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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2021

Äußerst inspirierendes Kochbuch

Iss besser!
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Mit der Aufforderung "Iss besser - einfach gesund kochen", wird das neue Kochbuch von TV-Koch Tarik Rose und dem Ernährungs-Doc Dr. Matthias Riedl betitelt. Ein etwas schlichtes Titelbild weist mit seinem ...

Mit der Aufforderung "Iss besser - einfach gesund kochen", wird das neue Kochbuch von TV-Koch Tarik Rose und dem Ernährungs-Doc Dr. Matthias Riedl betitelt. Ein etwas schlichtes Titelbild weist mit seinem Salat last-gen Bild zwar auf das Thema „Gesundes Essen“ hin, ist aber nicht gerade spektakulär anzusehen. Nach einem Blick in das Buch wird man aber angenehm überrascht, der Inhalt hat wirklich einige tolle Gerichte auf Lager! Zuerst einmal gibt es aber eine längere Vorstellungsrunde der beiden Autoren, mit Interviews und lustigen Anekdoten. Hat man das geschafft, wird man mit hilfreichem Fachwissen und wirklich guten Tipps zur gesunden Ernährung belohnt:)
Sehr schön finde ich dabei die Rubriken Küchenlieblinge, sowie die Gesundheits- und Küchen-Tipps der beiden Autoren.
Danach beginnt auch schon der Rezepte-Teil, der in fünf Rubriken eingeteilt ist und für jeden Geschmack etwas bereithält, mit sehr vielfältigen Rezepten für Vegetarier, Fleisch und Fischesser gleichermaßen ansprechend. Natürlich gibt’s am Ende auch was Süßes!
Fachmann Matthias Riedl spricht im Buch auch von artgerechter Ernährung;) genau so wie ich es gerne mag, denn ich liebe die Abwechslung, Hauptsache frisch, am besten Bio und regional! Die Rezepte sind nicht sonderlich kompliziert und aufwendig, auch die Zutaten sind je nach Jahreszeit leicht zu erhalten. Eine Zeitangabe für die Zubereitung fehlt leider. Am Ende des Kochbuchs findet sich noch ein Kalender der Gemüse & Salat Saison.
Mein Fazit: Ein äußerst inspirierendes Kochbuch, in dem man viele Anregungen findet und das Begierde weckt auf eine gesunde, frische und abwechslungsreiche Ernährung, so wie es der Titel auch verkündet „Iss besser!“ aber mit Genuss!

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Veröffentlicht am 13.02.2021

Aufregende Jagd nach Atlantis

Geheimakte Atlantis
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1962- Professor William Rutherfurt trifft sich in Boston mit seiner ehemaligen Studentin Jody, um ihr ein geheimnisvolles Metall zu zeigen. Vermutlich soll es sich dabei um Orichalcum handeln, ein seltenes ...

1962- Professor William Rutherfurt trifft sich in Boston mit seiner ehemaligen Studentin Jody, um ihr ein geheimnisvolles Metall zu zeigen. Vermutlich soll es sich dabei um Orichalcum handeln, ein seltenes Metall, das Platon in seiner Atlantis-Erzählung erwähnt hat! Als Jody am nächsten Tag ihren Freund, den Archäologen Max Falkenberg trifft, kann er es kaum glauben und die beiden wollen den Professor noch einmal treffen. Dabei stellen sie fest das Rutherfurt verschwunden ist, vermutlich entführt, denn Jody findet das Orichalcum in ihrer Handtasche!
Unerwartet werden Max, Jody und ihre Freunde in ein aufregendes Abenteuer katapultiert, in dem es nicht selten um Leben und Tod geht!

Der Abenteuerroman „Geheimakte Atlantis“ von Autor André Milewski ist schon der 10-te Teil einer „Geheimakte“ Serie, die sich um den deutschen Archäologen Maximilian Falkenburg rankt.
Für mich war es das erste Abenteuer, in dem ich Max und seine unzähligen Freunde und auch Feinde kennenlernen durfte. Die Geschichte lässt sich auch ohne Vorkenntnisse problemlos lesen, da es sich um ein abgeschlossenes Abenteuer handelt. Natürlich gibt es dabei einige Andeutungen auf vergangene Erlebnisse, die neugierig auf weitere Folgen machen!
Das Buch erinnert stark an Indiana Jones und seine Abenteuer, stellt diesen aber was Action und Brutalität betrifft, fast noch in den Schatten;) Besonders zum Ende hin, kommt man kaum mehr zum Atem holen, so turbulent und spannungsvoll entwickelt sich die Story, die man fast schon Drehbuchmäßig vor Augen hat.
Die Protagonisten sind gut beschrieben und wirklich zahlreich, auch auf Seiten der Bösen. Das alte Spiel, Gut gegen Böse ist auch ein Kern der Handlung, dabei kommt mir das Rätseln und Forschen beinahe ein wenig zu kurz. Die Plätze, Dokumente und Quellen sind alle hervorragend recherchiert und interessant. Das Buch regt an, selbst ein wenig nachzuforschen, besonders spannend darin fand ich das Voynich-Manuskript, das wirklich existiert, ein erstaunliches Dokument!


