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Veröffentlicht am 29.01.2026

Write Me for You

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Worum geht es?: Die siebzehnjährige June Scott wollte schon immer Autorin werden und die größte Liebesgeschichte der Welt schreiben. Eine, die Herzen in tausend Scherben zerbricht und sie dann liebevoll ...

Worum geht es?: Die siebzehnjährige June Scott wollte schon immer Autorin werden und die größte Liebesgeschichte der Welt schreiben. Eine, die Herzen in tausend Scherben zerbricht und sie dann liebevoll wieder zusammensetzt. Das Problem: June war noch nie in ihrem Leben verliebt, und als sie erfährt, dass sie schwer krank ist, ahnt sie, dass ihr nicht mehr viel Zeit bleiben wird. Doch dann lernt sie Jesse Taylor kennen, der jeden Tag lebt, als sei es sein letzter. Und je mehr Zeit sie miteinander verbringen, je mehr sie sich ineinander verlieben, desto dringender will June dem Jungen, dem ihr ganzes Herz gehört, ihre gemeinsame Geschichte aufschreiben und die Welt daran erinnern, was hätte sein könne wenn das Schicksal einen anderen Plan für sie gehabt hätte.

Das Cover: Optisch ist das Buch ein echtes Highlight. Der Kontrast aus Rosa, Orange und Gelb wirkt warm, lebendig und gleichzeitig unglaublich harmonisch. Dazu kommt der farblich perfekt abgestimmte Farbschnitt, der das Buch zu einem wahren Schmuckstück macht. Ein absoluter Hingucker im Regal und ein Cover, das sofort ins Auge fällt.

Der Schreibstil: Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich‑Perspektive von June und Jesse erzählt. Die Kapitel sind angenehm kurz – meist unter zehn Seiten – und sorgen für einen flüssigen Leserythmus. Schon im ersten Kapitel wird klar, dass das Thema Krebs im Mittelpunkt steht, und die Autorin zeigt die Krankheit in all ihren Phasen. Deshalb sollte man sich emotional darauf vorbereiten. Im Vergleich zu "All Your Kisses" gelingt es Tillie Cole hier jedoch, trotz der Schwere ein Gefühl von Hoffnung zu vermitteln. Besonders gelungen ist die zweite Erzählebene, in der June ihre eigene Wunschgeschichte schreibt. Dieses Paralleluniversum kann manche Leser verwirren, doch für mich war es ein emotionaler Anker, der die Tragik abfedert und gleichzeitig ein Lächeln schenkt. Der Epilog ist ein absolutes Highlight – wunderschön, bittersüß und das perfekte Happy End, das June sich selbst schreibt.

Die Hauptfiguren: June ist eine starke, sensible und unglaublich mutige Protagonistin. Seit Jahren kämpft sie gegen den Krebs, doch ihre Chancen stehen schlecht. Die Studie ist ihre letzte Hoffnung. Dort findet sie nicht nur Freundschaft, sondern auch Liebe. Zwischen ihr und Jesse knistert es von Anfang an, doch June fragt sich, ob sie überhaupt eine Beziehung eingehen darf, wenn ihre Zukunft so ungewiss ist. Gleichzeitig träumt sie davon, einen Liebesroman zu schreiben – ein Traum, der ihr Halt gibt und ihr erlaubt, sich ein anderes Leben auszumalen.

Jesse war einst ein talentierter Quarterback mit dem Traum, in der NFL zu spielen. Doch auch er erkrankt an Krebs und landet in derselben Studie wie June. Als er sie zum ersten Mal sieht, ist er sofort fasziniert. Für ihn ist sie das schönste Mädchen, das er je gesehen hat, und er setzt alles daran, ihr Herz zu gewinnen. Doch auch seine Zukunft ist ungewiss – und die Frage bleibt, ob er seinen großen Traum jemals verwirklichen kann.

Endfazit: Zu Anfang war ich unsicher, ob ich dieses Buch lesen sollte. "All Your Kisses" hat mich emotional lange beschäftigt, und ich war nicht sicher, ob ich bereit für eine weitere Achterbahnfahrt bin. Hat mich "Write Me for You" zerstört? Ja. Bereue ich es? Keine Sekunde.

Es ist traurig, intensiv und herzzerreißend, aber gleichzeitig voller Hoffnung – ein Gefühl, das "All Your Kisses" in dieser Form nicht vermittelt hat. Ja, an manchen Stellen ist es etwas kitschig, aber das schmälert die Wirkung nicht im Geringsten. Dieses Buch hat mich emotional komplett abgeholt, und weniger als fünf Sterne wären schlicht unfair.

