tiefen, das verbindet sie und gemeinsam sind sie auch dann stark wenn mal wieder alles aus den Fugen gerät.Die einzelnen Charaktere kommen authentisch rüber, man kann sich gut in sie rein versetzen und fühlt mit ihnen. Sie alle wachsen einen ans Herz und es ist einfach toll wie sie, letztendlich, immer alle an einem Strang ziehen.

Eine Geschichte die zum Nachdenken anregt, die einem die Zeit des Krieges näher bringt, die einen bewegt und berührt, aber auch Themen anspricht die heute noch aktuell sind. Die Mischung ist einfach perfekt und nun freue ich mich wenn ich bald in den zweiten Band dieser tollen Familiengeschichte eintauchen kann.

Band eins war für mich ein Highlight und bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung und fünf verdiente Sterne

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Veröffentlicht am 22.04.2021

Familien Saga

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Dem Berliner Hotelier Heinrich Kuhlmann gelingt es 1912 sich einen großenn Traum zu erfüllen.Ein Luxushotel in Doberan-das Palais Heiligendamm,das in starker Konkorenz mit dem Grand Hotel Heiligendamm ...

Dem Berliner Hotelier Heinrich Kuhlmann gelingt es 1912 sich einen großenn Traum zu erfüllen.Ein Luxushotel in Doberan-das Palais Heiligendamm,das in starker Konkorenz mit dem Grand Hotel Heiligendamm steht.Heinrich Kuhlmanns erster Sohn Friedrich ist Arzt in Berlin und so setzt Heinrich Kuhlmann all seine Hoffnung auf seinen jüngeren Sohn Paul.Doch Paul hat kein Intresse für das Hotel-seine Intressen sind der Musik geschuldet.Eine seiner Schwestern Elisabeth ,anderes als Paul hat viel Intresse am Hotel.Ihre Eignschaft als Geschäftsfrau,ihre Auge fürs Detail und für das Personal wären optimal.Doch leider ist es in dieser Zeit für eine Frau nicht so einfach ein Hotel zu führen.Zumal ihre Eltern eher eine Standesgemässe Verbindung für ihre Töchter vorschwebt….

Die Autotin Michaela Grünig hat enen fließenden mitnehmenden Schreibstil.Durch ihre Erzählung baut sich dem Leser die Kulisse vor den Augen auf.Man hat das Gefühl alles selber zu erleben.Auch der Geschichtliche Hintergrund vom ersten Weltkrieg,die großen Umbrüche und der Standesdünkel erlebt der Leser mit.Ich fand es sehr interrisant alles mitzuerleben und in die Geschichte einzutauchen.Sehr gerne 5 Sterne für die Saga.Ich bin sehr gespannt wie es weitergeht beim nächsten Teil der Saga.

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Veröffentlicht am 19.04.2021

Mehr als eine Familiengeschichte

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„Palais Heiligendamm“ -Ein neuer Anfang- von Michaela Grünig, erschienen 2020 bei Lübbe, ist der grandiose Auftakt der opulenten Saga um die Hoteliersfamilie Kuhlmann. Der erste Band um fasst die ...

„Palais Heiligendamm“ -Ein neuer Anfang- von Michaela Grünig, erschienen 2020 bei Lübbe, ist der grandiose Auftakt der opulenten Saga um die Hoteliersfamilie Kuhlmann. Der erste Band um fasst die Zeit vom Sommer 1912 bis zum Winter 1918/19. In 28 Kapiteln wird bewegende Familien- und Zeitgeschichte mitreißend erzählt.

Die Autorin vermittelt in ihrem Roman ein umfassendes Bild von Doberan und Berlin mit der 7köpfigen Familie Kuhlmann im Mittelpunkt. Für die Chronisten der Vorkriegszeit Stephan Zweig und Theodor Fontane war es die Zeit von Sicherheit, Unveränderlichkeit bei Vertrauen in den Fortschritt und der Gewissheit von Aufstiegsmöglichkeiten. Aus solchen Optimismus heraus beschließt 1912 die Berliner Hoteliersfamilie ein zweites Luxushotel, das Palais Heiligendamm, zu errichten. Es ist nicht einfach sich durchzusetzen, denn mit dem Grandhotel existiert direkt in Heiligendamm an der Ostsee schon ein starker Konkurrent.

