Verwandtschaft in (fast) allen Herrscherhäusern Europas
In der Stille die Freiheit Band 1 - Das bewegte Leben der Prinzessin Alice von Griechenland, Prinzessin von Battenberg, Mutter von Prinz Philip, Duke von Edinburgh, 1885-1969 - Geburt, Kindheit, Jugend und die Jahre bis 1922hatte die von Battenbergs auf deren Darmstädter Sitz Alice von Battenberg heranwuchs: ihre Mutter war eine Enkelin der britischen Königin Victoria, ihre Tante die letzte russische Zarin, ihr Bruder der ...
hatte die von Battenbergs auf deren Darmstädter Sitz Alice von Battenberg heranwuchs: ihre Mutter war eine Enkelin der britischen Königin Victoria, ihre Tante die letzte russische Zarin, ihr Bruder der letzte indische Vizekönig und britische Lebemann Louis (Dickie) von Mountbatten. Aber niemand ist uns so wohlbekannt wie Alices jüngstes Kind, Prince Philip, der auch im hohen Alter nicht unanstrengende Gatte der englischen Königin Elisabeth.
Historikerin und Autorin Silke Ellerbeck hat über diese spannende historische Gestalt eine zweiteilige Romanbiographie verfasst, in der Alice von Battenberg selbst das Wort hat: sie erzählt ihre Geschichte selbst, was der Autorin gestattet, einen subjektiven Blickwinkel einzunehmen.
In diesem ersten Teil schildert sie Kindheit und die ersten ca. 20 Ehejahre der jungen Frau, die sehr früh heiratete - schicksalvolle Jahre, weil sie auch den ersten Weltkrieg umfassen, der für alle eine komplette Umstellung nach sich zog, vor allem aber gerade auch für den Adel.
Es ist höchst unterhaltsam und brillant recherchiert, aber mir schwirrte der Kopf vor lauter Onkel Berties, Onkels Willis und Onkel Nickys (allesamt große Herrscher ihrer Zeit), Viktorias, Alexandras usw.
Dadurch, dass die Autorin ihre Protagonistin die Menschen im Familienjargon benennen lässt, war ich oft ziemlich verwirrt - ich hätte mich einiges an Grundlegendem im Anhang gewünscht: eine Aufführung aller vorkommenden Figuren, einen Stammbaum und auch ein Glossar der im Buch verwendeten Namen.
Ich kenne mich so einigermaßen in der europäischen Geschichte der damaligen Zeit aus, und kam leidlich damit zurecht, ich kann mir aber auch vorstellen, dass das für manch einen Leser ein Grund ist, das Buch frustriert beiseite zu legen, weil er so gar nicht mehr durchblickt. Und das ist schade bei einem so dichten und eigentlich auch unterhaltsamen Stoff!