Profilbild von Primrose24

Primrose24

Lesejury Star
offline

Primrose24 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Primrose24 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.01.2017

Leider etwas zu wenig Romantik

Kein Sommer ohne Liebe
0

Greer ist Location-Scout. Für Hollywoods anspruchsvolle Regisseure sucht sie geeignete Drehorte die in deren Vorstellung passen und sie liebt und lebt für diesen Job. die Kulisse ihres neusten Auftrages ...

Greer ist Location-Scout. Für Hollywoods anspruchsvolle Regisseure sucht sie geeignete Drehorte die in deren Vorstellung passen und sie liebt und lebt für diesen Job. die Kulisse ihres neusten Auftrages führt sie in ein rustikales und authentisches kleines Fischerdorf namens Cypress Key, dessen glanzvolle Tagen schon seit Längerem gezählt erscheinen. Und genau das ist es, was Regisseur Bryce sich für seinen neusten Blockbuster gewünscht hat. Das kleine Städtchen scheint perfekt, wäre da nicht Bürgermeister Eben Thibadeaux, der gar nicht so begeistert von den einfallenden Filmteams und Stars ist, die jetzt seine beschauliche Stadt bevölkern. Und auch Greer ist nicht begeistert von den Streitigkeiten mit dem Bürgermeister, denn eigentlich hatte sie sich vorgenommen jedwede emotionale Bindung in ihrem Job zu vermeiden.

"Kein Sommer ohne Liebe" ist jetzt das zweite Buch der Autorin, das ich lese. Leider muss ich sagen, dass ich von diesem Buch leider etwas enttäuscht worden bin. Die Bücher von Mary Kay Andrews versprechen allem voran romantische Liebesgeschichten. Dabei muss ich anmerken, dass ich auf gar keinen Fall ein Freund von kitschigen Dramen bin, aber selbst mir kam die Romantik in diesem Buch doch etwas zu kurz. Die eigentliche Liebesgeschichte zwischen Eb und Greer wird von vielen anderen Handlungssträngen, die sich in den Vordergrund drängen, überlagert. Die Nebenhandlungen nehmen leider viel mehr Platz ein, als die eigentlich romantische Liebesgeschichte der beiden Protagonisten. Ihre Beziehung entwickelt sich eher unkontrolliert und wird stets durch Missverständnisse und Streitigkeiten zurückgeworfen, was sich auf Dauer als anstrengend herausstellt.
Ein Lichtblick ist hierbei die Geschichte von Allie, Ebs Nichte, die einen erfrischenden Schwung und Witz in die Handlung bringt. Gut gefallen als Charakter hat mir auch CeeJay, Greers beste Freundin.
Leider bietet auch das Ende des Buches ein eher absurdes amerikanisches B-Movie Ende über das ich mich aufgrund des Spoileralarms nicht näher auslassen möchte.
Aufgewertet wird das Buch durch den wunderbar einfachen und gelungenen Schreibstil der Autorin. Wer noch keines der Bücher der Autorin gelesen hat, dem empfehle ich nicht unbedingt mit diesem zu beginnen. Es gibt auf jeden Fall einige andere Bücher der Autorin, die ihr bei Weitem besser gelungen sind als dieses.

Veröffentlicht am 07.01.2017

Leider enttäuschend

Harry Potter und das verwunschene Kind. Teil eins und zwei (Special Rehearsal Edition Script) (Harry Potter)
0

Wer einen typischen Harry Potter Roman erwartet hat, dem muss ich leider sagen, dass ihn dieses Buch hier deutlich enttäuschen wird. "Harry Potter und das verwunschene Kind" spielt 19 Jahre nach dem letzten ...

