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Suska

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.07.2022

Sehr düster und grausam, aber unterhaltsam

Vollendet – Die Flucht
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Connor ist 16 Jahre alt, als seine Eltern sich entscheiden, ihn „umwandeln“ zu lassen. Eine gängige und für den betroffenen grausame Praxis, in der alle Teile des Umgewandelten – Organe, Körperteile, Haut, ...

Connor ist 16 Jahre alt, als seine Eltern sich entscheiden, ihn „umwandeln“ zu lassen. Eine gängige und für den betroffenen grausame Praxis, in der alle Teile des Umgewandelten – Organe, Körperteile, Haut, Haare, Gewebe, einfach alles – anderen Menschen gespendet werden. Sofort und nicht erst nach dem Tod des Umgewandelten. Eine rückwärtige Abtreibung, die als Kompromiss aus einem brutalen Krieg hervorgegangen ist. Connor muss sich entscheiden? Flucht oder Umwandlung? Auf seinem Weg trifft er weitere betroffene, u.a. Risa, ein Waisenkind, das ebenfalls umgewandelt werden soll.

Das Thema ist schon sehr harter Tobak und absolut nichts für schwache Nerven. Da muss man auch erst mal drauf kommen. Und genau diese Grausamkeit macht auch die Faszination aus. Ist ja nur ein Buch. Oder? In allen Dystopien steckt ja ein Quäntchen Realität und hier geht es um die gesellschaftlich durchaus brisanten Themen Abtreibung und Organspende.

Für mich ist diese Dystopie gelungen. Die Handlung ist spannend, flüssig, man bekommt unterschiedliche Perspektiven der verschiedenen Protagonisten, das Ende ist schlüssig und trotzdem freut man sich auf die Folgebände, denn es gibt insgesamt 4 Teile. Spannender Auftakt, in dem die Betroffenen aus dem bestehenden System fliehen. Wie lange sie brauchen, um es zu stürzen, wird sich zeigen, ich vermute, so bis Band 4. Bin gespannt, was dazwischen passiert.

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Veröffentlicht am 15.07.2022

Familiendrama

Solange es Liebe gibt
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„Solange es Liebe gibt“ erzählt die Geschichten von Julie und ihrer Großmutter Klara. 1932: Klara wächst in Bayern auf. Ohne ihre Mutter fühlt sie sich einsam, Vater und Brüder behandeln sie schlecht. ...

„Solange es Liebe gibt“ erzählt die Geschichten von Julie und ihrer Großmutter Klara. 1932: Klara wächst in Bayern auf. Ohne ihre Mutter fühlt sie sich einsam, Vater und Brüder behandeln sie schlecht. Sie verliebt sich unsterblich in den jungen Kaffee-Erben Friedrich, der sie jedoch kaum beachtet. Um sich seine Liebe zu sichern, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung. 2010: Julie muss nach dem Tod ihres Vaters zurück in ihre bayerische Heimat. Sie soll die Kaffeemanufaktur übernehmen. Hier trifft sie auf ihre herrische Großmutter Klara und auf so manches Familiengeheimnis.

Dieses Buch gehört zur „Schmetterlinge“ Reihe, kann aber unabhängig von den anderen 2 Büchern gelesen werden. Außerdem ist es das erste Buch der Reihe.

Ich fand die Geschichte um die einsame Klara, die für die Liebe Grenzen überschreitet und später herrisch und ungenießbar wird, durchaus interessant. Auch das Setting rund um die Kaffemanufaktur ist gut gelungen. Ein dramatisches und sentimentales Buch, das zwischendurch für Gänsehaut sorgt.

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Veröffentlicht am 15.07.2022

Düsterer Krimi

Bornholmer Falle
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Die Polizistin Sarah Pirohl hat sich nach einem Vorfall in Rostock nach Bornholm versetzen lassen. Ihr erster Fall hier hat es in sich: Ein Junge aus Berlin, der zuletzt auf Bornholm gesichtet wurde, wird ...

Die Polizistin Sarah Pirohl hat sich nach einem Vorfall in Rostock nach Bornholm versetzen lassen. Ihr erster Fall hier hat es in sich: Ein Junge aus Berlin, der zuletzt auf Bornholm gesichtet wurde, wird vermisst, ein weiterer wird ermordet. Sie beginnt zu ermitteln und stößt auf so einige Geheimnisse.

Bornholmer Falle ist der zweite Teil der Bornholm Serie. Als ich zu Lesen anfing, war mir das nicht bewusst, habe es aber schnell gemerkt, da sich die Geschichte immer wieder auf Band 1 bezieht. Das hat es etwas schwieriger gemacht, die Geschichte zu durchschauen, war aber für den Lesespaß an sich nicht störend. Man bekommt nach und nach ganz gut mit, was passiert ist. Und eins ist sicher: Die Vergangenheit verfolgt Sarah auch auf Bornholm.