Michaela Grünigs Beschreibungen lassen vor den Augen des Lesers die Welt eines anspruchsvollen Luxushotels entstehen. Ihr gelingt es die Atmosphäre im Palais greifbar zu machen und so Geschichte und Geschichten des Hotels perfekt einzurahmen. Sie hat ein Gespür für den Zeitgeist und kann den Leser in ihren Bann ziehen.

Das Buch erzählt aber noch mehr - es sind drei unterschiedliche Frauen, die immer wieder in den Fokus des Betrachters rücken, weil sie eines vereint – ihre Stärke. Es gelingt den drei Frauen sich, in einer damals noch von Männern dominierten Welt, durchzusetzen und ein eigenständiges Leben zu führen.
Elisabeth Kuhlmann interessiert sich im Gegensatz zu ihren Brüdern stark für den Hotelbetrieb und beweist auch kaufmännisches Geschick. Im Verlauf der Geschichte wird sie nebens dem charismatischen Julius Falkenhayn zum Gesicht des Hotels. Allerdings musste erst eine dramatische finanzielle Schieflage eintreten und Einfluss von außen genommen werden, damit Elisabeth in die Geschäftsleitung aufsteigen konnte.

Ihre Schwester Johanna nimmt auch eine interessante Entwicklung. Als sie einmal in Berlin sah, wie die arme Bevölkerung lebt, oder besser gesagt, teilweise vegetiert und Krankheiten ein leichtes Spiel haben, erwacht ihr soziales Gewissen. Doch sie bleibt nicht bei wohltätigen Aktionen stehen und sondern engagiert sich selbst im medizinischen Bereich, was durch die tragischen Auswirkungen der 1. Weltkrieges forciert wird. Sie zeigt Stärke und zerbricht nicht.

In ihrem Roman lässt Michaela Grünig den Leser auch hinter glänzende Fassade des Luxushotels blicken und zeigt individuelle Schicksale der Angestellten und ihre schwere Arbeit. Besonders gut hat mir Minna gefallen, die als Stubenmädchen begann und die Chance, den Beruf einer Köchin in der Hotelküche zu lernen, mit beiden Händen ergreift und nutzt. Sie steht loyal zur Familie ihres Arbeitgebers und ahnt nicht, was das noch für sie bedeuten wird.

Mit dem Ausbruch des 1. Weltkrieges ändert sich bald alles im Palais Heiligendamm. Niemand der wehrfähig ist, bleibt vom Kriegsdienst verschont. Die Kapitel, die in den Schützengräben von Belgien und Frankreich spielen, gehören für mich zu den stärksten Abschnitten des Romans. Michaela Grünig zeigt ungeschönte Wahrheiten und das Leid auf beiden Seiten der Kriegsgegner. Damit werden die Brüder Kuhlmann und Angestellte direkt konfrontiert.

In diesen bewegter Zeit kämpft die Elisabeth Kuhlmann um die Existenz ihrer Familie, das Luxushotel Palais Heiligendamm. Ihr eigenes Schicksal nimmt unterdessen eine dramatische Wendung.

Fazit:
Mit dem Roman hat die Autorin den Auftakt einer großen Familiensaga gestaltet. Die vorgestellten Personen sind authentisch und ihre Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Facetten ausgearbeitet. Verschiedene Handlungsstränge wurden geschickt miteinander verknüpft. Alles ist in einem flüssigen Tempo spannend erzählt und endet mit einem absolut überraschenden Cliffhänger. Man möchte unbedingt sofort weiterlesen. Es bleiben noch viele Fragen zur Familie offen.

Aus meiner Sicht ist das Buch eine klare Leseempfehlung. Gern vergebe ich fünf Sterne. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

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