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Veröffentlicht am 21.02.2020

Enttäuschender zweiter Teil

Crushing on the Cop
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Die Bianco Brüder lassen die Herzen der Frauen nicht nur in den Büchern höher schlagen. In „Flirting with Fire“ lernten wir bereits Mauro näher kennen. Jetzt geht es mit Christian Bianco in „Crushing on ...

Die Bianco Brüder lassen die Herzen der Frauen nicht nur in den Büchern höher schlagen. In „Flirting with Fire“ lernten wir bereits Mauro näher kennen. Jetzt geht es mit Christian Bianco in „Crushing on the Cop“ weiter.

Bei einer Bachelor-Versteigerung hat Vanessa Flanagan ein Date mit Christian Bianco ersteigert, oder besser gesagt, ihre Freundin hat das Date für sie ersteigert. Dies wäre nicht schlimm, wäre Christian nicht Polizist und Vanessas Vater nicht sein Boss.

Während sie aufwuchs, stand sie unter der ständigen Beobachtung ihres Vaters, mehr als Vanessa lieb war. Inzwischen lebt sie nach ihren eigenen Regeln. Eine davon ist es keinen Cop zu daten. Seit Christians Bruder aber Vanessas Freundin Daten, wird es immer schwieriger ihn zu ignorieren.

„Crushing on the Cop“ von Piper Rayne ist der zweite Band der „Saving Chicago“ Reihe. Wie die anderen Liebesromane des Autoren-Duo, die Teil einer Reihen sind, handelt es sich um eine abgeschlossene Geschichte. Für das bessere Verständnis und weil es einige Überschneidungen gibt mit „Flirting with Fire“, sollte man dennoch die Reihe von vorne beginnen.

Vanessa ist selbstbewusst und zielstrebig. Sie weiss genau, was sie will und was nicht. Ihr Verhalten ist manchmal dennoch sehr unreif. Christian ist der pflichtbewusste Typ im Vergleich zu seinen Brüdern. Er kümmert sich liebevoll um seine Eltern und übernimmt die Verantwortung, wenn es nötig ist. Sein Leben verläuft nach festen Regeln.

Gerne hätte ich beide Charaktere gemocht, aber ich konnte einfach keine Verbindung zu beiden aufbauen. Wie bereits erwähnt, fand ich Vanessas Verhalten manchmal kindisch. Sie hat einen Kellner bezahlt, damit dieser ein Getränk über sie schüttet. Christians wiederholte Monologe wie pflichtbewusst und verantwortungsbewusst er ist, waren sehr anstrengend. Es war ja bei ersten Mal schon klar und deutlich. Dass er Vanessa quasi gedrängt hat, mit ihm auszugehen, war ein weiteres No-Go. Die Nebencharaktere, wie Maddie und Mauro, aber auch Luca, stellen Vanessa und Christian die Show. Ich las lieber die Passagen über diese Charaktere als über die beiden Hauptfiguren.

Da keine Verbindung zu Vanessa und Christian aufgebaut werden konnte, ist es schwierig ein Urteil über die Handlung zu treffen. Schade ist es nur, dass ein gewisser Handlungsstrang aus „Flirting with Fire“ weiter erzählt wird. Dieser tauchte zwar kurz im Nebensatz auf, ist somit also nicht komplett vergessen. Etwas mehr hätte man sich aber trotzdem gewünscht. So muss man nun auch den dritten Teil lesen, um die Auflösung zu erfahren.

Wie es oft bei Trilogien vorkommt, ist „Crushing on the Cop“ ein enttäuschender zweiter Teil.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.02.2020

Ein spannender und fesselnder historischer Roman über eine der faszinierendsten Heldinnen des zweiten Weltkriegs

Die Spionin
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Von einer wahren Geschichte inspiriert ist der historische Thriller „Die Spionin“ von Imogen Kealey.

Hinter diesen Pseudonym stehen die englische Schriftstellerin Imogen Robertson und der amerikanische ...

Von einer wahren Geschichte inspiriert ist der historische Thriller „Die Spionin“ von Imogen Kealey.

Hinter diesen Pseudonym stehen die englische Schriftstellerin Imogen Robertson und der amerikanische Drehbuchautor Darby Kealey. „Die Spionin“ ist das erste gemeinsame Werk der Schriftsteller.

1943 lebte Nancy Wake in Marseille mit ihren Mann Henri, den sie über alles liebte. Doch dann drang der Nationalsozialismus bis Frankreich vor und wurde von den Deutschen besetzt. Auf Grund ihrer furchtlosen Art schloss sich Nancy den unterirdischen Widerstand an, der sich der Herrschaft der Nazis entgegenstellte.

Auf den Kopf der „Weißen Maus“ waren 5 Millionen Franken ausgesetzt und stand ganz oben auf der Liste der Gestapo. Da die Deutschen hinter der „Weißen Maus“ aber stets einen Mann vermuteten, war Nancys Aussehen ihre beste Tarnung. Als ihr Mann wegen Hochverrat verhaftet wurde, flüchtete sie nach England. Hier trat sie der Special Operation Executive bei.