Diese Reihe ist außerdem mit der Reihe um Hannah Jacob verwoben, die ich auch nicht kenne. Offenbar habe ich da einiges nachzuholen. Auch das hat mich aber hier nicht sonderlich gestört.

Der Fall ist spannend, der Spannungsbogen baut sich immer weiter auf und das Ende löst zwar einige Fragen, lässt aber einen Cliffhanger offen, der Lust auf den dritten Band macht.

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Veröffentlicht am 14.07.2022

Erschütternder Einblick in die Kultur Indiens

Das Mädchen mit dem Drachen
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Léna hat in ihrer Heimat Frankreich Schreckliches erlebt und ihren Partner verloren. Sie reist nach Indien, um über den Verlust hinwegzukommen. Dort sieht sie jeden Tag ein kleines Mädchen am Strand mit ...

Léna hat in ihrer Heimat Frankreich Schreckliches erlebt und ihren Partner verloren. Sie reist nach Indien, um über den Verlust hinwegzukommen. Dort sieht sie jeden Tag ein kleines Mädchen am Strand mit ihrem improvisierten Drachen spielen. Eines Morgens wird Léna beim Schwimmen von einer Welle erfasst und ertrinkt beinahe. Das kleine Mädchen – Lalita – rettet ihr gemeinsam mit Preeti, einer Anführerin einer Selbstverteidigungstruppe, das Leben. Léna beschließt daraufhin, Lalita eine Zukunft zu ermöglichen und ihr das Lesen und Schreiben beizubringen. Und sie geht noch weiter: Sie möchte im Dorf eine Schule gründen und noch mehr Kindern Bildung schenken.

Das Buch ist schonungslos. Als europäische Frau kann man die Zustände, die heute noch in Indien herrschen, nur erahnen. Oder Bücher dazu lesen. Die Autorin erzählt die Geschichte eine mutigen Frau, die ihren Weg geht. Sie erzählt aber auch von den teils unmenschlichen Zuständen in Indien, vom Kastensystem, Armut, Kinderarbeit, Bildungsverweigerung und Zwangsehen. Noch immer, in unserer heutigen Zeit. Das so detailliert zu lesen, hat mich schockiert, auch wenn ich eine Ahnung hatte, was in Indien zum Teil Alltag ist. Die kleine Lalita und ihr Leben zu begleiten war teilweise kaum zu ertragen.

Wer bereits Bücher von Laetitia Colombani gelesen hat und aufmerksam war, kennt Lalita bereits aus „Der Zopf“, denn hier wird die Geschichte ihrer Mutter erzählt, die ihre Haare in einem indischen Tempel opfert, um ihrer Tochter ein besseres Leben zu ermöglichen.

Das Buch hat mich sehr berührt. Ein etwas fader Beigeschmack bleibt allerdings, denn es wird hier im Buch die Geschichte einer weißen Europäerin geschildert, die ihre Lebensweise und ihre Auffassung in einem indischen Dorf mit eigener Kultur etablieren möchte. Ein heldenhaftes Vorhaben durchaus, aber doch sehr einseitig geschildert. Trotzdem durchaus beindruckende Lektüre.

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Veröffentlicht am 14.07.2022

Gelungener letzter Teil

Violas Versteck (Tom Babylon-Serie 4)
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Endlich! Lange habe ich darauf gewartet, jetzt ist endlich Teil 4 der Tom Babylon Reihe da. Und wie es aussieht, auch der letzte Teil, wobei der Autor sich da selbst noch nicht so sicher ist.

Am Ende ...

Endlich! Lange habe ich darauf gewartet, jetzt ist endlich Teil 4 der Tom Babylon Reihe da. Und wie es aussieht, auch der letzte Teil, wobei der Autor sich da selbst noch nicht so sicher ist.

Am Ende des letzten Bandes entdeckte Tom einen Hinweis darauf, dass seine Schwester Viola am Leben ist. Genau so, wie er er immer geahnt hat. Kurz darauf kommt sein Vater bei einem Unfall ums Leben. Zufall? Tom glaubt nein. Und macht sich auf den Weg zu Viola. Kurz darauf wacht er in einem Krankenhaus auf und kann sich nicht an die letzten Tage erinnern. Was ist passiert?

Um diesen Band zu lesen, sollte man die vorherigen drei auch kennen, denn sie bauen aufeinander auf. Der Autor wählt wieder unterschiedliche Perspektiven und Zeitsprünge, die mich teilweise vor eine kleine Herausforderung gestellt haben, mitzukommen. Dieser Erzählstil hat aber auch die Spannung sehr weit oben gehalten. Die Geschichte wird schnell vorangetrieben, die Kapitel sind kurz und enden gern mit einem kleinen Cliffhanger – ideal, um den Lesefluss voranzutreiben.

Ich habe die Tom Babylon Reihe sehr geliebt und bin ein großer Fan. Wer Krimis und Thriller liebt, sollte diese Reihe nicht verpassen!

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