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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.02.2025

Tiefe, Drama und ganz viel Liebe

Was wir verloren glaubten
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Ich habe dieses Buch aus der „Problems Reihe“ wirklich geliebt und die Geschichte regelrecht verschlungen. Die Autorin schafft es, wundervolle Bücher zu schreiben. Es war schön, wieder nach Honey Creek ...

Ich habe dieses Buch aus der „Problems Reihe“ wirklich geliebt und die Geschichte regelrecht verschlungen. Die Autorin schafft es, wundervolle Bücher zu schreiben. Es war schön, wieder nach Honey Creek zu den Kingsley-Schwestern zurückzukehren. Bekannte Charaktere aus dem ersten Teil tauchten immer wieder auf, was ich super fand. 



In diesem Band steht die älteste Schwester Avery Kingsley im Mittelpunkt, die sich mit ihrem Ex Nathan auseinandersetzen muss. Nathan, ein ehemals erfolgreicher Baseballspieler, hat ihr den heißgeliebten Trainerjob an der Schule weggenommen. Alte Emotionen kommen wieder hoch und es entsteht ein großes Gefühlschaos, während Avery sich mit Hochzeitsvorbereitungen, Depressionen, Selbstzweifeln und der Angst vor dem Versagen auseinandersetzt. 



Die Autorin Brittainy hat es erneut geschafft, dass man so durch die Seiten fliegt, lacht, schmunzelt und mitfühlt. Gleichzeitig werden auch ernste Themen wie Trauer und Depressionen angesprochen. Persönlich hätte ich mir einige der spicy Szenen etwas weniger gewünscht, aber das ist Geschmackssache und hat der Geschichte dennoch nicht geschadet.



Insgesamt war es ein wunderschönes Wohlfühlbuch mit viel Tiefe, Drama und Liebe. Ich kann es kaum erwarten, dass der dritte Band der Reihe im Sommer erscheint. Ich kann es definitiv empfehlen, auch wenn ich den ersten Band ein kleines bisschen mehr geliebt habe.
Man kann diesen Band unabhängig vom ersten lesen, aber ich empfehle, den ersten zuerst zu lesen, um Spoiler zu vermeiden. 



Ein herzliches Dankeschön an das Team der Lesejury, dass ich die Möglichkeit bekommen hatte, das Buch vorab zu lesen und mich mit anderen auszutauschen. Es war meine erste Leserunde und ich habe mich rundum wohl gefühlt.

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Veröffentlicht am 01.02.2025

Ist in Ordnung

Mein artgerecht-Geschwisterbuch: Ich zuerst! Nein, ich!
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Das "Mein artgerecht-Geschwisterbuch" ist ein Pappbilderbuch, das mit vielen Illustrationen und Bildern gestaltet ist. Meine Meinung zu diesem Buch ist etwas gemischt. Leider konnte es uns nicht vollständig ...

Das "Mein artgerecht-Geschwisterbuch" ist ein Pappbilderbuch, das mit vielen Illustrationen und Bildern gestaltet ist. Meine Meinung zu diesem Buch ist etwas gemischt. Leider konnte es uns nicht vollständig überzeugen. Die Gestaltung ist zwar süß und die Bilder sind wirklich niedlich, aber der Inhalt hat mich nicht ganz begeistert, obwohl wir uns sehr darauf gefreut hatten. Die Idee, Geschwister dazu zu ermutigen, besser miteinander auszukommen, ist wirklich schön. Die bunten Bilder und die einfachen, netten Texte machen das Buch kindgerecht. Die Tipps für Eltern sind in Ordnung, auch wenn ich sie in einem Kinderbuch etwas fehl am Platz finde. 



Ein Punkt, der mir nicht gefällt, ist die Aussage, dass Geschwister sich nicht lieben müssen. Diese Ansicht kann ich nicht unterstützen. Wenn sie nicht schon im Kindesalter lernen, sich zu lieben, wann sollen sie es dann tun? Es ist zwar positiv, dass das Buch betont, wie wichtig es ist, freundlich zueinander zu sein und sich gegenseitig zu helfen, aber es geht nicht wirklich tief in die Materie. Zudem bleibt das Buch oft an der Oberfläche und bezieht sich hauptsächlich auf die Rolle der Mutter, ohne den Vater einzubeziehen. 



Trotzdem ist es kein schlechtes Buch. Für jüngere Kinder könnte es hilfreich sein, ein Gefühl für Geschwisterliebe zu entwickeln, aber bei wirklich komplexen Problemen finde ich es eher weniger nützlich.

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Veröffentlicht am 01.02.2025

Persönliche Reflexion über Heimat, Zugehörigkeit und Identität und das Leben zwischen zwei Kulturen

Barfuß in Tetas Garten
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Das Buch „Barfuß in Tetas Garten“ hat mich tief berührt. Aline Abboud erzählt auf eine sehr persönliche Weise von ihrem Aufwachsen und Leben zwischen zwei Kulturen und Ländern. Sie nimmt uns mit auf eine ...