Mit den Fallschirm sprang sie über den Wäldern von Auvergne ab und sie sollte dort das Kommando über mehrere Partisane. Zunächst musste sie sich aber erst den Respekt einiger der härtesten Widerstandskämpfer erkämpfen. An der Seite ihrer Männer kämpfte Nancy gegen die Nazis, dies brachte aber ihren Ehemann immer mehr in Gefahr.

Das Autoren-Duo Imogen Robertson zeigt deutlich die Situation der damaligen Zeit. Die Angst der Menschen in den Städten, aber auch den Mut Einzelner, die den Nationalsozialismus nicht gewinnen lassen wollten.

Es war aber auch eine Zeit, in der die Frauen größtenteils als Schwach angesehen und schikaniert wurden. Nancy ließ sich nicht in den vorgeschriebene Geschlechterrolle drängen. Sie war furchtlos und selbstbewusst. So wurde sie eine wichtige Verbündete für die Alliierten. Sie ebnete auch den Weg für die moderne Frau.

„Die Spionin“ von Imogen Kealey ist ein spannender und fesselnder historischer Roman über eine der faszinierendsten Heldinnen des zweiten Weltkriegs – Nancy Wake. Es ist ein wahres Lesevergnügen.

  • Cover
  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2020

Ein unterhaltsamer Roman mit lustigen Charakteren und Dialogen an einen traumhaften Ort

Ein Sommer auf Sylt
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Wir haben zwar gerade erste Februar, aber Lena Wolf bringt bereits jetzt das Gefühl vom Sommer und Urlaub mit „Ein Sommer auf Sylt“ nach Hause.

Julia macht sich gemeinsam mit ihrer Mutter und ihren zwei ...

Wir haben zwar gerade erste Februar, aber Lena Wolf bringt bereits jetzt das Gefühl vom Sommer und Urlaub mit „Ein Sommer auf Sylt“ nach Hause.

Julia macht sich gemeinsam mit ihrer Mutter und ihren zwei Tanten auf nach Sylt. Doch es ist kein Erholungsurlaub, wie es Julia nötig hätte. Nach dem Tod ihres Vaters hat sie dessen Haus auf der Insel geerbt und die vier Frauen wollen diese besichtigen. Aber die drei Schwestern sind seit Jahren zerstritten und lassen auf den Weg nach Sylt keine Gelegenheit aus, sich vor den Kopf zu stoßen. Und sei es nicht schon genug, dass das Haus ein Hauptstreitpunkt ist, ist diese auch noch bewohnt. Zunächst kommen die Frauen in einer Pension unter. Und von hier an zeigt sich Sylt, von seiner schönsten Seite. Der charmante Pensionsbesitzer bietet Julia an, ihr die Schönheit der Insel zu zeigen, was sie auch annimmt. Damit werden Julias Problem aber nur noch größer.

„Ein Sommer auf Sylt“ ist ein unterhaltsamer zeitgenössischer Roman und eine Liebeserklärung von Lena Wolf an Sylt. Sei es das liebevoll gestaltete Cover mit maritimer Linienillustration und einen von Sylts bekanntesten Leuchttürmen, die langen Spaziergänge der Charaktere über die Insel oder der Charme der ortsansässigen Nebencharaktere. Zwar sind alles Schauplätze im Buch fiktiv, dies schadet dem Bild, was man beim Lesen bekommt nicht.

Die Charaktere sind sehr unterhaltsam, besonders die drei Schwestern. Während sie sich ständig streiten, sind ihre Dialoge dabei so witzig, wie es nur bei Geschwistern können. Die Schwestern scheuen aber auch vor keinen Fettnäpfchen zurück. Juli hat eine erfolgreiche Karriere und einen Freund. Ihr Leben könnte nicht besser laufen. Da sie aber eine Weile auf Sylt bleiben muss, ist sie gezwungen sich mit ihrer Beziehung zum Vater und ihr Leben auseinanderzusetzen. Während sie sich bei den langen Spaziergängen Gedanken darüber macht und sich um ihr Erbe kümmert, kommt Julia den Pensionsbesitzer Mars näher. Die Chemie zwischen den beiden passt vom erstem Moment an und man begleitet sie gerne beim Lesen.

„Ein Sommer auf Sylt“ von Lena Wolf ist ein unterhaltsamer Roman mit lustigen Charakteren und Dialogen an einen traumhaften Ort. Man möchte selber den nächsten Urlaub auf Sylt verbringen.

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Veröffentlicht am 12.01.2020

Magische Gegenstände zum Kontrollieren der Elemente, eine Dreiecksbeziehung und einen fragwürdigen Weltenaufbau

ASH PRINCESS
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Theodosia war 6 Jahre alt, als ihr Reich überfallen wurde und ihre Mutter, die Feuerkönigin, vor ihren Augen ermordet wurde. Seit diesem Tag herrscht der Kaiser über ihrem Land und Theo ist seine Gefangene ...