Wer einen typischen Harry Potter Roman erwartet hat, dem muss ich leider sagen, dass ihn dieses Buch hier deutlich enttäuschen wird. "Harry Potter und das verwunschene Kind" spielt 19 Jahre nach dem letzten Harry Potter Buch und basiert auf einem Theaterstück. Genau das ist leider auch irgendwie mein Problem mit dem Buch gewesen. Das Buch entspricht nicht dem typischen Schreibstil eines Romans, sondern dem Script eines Theaterstückes. Somit besteht es nur aus kurzen szenischen Einführungen in das Geschehen und dann folgenden Dialogen. Die Kapitel/Szenen sind sehr kurz gehalten und umfassen in den meisten Fällen nur 2-3 Seiten.
Leider ist für mich nicht nur der Charakter des Buches, sondern auch die Handlung ein Problem gewesen. Ich habe mich sehr darauf gefreut zu erfahren, was aus all den Charakteren, die man in so vielen Büchern lieb gewonnen hat, geworden ist. An sich war das Wiedersehen mit den alten Charakteren sehr schön. Die Geschichte in ihrer Gesamtheit finde ich leider jedoch sehr flach. Es gibt keine wirklichen überraschenden Wendungen, durch den fehlenden bildlichen Schreibstil auch keine actiongeladenen Szenen und auch die im Vordergrund stehende emotionale Ebene, vor allem zwischen Harry und seinem Sohn Albus, hat mich nicht wirklich mitreißen können. Für sich genommen ist das Buch nicht schlecht, wenn man es jedoch mit dem Rest der Harry-Potter-Reihe vergleicht, liegt dieses Buch meilenweit dahinter zurück. Es ist ein bisschen Schade, dass das Comeback von vielen Lieblingsromanfiguren meiner Kindheit so unspektakulär ausgefallen ist.

Veröffentlicht am 13.12.2016

Verloren in den Seiten der Welt

Die Seiten der Welt
0

Nach dem doch relativ abgeschlossenen Ende des ersten Teils beginnt nun die Fortsetzung der Reise durch die Seiten der Welt. Die 3 großen Häuser kämpfen weiterhin um die Macht in der bibliomantischen Welt, ...

Nach dem doch relativ abgeschlossenen Ende des ersten Teils beginnt nun die Fortsetzung der Reise durch die Seiten der Welt. Die 3 großen Häuser kämpfen weiterhin um die Macht in der bibliomantischen Welt, während sich Furia und ihre Freunde auf die Seite des Widerstandes geschlagen haben. Der Versuch den 3 Häusern etwas entgegen zu setzen, gestaltet sich jedoch um Einiges schwieriger als gedacht. Zudem scheint sich in den düsteren Nachtrefugien ein neuer Feind zu formieren, der die Welt der Bibliomantik zu erschüttern droht.

Der zweite Teil der Reihe "Seiten der Welt" erzählt die Geschichte von Furia und ihren Freunden im Kampf mit den 3 Häusern weiter. Wie auch schon im ersten Teil begeistert Kai Meyer mit der Idee einer Welt der versteckten Refugien, in denen bibliophile Persönlichkeiten ihren Platz gefunden haben und in denen das Lesen und die Macht der Bücher im Mittelpunkt stehen. In diesem Band werden vor allem auch die Mitglieder der 3 mächtigsten Häuser der Bibliomanten vorgestellt und nehmen einen wichtigen Platz in der Handlung ein. Wie auch schon im ersten Band hat Kai Meyer einen gewissen Hang dazu Haupt- bzw. wichtige Nebenfiguren zu töten, was bei mir nicht immer so ganz auf Verständnis stößt. Ansonsten überzeugt der Autor mal wieder mit seinem wundervollen, flüssigen Schreibstil, der sich sanft und fesselnd mit der Handlung verwebt.
Eine sehr schöne Fortsetzung, die Lust auf den dritten und letzten Teil und damit das große Finale der Reihe macht.

Veröffentlicht am 13.12.2016

Die Märchen hinter dem Spiegel

Reckless 1
0

Jacob Reckless folgt schon seit Jahren den Abenteuern hinter dem Spiegel von denen sein Bruder Will nicht das Geringste weiß. Doch in einem unachtsamen Moment entdeckt Will Jacobs gut gehütetes Geheimnis ...

Jacob Reckless folgt schon seit Jahren den Abenteuern hinter dem Spiegel von denen sein Bruder Will nicht das Geringste weiß. Doch in einem unachtsamen Moment entdeckt Will Jacobs gut gehütetes Geheimnis und folgt ihm hinter den Spiegel in eine Welt der Märchen und Legenden. Dort liefern sich die Menschen einen Krieg mit den Goyl, deren Haut aus Stein gemacht ist. Auch Will wird vom Fluch der dunklen Fee getroffen, der die Haut und auch das Herz der Menschen in Stein verwandelt. Jacob muss ein Gegenmittel für den Fluch finden, bevor die neue Jadehaut seines Bruders ihn vollständig verschlingt.
 
