Bildinterpretationen auf Japanisch
HEN NA E - Seltsame BilderSelten so eine Kuriosität in Buchformat in den Händen gehalten. Geschrieben hat es ein Mensch, der sich Uketsu nennt, wer sich dahinter verbirgt, weiß niemand, da diese Person sich nicht zu erkennen gibt. ...
Selten so eine Kuriosität in Buchformat in den Händen gehalten. Geschrieben hat es ein Mensch, der sich Uketsu nennt, wer sich dahinter verbirgt, weiß niemand, da diese Person sich nicht zu erkennen gibt. Dann ist dieser Kriminalroman so aufgebaut, dass Bilder eine sehr zentrale Rolle spielen und die sind auch alle abgedruckt zwischen dem Text.
Ich kann schon mal verraten, dass es mir ganz gut gefallen hat, weil es einfach mal was andere ist mit diesen Bildern zu arbeiten beim Lesen. Sonst sehr japanisch zurückhaltend und leise im Ton. Obwohl es auch zu sehr blutigen und horrormäßigen Szenen kommt.
Dieses durchschimmernde Böse zwischen all den vermeintlich normalen Schichten macht den Roman aus.
Auch die Übersetzung aus dem Japanischen von Heike Patzschke ist sehr zu loben. Liest sich flüssig und gut. Toll fand ich, dass neben den Zeichnungen die Schriftzeichen vom Original erhalten geblieben ist und nur daneben die deutsche Übersetzung stand.
Schwer etwas über den Inhalt zu schreiben ohne zu spoilern. Es beginnt mit einer Vorlesung in der eine Psychologin auf die Kraft der Bilder eingeht und wie bei traumatisierten Menschen das Gezeichnete genau angeschaut werden sollte. Dann gibt es einen Cut und 3 verschiedene Kapitel folgen. Zunächst war ich verwundert, ob das alles einen Sinn erbeben wird und – einziger spoiler – ja, es ergibt einen Sinn. Aber lest selbst!
Fazit: Für alle Krimifans, die gerne mal was anderes lesen und sich mit Hilfe der Bilder auf die Färten begibt!