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Veröffentlicht am 15.12.2021

Spannende Krimiunterhaltung

Inselschuld
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Noch beim Frühstück zuhause erreicht Hella Brandt ein Anruf von ihrem Team. Der Rechtsanwalt Alexander Boen wurde tot aufgefunden. Er führt in Wittmund eine Kanzlei und hat auch eine Zweigstelle auf Norderney. ...

Noch beim Frühstück zuhause erreicht Hella Brandt ein Anruf von ihrem Team. Der Rechtsanwalt Alexander Boen wurde tot aufgefunden. Er führt in Wittmund eine Kanzlei und hat auch eine Zweigstelle auf Norderney. Die Kanzlei ist auf Erbschaftsrecht spezialisiert und gleichzeitig hat Alexander Boen als Erbenermittler gearbeitet. Es gab keine Hinweise auf einen Kampf, der Rechtsanwalt muss arglos gewesen sein. Welche Rolle spielt seine Geliebte oder hat sein Tod etwas mit seiner Arbeit als Erbenermittler zu tun?

Dieses ist der siebte Band um die Kommissarin Hella Brandt und obwohl ich nicht durchgängig alle Bücher dieser Reihe gelesen habe, machte es keine Probleme. Es gibt einige Verdächtige und auch das Privatleben von Hella Brandt kommt auch nicht zu kurz. Die Ermittlungen sind interessant beschrieben und die Handlungen logisch nachvollziehbar. Verschiedene Vermutungen werden angedeutet, wer die Tat begangen haben könnte und worin das Motiv bestanden hat. Am Ende gibt es eine überraschende Wendung, mit der ich nicht gerechnet hatte.

Das Buch hat mir spannende Krimiunterhaltung geboten mit ostfriesischem Flair.

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Veröffentlicht am 13.12.2021

Eine mitreißende Zeitreise

Die Uhrmacherin – Im Sturm der Zeit
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Sarah wollte den Erinnerungen entfliehen und einen Neuanfang für sich. Sie hatte sich entschieden nach Grenchen zu gehen, um dort bei der Familie Schneider eine Stelle als Hauslehrerin anzunehmen. Den ...

Sarah wollte den Erinnerungen entfliehen und einen Neuanfang für sich. Sie hatte sich entschieden nach Grenchen zu gehen, um dort bei der Familie Schneider eine Stelle als Hauslehrerin anzunehmen. Den aufstrebenden Uhrenort hatte sie sich größer vorgestellt. Als das Dienstmädchen nicht pünktlich zu Hause ist, entdeckt Sarah sie tot am Waldesrand. Der Landjägerkorporal Gideon Ringgenberg findet keine Hinweise, die gegen einen Unfall sprechen. Sarah glaubt nicht daran. Sie kämpft für Gerechtigkeit und schießt dabei fast über das Ziel hinaus. Bei ihren Nachforschungen intensiviert Sarah den Kontakt zu Paul Schneider, den ältesten Sohn ihres Dienstherrn. Paul führt sie in die besondere Welt der Uhrenkunst ein, so dass ihre Leidenschaft geweckt wird.

Dieses ist der erste Band einer Schweizer Uhrensaga, die 1873 beginnt. Die Uhrenkunst nimmt in diesem Roman nur einen geringen Stellenwert ein, aber mit jeder Seite ist spürbar wie die Begeisterung von Sarah für Uhren wächst. Gleichzeitig verfolgt sie hartnäckig ihre Ziele, um sich ihren Traum zu erfüllen.

Der Schreibstil ist sehr ansprechend, manchmal blitzt durch die Wortwahl auch eine Prise Humor hervor. Neben der Geschichte um Sarah habe ich einiges über die Schweiz gelernt, die Uhrenindustrie in Grenchen und die Konfessionskriege, die sich dort abgespielt haben. Durch die Erzählweise wird der Zeitausschnitt in seiner Entwicklung nachvollziehbar. Historische und fiktive Personen spielen ausgezeichnet zusammen und bereichern das Geschehen. Hilfreich sind das Personenregister am Ende des Buches und allgemeine Schweizer Ausdrücke sowie einige Begriffe aus der Uhrenindustrie.

Mich hat dieser historische Roman schnell in seinen Bann gezogen, streckenweise war er spannend wie ein Krimi. Er bot mir unterhaltsame Lesestunden und nun freue ich mich bereits auf die Fortsetzung der Uhrensaga.

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Veröffentlicht am 09.12.2021

Wein muss rein

Wein muss rein!
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Das Kochbuch wirkt auf den ersten Blick sehr ansprechend und edel. Durch die schöne Aufmachung wird man so gleich verführt es durch zu blättern.
Es hat sechs Hauptunterteilungen und beginnt mit einem Gruß ...

