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Veröffentlicht am 11.10.2025

Spannung ausbaufähig

Gift
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Das Cover hat mich angesprochen, wie auch die Kurzbeschreibung. Nur leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt.
Es lag in meinen Augen daran, dass der Autor die privaten Probleme der Hauptfiguren zu ...

Das Cover hat mich angesprochen, wie auch die Kurzbeschreibung. Nur leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt.
Es lag in meinen Augen daran, dass der Autor die privaten Probleme der Hauptfiguren zu sehr ausgeweitet hat. Chefkommissar Elliði hält zwar große Stücke auf Dora und Rado, jedoch sind die beiden wegen der Bewältigung ihrer privaten Probleme gar nicht zu 100% einsetzbar. Dora hat nach wie vor seit dem Mordversuch an, ihr gesundheitliche Probleme und kann ihrer Wahrnehmung nicht immer trauen. Rado dagegen hat mit familiären Problemen zu kämpfen. Selbst der Chef Elliði spricht dem Alkohol mehr zu als ihm zuträglich ist. Es hat sich in mir nach dem Lesen des Buchs der Eindruck verfestigt, dass Island von Bandenkriminalität beherrscht wird und die Polizei dem fast machtlos gegenübersteht. Außerdem scheint dort jeder von irgendeiner Droge abhängig zu sein oder psychische Probleme zu haben. Der eigentliche Fall mit den Drogentoten ist dabei ins Hintertreffen geraten, so dass bei mir leider kaum Spannung aufgekommen ist. Im Gegensatz zum ersten Band, kann ich hier leider nur 3 Lese-Sterne geben.

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Veröffentlicht am 11.10.2025

spannend und wendungsreich bis zum Schluss

Die Todesfalle - Ein Fall für Skalla und Krampe
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Über einen gemeinsamen Freund lernen sich Mark Kreutzer und die Investigativjournalistin Rachel Skalla kennen. Sie liegen auf einer Wellenlänge und nur so lässt es sich erklären, dass Rachel ihre aktuelle ...

Über einen gemeinsamen Freund lernen sich Mark Kreutzer und die Investigativjournalistin Rachel Skalla kennen. Sie liegen auf einer Wellenlänge und nur so lässt es sich erklären, dass Rachel ihre aktuelle Recherche über illegale Medikamententests ruhen lässt und ihm bei seiner Recherche zu helfen. Marks Vater sitzt seit 8 Jahren im Gefängnis. Des Mordes an einer Prostituierten für schuldig gesprochen. Während sich Marks Mutter und seine Schwester vom Vater abgewendet haben, glaubt Mark an dessen Unschuld. Nur müssen sie erst noch Beweise dafür finden.
Bei ihren Recherchen findet Rachel noch 7 weitere Fälle von Prostituiertenmorden in denen renommierte Männer verurteilt wurden. Über ganz Deutschland verteilt, aber es zeichnet sich ein Muster ab.
Obwohl der Leser/Hörer sowohl die Ermittler- als auch die Täterseite recht bald kennenlernt, der Täter also bekannt ist, bleibt es spannend. Einfach dadurch, dass der Autor vermeintliches Wissen um den Täter und seinen Motiven immer wieder den ausgestreckten Mittelfinger zeigt. Nichts ist so wie man zu wissen glaubt, was die Spannung auf hohen Level bis zum Schluss aufrecht hält. Dabei sind die Menschen, die die 8 Fehlurteile beweisen wollen, bunt durcheinandergemischt. Sie legen die von polizeilichen Dienstvorschriften eingeschränkten Handlungsspielräume mitunter etwas weiter aus und nutzen auch fremde Netzwerke. Ich fand das alles sehr lebendig, die Handlung durchaus glaubwürdig, wenn auch abschreckend und gebe 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 26.09.2025

konnte mit mich Hauptfigur nicht anfreunden

Die Farbe des Schattens
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Dieser Krimi führt den Leser in die Wendezeit nach Mecklenburg-Vorpommern. Hauptkommissar Arno Groth hat sich nach Jahren als Ermittler in Hamburg in seine alte Heimat, Wechtershagen, versetzen lassen. ...

Dieser Krimi führt den Leser in die Wendezeit nach Mecklenburg-Vorpommern. Hauptkommissar Arno Groth hat sich nach Jahren als Ermittler in Hamburg in seine alte Heimat, Wechtershagen, versetzen lassen. Es gibt dafür einen Grund. Noch immer hat Groth den Unfalltod seiner Tochter nicht verarbeitet. Wie ihm diese Arbeit als Aufbauhelfer Ost dabei helfen soll, weiß er selbst nicht. Überhaupt ist er in meinen Augen ein zerrissener Mensch, der keinen Plan für sein weiteres Leben hat.
Als Groth und seine Kollegen nach dem 11jährigen Matti Beck suchen hatte ich den Eindruck, dass Groth völlig unstrukturiert an die Suche geht und das als Ermittlungsleiter. Er arbeitet weitere Schritte heraus, vergisst dann aber sie zu verfolgen und umzusetzen. Für mich war dieser Mann völlig inkompetent und fehl am Platz. Spannung habe ich da kaum gespürt. Es war eher Unwillen gegenüber seinem Verhalten, der bei mir aufgekommen ist. Das zog sich dann auch durch das gesamte Buch. Einzig die Schilderungen zu der sozial schwachen Wohngegend mit den Menschen, die keine Perspektive sehen nach der Wiedervereinigung, wo jeder Bewohner anders damit umgeht, habe ich als realitätsnah empfunden. Nur hatte das mit dem Fall nur indirekt zu tun und hat auch nicht für Spannung bei mir gesorgt, so dass ich insgesamt nur 3 Lese-Sterne vergebe.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Maras Fälle werden immer emotionaler und spannender

