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Ritja

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.12.2021

Die Idee war gut, die Umsetzung leider weniger.

Das Buch deines Lebens - Aufbruch
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Das Thema ist seit einigen Jahren in allen Medien unterwegs und immer mehr Menschen versuchen ihrem Leben eine neue Wendung zu geben. Nur wie macht man das? Wie kann man Änderungen vornehmen und über einen ...

Das Thema ist seit einigen Jahren in allen Medien unterwegs und immer mehr Menschen versuchen ihrem Leben eine neue Wendung zu geben. Nur wie macht man das? Wie kann man Änderungen vornehmen und über einen längeren Zeitraum auch halten, ohne in alte Muster zurückzufallen? Wo fängt man an?

Das Problem hat Jule auch und ihr hilft "Das Buch deines Lebens". Anhand verschiedener Aufgaben versucht sie einen Weg zu finden, der sie glücklicher und zufriedener macht.

Das Buch ist in einer leichten, manchmal sehr saloppen, Sprache geschrieben. Vielleicht bin ich schon etwas zu alt für diesen Schreibstil. Er war für mich gewöhnungsbedürftig und hat leider nicht zu einer Lesebegeisterung geführt. Zudem hatte ich meine Probleme mit Jule, der Hauptfigur in diesem Buch. Bis zum ersten Drittel war es noch okay, zu jammern, zu nörgeln und zu quengeln, aber danach wurde es immer nerviger und anstrengender ihren Launen zu folgen. Sie war, gefühlt, mit nichts wirklich zufrieden. Da hilft dann auch kein Ausmisten, Trennung vom Freund usw., wenn man an der eigenen Einstellung nichts ändert.

Die Themen werden nur angerissen und oberflächlich erklärt. Wer wirklich etwas ändern möchte, sollte sich lieber ein Sachbuch gönnen und sich das nötige Hintergrundwissen aneigen, um nicht mitten im Prozess den Mut zu verlieren.

Veröffentlicht am 05.12.2021

Lädt zum Nachdenken ein

Madame Pylinska und das Geheimnis von Chopin
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Es ist ein typisches Eric-Emmanuel Schmitt Buch - schön, ruhig und nachdenklich. Auf wenigen Seiten schafft er es, dass man in einen kleinen Sog gezogen wird. Mit klassischer Musik kenne ich mich nur mäßig ...

Es ist ein typisches Eric-Emmanuel Schmitt Buch - schön, ruhig und nachdenklich. Auf wenigen Seiten schafft er es, dass man in einen kleinen Sog gezogen wird. Mit klassischer Musik kenne ich mich nur mäßig gut aus, aber ich habe die Informationen gern gelesen und aufgenommen. Madame Pylinska fand ich eigenartig, aber gut und auch unterhaltsam. Ihre Anweisungen waren herrlich unkonventionell und im Laufe der Geschichte konnte man feststellen, warum und wie sie wirkten.

Es ist ein Buch, was unterhält, zum Nachdenken anregt und mit den wunderbaren Illustrationen von Daphne Patellis ein schönes Lesevergnügen bereitet.

Veröffentlicht am 01.12.2021

In der Einsamkeit glücklich sein

Natur. Einsamkeit. Glück.
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Das Buch hat mich an- und mitgezogen. Ich war fasziniert von dem Mut der Autorin und begeistert von den Beschreibungen der Natur und den Tieren. Auch ihre Gedanken zum Alleinsein, zur Einsamkeit und was ...

Das Buch hat mich an- und mitgezogen. Ich war fasziniert von dem Mut der Autorin und begeistert von den Beschreibungen der Natur und den Tieren. Auch ihre Gedanken zum Alleinsein, zur Einsamkeit und was es bedeutet, fand ich gut.

Ihren Lebensweg fand ich beeindruckend. Alles auf Anfang und dann noch einmal und noch einmal. Auch ihr Umgang mit ihren Lieben und ihrem unbändigen Drang nach Alleinsein und dem Wandern waren für mich spannend. Viele ihrer Gedanken konnte ich gut nachvollziehen. Sie hat viel mitgemacht und ausgehalten, wo ich schon eher die Reißleine gezogen hätte, aber es war interessant zu lesen, wie sie es angegangen ist, wie sie sich aus der Situation herausgelöst hat.

Ich hätte gern mehr Details zu ihren Wanderungen und ihrem jetzigen Leben gelesen, aber trotzdem fand ich das Buch interessant und auch lehrreich, besonders im Bezug auf das Alleinsein und die Einsamkeit.

Veröffentlicht am 28.11.2021

Talberg konnte mich nicht überzeugen

Talberg 1935
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Ich wünschte, ich könnte es etwas anderes als "abgebrochen" schreiben. Aber leider musste ich das Buch abbrechen. Musste ist vielleicht falsch, aber ich konnte mich einfach nicht mehr motivieren die Geschichte ...

Ich wünschte, ich könnte es etwas anderes als "abgebrochen" schreiben. Aber leider musste ich das Buch abbrechen. Musste ist vielleicht falsch, aber ich konnte mich einfach nicht mehr motivieren die Geschichte weiterzulesen. Es war mir egal, ob Lehrer Steiner den Freitod gewählt hat oder ermordet worden war. Auch die Beweggründe konnten mich nicht zum Weiterlesen animieren.

Die Geschichte klang in der Ankündigung so gut. Spannend, düster und interessant. Doch schon nach wenigen Seiten hat mich der Autor mit seinem langsamen und ausschweifenden Erzählstil ermüdet. Die Charaktere wirkten auf mich blaß und wenig ansprechend. Die ganze Handlung schlich ganz langsam über die Seiten. Ich hatte das Gefühl nicht voranzukommen und auf der Stelle zu treten. Meine Konzentration ließ nach und die Gedanken schweiften immer mehr beim Lesen ab. Das war dann für mich der Moment das Buch zu beenden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.11.2021

Ungewöhnlicher Roman, der fesselt

RIVER. Die Toten und die Lebenden
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Es ist ein Roman, ein Krimi, eine Familiengeschichte und ein Buch über den Fluss.

Das Buch hat mich überrascht und eingefangen. Das Einfangen hat jedoch länger gedauert, da ich mich erst an den ungewöhnlichen ...

Es ist ein Roman, ein Krimi, eine Familiengeschichte und ein Buch über den Fluss.

Das Buch hat mich überrascht und eingefangen. Das Einfangen hat jedoch länger gedauert, da ich mich erst an den ungewöhnlichen Schreibstil und die Erzählweise gewöhnen musste. Es ist kein Roman, den man in kleinen Häppchen lesen sollte. Ich habe (für mich) festgestellt, dass hier ein Abtauchen und Mitziehen nur über lange Lesestrecken funktionieren.

Man wird direkt in die Geschichte gestoßen. Immer wieder finden Perspektiven-, Orts- und Familienwechsel in kurzen Kapiteln statt. Anfangs verwirrend, wenig greifbar und anstrengend. Doch bleibt man dran und lässt sich mit dem Fluss treiben, dann schließen sich die Lücken und die anfangs nicht zusammengehörenden Charaktere, Orte und Geschehnisse fügen sich immer mehr zu einem Bild. Das Blankeneser Treppenviertel steht im Mittelpunkt und je weiter die Geschichte voranschreitet, desto besser findet man sich in dem Gewirr aus Treppen, Häusern und Hängen zurecht. Es ist ein Ort der anzieht und den Fluss stets im Blick hat. RIVER. Aber nicht jedes Geheimnis wird aufglöst, Fragen bleiben offen und lassen Raum für eine Fortsetzung oder eigene Gedanken.