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Veröffentlicht am 09.08.2020

Spannender Thriller mit einigen überraschenden Wendungen

Die verstummte Frau
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Seit 20 Jahren zieht Karin Slaughter Bücher Leser in 120 Ländern in ihren Bann. Mit „Die verstummte Frau“ erschien nun ihr 20. Buch. Es ist der 8. Teil der Georgia Reihe.

Nach einen Gefängnisaufstand ...

Seit 20 Jahren zieht Karin Slaughter Bücher Leser in 120 Ländern in ihren Bann. Mit „Die verstummte Frau“ erschien nun ihr 20. Buch. Es ist der 8. Teil der Georgia Reihe.

Nach einen Gefängnisaufstand wird Will Trent hinzugerufen, um den Mord an einen Häftling zu untersuchen. Da wir er von einen weiteren Häftling angesprochen. Dieser behauptet, dass er seit Jahren für Morde im Gefängnis sitzt, die er nicht begangen hat, und dass er es beweisen kann. Vor acht Jahren soll er Frauen brutal ermordet und im Wald zurück gelassen haben. Aber vor einiger Zeit wurde eine weitere Frau auf die selbe brutale Weise ermordet. Trent nimmt sich diesen Fall an, aber um diesen zu klären, muss er den alten Fall neu aufrollen.

Die Bücher von Karin Slaughter sind mir schon öfter aufgefallen und einige habe ich auch gelesen, aber nicht jeden Band ihrer Reihen. Im ersten Moment hatte ich dadurch meine Schwierigkeiten in das Buch „Die verstummte Frau“ reinzukommen. Es war etwas schwierig die Charaktere auseinander zu halten, besonders durch die zwei Zeitlinien. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart war nicht immer sofort deutlich. Bei früheren Büchern war dies besser. Nach ein Viertel von „Die verstummte Frau“ ging es dann etwas besser.

Sara Linton in ihrer Funktion als Leichenbeschauerin war Klasse, aber ihre privaten Probleme werden auf Dauer nervig und das Buch zog sich dadurch in die Länge. Besonders weil die Probleme nicht neu sind. Sie vergleicht weiterhin Will mit ihren verstorbenen Mann, ist sich unsicher wegen ihre Beziehung zu Will und mit der Kommunikation hapert es. Bei Faith gelingt es Slaughter eindeutig besser private Probleme mit in die Geschichte zu integrieren.

Der Fall in „Die verstummte Frau“ war sehr spannend und es gab einige Wendungen. Manche waren vorhersehbar, eine haben aber auch ich überrascht. Am Ende bleiben aber auch ein paar Fragen offen.

Mit „Die verstummte Frau“ liefert Karin Slaughter wieder einen spannenden Thriller mit einigen überraschenden Wendungen. Eine eindeutigere Abtrennung von Gegenwart und Vergangenheit wäre schön gewesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.08.2020

Gute Unterhaltung für die freien Tage im Sommer.

Zeiten des Sturms
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Nele Neuhaus ist vor allem als Krimiautorin bekannt. Doch neben den Taunuskrimi schreibt die geborene Münsteranerin Jugendbücher über und mit Pferden, und Unterhaltungsliteratur. Letzteres erschien zunächst ...

Nele Neuhaus ist vor allem als Krimiautorin bekannt. Doch neben den Taunuskrimi schreibt die geborene Münsteranerin Jugendbücher über und mit Pferden, und Unterhaltungsliteratur. Letzteres erschien zunächst unter ihren Mädchennamen Nele Löwenberg. Ihr neustes Werk „Zeiten des Sturms“ ist Teil der Saga um die junge Sheridan Grant.

Sheridan Grant glaubt angekommen zu sein. Sie lebt im idyllischen Neuengland und steht kurz vor ihrer Hochzeit mit Paul Sutton. Ein Mann, der sie auf Händen trägt und den sie rückhaltlos vertrauen kann. Doch dann holt sie ihre Vergangenheit ein mit all den schrecklichen Dingen, die sie hinter sich lassen wollte. Eine Vergangenheit von der ihr Verlobter nichts wusste. Sheridan erkennt, dass sie die Menschen verleugnet hat, die immer zu ihr gehalten haben - ihre Familie.

Sheridan kehrt nach Nebraska zurück, wo sich die Möglichkeit ergibt, ihren größten Traum Sängerin zu werden ergibt. Es ist der Beginn einer aufregenden Reise.

„Zeiten des Sturms“ von Nele Neuhaus ist der dritte Teil der Sheridan Grant Reihe. Man kann der Handlung aber auch folgen, ohne die anderen Bücher gelesen zu haben.

„Zeiten des Sturms“ ist eine sehr passende Umschreibung für Sheridans Leben, wobei Hurrikan es vielleicht noch besser treffen würde. Die Handlung in Neuengland geht sehr rasant und stürmisch los. In der Mitte ist es etwas ruhiger, wie im Auge eines Hurrikans, bis zum fulminanten Ende. Obwohl es sehr spannend zu lesen war, fühlte sich das Ende nur wie eine Wiederholung des Anfangs an.

