Alfie zurück auf Hallwood Hall
Bunburry - Schatten über Hallwood HallAlfie weiß noch immer erstaunlich wenig über seine verstorbene Tante Augusta. Um mehr über ihr Leben und ihre Vergangenheit herauszufinden, schlägt sein bester Freund Oscar vor, eine Biografie über sie ...
Alfie weiß noch immer erstaunlich wenig über seine verstorbene Tante Augusta. Um mehr über ihr Leben und ihre Vergangenheit herauszufinden, schlägt sein bester Freund Oscar vor, eine Biografie über sie zu schreiben. Die Idee begeistert Alfie – nicht nur, weil er seiner Tante näherkommen möchte, sondern auch, weil er sich dadurch intensiver mit dem Schreiben beschäftigen kann.
Um erste Erfahrungen zu sammeln, meldet er sich für ein Schreibseminar an. Dieses findet ausgerechnet in Hallwood Hall statt – einem Ort, der für Alfie alles andere als neutral ist. In der Vergangenheit hatte er dort eine Leiche entdeckt und war sogar selbst unter Mordverdacht geraten. Die Rückkehr dorthin weckt daher gemischte Gefühle.
Schon zu Beginn des Kurses wird Alfie klar, dass er unter den Teilnehmenden eine Ausnahme ist: Während alle anderen bereits Schreiberfahrung mitbringen, steht er noch ganz am Anfang. Diese Unsicherheit ist ihm deutlich anzumerken und sorgt für einige peinliche Momente.
Doch das Seminar nimmt schnell eine unerwartete Wendung. Als eine Teilnehmerin plötzlich abreist und dabei einen Großteil ihres Gepäcks zurücklässt, wird Alfie misstrauisch. Für ihn passt das Verhalten nicht zusammen, und er beginnt, eigene Nachforschungen anzustellen. Schon bald gerät er erneut in eine Situation, in der nichts so ist, wie es zunächst scheint.
Nachdem mich der vorherige Band nicht vollständig überzeugen konnte, hat mich diese Geschichte wieder deutlich mehr gepackt. Besonders die Beziehung zwischen Alfie und Emma geht mir sehr ans Herz – obwohl sie gar nicht im Mittelpunkt steht und nur dezent erzählt wird, wirkt sie umso intensiver.
Ich bewundere die Autorin dafür, wie geschickt sie es schafft, den aktuellen Fall mit den übergeordneten Handlungssträngen zu verbinden. Trotz der vergleichsweise wenigen Seiten gelingt es ihr, sowohl die Spannung als auch die Entwicklung der Hauptgeschichte voranzutreiben, ohne dass es überladen wirkt.