Wohlfühl-Setting
This could be foreverCover, Farbschnitt und Schreibstil haben mir – wie auch schon bei den ersten beiden Bänden – sehr gut gefallen. 📚 Optisch wie sprachlich bleibt sich die Reihe treu und überzeugt mit liebevollen Details ...
Cover, Farbschnitt und Schreibstil haben mir – wie auch schon bei den ersten beiden Bänden – sehr gut gefallen. 📚 Optisch wie sprachlich bleibt sich die Reihe treu und überzeugt mit liebevollen Details und einem angenehm leichten Ton. Besonders mag ich, dass die Bücher bewusst nicht zu umfangreich sind. Sie lassen sich „mal eben“ lesen – leicht im Stil, aber nicht weniger tief in ihrer Aussage. Die Geschichten bringen das Wesentliche gezielt auf den Punkt, ohne gehetzt zu wirken oder das Gefühl zu hinterlassen, etwas verpasst zu haben.
Direkt zu Beginn war eine richtig gute Vorlage für eine besondere Art von Lovestory greifbar – leider wurde dieses Potenzial in meinen Augen nicht genutzt. Sehr, sehr schade. 😕 Die Geschichte entwickelte sich letztlich vorhersehbar, ohne große Überraschung oder emotionale Tiefe, die man anfangs vielleicht erwartet hätte. Sie hat mir gefallen, ja – aber sie bleibt im Vergleich zu den Möglichkeiten, die sie geboten hätte, eher im soliden Mittelfeld.
Trotzdem mochte ich das Setting erneut sehr 🌺. Hawaii als Kulisse strahlt eine besondere Wärme und Leichtigkeit aus, die man beim Lesen fast spüren kann. Schön fand ich auch, dass sich durch alle drei Bände hinweg die Bewohner des kleinen Ortes als Nebenfiguren gehalten haben. Diese Konstanz hat für ein vertrautes Gefühl gesorgt, während sich die Hauptcharaktere in jedem Band geändert haben. Die kleinen Einblicke in Themen wie Surfen 🏄♀️ oder Dreharbeiten haben die Geschichte lebendiger gemacht und ihr einen frischen Anstrich gegeben.
Mit Millie hatte ich an manchen Stellen meine Schwierigkeiten. Nicht alles war für mich nachvollziehbar, aber ich mochte ihre Ehrlichkeit und dass sie den Mut hatte, ihren Gefühlen Raum zu geben. Was mir jedoch gefehlt hat: Eine wirklich klärende Auseinandersetzung mit dem Knackpunkt, der damals zur Trennung führte. Es wirkt fast so, als käme bei beiden plötzlich eine Sinneswandlung – ohne dass dieser wichtige Konflikt wirklich besprochen oder gelöst wurde. Das ließ das Ende ein wenig unausgereift wirken.
Trotzdem war es angenehm, eine Geschichte zu lesen, die ohne großes Drama auskommt. 😊 Diese ruhige, sanfte Erzählweise ist etwas, das alle drei Bände gemeinsam haben – und was ich sehr geschätzt habe.
Alles in allem ein schöner Abschluss der Trilogie, der vor allem durch Atmosphäre, Setting und das Wiedersehen mit vertrauten Nebenfiguren punktet. Mein Favorit bleibt dennoch Band 1 – vielleicht, weil ich selbst Tennis 🎾 so gerne mag.
Fazit: Leicht zu lesen, mit liebevoller Gestaltung und einem Wohlfühl-Setting – auch wenn das emotionale Potenzial dieses letzten Bandes nicht ganz ausgeschöpft wurde.