Das Buch erhält von mir begeisterte 5 von 5 Sterne.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

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Veröffentlicht am 29.01.2026

He Sees You When You´re Sleeping

He Sees You When You´re Sleeping
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Worum geht es?: Ich kenne sie besser, als sie sich selbst kennt. Ihre tiefsten Geheimnisse, ihre verborgensten Sehnsüchte. Sie weiß es nicht, doch ich beobachte sie – ohne je Fußspuren im Schnee vor ihrem ...

Worum geht es?: Ich kenne sie besser, als sie sich selbst kennt. Ihre tiefsten Geheimnisse, ihre verborgensten Sehnsüchte. Sie weiß es nicht, doch ich beobachte sie – ohne je Fußspuren im Schnee vor ihrem Haus zu hinterlassen.
Chloe Hallman, Influencerin, ist daran gewöhnt, die Feiertage allein zu verbringen, doch dieses Jahr ist alles anders. Jack, der Feuerwehrmann, geht ihr nicht mehr aus dem Sinn.
Sie spürt die Dunkelheit, die er in sich trägt – und kann sich ihr nicht entziehen. Sie weiß nicht, ob sie sich nach ihm sehnt oder sich vor ihm fürchten sollte. An diesem Weihnachtsabend wird sie jedoch eine Entscheidung treffen müssen.

Das Cover: Das Cover passt hervorragend in das Dark-Romance-Genre. Der schwarze Hintergrund kombiniert mit der roten Maske erzeugt sofort eine düstere, verführerische Atmosphäre. Mir gefällt dieses Design sehr, weil es die Stimmung des Buches perfekt einfängt und neugierig macht.

Der Schreibstil: Die Geschichte wird überwiegend aus Chloes Ich-Perspektive erzählt, was einen intensiven Einblick in ihre Gedankenwelt ermöglicht. Grundsätzlich ist der Schreibstil solide, allerdings braucht man zu Beginn etwas Durchhaltevermögen. Die erste Hälfte zieht sich spürbar und bietet kaum Spannung oder Erotik – für einen Dark-Romance-Roman wirkt die aufkeimende Beziehung zwischen Chloe und Henry (bzw. Jack) zu langsam erzählt. Ab der Mitte nimmt die Handlung jedoch deutlich Fahrt auf: Die Spannung steigt, die Atmosphäre wird dichter und die Sexszenen sind überraschend gut geschrieben – ohne peinliche Formulierungen oder Cringe-Momente. Das Ende fügt alles stimmig zusammen und rundet die Geschichte zufriedenstellend ab.

Die Hauptfiguren: Chloe ist eine junge Influencerin, die äußerlich ein perfektes Leben präsentiert, innerlich jedoch mit Einsamkeit und Sehnsucht kämpft. Ihr geheimes Wirken im Darknet bildet einen starken Kontrast zu ihrem öffentlichen Image. Sie wünscht sich einen Partner, der sie wirklich versteht – doch die meisten Männer sind ihr schlicht zu nett. Nur Jack schafft es, ihr Interesse zu wecken. Gleichzeitig erhält sie mysteriöse Nachrichten eines anonymen Verehrers, was ihre Gefühle zusätzlich durcheinanderbringt.

Jack, ein Feuerwehrmann, trägt eine dunkle Obsession in sich: Er stalkt Chloe seit Jahren. Obwohl er weiß, dass sein Verhalten falsch ist, kann er nicht von ihr lassen – sie ist wie eine Sucht für ihn. Als er entdeckt, dass Chloe ebenfalls im Darknet aktiv ist, versucht er, über diesen Weg näher an sie heranzukommen. Doch die Angst, dass sein Geheimnis ans Licht kommt, begleitet ihn ständig.

Beide Figuren sind komplex, emotional greifbar und bieten spannende Einblicke in ihre inneren Konflikte.

Endfazit: Würde ich nur die zweite Hälfte bewerten, wäre das Buch für mich ein klarer 5‑Sterne-Kandidat. Leider zieht sich die erste Hälfte zu sehr, das Tempo stimmt nicht und die Spannung baut sich erst spät auf. Dennoch bin ich froh, drangeblieben zu sein, denn die zweite Hälfte belohnt mit intensiven Momenten, gut geschriebenen erotischen Szenen und einem überzeugenden Finale. Für Einsteiger*innen im Dark-Romance-Genre ist das Buch definitiv geeignet. Mir persönlich hat jedoch das gewisse Etwas gefehlt, um mich komplett zu überzeugen.

