Profilbild von Niknak

Niknak

Lesejury Profi
offline

Niknak ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Niknak über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.10.2017

Was ist die Schlange von Essex?

Die Schlange von Essex
2 0

Inhalt:
(Klappentext):
London im Jahr 1893. Nach dem Tod ihres Mannes verlässt Cora Seaborne die Hauptstadt und reist gemeinsam mit ihrem Sohn Francis in den Küstenort Aldwinter. Als Naturwissenschaftlerin ...

Inhalt:
(Klappentext):

London im Jahr 1893. Nach dem Tod ihres Mannes verlässt Cora Seaborne die Hauptstadt und reist gemeinsam mit ihrem Sohn Francis in den Küstenort Aldwinter. Als Naturwissenschaftlerin und Anhängerin der provokanten Thesen Charles Darwins gerät sie dort mit dem Pfarrer William Ransome aneinander. Beide sind in rein gar nichts einer Meinung, beide fühlen sich unaufhaltsam zum anderen hingezogen. Anmutig und intelligent erzählt dieser Roman - noch vor allem anderen - von der Liebe und den unzähligen Verkleidungen, in denen sie uns gegenübertritt.
Ein wundervoller Roman über das Leben, die Liebe und den Glauben, über Wissenschaft und Religion, Geheimnisse und die komplizierten und unerwarteten Wandlungen des menschlichen Herzens.

Mein Kommentar:
In diesem Roman hat die Autorin Sarah Perry eine faszinierende Mischung aus historischem Roman und einzigartiger Liebesgeschichte geschaffen. Sie hat einen ganz speziellen Schreibstil, der den Leser sofort fesselt und trotz ausführlicher Beschreibungen nie langweilig wirken lässt. Der Schreibstil ist an die damalige Zeit angepasst, was mir sehr gut gefallen hat.

Die Protagonisten sind meiner Meinung nach liebevoll und ausführlich beschrieben und jeder hat seine ganz speziellen Eigenheiten, die den Roman zu etwas besonderem machen.
Die Hauptprotagonistin Cora Seaborne genießt ihre neuen Freiheiten nachdem sie Witwe wurde und hat nicht nur bei ihren Ansichten in Bezug auf das Leben sondern auch in ihrer Kleiderwahl ganz eigene Vorstellungen. Dabei geht sie eigene Wege und unterwirft sich nicht den damals gültigen Regeln. Dies kommt sehr gut zur Geltung im Laufe des Buches. Sie hat einen starken Willen, den sie auch durchzusetzen vermag. Sie will dem Rätsel der Schlange von Essex auf den Grund gehen und versucht alles, um ihr Vorhaben umzusetzen.

Die Autorin hat auch sehr viel Wert auf die detaillierten Beschreibungen der Personen, aber auch der Orte und Geschehnisse gelegt. So hat das Buch eine ganz ungewöhnliche, aber spezielle Art, die den Leser fesselt und in seinen Bann zieht.

Auch die Zwischenmenschlichen Beziehungen kommen sehr gut zur Geltung und werden sehr detailliert beschrieben. Allerdings werden die damaligen Konflikte zwischen Wissenschaft, Religion und Aberglauben nicht allzu stark ausgearbeitet.
Dennoch besticht der Roman durch seine eigene Art und schafft es immer wieder den Leser zu überraschen. Es gibt viele unerwartete Wendungen, die den Roman in eine andere Richtung lenken.

Ganz besonders gut haben mir die Briefe gefallen, die vielen Kapiteln vorangestellt sind und schon einen kleinen Einblick bzw. eine Einleitung in den kommenden Abschnitt bieten.

Mein Fazit:
Ein faszinierendes Buch welches den Leser immer wieder überrascht und ganz anders ist, als man es sich vom Klappentext her erwartet.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

Veröffentlicht am 26.09.2017

Genieß das Leben, das dir noch bleibt

Das Geschenk eines Sommers
1 0

Inhalt:
Clara wohnt in München, ist erfolgreich im Job, hat einen leicht übergewichtigen Kater und eine Affäre mit Martin, der allerdings immer noch mit einer anderen verheiratet ist. Zufällig erfährt ...

