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Veröffentlicht am 03.07.2020

Fall zwei für Targa

Immer wenn du tötest
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Targa ist Polizistin, allerdings ist sie sehr speziell. Äußerst klug, aber an Empathie und Verständnis, „normalen“ Verhalten, muss sie arbeiteten. Das weis sie und gibt sich viel Mühe. Ihre kompromisslose ...

Targa ist Polizistin, allerdings ist sie sehr speziell. Äußerst klug, aber an Empathie und Verständnis, „normalen“ Verhalten, muss sie arbeiteten. Das weis sie und gibt sich viel Mühe. Ihre kompromisslose und direkte Art prägt das Buch. Es wirkt teils hart und kalt, aber genau das ist der Reiz von Targas Wesen.

Freya von Rittberg ist eine exzentrische Künstlerin. Sie malt mit Blut. Düstere Bilder über Mut, Vergebung, Hingabe. Sie wird verdächtige mehrere Menschen ermordet zu haben, da ein Gemälde viel Ähnlichkeit mit dem Tatort aufweist. Targa soll sie überführen, soll ihr ein Geständnis abluchsen, soll ihre Trophäen finden. Dazu muss sie nahe an sie heran, sehr nahe. Fühlen wie Freya, denken wir Freya, ihr Vertrauen gewinnen.

Der Schreibstil ist teils hart und kühl, wie schon geschrieben. Die Spannung ein auf und ab, da es ja nicht um das Finden der Mörderin geht, sondern ums Überführen. Zu Beginn gibt es viele Schauorte und Personen und ein klarer Zusammenhang ist nicht gleich zu erkennen.
Die beiden Frauen sind starke Persönlichkeiten und unberechenbar. Man kann als immer gespannt sein, was passiert.

Fazit: Wieder ein interessanter Fall für Targa und sie kommt ihrer Vergangenheit auch ein Stück näher. In diesem 2. Band wird sie menschlicher und nahbarer.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.06.2020

Mord im Norden

Der Tote auf Amrum
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Lena muss auf die Insel Amrum um einen ungeklärten Todesfall aufzuklären. Sie ist bestens dafür geeignet, da sie von dieser Insel abstammte. Leider sind die Ermittlungen und auch ihr Privatleben nicht ...

Lena muss auf die Insel Amrum um einen ungeklärten Todesfall aufzuklären. Sie ist bestens dafür geeignet, da sie von dieser Insel abstammte. Leider sind die Ermittlungen und auch ihr Privatleben nicht so einfach. Der Tote war reich, beliebt, unnahbar, charmant und sehr erfolgreich. Aber wer hatte solch einen Hass auf ihn?

Das Ermittlerteam, bestehend aus Lena und Johann, funktioniert sehr gut. Beide verstehen sich blind und die Arbeit läuft Hand in Hand. Die Polizeistation unterstützt wunderbar und es gibt kein Kompetenzgerangel. Schwierig wird der Fall für Lena, als auf einmal ein unerwartetes Ereignis aus der Vergangenheit ihr Leben erneut aus der Bahn wirf.

Das Buch liest sich leicht und flüssig. Der Fall ist nicht einfach zu durchschauen. Es gibt Spuren und doch führen sie nicht zum Ziel. Die Auflösung war für mich nicht vorhersehbar.
Es wird viel aus Lenas Privatleben mit eingebaut, dies war angenehm und verlieh der Geschichte Persönlichkeit. Außerdem gibt es noch Probleme beim LKA, was zwar nebensächlich für diesen Fall ist, aber für Lenas Zukunft nicht. Diesen Handlungsstrang empfand ich als zu viel und belastend.

Fazit: Ein Krimi mit Lokalreport, welcher das Inselleben und dessen Eigenschaften zu einem kniffeligen Fall verbindet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.06.2020

Suchtgefahr

Der Behüter: Thriller
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Ich kenne fast alle Bücher der Autorin und wieder einmal hat sie es geschafft mich in den Bann ihrer Story zu ziehen.

Laura und Max werden zu einer Toten bei den Müllcontainern in der Nähe des Krankenhaues ...

Ich kenne fast alle Bücher der Autorin und wieder einmal hat sie es geschafft mich in den Bann ihrer Story zu ziehen.

Laura und Max werden zu einer Toten bei den Müllcontainern in der Nähe des Krankenhaues gerufen. Die Frau wurde misshandelt und auf ungewöhnliche Weise umgebracht. Durch einen Zufall merken sie, dass der Mörder schon mehrmals getötet hat und anscheinenden weitere Opfer in seiner Gewalt hat. Die Zeit drängt!

