cozy und lustig
The Morrisey Mysteries 2. Die geheime TreppeKaum hat Meg ihren ersten Mordfall aufgeklärt und ihre Liebe zur Kunst wiederentdeckt, als auch schon ein zweiter unerklärlicher Mord begangen wird. Eigentlich war Meg nur auf der Suche nach Holzbrettern, ...
Kaum hat Meg ihren ersten Mordfall aufgeklärt und ihre Liebe zur Kunst wiederentdeckt, als auch schon ein zweiter unerklärlicher Mord begangen wird. Eigentlich war Meg nur auf der Suche nach Holzbrettern, als sie hinter einem Stapel ebendieser einen Durchgang zu einer Treppe findet, die tief in den Keller führt. Neugierig verfolgt sie diese Spur und stößt auf ein altes Skelett sowie eine neue Leiche. Natürlich lässt Meg es sich nicht nehmen und beginnt zu ermitteln. Mithilfe ihrer besten Geisterfreundin Ripley und ihren neuen Freundinnen Zoe und Addy kommt sie einer Familienfehde a la Romeo und Julia auf die Spur. Doch ganz so romantisch wird es nicht, denn plötzlich sind auch Meg und Zoe in Gefahr.
Beim ersten Fall „Ein Mord in 3 B“ habe ich mich schon köstlich amüsieren können. Meg und ihre Geisterfreundin Ripley sind einfach ein herrliches Team, die sich zwar – weil eben beste Freundinnen – innig lieben und respektieren, aber wenn es hart auf hart kommt, auch mal ihre Meinung sagen und so den jeweils anderen auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Dies geht natürlich im neuen Fall genauso weiter und führt zu etlichen herrlichen Szenen, aber auch mal zu Momenten, in denen es für den jeweiligen Betroffenen gerade nicht so schön ist. Aber die beiden raufen sich immer wieder zusammen.
Diesmal findet Meg ein altes Skelett tief im Keller des Morrisey, dem Gebäude mit etlichen Wohnungen. Doch nicht nur das, auch eine weitere Leiche, erst vor Kurzem verstorben, wird von ihr entdeckt. Zu dem Skelett gibt es auch einen Geist namens Addy. Sie weiß nicht, wie sie gestorben ist und warum. Also hat Meg eigentlich zwei Fälle zu lösen. Doch bald merkt sie, dass die beiden Toten miteinander in Verbindung stehen.
Und dann ist da noch Zoe, die Meg in einer Flüsterkneipe kennen- und schätzen lernt. Aber Zoe ist auch irgendwie in den Mordfall verwickelt.
Eigentlich hört sich alles total kompliziert an, liest man aber die Geschichte, ergibt eins das andere und es macht alles Sinn.
Dies war auch schon beim Vorgänger so und hat mir dort schon gut gefallen.
Diesmal kenne ich ja auch die Protagonisten schon und weiß, wie sie ticken. Deshalb ist das chaotisch Wirkende eigentlich schon ordentlich und logisch.
Auch toll fand ich, dass Bezug genommen wird auf die 1920er Jahre. Eine Zeit, die ich sehr spannend finde. Flüsterkneipen, die Mode, Prohibition, Frisuren und vieles mehr.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig und ohne viel Schnickschnack. So hat man das Gefühl, das alles unheimlich schnell vorangetrieben wird. Aber in dieser kurzen Zeit wird sehr viel verarbeitet und es kommt kaum zu Ruhemomenten. Dies ist aber nicht störend, spiegelt dies nur Megs Charakterzüge.
Die spärlich vorhandenen Ruhezeiten sind die, während Meg mit Laurie telefoniert oder schreibt. Er weilt gerade in Japan auf Geschäftsreise. Beide sind ineinander verliebt, gestehen dies dem anderen aber nicht so richtig ein. Die kurzen Momente, die die beiden telefonisch teilen, sind jedoch so liebe- und respektvoll, dass es dem Leser sehr warm ums Herz wird. Die beiden gehören zusammen und hoffentlich wird diese so romantische Nicht-Beziehung endlich zu einer vollen Beziehung, damit die beiden ihr Glück finden. Doch Meg hätte Laurie erst einmal so einiges zu erklären, da er nicht weiß, dass sie Geister sehen und mit ihnen reden kann.
Wieder hatte ich das Gefühl, bei einer Mischung aus „Only Murders in the Building“ und „Ghosts“ zu sein, zwei TV-Serien, die bei Streaming-Diensten laufen. In der vierten Staffel von „Only Murders in the Building“ ging es nämlich auch um Glücksspiel und geheime Machenschaften, die unter dem Gebäude stattfinden und in „Ghosts“ kann die Protagonistin Geister sehen und mit ihnen sprechen.
Trotz der Parallelen hat es einfach Spaß gemacht, die Geschichte der Autorin zu lesen und ich freue mich auf weitere interessante, lustige und gefühlvolle Storys.
Meggies Fussnote:
Back to the 20s.