Das Buch „Barfuß in Tetas Garten“ hat mich tief berührt. Aline Abboud erzählt auf eine sehr persönliche Weise von ihrem Aufwachsen und Leben zwischen zwei Kulturen und Ländern. Sie nimmt uns mit auf eine Reise durch ihre zahlreichen schönen Kindheitserinnerungen bis hin zur Gegenwart. Besonders eindrucksvoll ist die Darstellung der Heimat ihres Vaters, des Libanon, die dem Leser faszinierende Einblicke in dieses kleine Land gewährt, das reich an Kultur, Religionen, Natur und köstlichem Essen ist. 



Von „Snud El-Sit“ (einem traditionellen Gebäck) bis hin zur Erklärung des Zeder-Baums auf der Flagge bewegt sich das Buch zwischen Sachbuch und Biografie und bietet zudem persönliche Erlebnisse sowie einige touristische Empfehlungen. Es fühlt sich an, als würde man mit einer guten Freundin über Gefühle, Zugehörigkeit und Erlebnisse plaudern. Die Autorin hat eine so fesselnde Schreibweise, dass man förmlich durch die Seiten fliegt.



Aline Abboud gelingt es meisterhaft, ein facettenreiches Bild vom Leben, den Menschen und der Kultur im Libanon zu zeichnen. Gleichzeitig wird den Schwierigkeiten und Krisen des Landes sowie der gesamten Nahostregion auf einfühlsame und verständliche Weise Raum gegeben.

Besonders berührt hat mich die Widmung an ihre Tochter, in der sie ihre Wünsche und Sorgen zum Ausdruck bringt. Sie sehnt sich danach, dass auch ihre Tochter eine ähnliche Verbindung zur Heimat spüren kann, doch die politische Lage und die mittlerweile weit verstreute Familie erschweren unbeschwerte Treffen wie in ihrer Kindheit.



Ein weiteres Highlight sind die Fotoeinblicke in der Mitte des Buches, die Kindheitserinnerungen und schöne Urlaubsmomente festhalten. 



Insgesamt vermittelt das Buch das Gefühl, dass Heimat nicht nur ein geografischer Ort ist, sondern ein tief verwurzeltes Gefühl, das uns mit Erinnerungen, Menschen und der Natur verbindet. Ich bin mir sicher, dass viele Leserinnen und Leser von Frau Abbouds einfühlsamer Erzählweise und den Einblicken in ihre Welt profitieren können. Für mich ist es ganz klar eine wunderbare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 27.12.2024

Tolles Buch zum Streben nach innerem Frieden

Heimweh nach mir
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„Heimweh nach mir“ von Elena Anna Mayr ist ein Werk zum Wohlfühlen. Die Autorin schafft es, mit ihrem einfühlsamen, ehrlichen, nahbaren und gefühlvollen Schreibstil eine Atmosphäre zu erzeugen, wobei man ...

„Heimweh nach mir“ von Elena Anna Mayr ist ein Werk zum Wohlfühlen. Die Autorin schafft es, mit ihrem einfühlsamen, ehrlichen, nahbaren und gefühlvollen Schreibstil eine Atmosphäre zu erzeugen, wobei man sich als Leser sofort ab der ersten Seite fallen lassen kann.

Das Buch behandelt hierbei 33 Lebensfragen, die zum Nachdenken anregen und im Gedächtnis bleiben. Nach fast jeder Kapitelfrage und dem Inhalt dazu folgen weitere Fragen zum Nachdenken. Man kann sich mit den Kapiteln unabhängig voneinander auseinandersetzen. Mich hat nicht jede Frage abgeholt, da ich mit manchen Themen nicht zu kämpfen hatte, doch das ist völlig in Ordnung. Dafür sind wiederum andere Fragen tief in die Psyche eingedrungen, sodass ich es teilweise auch kurz weglegen und verarbeiten musste.
Dieses Buch hat sich im Großen und Ganzen wie eine tiefgründige Unterhaltung mit einer guten Freundin und ihrer warmen Umarmung angefühlt, die gleichzeitig Trost, Hoffnung und Mut spendet. Ich werde nun öfter zum Buch zurückgreifen und mir auch ein Notizbuch anlegen, um mir die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Buch aufzuschreiben. Besonders der Satz: „Verzeihen ist loslassen. Nicht für andere, sondern für uns“, hat mich tagelang zum Nachdenken angeregt und für mich ein Stück zum inneren Frieden beigetragen.

Ich schätze es sehr, dass die Autorin so jung ist und sich den Schritt zum eigenen Buch gewagt hat. Mir gefällt es besonders, wie harmonisch das Buch mit dem Design, dem Farbspiel - und dem Schema aufgeteilt ist. Sonst sehen Bücher aus diesem Genre eher nach trockener und unnahbarer Schullektüre aus. An Kritiker die sich am Alter der Autorin aufregen kann ich nur sagen, dass sich die Autorin nichts sagen lassen soll. Wie sie selber im Buch erwähnt hat: „Was A über B sagt, sagt mehr über A als über B aus. Es sagt einen Scheiß über B aus“.

Das Buch ist eine klare Empfehlung für alle, die sich für tiefgründige Fragen interessieren und inneren Frieden mit sich selbst schließen wollen.

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