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Veröffentlicht am 09.08.2019

Der Anfang war gut, doch leider wurde es immer schlechter...

Blutjung verführt | Erotischer Roman
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Meinung:
Früher habe ich gerne mal erotische Literatur gelesen, dann eine Weile nicht mehr und jetzt hatte ich durchaus mal wieder Lust auf eine heiße Geschichte.

Deshalb hab ich mich sehr auf „Blutjung ...

Meinung:
Früher habe ich gerne mal erotische Literatur gelesen, dann eine Weile nicht mehr und jetzt hatte ich durchaus mal wieder Lust auf eine heiße Geschichte.

Deshalb hab ich mich sehr auf „Blutjung verführt“ gefreut, da ja schon vorher klar war, dass es hier wohl auch deutlich zur Sache gehen wird und ich war einfach gespannt, auf die Umsetzung.

Den Start in die Geschichte fand ich auch echt gut. Man lernt die junge und schüchterne Helena kennen, die eher durch Zufall in die Welt der hemmungslosen Sexualität gerät. Dabei fand ich ihre Entwicklung anfangs schon glaubhaft und habe sie auch gern verfolgt. Denn, die anfänglichen Szenen waren sowohl von der Wortwahl, als auch von den Beschreibungen her sehr reizvoll und auch erregend. Da war man wirklich mitten drin und hatte auch Spaß daran, sich das alles auch so vorzustellen.

Jedoch hält das leider nicht sehr lange an. Es wird nämlich schnell deutlich, dass es außer den beschriebenen Sexszenen mit den unterschiedlichsten Partnern, einfach keine Handlung gibt. Eine Szene reiht sich an die andere und dabei werden sie auch immer spezieller und es wurden zum Teil auch Sachen beschrieben, die ich mir nicht mehr vorstellen wollte.

Andererseits wiederholen sich viele Beschreibungen auch einfach durch die schiere Masse an Sex. Weshalb ich ihren Reiz dann leider auch nicht mehr nachvollziehen konnte, sondern oft auch etwas genervt davon war. Da hätte ich es wirklich besser gefunden, wenn es noch eine andere Handlung gegeben hätte und die Sexszenen Highlights gewesen wären.

Aber durch die fehlende Handlung kann sich auch Helena nicht gut entwickeln. Also eine Entwicklung macht sie schon durch, jedoch keine positive. Sie sieht ihren einzigen Sinn darin anderen zur Verfügung zu stehen und hat abgesehen von ihrem Drang nach Dauersex keine eigenen Wünsche. Das fand ich schade, denn sie kann schon Spaß am Sex haben und auch Devot sein, aber ganz ohne irgendwas anderes ist das schon sehr eindimensional.

Aber auch die anderen Entwicklungen, allem voran die von ihrem Onkel, fand ich einfach nicht ganz glaubwürdig, obwohl mich das weniger gestört hat, genauso wie das ich das Tabu mit der sexuellen Beziehung mit ihrem Onkel war etwas zwiespältig empfand, aber es für diese spezielle Geschichte schon ok fand.

Das Ende setzt dem ganzen dann aber leider noch die Krone auf. Es kommt total plötzlich und für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Da hätte man dann zumindest noch eine genauere Beschreibung, bzw. einen stärken Fokus auf die Gefühle legen können. So fand ichs ziemlich sinnlos…

Fazit:
„Blutjung verführt“ ist gut und reizvoll in die Geschichte gestartet, hat dann aber leider stark nachgelassen. Neben den unterschiedlichen Sexszenen gibt es leider keine andere Handlung, dadurch kommt es auch zu vielen Wiederholungen und auch die Charakterentwicklungen bleiben auf der Strecke. Das Ende war vielleicht gut gedacht gewesen, aber dafür schlecht umgesetzt und so einfach nicht stimmig. Deshalb bleibt eher die Enttäuschung zurück und es gibt auch nur 2 Sterne.

Veröffentlicht am 30.06.2019

Das war leider nichts und schon gar kein Horror der Extraklasse....

Die Insel
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Meinung:
Die Kurzbeschreibung hat mich sofort gepackt. Es klang so spannend und ich wollte unbedingt wissen, was da passiert ist und das, obwohl ich sonst Horror sonst eher mit Vorsicht genieße. Denn als ...

Meinung:
Die Kurzbeschreibung hat mich sofort gepackt. Es klang so spannend und ich wollte unbedingt wissen, was da passiert ist und das, obwohl ich sonst Horror sonst eher mit Vorsicht genieße. Denn als „Tour-de-Force-Horror der Extraklasse“ wurde dieser Thriller beschrieben.

Aber leider muss ich sagen, dass dies alles völlig falsche Erwartungen weckt, sowohl der Klappentext, als auch diese Beschreibung als „Horror der Extraklasse“.

Es ist zwar Fakt, dass Protagonist Noa auf dieser Insel ist und auch seine Freundin in seinen Armen stirbt, aber das wird schon auf den ersten Seiten erzählt, genauso wie die Tatsache, dass sie einfach zurückgelassen wurden und er das ganz genau weiß.

Der Thriller ist nämlich so aufgebaut, dass Noa nun im Gefängnis sitzt und seine Erlebnisse jemanden erzählt, und zwar in allen möglichen und langatmigen Einzelheiten und mit nicht unbedingt viel Handlung und Spannung. Zwischendurch gibt es ein paar Dialoge zwischen ihm und seiner Gesprächspartnerin, aber auch diese sind ziemlich eigenartig aufgebaut. Die abwechselnden Aussagen werden nur durch Bindestriche gekennzeichnet bzw. damit aufgeführt und dabei lässt sich auch nicht viel Zusätzliches herauslesen. Also die Tatsache, dass Noa aufgebracht reagiert, erfährt man nur dadurch, dass beim nächsten Bindestrich steht, dass er nicht schreien muss.