Sheridan Grant hat schon viele schreckliche Dinge erlebt, mehr als man einen Menschen nur wünscht. Man freut sich für sie, dass es endlich aufwärts geht. Aber zeitweise wirkt ihre Charakterisierung etwas übertrieben.

„Zeiten des Sturms“ von Nele Neuhaus liefert gute Unterhaltung für die freien Tage im Sommer.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.07.2020

Der soziale Konflikt zwischen Menschen und Elben hat sehr viel Potenzial, doch die romantischen Verwicklungen macht es wirklich schwierig zu lesen.

Elbendunkel 1: Kein Weg zurück
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„Elbendunkel - Kein Weg zurück“ von Rena Fischer ist der Auftakt der Fantasy-Duology. Das Jugendbuch ist am 16.Juli 2020 bei Planet! erschienen.

Luz ist ein Upperclass- Mädchen und die Tochter von Jagd ...

„Elbendunkel - Kein Weg zurück“ von Rena Fischer ist der Auftakt der Fantasy-Duology. Das Jugendbuch ist am 16.Juli 2020 bei Planet! erschienen.

Luz ist ein Upperclass- Mädchen und die Tochter von Jagd Herzendes Ruiz, den Befehlshaber der Elbensicherheitsbehörde. Die Behörde geht gewaltsam gegen Elben vor, deshalb darf ihr Vater auch nicht von ihrem Date mit Niall Evans, einen Halb-Elben, erfahren. Aber Niall musst Luz ausgerechnet ins Elben-Ghetto ausführen, zu einem regiekritischen Poetry- Slam von Darel. Und just an diesem Abend führt ihr Vater an diesem Ort eine Razzia durch. Auf Grund eine Verstrickung von Gegebenheiten wird Luz gefangen genommen und ein Bluttest durchgeführt. Von nun an ist ihr Leben nicht mehr, wie es war und Luz ist gezwungen von ihrem Vater zu fliehen. Darel hilft ihr dabei, doch er verfolgt auch seine eigenen Ziele.

„Elbendunkel - Kein Weg zurück“ von Rena Fischer hater gefallen der soziale Konflikt zwischen Menschen, Licht- und Dunkelelben. Im ersten Moment wirkt es wie der übliche Kampf Gut gegen Böse, doch die Grenzen verschwimmen schnell. Vorurteile, Anfeindungen und vergangene Taten auf allen Seiten prägen den Konflikt. Und Luz gerät in den Mittelpunkt von alle dem.

Es ist das bekannte Setup. Mädchen aus gutem Hause, welches unerwartet zwischen die Fronten kommt und eine wichtige Aufgabe bzw. Prophezeiung erfüllen muss.

Weniger hat mir an „Elbendunkel - Kein Weg zurück“ von Rena Fischer die Dreiecksbeziehung zwischen Luz, Niall und Darel gefallen. Weder Luz und Niall, noch Luz und Darel konnten irgendeine positive Gefühlsregung hervorrufen. Nicht nur weil Dreiecksbeziehungen im Fantasy- Genre so altmodisch und zu oft verwendet wurden, es fehlt auch an der Entwicklung der Beziehungen. Vielmehr ist man zum Schluss genervt. Vertrauen ist zwischen beiden Paarungen nicht gegeben.

Problematisch findet man vor allem Luz und Dralls Beziehung. In einem Moment entführt Darel Luz, Luz schießt auf Darel bei ihrer Flucht, Geheimnisse werden gelüftet und plötzlich tiefe Gefühle. Und das nur innerhalb weniger Tage. Besonders die Enthüllung zum Ende des Buches erinnert an ein anderes bekanntes Fantasy- Buch. Wenn die Entwicklung stimmen würde, wäre Feinde- zu - Liebende genial.

Das Fantasy- Jugendbuch „Elbendunkel - Kein Weg zurück“ von Rena Fischer ruft sehr gemischte Gefühle hervor. Der soziale Konflikt zwischen Menschen und Elben hat sehr viel Potenzial, doch die romantischen Verwicklungen macht es wirklich schwierig zu lesen.

  • Cover
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Veröffentlicht am 15.07.2020

Sommerlektüre mit einer humorvollen Liebesgeschichte, die vor ernsten Problemen nicht zurückschreckt

Kissing Chloe Brown
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Seit ihr noch auf der Suche nach einer Sommerlektüre mit einer humorvollen Liebesgeschichte, die vor ernsten Problemen nicht zurückschreckt? Und diesen auf den Grund geht? Dann ist „Kissing Chloe Brown“ ...

Seit ihr noch auf der Suche nach einer Sommerlektüre mit einer humorvollen Liebesgeschichte, die vor ernsten Problemen nicht zurückschreckt? Und diesen auf den Grund geht? Dann ist „Kissing Chloe Brown“ von Thalia Bibbert genau das richtige für euch.