Das Buch erhält von mir solide 2,5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Holiday Ever After

Holiday Ever After
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Worum geht es?: Statt wie geplant die Karriereleiter im Unternehmen ihrer Familie zu erklimmen, hat Clara Davenport einen PR-Skandal am Hals. Die Spielzeugfirma soll das Design einer Puppe von einem Betrieb ...

Worum geht es?: Statt wie geplant die Karriereleiter im Unternehmen ihrer Familie zu erklimmen, hat Clara Davenport einen PR-Skandal am Hals. Die Spielzeugfirma soll das Design einer Puppe von einem Betrieb aus Fraser Falls gestohlen haben. Kurzerhand reist Clara in die verschneite Kleinstadt, um Schadensbegrenzung zu betreiben. Doch der Erfinder der Holly-Puppe ist ausgerechnet Jack Kelly - der verboten gut aussehende Problemlöser der Stadt, der nicht vorhat, sich ein zweites Mal von einer Davenport übers Ohr hauen zu lassen. Clara will ihm beweisen, dass sie anders ist, und merkt dabei, dass sie ihr Herz nicht nur an die malerische Kleinstadt, sondern auch an Jack verliert ...

Das Cover: Das Cover ist ein echter Hingucker und vermittelt sofort Weihnachtsstimmung. Die Gestaltung ist hübsch, stimmig und fängt das winterliche, festliche Flair perfekt ein. Ein rundum großartig gelungenes Design, das sofort Lust auf eine gemütliche Lektüre macht.

Der Schreibstil: Die Geschichte wird überwiegend aus Claras Ich-Perspektive erzählt, ergänzt durch einzelne Kapitel aus Jacks Sicht. Der Schreibstil ist insgesamt angenehm und gut lesbar. Besonders der Einstieg überzeugt: Die ersten 50 Seiten sind stark, klar strukturiert und machen sofort neugierig. Schön ist auch, dass man problemlos in die Handlung findet, selbst ohne den Klappentext zu kennen. Sobald Clara jedoch in Fraser Falls ankommt, verliert die Geschichte spürbar an Spannung. Ich hatte mit einer ausgeprägten Enemies-to-Lovers-Dynamik gerechnet, doch die erwartete Antipathie bleibt weitgehend aus. Zwar sind die Bewohner nicht begeistert, aber echte Konflikte oder Aufregung entstehen kaum. Die Handlung plätschert vor sich hin, es passiert über weite Strecken zu wenig, und viele Entwicklungen sind sehr vorhersehbar. Für eine Geschichte, die fast 500 Seiten umfasst, fehlt es an Tempo und Wendungen. Einige Kapitel habe ich übersprungen, weil schlicht nichts Relevantes geschah. Das Ende bestätigt schließlich, was sich schon früh abzeichnet.

Die Hauptfiguren: Clara träumt von einer Beförderung im Familienunternehmen, doch ihr Vater macht ihr immer wieder deutlich, dass Fleiß allein nicht reicht – und bevorzugt stattdessen ihren weniger erfolgreichen jüngeren Bruder. Als ein Skandal die Firma bedroht, soll Clara die Situation retten und reist nach Fraser Falls, um mit den Anwohnern zu sprechen. Dort trifft sie auf Jack, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt. Als sie herausfindet, dass er der Erfinder der Puppen ist, steht sie vor einem moralischen Dilemma: Soll sie ihre Karriere retten oder ihren eigenen Werten treu bleiben?

Jack liebt seine Kleinstadt und kämpft leidenschaftlich dafür, dass seine gestohlene Idee nicht untergeht. Die Kleinstadt steht hinter ihm, und die viral gehenden Videos zeigen, wie sehr Fraser Falls zusammenhält. Als Clara auftaucht, ist er sofort fasziniert – bis er erfährt, dass sie eine Davenport ist. Er stößt sie immer wieder von sich, merkt aber schnell, dass Clara nicht mit der Firma gleichzusetzen ist. Zwischen beiden entsteht eine zarte, aber komplizierte Verbindung, deren Zukunft ungewiss bleibt.

Endfazit: „Holiday Ever After“ ist eine niedliche Geschichte für die kalte Jahreszeit, doch das Potenzial wurde nicht vollständig ausgeschöpft. Die Handlung ist zu vorhersehbar, die Spannung flacht früh ab, und für fast 500 Seiten passiert schlicht zu wenig. Die Grundidee ist charmant, aber die Umsetzung bleibt hinter den Erwartungen zurück.