Inhalt:
Clara wohnt in München, ist erfolgreich im Job, hat einen leicht übergewichtigen Kater und eine Affäre mit Martin, der allerdings immer noch mit einer anderen verheiratet ist. Zufällig erfährt sie, dass ihre Mutter Ruth unheilbar an Krebs erkrankt ist. Um die verbleibende gemeinsame Zeit noch zu nutzen, beschließt Clara zu ihrer Mutter nach Berlin zufahren und bis zum Schluss ihrer Mutter beizustehen. Gemeinsam fahren die Zwei in die Uckermark, wo Ruth aufgewachsen ist und verbringen dort eine sehr emotionale Zeit miteinander. Ruth kann sich ihrer Vergangenheit stellen und Clara wird in Sachen Liebe auf eine harte Probe gestellt.
Beide versuchen das Beste aus der noch verbleibenden Zeit zu machen.

Mein Kommentar:
Die Autorin Gabriele von Braun hat in diesem Buch einen sehr flüssigen und emotionalen Schreibstil gewählt. Das Thema Krankheit, Krebs und Tod wird sehr klar und in allen Facetten dargestellt. Man kann sich ein sehr gutes Bild von den beteiligten Protagonisten machen und erfährt, was diese Diagnose bei allen Beteiligten bewirkt. Die Geschichte wird zwar aus Sicht von Clara erzählt, die dabei ist, ihre Mutter zu verlieren. Dennoch wird meiner Meinung nach auch die Sichtweise der anderen Betroffenen sehr gut dargestellt.
Die Emotionen und Gefühle spielen in dieser Geschichte eine sehr große Rolle und man kann von Anfang an mit Ruth und Clara mitfühlen und mitleiden.
Es geht aber nicht nur um die Erkrankung von Ruth, sondern Clara muss sich auch die Frage stellen, wie es mit ihrer Affäre zu Martin weitergehen soll und was sie vom Leben möchte. Ich finde, dass es der Autorin sehr gut gelungen ist auch diese Geschichte im Buch unterzubringen, ohne dass die Krankheit dadurch in den Hintergrund rückt.
Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben und kommen auch beim Leser sympathisch an. Man konnte sich gut in sie hineinversetzen und mit ihnen mitleben. Die Gedanken von Clara waren durch eine andere Schriftart gekennzeichnet und somit sehr gut von der eigentlichen Geschichte zu unterscheiden. So gab es keine Verwechslungen zwischen Gedanken und Wirklichkeit, was ich sehr gut finde.
Meiner Meinung nach hat es die Autorin in diesem Buch sehr gut geschafft die Krankheit Krebs zu thematisieren und dabei aber auch alle Aspekte sehr genau und gefühlvoll dargestellt. Sie hat auch nichts beschönigt und es ist ratsam sich beim Lesen eine Packung Taschentücher bereitzuhalten. Dieses Buch hat mich auch nach dem Ende nicht losgelassen, da es einem aufzeigt, wie schnell sich das Leben drehen kann und wie schnell es auch zu Ende sein kann. Nach diesem Buch lebt man wieder bewusster und genießt das Leben.

Mein Fazit:
Ein Buch, das den Leser von der ersten Seite an emotional gefangen nimmt und nicht mehr loslässt. Außerdem lässt es uns auch über das eigene Leben nachdenken und wie wichtig es ist, jeden Tag zu genießen.
Diese Geschichte klingt noch eine Weile nach Beendigung des Buches in einem nach.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

Veröffentlicht am 14.08.2017

Unsere Zukunft?

Der Circle
1 0

Inhalt:
Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim »Circle«, einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder ...

Inhalt:
Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim »Circle«, einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem er alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die einfach alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz – so ein Ziel der »weisen drei Männer«, die den Konzern leiten – wird die Welt eine bessere. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, wo Sterne-Köche kostenlose Mahlzeiten für die Mitarbeiter kreieren, wo internationale Popstars Gratis-Konzerte geben und fast jeden Abend coole Partys gefeiert werden. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit einem mysteriösen Kollegen ändert alles …

Mein Kommentar:
Ich finde die Idee des Buches wirklich gut und spannend. Die Umsetzung jedoch konnte mich nicht überzeugen. Ich lese normalerweise keine Dystophien und wollte mich durch dieses Buch in diese Genre begeben.

Die Idee des Buches regt einem zum Nachdenken an und es ist, meiner Meinung nach, nicht sehr unwahrscheinlich, dass es eine zukünftige Firma geben könnte, die über allem steht.