Positiv lässt sich hervorheben, dass ich das Gefühl der Beklemmung, die Noa beschreibt durchaus manchmal nachvollziehen konnte. Nicht immer, aber manchmal. Das Setting an sich ist schon erschreckend in der Vorstellung, vor allem weil seine Erzählungen stark angezweifelt werden, ihm die Todesstrafe droht und man teilweise auch selbst nicht weiß, ob sich das alles so abgespielt hat oder nicht.

Doch leider gibt es, wie gesagt, kaum Handlung, oder Spannung. Gegen Ende der Erzählung kommt noch ein kleiner Gruselfaktor hinzu, aber das wird kaum noch aufgegriffen, bzw. am Ende einfach so offen stehen gelassen. Ohne Erklärung, oder zumindest den Versuch einer Erklärung.

Somit hat mich das Ende doppelt negativ überrascht, zum Einen weil es eben einfach mitten in der Geschichte und ohne Not aufhört und zum Anderen, da zu diesem Zeitpunkt noch fast 90 Seiten des Buchs übrig sind. Denn die letzten Seiten beinhalten noch 3 Kurzgeschichten des Autors, der auch hier nochmal als „Horrormeister“ betitelt wird.

Obwohl ich auch kein großer Fan von Kurzgeschichten bin, hab ich sie gelesen, aber auch damit konnte mich der Autor nicht packen. Es sind einfach in Raum geworfene Geschichten, die auch ohne Erklärungsansätze enden. Und ganz ehrlich, die Grundzüge der Geschichten waren schon ungewöhnlich und im realen Leben möchte ich diese Dinge nicht erleben, aber beim Lesen hat es mich nicht wirklich gegruselt und mich auch einfach nicht überzeugt.

Fazit:
Ein Thriller, der für mich kein Thriller ist, geschweige denn Horror der Extraklasse. Auch der Klappentext weckt völlig falsche Erwartungen, die die extrem detailreiche und spannungsarme Geschichte nicht im Geringsten halten kann. Es gab ein paar positive Ansätze, bei denen ich die Beklemmung des Protagonisten nachfühlen konnte, aber das war definitiv zu wenig. Vor allem da das Ende einfach mitten drin kommt und die letzten ca. 90 Seiten lieber für 3 Kurzgeschichten verwendet wurden, die sich zwar ganz gut lesen ließen, mich aber auch nicht wirklich überzeugen konnten. Somit gibt’s nur extem knappe 2 Sterne und definitiv keine Empfehlung.

Veröffentlicht am 07.09.2019

Hat meinen Geschmack komplett verfehlt...

Working Mum
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Meinung:
Also eigentlich klingt die Inhaltsangabe von „Working Mum“ ziemlich ansprechend. Und auch die Kundenbewertungen von Amazon versprechen zumindest ein nettes Buch für zwischendurch. Und genau das ...

Meinung:
Also eigentlich klingt die Inhaltsangabe von „Working Mum“ ziemlich ansprechend. Und auch die Kundenbewertungen von Amazon versprechen zumindest ein nettes Buch für zwischendurch. Und genau das habe ich mir darunter auch vorgestellt, aber leider kam es ganz anders.

Ich kann es nicht viel anders ausdrücken, als, dass ich das Buch ziemlich schrecklich fand. Dabei spielen zwar verschiede Faktoren eine Rolle, aber am schlimmsten war für mich der Schreibstil. Die Sätze sind zumeist sehr kurz, wirken oft einfach wie aneinandergereihte Aufzählungen. Dazwischen gibt es aber auch immer wieder Sätze, die so mit unnützen Informationen verschachtelt sind, dass man sich schon sehr konzentrieren muss, um nicht den Faden zu verlieren. Aber das war für mich noch nicht Mal das schlimmste. Das schlimmste war, dass viele Sätze einfach unfertig wirken. Um einen vermehrten Satzbeginn mit „Ich“ zu vermeiden, wurde das Personalpronomen sehr oft einfach weggelassen und der Satz mit dem Verb begonnen. „Fange an….“ , „Schließe meine Augen…“ Das hat mich jedes Mal einfach nur richtig gestört.

Auch die Handlung ist leider ziemlich langweilig und langatmig. Vor allem das berufliche wird zumeist bis ins Detail beschrieben und viele Situationen wiederholen sich oft, oder sind sich zumindest sehr ähnlich, so dass man das Gefühl hat, andauernd das gleiche zu lesen. Zwischenzeitlich habe ich auch mal ein paar Sätze übersprungen, ohne dass mir irgendetwas gefehlt hätte. Leider kamen auch die witzigen Passagen bei mir nicht so wirklich an. Zwar gab es ab und an mal eine Stelle, über die ich zumindest schmunzeln konnte, aber das war echt selten.

Zum Schluss noch zu den Charakteren, die mich leider auch nicht überzeugen konnten. Kate wird als Protagonistin noch ziemlich ausführlich beschrieben, jedoch kann ich nicht sagen, dass sie mir sympathisch ist, oder ich mich mit ihr identifizieren konnte / möchte. Ich habe vollsten Respekt vor Frauen, die einen anspruchsvollen Beruf und auch noch Familie managen, aber dabei kommt es auch immer noch auf das Wie an und dabei kann mich Kate nicht wirklich überzeugen.
Die anderen Figuren können die Geschichte leider auch nicht beleben, denn sie bleiben den ganzen Roman über ziemlich blass, farb- und lieblos.

Fazit:
„Working Mum“ ist ein Roman, der meinen Geschmack komplett verfehlt hat. Ich habe ständig auf eine Besserung gehofft, welche aber leider nicht eingetreten ist und das Buch nur mit sehr viel Mühe zu Ende gelesen.