Der erste Teil der Reihe um die Brüder Will und Jacob Reckless führt in die Welt bekannter Märchen, die um eine neue Form mystischer Wesen ergänzt wird: den Goyl. Eine jähzornige Rasse von Wesen, deren Heimat in tiefen Höhlen und dessen Haut aus Stein gemacht ist. Die Geschichte wird zum Großteil aus der Sicht von Jacob erzählt, der alles versucht um seinen Bruder vom Fluch der dunklen Fee zu befreien. Nur selten wechselt die Erzählerperspektive zu anderen meist eher Nebenfiguren. Da ich ein sehr großer Funke-Fan bin, war ich sehr gespannt auf diese Reihe der Autorin. Sehr gut gefallen mir die Illustrationen zu den einzelnen Kapiteln. Und auch der Schreibstil und die märchenhafte Sprache erinnern sehr an frühere Geschichten der Autorin. Ein wundervoller Einstieg in Cornelia Funkes verzaubernde Spiegelwelt.

Veröffentlicht am 13.12.2016

An Britt-Marie wird man sich sicherlich erinnern

Britt-Marie war hier
0

In Britt-Maries Leben muss alles seine Ordnung haben, die Dinge werden geputzt und angeordnet und was ein Mal auf ihrer penibel geführten Liste landet, das wird auch erledigt. Als sich Britt-Marie einen ...

In Britt-Maries Leben muss alles seine Ordnung haben, die Dinge werden geputzt und angeordnet und was ein Mal auf ihrer penibel geführten Liste landet, das wird auch erledigt. Als sich Britt-Marie einen Job suchen muss, verschlägt es sie in das kleine Örtchen Borg, welches nach der Wirtschaftskrise um seine Existenz kämpft. Britt-Marie wird Hausmeisterin des Jugendzentrums, das eigentlich nur noch durch einen Verwaltungsfehler existiert. Dort trifft sie auf ein paar Fußball spielende Kids mit wenig Talent, aber viel Eifer und wird unwillentlich zum Trainer befördert. Nach und nach beginnt Britt-Marie trotz ihrer ordentlichen und starren Persönlichkeit, das kleine Örtchen und seine Bewohner in ihr Herz zu schließen. Vielleicht stecken hinter der schmuddeligen, unordentlichen Gemeinde doch mehr Schönes als man denkt.

Der Anfang des Buches war für mich wirklich schwer zu lesen. Es fällt mir schwer den Schreibstil des Autors wirklich in Worte zu fassen. Beeindruckend ist die Art und Weise wie die Gedanken von Britt-Marie, die eine sehr zwanghafte und penible Art hat, in Worte gefasst sind. Es ist schon beinahe traurig, wie wenig böse ihre anklagenden Worte gegenüber anderen eigentlich gemeint sind, jedoch meist als abwertend interpretiert werden. Nach und nach erfährt man auch mehr über ihre Hintergründe und warum ihr Leben so geworden ist wie es ist. Dadurch konnte ich auch einen besseren Draht zu der Protagonistin entwickeln, deren Persönlichkeit doch sehr speziell ist. Ich finde den langsamen Wandel den Britt-Marie durchmacht zudem sehr subtil und schön beschrieben, sodass sie mir am Ende doch sympathisch geworden ist.
Es gibt zudem ein paar sehr schöne Textstellen in dem Buch, die wirklich zum nachdenken anregen. Hier meine liebste: "Es ist ja auch einfacher, Optimist zu sein, wenn man die Unordnung hinterher nie selbst aufräumen muss"

Ein spezielles Buch, für ein spezielles Publikum. Inwiefern die anderen Werke des Autors ähnlich sind, kann ich leider nicht beurteilen, da dies das erste Buch ist, das ich von ihm lese. Wer außergewöhnliche Protagonisten mag, ist hier zumindest an der richtigen Stelle.