Bereits am Anfang des Buches gab es einige unübersichtliche und ungekennzeichnete Zeitsprünge. Ich fand mich dadurch im Buch nicht gut zurecht. Dies fand ich sehr störend. Ich wusste während des Lesens oftmals nicht sofort in welcher Zeit ich mich gerade befand - bin ich jetzt noch in der Gegenwart oder wieder einmal in der Vergangenheit?

Für den Circle ist es wichtig, dass es keine Anonymität mehr gibt. Die Mitarbeiter müssen alles veröffentlichen und teilen. Dies finde ich ziemlich angsteinflößend und auch im Buch wird dies, meiner Meinung nach, ziemlich beängstigend dargestellt. Man kann lesen, was alles ins Netz gestellt werden MUSS und auch ein bisschen die Folgen davon.

Mit der Hauptprotagonistin Mae wurde ich absolut nicht warm. Ich entwickelte während des Lesens eine richtige Abneigung gegen sie. Sie wird unglaublich naiv dargestellt, dabei jedoch nicht auf eine unschuldige Art und Weise sondern eher nervig und unnötig naiv.

Mein Fazit:
Die Charaktere waren sehr flach und ohne viel Details beschrieben. Jedoch bekam man als Leser viele andere Details, die nicht ganz so wichtig gewesen wären. Die Handlung war vorhersehbar. Das Buch konnte mich absolut nicht von sich überzeugen.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

Veröffentlicht am 04.12.2017

Ein überraschendes und tragisches Familiengeheimnis

Das Geheimnis des Winterhauses
0 0

Inhalt:
Ein großer Familienroman über Verrat und Vertrauen, Hass und Liebe

Wien, Gegenwart: Für Ellinor bricht eine Welt zusammen, als eines Tages durch Zufall ein lang gehütetes Geheimnis ans Licht ...

Inhalt:
Ein großer Familienroman über Verrat und Vertrauen, Hass und Liebe

Wien, Gegenwart: Für Ellinor bricht eine Welt zusammen, als eines Tages durch Zufall ein lang gehütetes Geheimnis ans Licht kommt: Ellinor und ihre Mutter sind mit dem Rest der Familie nicht blutsverwandt. Auf der Suche nach ihren familiären Wurzeln macht sich Ellinor auf den Weg nach Dalmatien und Neuseeland, wo sie einer tragischen Liebesgeschichte und einem großen Familiendrama auf die Spur kommt ...
Diese Reise bringt ihr Leben durcheinander und ihre Ehe ins Wanken. Wird sie am Ende Geborgenheit und ihr Glück finden?

Ein dunkles Familiengeheimnis, eine unglaublich starke Geschichte, große Frauenunterhaltung.

Mein Kommentar:
Dies ist das erste Buch welches ich von der Autorin Sarah Lark gelesen habe und es wird sicher nicht mein letztes sein. Sie hat einen fesselnden Schreibstil, sodass der Leser das Buch gar nicht mehr zur Seite legen will. Das Buch hat einen tollen Spannungsaufbau und es kommen laufend neue und überraschende Situationen dazu, sodass der Leser keine Ahnung hat, wie es am Ende ausgehen könnte. Dadurch bleibt es spannend und man wird immer wieder aufs Neue überrascht, was mir sehr gut gefallen hat.
Die Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet und besitzen alle einen tollen Charakter, auch wenn er bei manchen erst zum Teil sichtbar wird. So ändert sich das Bild von manchen Personen im Laufe des Buches und man kann eine Wandlung miterleben.
Trotzdem gibt es im Buch eine tolle Mischung aus sympathischen und unsympathischen Charakteren.
Die Autorin schaffte es auch dem Leser die Gegend in der die Geschichte spielt näherzubringen. Man hat teilweise das Gefühl vor Ort zu sein und alles live mitzuerleben. Die Landschaft ist richtig anschaulich dargestellt, als ob die Autorin selbst vor Ort war.
Besonders gut gefallen hat mir, dass die Autorin die Erzählungen der Vergangenheit anders gestaltet hat als die Geschichte der Gegenwart. So hat man schon vom Schriftbild her eine Unterscheidung, aber auch durch die Kapitelüberschriften ist dies klar ersichtlich.
Etwas ungewöhnlich fand ich, dass die Einzelnen großen Kapitel in kleinere unterteilt waren und diese Unterteilung immer neu bei eins begann, aber fürs Lesen war dies kein Problem.