Chloe ist Anfang 30 und ist chronisch Krank. Bisher bestimmte die Fibromyalgie und die damit verbundenen Schmerzen, Erschöpfung und Behandlung ihr Leben. Nachdem sie beinahe von einem Auto überfahren wird, beschließt Chloe ihr Leben zu ändern. Sie zieht von zu Hause aus in ihre erste eigenen Wohnung und macht eine Liste mit Dingen, die sie gerne erleben möchte. Chloe merkt aber schnell, dass es nicht so leicht ist, wie gedacht. Und dann ist da noch der neue Hausmeister, Redford „Red“ Morgan. Er hat Tattoos, fährt Motorrad, ist nebenbei als Künstler tätig und zu jedem im Haus nett, außer zu Chloe.

Auch Red versucht sein Leben wieder in die richtige Bahn zu lenken. Er hat London samt Freunde und Künstlerkarriere hinter sich gelassen, um Glühbirnen zu wechseln. Red fühlt sich zu Chloe hingezogen, sie ist aber auch wie die Frau, die sein Herz gebrochen hat. Und er hat sich geschworen, nie wieder in diese Situation zu begeben.

Die Autorin von „Kissing Chloe Brown“ - Talia Hibbert - hat ein Schlafzimmer voller Bücher und schreibt gerne sexy Diverse Romane. Sie findet das Minderheiten und Randgruppen einen ehrlichen und positive Darstellung brauchen, hier kann man ihr nur zustimmen. Ihre Vorliebe für Beauty und Sarkasmus spiegelt sich in ihren Charakteren wieder.

Chloe liebt Cardigans mit vielen Knöpfen und bunte Röcke. Ihre sarkastischen und ironischen Sprüche wirken wie ein Schutzschild, denn Chloe musste schon einigen Schmerz ertragen. Nicht nur im physisch Sinne durch ihre chronische Krankheit, sondern auch emotional. Ihre früheren Freunde wollten nicht glauben, dass sie Krank ist bzw. nicht verstehen, dass ihre Krankheit sie einschränkt. Es ist selten, dass sich ein Liebesroman diesem Thema annimmt. Genauso wie häusliche Gewalt mit einem männlichen Opfer, wie es Red ist.

Die Chemie zwischen Chloe und Red ist einfach perfekt. Es mag im ersten Moment so wirken, dass auf Grund der Probleme von Beiden, sie sich nie näher kommen. Die lockeren, oft lustige und sarkastische Gespräche bricht das Eis. Mehr als einmal wird einem beim Lesen ein Lachen entlockt.

„Kissing Chloe Brown“ von Talia Hibbert ist so gut, dass die Zeit bis Sommer 2021 extrem lang erscheint. Da erscheint dann die Geschichte von Chlors Schwester Dani.

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Veröffentlicht am 03.06.2020

Reicht nicht an den Erwartungen ran.

Whitefeather (Legende der Schwingen 1)
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Schwarz oder weiß, dass sind die möglichen Farben der Engelsflügel, welche man nach dem Sprung von der heiligen Klippe erhält. Jeder muss diesen Sprung machen, so auch Liz, um ihre Engelsflügel zu erhalten. ...

Schwarz oder weiß, dass sind die möglichen Farben der Engelsflügel, welche man nach dem Sprung von der heiligen Klippe erhält. Jeder muss diesen Sprung machen, so auch Liz, um ihre Engelsflügel zu erhalten. Nur so kann sie in einer von zwei Himmelsstädte aufsteigen. Auch wenn ihr ein Platz bei den Whitefeather sicher zu sein scheint, fürchtet sie sich vor dem Tag. Gehört ihr Herz doch jemanden, der als Blackfeather aufsteigen wird.

Das Fantasy- Jugendbuch „Whitefeather - Legende der Schwingen“ von K. T. Meadows ist eine typische Romeo und Julia Geschichte, wobei die zwei Häuser diesmal die ordnungslieben, regeltreuen Whitefeather und rebellischen, kampfbegeisterte Blackfeather bilden. Die Idee mit den Engeln klang sehr vielversprechend, doch die Umsetzung entsprach nicht meiner Vorstellung. In einer Welt, in der nur in schwarz und weiß unterschieden wird, gibt es leider so viele Klischees und Vorurteile, als einen lieb ist.

Liz versucht stets den Regeln zu folgen, wobei sie es manchmal nicht ganz genau nimmt. Aber nie so sehr, dass sie Probleme bekommt. Fab war dar schon anders. Er rebelliert regelmäßig gegen die bestehenden Regeln. Die Chemie zwischen den Beiden war zwar spürbar, aber die X-ten Diskussionen, welche Vorurteile Liz über Blackfeather glaubt und warum sie nicht zusammen sein können, kam Langeweile auf. Meine Probleme hatte ich auch, Achtung Trigger und Spoiler Warnung, mit dem sexuellen Missbrauch, den einige Charaktere während ihrer Kindheit ausgesetzt waren. Dies diente als Element, um Drama zu erzeugen und um die Persönlichkeitsmerkmale zu begründen.

„Whitefeather - Legende der Schwingen“ von K. T. Meadows Fantasy- Jugendbuch klang vielversprechend, mit den zwei Engelshäusern, die sich gegenüber stehen. Doch es reicht nicht an den Erwartungen ran.

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