Mein Fazit:

Eine definitiv spannende Action-Abenteuer-Serie, die ich da entdeckt habe:) In diesem Teil wird das Rätsel um Atlantis zum zentralen Thema, enthält aber auch noch viele andere geheimnisvolle Dokumente, Orte und Personen die eine wichtige Rolle spielen und neugierig machen. Alles wirklich sehr unterhaltsam und spannend angelegt, für meinen Geschmack könnte der Roman noch ein wenig mehr Details enthalten;) kann aber auch daran liegen, dass es meine erste Begegnung mit dem Falkenberg-Team war.

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Veröffentlicht am 11.02.2021

Verschwörungs-Thriller mit üblen Virus-Szenario

Virus - Der Feind in deinem Blut
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Die Verlobte des Journalisten und ehemaliger Pentagon-Agenten Gideon Conner erkrankt urplötzlich an einer seltenen Form der Leukämie. Ursache ist der Retrovirus HTLV-1, mit dem weltweit bereits 20 Millionen ...

Die Verlobte des Journalisten und ehemaliger Pentagon-Agenten Gideon Conner erkrankt urplötzlich an einer seltenen Form der Leukämie. Ursache ist der Retrovirus HTLV-1, mit dem weltweit bereits 20 Millionen Menschen infiziert sein sollen und kaum einer weiß davon! Das lässt Conner keine Ruhe und er begibt sich auf Spurensuche. Dabei erfährt er von einem Wissenschaftler, der angeblich an einem Heilmittel arbeitet. Doch Conner findet statt dessen, das Labor der Firma zerstört und das Haus inclusive Kampfspuren vor! Was ist dort geschehen, Conner lässt so schnell nicht locker....

Im Science-Thriller “Virus - der Feind in deinem Blut” von Autor Ben K.Scott, dreht sich alles um einen anscheinend vergessenen, wirklich existenten Virus, der mit dem HIV Virus verwandt ist. HTLV-1 scheint weiter verbreitet als gedacht, aber kaum bekannt und beachtet! Mit dieser Erkenntnis spielt der Autor im Buch! Ein Virus, der um sich greift, mutiert und verschwiegen wird, eignet sich einfach perfekt für ein komplexes Verschwörungs-Szenario.
Dazu kommt noch ein vom Leben enttäuschter alter Mann, ein Feind der Menschheit, der nichts als Rache im Sinn hat, ein Typ prädestiniert für den bitterbösen Part! Wer und was hinter all dem steckt, wird erst so langsam während der Lektüre aufgedröselt.
Den Leser erwartet dazu eine spannungsgeladene Jagd, in der Conner quer durch die Welt geschickt wird. Vom Autor ist die Geschichte eindrucksvoll geschildert, an manchen Stellen fühlt man sich gar an Szenen wie in einem James-Bond-Film erinnert. Auch mit dem Thema Viren scheint sich der Autor gut auszukennen, die Erklärungen muten teils sehr wissenschaftlich an.

Mein Fazit:
Ein clever inszenierter Thriller mit dem aktuellen, sowie recht komplizierten Thema „Viren“, der mich bis auf ein paar kleine Längen wirklich gut unterhalten hat:)

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Veröffentlicht am 05.02.2021

Absolut faszinierende generationenübergreifende Familien-Saga aus Thüringen

Wo wir Kinder waren
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Im Jahre 1910 gibt es in Sonneberg eine Sensation zu bestaunen. Die Sonneberger Fabrikanten haben für die Weltausstellung in Paris eine thüringisch-fränkische Miniatur-Kirmes nachgebaut. Auch der Puppenhersteller ...

Im Jahre 1910 gibt es in Sonneberg eine Sensation zu bestaunen. Die Sonneberger Fabrikanten haben für die Weltausstellung in Paris eine thüringisch-fränkische Miniatur-Kirmes nachgebaut. Auch der Puppenhersteller Albert Langbein war dabei und bestaunt mit seiner Frau Mine und den Kindern Fritz, Else, Hilda und dem kleinen Otto das Wunderwerk. Danach geht es aufwärts mit der Firma Langbein, ihre Puppen sind begehrt und werden bis nach Übersee verkauft. Doch die Zeiten ändern sind, es läuft nicht immer so rosig....!