Dunkler Sog
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Mara Billinsky soll den Tod des Heimbewohners Dr. Mertesheimer aufklären. Der wurde im luxuriösen Seniorenstift erst gefoltert und dann mit Colchicin vergiftet. Ein qualvoller, langsamer Tod. Trotzdem ...

Mara Billinsky soll den Tod des Heimbewohners Dr. Mertesheimer aufklären. Der wurde im luxuriösen Seniorenstift erst gefoltert und dann mit Colchicin vergiftet. Ein qualvoller, langsamer Tod. Trotzdem Mara noch immer unter dem Tod ihres Freundes und dem Weggang ihres Partners, Jan Rosen, in eine andere Abteilung zu knabbern hat, stellt sie sich dieser Aufgabe. Auch wenn das heißt, dass sie nun diesen neuen, jungen Kollegen, Tobias Cronberg, an ihrer Seite ertragen muss. Es beginnt eine Ermittlung, die sie weit in die Vergangenheit und ein kleines Dorf im Schwarzwald in dem die Mythen und Sagen noch immer lebendig scheinen.
Ich fand den 10 Band wieder sehr spannend. Sicher auch, weil mir die Krähe, Hauptfigur Mara Billinski, so unwahrscheinlich gut gefällt. Nicht weil sie so offen zugewandt auf die Menschen zugeht, eher das Gegenteil ist der Fall. Es ist mehr ihre Beharrlichkeit, ihr Widerspruchsgeist die mich für sie einnehmen.
Es zeigt sich wieder, dass Mara um ihre Eigenheiten und ihre abweisende Art weiß, aber sich einfach nicht in der Lage sieht freundlicher mit den Menschen umzugehen. Ein Umstand, der ihr diesmal reichlich Gewissensbisse einbringt und zu Selbstzweifeln führt. Der Fall selbst, bei dem es nicht bei einer Leiche bleibt, ist spannend aufgebaut und zwang mich immer weiterzulesen. Die Verwicklungen sind nicht vorhersehbar und so bleibt es spannend bis zum Schluss. Darum gibt’s von mir auch 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

hatte mehr Spannung erwartet

Wo keine Rettung naht
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Nachdem mir der erste Fall mit Sarah Peters ausgesprochen gut gefallen hat, habe ich mich voller Vorfreude und Erwartungen an den zweiten Teil gemacht. Doch leider kann der, was die Spannung betrifft, ...

Nachdem mir der erste Fall mit Sarah Peters ausgesprochen gut gefallen hat, habe ich mich voller Vorfreude und Erwartungen an den zweiten Teil gemacht. Doch leider kann der, was die Spannung betrifft, in meinen Augen nicht mithalten können.
Doch immer der Reihe nach. Sarah Peters ist angeschlagen. Sie kämpft noch immer mit dem Verlust, welcher durch den Tod ihres Lebenspartners und Kollegen Michael für sie unfassbar schwer ist. Selbst zu dem Versprechen in den letzten Minuten vor seinem Tod sich um Michaels 14jährige Tochter zu kümmern, kommt sie nicht nach.
Als eine Freundin, von denen sie kaum welche hat, sie jedoch bittet sich mit der Gefängnispsychologin Karin Westermann in Verbindung zu setzten, kommt sie der Bitte nach. Die Psychologin gesteht Sarah gegenüber ihre Angst, erzählt von den Drohungen, die sie erhält und noch anderen seltsamen Vorgängen im Vorzeigefrauengefängnis. Wenig später ist Karin Westermann tot und Sarah beschließt selbst im Gefängnis in Karins Dienstwohnung einzuziehen und zum Mord an Karin Westermann direkt vor Ort zu ermitteln. Eine Entscheidung, die sie selbst in höchste Gefahr bringt…
Das hätte eine wirklich spannende Geschichte werden können, wenn die Autorin nicht immer wieder, gerade wenn es für mich spannend wurde, auf die schlechte Psyche und die geringe Belastbarkeit von Sarah hingewiesen hätte. Das empfand ich wie eine Endlosschleife. Da blieb die Spannung bei mir auf der Strecke. Schade, denn es gibt im Knast so einige Ungereimtheiten und seltsam agierendes Personal, was mich zum Weiterlesen gebracht hat. Insgesamt gibt’s von mir daher nur 3,5 Lese-Sterne.

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