Theodosia war 6 Jahre alt, als ihr Reich überfallen wurde und ihre Mutter, die Feuerkönigin, vor ihren Augen ermordet wurde. Seit diesem Tag herrscht der Kaiser über ihrem Land und Theo ist seine Gefangene als Ash Princess. Zehn Jahre erträgt sie die Erniedrigungen und Misshandlungen in der Hoffnung irgendwann den Thron zurückzuerobern. Eines Abends zwingt der Kaiser sie eine furchtbare Tat zu begehen. Mit den Blut an ihren Händen und alle Hoffnung den Thron zurückzuerobern verloren, wird ihr klar, dass einfach überleben nicht mehr reicht. Sie muss zurückschlagen.

Laura Sebastians „Ash Princess“ ist ein Fantasy Roman, der ein sofort in die Geschichte zieht, doch leider so schnell, dass viele Dinge untergehen oder man sich wundert, warum gerade über Götter gesprochen wird. Nach zwei Drittel des Buches wird es dann deutlich, dass es mit dem Magiesystem zusammenhängt. Durch magische Gegenstände können die vier Elemente kontrolliert werden und um diese Gegenstände besitzen zu dürfen, muss man sich den Göttern würdig erweisen. Klingt also nicht wirklich nach einen neuen Idee.

Das Buch sollte vor allem auch mit einer Trigger Warnung kommen, was leider nicht der Fall ist. Viele Misshandlungen, die einigen Charakteren zugefügt werden, sind brutal und detailliert beschrieben, besonders für ein Jugendbuch. Die Brutalität dient hauptsächlich dafür, um zu zeigen, wie furchtbar das Leben von Theodosia aktuell ist.

Theodosia ist eine dieser Hauptcharakterinnen, zu der man schwer ein Beziehung während des Lesens aufbaut. Viel mehr ist man von ihren unüberlegten Entscheidungen genervt, aber auch so von manchen anderen Charakteren im Buch. Dass sie dazu noch Teil einen Dreiecksbeziehenung ist – ugh, nein danke – welche den Sohn des Kaisers mit einschließt. Das Buch ist zwar 2018 erschienen, , aber selbst zu dieser Zeit war dieses Trope, um Drama zu generieren, durch.

„Ash Princess“ von Laura Sebastian ist ein Fantasy Jugendbuch mit Aufmerksamkeit erregendes Cover. Man hätte sich eine Story gewünscht, die dazu passt. Stattdessen gibt es magische Gegenstände zum Kontrollieren der Elemente, eine Dreiecksbeziehung und einen fragwürdigen Weltenaufbau.

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Veröffentlicht am 29.12.2019

Spannendes Fantasy- Abenteuer in einer detailreich beschriebenen Welt aus Düften.

Shadowscent - Die Blume der Finsternis
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Weit entfernt von der Hauptstadt lebt Rakel mit ihrem Vater, einen Militärveteranen, welcher an der Fäulnis leidet. Durch ihre Duftbegabung verkauft Rakel ihre Düfte auf dem Schwarzmarkt, um sich die Medikamente ...

Weit entfernt von der Hauptstadt lebt Rakel mit ihrem Vater, einen Militärveteranen, welcher an der Fäulnis leidet. Durch ihre Duftbegabung verkauft Rakel ihre Düfte auf dem Schwarzmarkt, um sich die Medikamente für ihren Vater leisten zu können. Um ihre Lage zu verbessern, bewirbt sie sich als Duftbewahrerin des Kaisers, eine Stelle die nur höher Geborenen zusteht. Wegen ihrer Unverschämtheit soll sie nun der Duftbewahrerin Seraphine dienen, eine Frau die sie für den Tod ihrer Mutter verantwortlich macht.

Doch dann wir der Kronprinz vergiftet und Rakel wird als Giftmischerin verdächtigt. Mit Hilfe von Ash, den Beschützer des Kronprinzen, macht sie sich auf die Suche nach den Gegenmittel, um ihren Namen rein zu waschen und die Geheimnisse ihre Vergangenheit aufzudecken.

Das Magiesystem, welche auf Düfte basiert, ist nicht nur individuell, es zieht einen förmlich in den Bann. Die Welt, deren Mythologie und die Handlung wurden um die Düfte herum aufgebaut. Die Handlung selber wird abwechselnd aus der Perspektive von Ash und Rakel erzählt. Beide Charaktere könnten nicht unterschiedlicher sein. Rakel, das Dorfmädchen, das in ärmlichen Verhältnissen aufwuchs und Ash, der im Palast aufwuchs. Dennoch sind ihrer Handlungsstränge eng miteinander verbunden. Herauszufinden, welche Geheimnisse ihrer Vergangenheit verbirgt, fesselt einen an die Seiten.

Shadowscent - Die Blume der Finsternis von P.M. Freestone ist ein spannendes Fantasy- Abenteuer in einer detailreich beschriebenen Welt aus Düften. Man kann es kaum erwarten, wie es im zweiten Teil weitergeht.

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