Max und Laura sind ein gut eingespieltes Team. Sie kennen ihre Stärken und Schwächen und können sich immer aufeinander verlassen. Das Privatleben der beiden wird in der genau richtigen Dosis miteingebaut. Obwohl es sich nicht um ihren ersten Fall handelt, kann man das Buch unabhängig der Vorgängerbände lesen.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen, sehr mitreißend. Es wird aus verschiedenen Sichtweisen berichtet und durch geschickte Szenenwechsel steigt die Spannung und Neugierde. Es gibt viele Verdächtige und Möglichkeiten und durch ist die Lösung erst am Ende ersichtlich.

Fazit: Catherine Shepherd ist ein Grant für spannende, vorzügliche Leseunterhaltung!


Das Leseexemplar wurde mir von der Autorin zur Verfügung gestellt, dies beeinflusst allerdings nicht meine Meinung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.06.2020

Ostfriesische Krimikomödie

Rupert undercover - Ostfriesische Mission
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Ein leichter, lustiger Krimi. Er lädt zum Schmunzeln ein und man sollte ihn nicht ganz ernst nehmen und auf keinen Fall alles auf die Goldwaage legen.

Rupert ist ein normaler Polizist, welcher schon immer ...

Ein leichter, lustiger Krimi. Er lädt zum Schmunzeln ein und man sollte ihn nicht ganz ernst nehmen und auf keinen Fall alles auf die Goldwaage legen.

Rupert ist ein normaler Polizist, welcher schon immer davon träumte, ein BKA-Beamter zu werden. Leider haben diese ihn immer wieder abgelehnt. Sie trauten ihn solch einen verantwortungsbewussten Job nicht zu. Nun kommt allerdings seine Chance! Er sieht einen Gangsterboss zum Verwechseln ähnlich und soll nun den Clan ausspionieren.

Rupert zu beschreiben ist gar nicht so einfach. Er ist naiv-genial oder genial-naiv?! Auf jeden Fall schafft er diese beiden, eigentlich nicht zu vereinbaren, Wesenszüge zu vereinen. Einerseits überschätzt er sich maßlos und begibt sich sehr blauäugig in die Situation. Ohne große Ausbildung und ohne großes Briefing geht es los. Und dann überrascht er aber immer wieder durch eine ausgeprägte Beobachtungsgabe und geniale Schlussfolgerungen. Sein Instinkt ist sein Kapital.

Das Buch liest sich leicht und flüssig, man meint die Nordseebrise weht einem um die Nase. Die Beschreibungen der Örtlichkeiten wecken auf jeden Fall meine Sehnsucht nach Ostfriesland. Es werden Inseln, Lokale, Strände … gut beschrieben.

Fazit: Rupert ist zum Knutschen und stellt die anderen Kollegen – Gute wie Böse – total in den Schatten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
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Veröffentlicht am 14.06.2020

Kunst trifft Verstand

Troublemaker
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Hudson, sexy – charmant – betörend – überzeugend – manipulieren, trifft auf einer Veranstaltung für Spenden auf die Wissenschaftlerin Felicia. Sie entspricht sogar nicht seinen Beuteschema. Sie kleidet ...

Hudson, sexy – charmant – betörend – überzeugend – manipulieren, trifft auf einer Veranstaltung für Spenden auf die Wissenschaftlerin Felicia. Sie entspricht sogar nicht seinen Beuteschema. Sie kleidet sich nachlässig, scherrt sich nichts darum, was die Menschen von ihr denken können, sagt ihre Meinung frei heraus – ist teils ein Nerd. Und doch fasziniert sie ihn. Da sie nicht auf ihn reagiert und nur noch ein Wunsch auf ihrer To-do-Liste vor dem 30. Geburtstag steht, sieht er darin seine Chance ihr nahe zu sein. Er bietet ihr seine Hilfe an.

Beide Hauptprotagonisten sind sehr sympathisch und gefestigte Persönlichkeiten. Sie wissen worauf ihr Fokus liegt und sind bereit für ihre Ziele zu kämpfen. Felicia will ihren Jungendschwarm für sich einnehmen und Hudson soll ihre dabei helfen. Flirten, kokettieren, hinhalten sind nur ein paar seiner Lektionen.

Es knistert von der ersten Unterrichtstunden an und zum Glück sind beide in der Lage die Liebe zu genießen. Die erotischen Szenen sind durchwegs ansprechend und in keinster Weise ordinär. Sie sind gefühlvoll, ansprechen, aufregend, fantasievoll. Natürlich gibt es Missverständnisse und beide stehen immer wieder auf den Schlauch, was ihre Gefühlsleben ihnen mitteilen will. Doch die Autorin schafft es, so zu schreiben, dass ein Lesesog entsteht und man endlich wissen will, wie es endet.

Fazit: Eine wunderbare Liebesgeschichte zum dahinschmachten. Alles ist dabei. Gutaussehende Leute, tolle Gespräche, witzige Szenen, tolle Bettgeschichten …

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