Mein Fazit:
Eine wirklich tolle Geschichte, die einem Familiengeheimnis auf die Spur geht und zu vielen unerwarteten Wendungen führt.
Dies wird sicher nicht mein letztes Buch der Autorin sein, da mir ihr Schreibstil sehr gut gefallen hat.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

Veröffentlicht am 15.11.2017

Der Täter "spielt" in der Nacht mir dir!

Nachtspiel: Thriller
0 0

Inhalt:
(Klappentext)
"Er spielt gerne, vor allem in der Nacht. Lauf weg, denn sein Spiel endet tödlich!
Rechtsmedizinerin Julia Schwarz beherrscht ihren Job wie kaum jemand sonst. Mit dem Tod kann sie ...

Inhalt:
(Klappentext)

"Er spielt gerne, vor allem in der Nacht. Lauf weg, denn sein Spiel endet tödlich!
Rechtsmedizinerin Julia Schwarz beherrscht ihren Job wie kaum jemand sonst. Mit dem Tod kann sie umgehen, nicht aber mit den Albträumen, die ihr in letzter Zeit den Schlaf rauben. Hartnäckig konzentriert sie sich daher auf die Jagd nach einem Frauenmörder, der sein Opfer grausam gefoltert und dann achtlos in den Kofferraum eines Kleinwagens gestopft hat. Obwohl sich der ermittelte Täter das Leben nimmt, landet eine weitere Leiche auf Julias Obduktionstisch. Kriminalkommissar Florian Kessler geht von einem neuen Fall aus, doch für Julia sprechen die Spuren eine andere Sprache. Als sie endlich die Handschrift des Mörders entziffert, muss sie erkennen, dass sie längst selbst in der Falle sitzt und dem Spiel eines unberechenbaren Serienkillers ausgeliefert ist …"

Mein Kommentar:
Dies ist der zweite Band rund um Rechtsmedizinerin Julia Schwarz, aber man kann ihn auch ohne Probleme lesen, wenn man "Mooresschwärze" noch nicht kennt.
Da ich schon einige Bücher der Autorin Catherine Shepherd gelesen habe, kenne ich ihren Schreibstil bereits und mag ihn sehr gerne. Das Buch fesselt den Leser und lässt ihn nicht so schnell wieder los. Sie schreibt flüssig und sehr packend. Außerdem gibt es im Buch auch immer wieder überraschende Wendungen, sodass man der Lösung des Falles nicht so schnell näherkommt.
Die Autorin schafft es den Leser bis zum Schluss an die Geschichte zu fesseln und man kann auch bis zum Schluss miträtseln wer der Täter ist, aber man kommt nicht so schnell drauf. Und dies obwohl die kurzen Kapitel zum Teil auch aus der Sicht des Täters geschrieben sind. So bekommt man einen Einblick in seine Handlungsewise.
Sie baut einen tollen Spannungsbogen auf und behält diesen bis zum Schluss bei, wobei sich die Spannung eigentlich sogar noch von Kapitel zu Kapitel steigert.
Die Protagonisten sind toll dargestellt und man fiebert mit ihnen mit und versucht den Fall zu klären. Vor allem Julia ist einem mit ihrer sympathischen Art ans Herz gewachsen und man leidet mit ihren Alpträumen mit. Aber auch die anderen Protagonisten haben einen gut ausgearbeiteten Charakter, der nach und nach zum Tragen kommt.
Mich wundert es immer, wie es die Autorin schafft sich von Band zu Band zu steigern und dem Leser immer neue Geschichten mit viel Spannung zu bieten, aber sie bringt es immer wieder fertig. Auch dieser Band ist so toll und spannend geschrieben, dass ich mir denke, was soll als nächstes kommen, aber ich denke, dass es ihr sicher wieder gelingen wird, mich zu überzeugen und zu überraschen.

Mein Fazit:
Ein wirklich sehr gelungener Thriller, mit einem tollen Spannungsaufbau, er den Leser nicht so schnell wieder loslässt. Ich freue mich schon auf das nächste Buch der Autorin.

Ganz liebe Grüße,
Niknak