Das Kochbuch wirkt auf den ersten Blick sehr ansprechend und edel. Durch die schöne Aufmachung wird man so gleich verführt es durch zu blättern.
Es hat sechs Hauptunterteilungen und beginnt mit einem Gruß aus der Weinküche. Hier findet man kleine Gerichte wie Suppen und Terrinen, die als Vorspeisen gedacht sind, die man aber auch als Begleitung zu einem Glas Wein nehmen kann. Anschließend findet man Gemüsebeilagen einschließlich leckerem Risotto zu den Hauptgerichten, die aber auch teilweise alleine gegessen werden können. Danach folgen klassische Fleischgerichte von Rind, Schwein, Lamm, Geflügel und Wild. Im nächsten Kapitel gibt es verschiedene Rezepte zu Fisch und Meeresfrüchten, da Wein hervorragend hierzu passt. Im Vergleich zu anderen Kochbüchern wird diese Passage nicht am Rande abgehandelt, sondern es gibt mehr Fischrezepte als Fleischrezepte. Was mich als Fischliebhaber freut. Aber auch der Nachtisch darf nicht fehlen und so gibt es einige traumhafte Desserts mit Schuss. Im letzten Kapitel findet man noch Rezepte zu hausgemachten Brühen, Fonds, Rotweinsauce und selbstgemachten Nudeln. Am Ende wird das Buch abgerundet durch ein Rezeptverzeichnis sowie ein alphabetisches Register.
Zu jedem Gericht gibt es ein ansprechendes Foto, welches sogleich auch Appetit macht. Zwischen den Rezepten findet man humorvolle Federzeichnungen von Peter Gaymann, die dieses Kochbuch zu etwas Besonderes machen.
Ich habe die Kartoffelsuppe und die Rotweinsauce bisher nachgekocht. Dank der guten Anweisungen ist es mir leicht gelungen und meiner Familie hat es geschmeckt. Gut hat mir gefallen, dass es keine exotischen Zutaten gibt, die man nur einmal nimmt und dann nie wieder. Gewünscht hätte ich mir noch Angaben zur Zubereitungszeit und nicht nur die reinen Kochzeiten.
Ich finde, dieses Kochbuch, welches sich durch die Aufmachung von anderen abhebt, eignet sich hervorragend als Geschenk und dieses nicht nur für Weinkenner.

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Veröffentlicht am 09.12.2021

Weihnachtliche Lesestunden

Das Inselweihnachtswunder
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Carola war gerne Pastorin im Friesendom von Nieblum. Sie begleitete Menschen auf allen Wegstrecken des Lebens. In ihrem Beruf fühlte sie sich wohl, doch der Heiligabend bereitete ihr immer Probleme. Als ...

Carola war gerne Pastorin im Friesendom von Nieblum. Sie begleitete Menschen auf allen Wegstrecken des Lebens. In ihrem Beruf fühlte sie sich wohl, doch der Heiligabend bereitete ihr immer Probleme. Als Single saß sie an diesem Abend allein zu Hause, während alle anderen gemeinsam mit ihren Familien Weihnachten feierten. Als Carola nach Hallig Langness fährt, um den dortigen Pastor zu vertreten, tritt der Organist Torin mit einer Bitte an sie heran. Seine alte Großmutter wird voraussichtlich Weihnachten nicht mehr erleben, ob die Pastorin nicht Heiligabend vorziehen könnte. Wird sie diese Bitte erfüllen? Durch das Auffinden eines Koffers treten einige überraschende Ereignisse ein, die fast an ein Wunder grenzen oder hatte der Troll Nis Puk seine Finger im Spiel?

Janne Mommsen hat einen wunderbaren Schreibstil und schon nach den ersten Seiten konnte ich das Buch nicht mehr zur Seite legen. Ich fühlte mich mitgenommen auf die Insel Föhr, die ich sonst nur im Sommer erlebt habe. Saß im Friesendom und hörte den aufgeregten Blockflötenkindern zu. Sah einen Wohltäter über die Insel huschen und habe mir noch schnell auf der Promenade eine Tasse Kaffee gegönnt. Am liebsten hätte ich gleich meine Koffer gepackt und wäre nach Föhr gefahren, denn das Buch war viel zu schnell zu Ende.

Mit diesem Roman habe ich ausgezeichnete weihnachtliche Lesestunden verbracht.

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Veröffentlicht am 04.12.2021

Eine Geschichte für zwischendurch

Leuchtturmträume
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Anneke arbeitete als Hoteltesterin und war dadurch ständig auf Achse. Beim letzten Treffen der Geschäftsführung hatte man beschlossen, verstärkt auf den deutschen Markt zu setzen. Zu Anfang sollen Hotels ...

Anneke arbeitete als Hoteltesterin und war dadurch ständig auf Achse. Beim letzten Treffen der Geschäftsführung hatte man beschlossen, verstärkt auf den deutschen Markt zu setzen. Zu Anfang sollen Hotels an der Nordsee im Programm aufgenommen werden, die neben einer Wohlfühlatmosphäre auch noch Romantik verbreiten. Ihre erste Station führt sie nach St. Peter-Ording. Hier trifft sie überraschend auf Raik, den Mann, den sie nie wiedersehen wollte. Plötzlich war die Vergangenheit wieder so präsent, als wäre alles gestern gewesen. Wird Anneke die Vergangenheit hinter sich lassen können und der Liebe eine zweite Chance geben?

Auch in diesem Sommerroman entführt Tanja Janz mich wieder nach St. Peter-Ording. Die Atmosphäre an der Nordsee ist sehr treffend beschrieben. An der Seite von Anneke bummelt man durch den Ort, verweilt an romantischen Plätzen, läuft den Strand entlang und lässt sich kulinarisch verwöhnen. Das Buch ist nicht nur eine angenehme Strandlektüre, sondern auch gleichzeitig ein idealer Reiseführer für St. Peter-Ording.

Ich mag Bücher, die eine angenehme Wohlfühlstimmung verbreiten, aber für mich gab es teilweise zu viele Zufälle. Als Unterhaltung für unbeschwerte Lesestunden war dieser Roman passend, es ist eine nette Geschichte für zwischendurch.

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