Der mitreißende Roman “Wo wir Kinder waren” von Autorin Kati Naumann, erzählt anhand der fiktiven Familiendynastie Langbein, die historische Geschichte der Spielzeughochburg Sonneberg in Thüringen. Inspiriert wurde die Autorin von ihrer eigenen Familiengeschichte, denn auch ihre Urgroßeltern besaßen dort eine Puppenfabrik! Ihre Familie Langbein begleitet der Leser über vier Generationen hinweg. Dabei bekommt man einen großartigen Eindruck von der Entstehung und Herstellung von Spielzeug, motivierten Heim- und Handwerkern, erlebt Glück und Freude, aber auch tiefe Armut, Verzweiflung und Missgunst. Das Buch spielt sich auf zwei Zeitebenen ab, zum einen treffen in der Gegenwart, der Cousin Jan und seine zwei Cousinen Iris und Eva im Stammhaus der Familie aufeinander, um es zu entrümpeln und dabei ihre Zwistigkeiten zu diskutieren. Dabei trifft Ost auf West;) Auf unterhaltsame Weise entdecken die Drei ihre Wurzeln und ihre Verbindung zur Geschichte ihrer Vorfahren! Die Vergangenheit bewegt sich chronologisch fort und beginnt im Jahre 1910 mit dem Firmengründer Albert Langbein, hangelt sich über Ersten und Zweiten Weltkrieg, die Phase der DDR, zum Mauerfall bis in die Gegenwart.
Alle Familienmitglieder werden auf ganz hervorragende Art beschrieben und charakterisiert. Ihre Erlebnisse beeindrucken, man fühlt und leidet mit allen Beteiligten! Besonders geschätzt und imponiert hat mich die Figur der kleinen Lieferantin Flora und späteren Frau von Otto Langbein!
Auf dem Innencover befindet sich der Stammbaum der Familie Langbein und sorgt für den rechten Durchblick!

Mein Fazit: Erstaunlich wie faszinierend die Entwicklung eines Handwerks sein kann. Die Idee diese geschichtliche Entwicklung mit einer Fabrikantenfamilie zu kombinieren finde ich großartig! Aber auch die Zimmerweise Entrümpelung im zweiten Erzählstrang hat dabei ihre eigene Faszination und wird dem Titel gerecht. Auch dieses zweite Buch der Autorin hat mich wieder begeistern können, einfach großartige Erzählkunst:)

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Veröffentlicht am 01.02.2021

Apokalyptischer Umwelt-Polit-Thriller

2,5 Grad - Morgen stirbt die Welt
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Jacob Richter, Glaziologe und Umweltaktivist, hält sich auf einer Station in der Antarktis auf. Als seine Station bei einem Gletscherabbruch untergeht, gelingt es ihm seiner schwangeren Freundin Leela ...

Jacob Richter, Glaziologe und Umweltaktivist, hält sich auf einer Station in der Antarktis auf. Als seine Station bei einem Gletscherabbruch untergeht, gelingt es ihm seiner schwangeren Freundin Leela noch eine Mail mit brisantem Datenmaterial zu senden. Leela soll die Daten nach Berlin schaffen und gerät dabei in den Strudel unheilvoller Machenschaften! Ihr Leben ist in Gefahr, aber Leela weiß sich zu wehren....!

Das Buch „2,5 Grad – Morgen stirbt die Welt“ von Autor Noah Richter, ist ein brisanter Klimakatastrophen-Polit-Thriller in dem etliche üble Szenarien vorkommen, die unsere Welt schon heute häufig heimsuchen. Dauerregen, Überschwemmungen, Sturmfluten, Flüchtlingsströme, Prepper, Rechtsradikale usw. In der Geschichte treffen wir das gesamte Horrorszenario in geballter Ausführung an. Wenn das nicht alles schon ziemlich erschreckend ist, kommen dazu obendrauf noch üble Machenschaften und Verschwörung aus allen Ecken! Es herrscht eben Weltuntergangsstimmung par excellence.
Die Hauptperson Leela, ist unerschrocken, sympathisch und scheut keine Gefahr, ist aber schon eine traurige Heldin. Ein rasanter und stetiger Perspektivenwechsel sorgt für Abwechslung und Spannung, aber Anfangs auch ein wenig für Verwirrung. Es gibt einfach unzählige Charaktere und Gruppierungen, mal Vornamen, Nicknamen, dann wieder Nachnamen, kurz es ist ein wenig unübersichtlich. Hat man dann erst mal den Durchblick, steigt auch die Spannung und der Gruselfaktor, denn die geschilderten Szenarien sind durchaus vorstellbar und erschreckend!
Das Cover ist haptisch und auch optisch sehr schön gestaltet, die Zahl 2.5 ist ein klein wenig rau und erhaben der Rest glänzend und glatt. Schemenhaft erkennt man unterhalb Wasser von Überschwemmungen und oberhalb angedeutetes Feuer, so dramatisch wie der Inhalt!

Mein Fazit:
Ein Zukunfts-Schocker, in dem krude Verschwörungstheorien wahr werden, dieser dramatische Thriller bedient dabei wirklich jede noch so kranke Fantasie! Es ist wirklich sehr dramatisch, dazu verwirrend viele Baustellen mit richtig übel gestrickten Charakteren. Wenn man mal durchblickt, ist das Buch sehr spannend, jedoch nichts für schwache Nerven!

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