Das Buch erhält von mir solide 2,5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Spin this Heart

Spin this Heart
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Worum geht es?: Carmen ist ehrgeizig, zielstrebig und weiß, was sie will. Mit dem Tänzer Tian ist sie sich nur in einer Sache einig: Die wahre Liebe gibt es nicht. Als sie mit ihren Freundinnen Juliette ...

Worum geht es?: Carmen ist ehrgeizig, zielstrebig und weiß, was sie will. Mit dem Tänzer Tian ist sie sich nur in einer Sache einig: Die wahre Liebe gibt es nicht. Als sie mit ihren Freundinnen Juliette und Brooke an einem Poledance-Kurs teilnimmt und ausgerechnet Tian ihr Lehrer ist, fliegen die Funken. Doch mehr als eine lockere Beziehung lässt der prall gefüllte Terminplan ohnehin nicht zu. Aber kann sich der Verstand gegen den Takt wehren, den das Herz bestimmt?



Das Cover: Das Cover besticht durch seine tollen Farben und den starken Kontrast zwischen Blau, Silber und Weiß, der sofort ins Auge fällt und wunderbar harmoniert. Allerdings wirkt die Schriftart für meinen Geschmack viel zu groß und plakativ. Sie passt nicht so recht zum ansonsten stimmigen Gesamtkonzept und nimmt dem Cover etwas von seiner Eleganz.



Der Schreibstil: Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Carmen und Tian erzählt, was grundsätzlich für eine schöne Dynamik sorgt und beide Figuren nahbar macht. Der Einstieg ist stark, die Zusammenhänge sind schnell klar, und man findet gut in die Handlung hinein. Insgesamt ist der Schreibstil angenehm und flüssig. Ab der Hälfte verliert das Buch jedoch spürbar an Spannung. Es passiert kaum noch etwas Überraschendes, und viele Entwicklungen sind sehr vorhersehbar. Dadurch ging für mich ein Teil des anfänglichen Schwungs verloren.



Die Hauptfiguren: Carmen ist eine zielstrebige, ehrgeizige Frau, die sich im Familienunternehmen beweisen möchte. Ihr Vater hält jedoch an traditionellen Vorstellungen fest und glaubt nicht daran, dass eine Frau ohne Mann an ihrer Seite in der Firma bestehen kann. Carmen setzt alles daran, ihm das Gegenteil zu beweisen. Als Ausgleich besucht sie Poledance-Kurse bei Tian – einem Mann, den sie aus dem Freundeskreis kennt, aber eigentlich nicht ausstehen kann. Zwischen den beiden fliegen die Fetzen, doch durch gemeinsame Privatstunden lernen sie sich von einer ganz anderen Seite kennen. Und plötzlich knistert es gewaltig.

Tian ist leidenschaftlicher Poledancer und muss sich immer wieder gegen Vorurteile behaupten. Er zeigt eindrucksvoll, wie anspruchsvoll und kraftvoll dieser Sport ist. Gleichzeitig trägt er noch die Last einer gescheiterten Beziehung mit sich herum und fragt sich, ob er überhaupt bereit für etwas Neues ist. Seine Verletzlichkeit macht ihn zu einer spannenden Figur, die viel Tiefe mitbringt.



Endfazit: Justine Pust ist zweifellos eine talentierte Autorin, deren Schreibstil ich sehr schätze – emotional, aber nicht überladen. Dennoch ist „Spin this Heart“ für mich ihr schwächstes Werk. Die Poledance-Thematik wird zwar hervorragend vermittelt und bietet einen erfrischenden Blick auf einen oft unterschätzten Sport. Doch die Handlung bleibt insgesamt unspektakulär, und der Verlauf ist von Anfang an sehr vorhersehbar. Ein nettes Buch für zwischendurch, das sich angenehm lesen lässt, aber nicht an die Stärke ihrer anderen Werke heranreicht.



Das Buch erhält von mir gute 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Wedding Season – Sieben Hochzeiten und ein Totalausfall

Wedding Season – Sieben Hochzeiten und ein Totalausfall 
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Worum geht es?: Freya ist im siebten Himmel, als sie ihre perfekte Traumhochzeit mit Matthew plant. Ihre soll die erste von insgesamt acht Hochzeiten sein, die in diesem Jahr im Kalender stehen. Doch als ...

Worum geht es?: Freya ist im siebten Himmel, als sie ihre perfekte Traumhochzeit mit Matthew plant. Ihre soll die erste von insgesamt acht Hochzeiten sein, die in diesem Jahr im Kalender stehen. Doch als Matthew ihr wenige Stunden vor dem Gang zum Altar den Laufpass gibt, löst sich Freyas ganzer Lebensplan in Luft auf. Ihr Herz ist gebrochen! Wie soll sie nun als Single-Frau einen Sommer lang die Hochzeiten anderer Leute feiern?

Zum Glück haben Freyas Freunde in Katy Birchalls grandiosem Roman eine geniale Idee: Für jede Hochzeitsparty denken sie sich eine Aufgabe aus, je verrückter, desto besser! So wollen sie Freya von ihrer eigenen geplatzten Hochzeit ablenken. Ob sie in einer alten Kirchentoilette festsitzt und vom Pfarrer gerettet werden muss oder in einem französischen Schloss mit einem Barmann knutscht - Freya merkt, dass sie trotz allem wieder Spaß am Leben haben kann.

Als die letzte Hochzeit der Wedding Season ansteht, ist Freya nicht mehr dieselbe Frau, die sie zu Beginn des Heirats-Marathons war. Und vielleicht ist ihre eigene Liebesgeschichte doch noch nicht zu Ende...

Das Cover: Das Cover vermittelt sofort den leichten, humorvollen Ton des Romans und passt wunderbar zur turbulenten Hochzeitsatmosphäre, die sich durch die gesamte Geschichte zieht. Gut über die Dame auf dem Cover lässt sich streiten. Bei ihrem Ausdruck auf dem Gesicht kommen bei mir einfach keine Hochzeit Vibes auf, aber es passt zu dem Buch. Es wirkt einladend, verspielt und macht neugierig auf Freyas chaotische Reise durch die Hochzeitssaison.

Der Schreibstil: Katy Birchall erzählt die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Freya, was den Leser sehr nah an ihre Gedanken, Unsicherheiten und chaotischen Gefühlsausbrüche heranführt. Die Kapitel sind angenehm lang – meist unter 20 Seiten – und lassen sich dadurch wunderbar weglesen. Der Stil ist locker, leicht und voller Humor, sodass man regelrecht durch die Seiten fliegt. Besonders Birchalls Humor sorgt dafür, dass man immer wieder laut lachen muss. Gleichzeitig gibt es aber auch Momente, in denen das ständige Hin und Her zwischen Freya und Matthew etwas anstrengend wirkt. Die Frage, ob sie ihn noch liebt oder nicht, zieht sich lange hin und hätte für meinen Geschmack etwas straffer erzählt werden können. Vor allem im letzten Drittel hätte ich mir gewünscht, dass Freyas neuer Love Interest stärker in den Vordergrund rückt.

Die Hauptfiguren: Freya fiebert ihrem großen Tag entgegen – bis Matthew plötzlich die Beziehung beendet. Für sie bricht eine Welt zusammen, und sie fragt sich, was an ihr falsch sein könnte. Matthew wirft ihr vor, zu sachlich zu sein, doch mit der Zeit wird klar, dass die Trennung vielleicht gar nicht so tiefe Wunden hinterlassen hat, wie Freya zunächst dachte. Im Laufe der Geschichte setzt sie sich intensiv mit sich selbst auseinander, wagt durch eine Challenge ihrer Freunde, neue, verrückte Dinge und lernt, ihren Gefühlen mehr Raum zu geben. Auf einer Hochzeit trifft sie Jamie – das komplette Gegenteil von ihr. Ihre Wortgefechte sind herrlich unterhaltsam, und aus anfänglicher Abneigung entsteht langsam etwas, das beide überrascht. Freya entwickelt Gefühle für ihn und beginnt sich zu fragen, ob aus Freundschaft mehr werden kann. Gleichzeitig steht die große Frage im Raum: Kann sie Matthew endgültig hinter sich lassen?

Endfazit: Katy Birchall beweist erneut, dass sie selbst „unspektakuläre“ Alltagsmomente mit Humor, Charme und Leichtigkeit füllen kann. Überraschende Wendungen gibt es zwar nicht, aber Langeweile kommt dennoch keine auf. Der Schreibstil ist großartig, und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Das Hin und Her zwischen Freya und Matthew hat mich zwischendurch etwas genervt, doch insgesamt ist „Wedding Season“ ein warmherziges, witziges und sehr unterhaltsames Buch, das ich definitiv weiterempfehlen kann.

Das Buch erhält von mir sehr gute 4 von 5 Sternen.

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