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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.09.2025

„Wenn die Liebe mitten im Eis aufflammt

The Penguin Paradox
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Dieses Buch hat mich wirklich tief berührt – es ist so viel mehr als nur eine süße Liebesgeschichte. Der Vibe, der zwischen der frostigen Antarktis und der unerwarteten Wärme zwischen Emerie und Beckett ...

Dieses Buch hat mich wirklich tief berührt – es ist so viel mehr als nur eine süße Liebesgeschichte. Der Vibe, der zwischen der frostigen Antarktis und der unerwarteten Wärme zwischen Emerie und Beckett entsteht, fühlt sich einfach magisch an. Man spürt die eisige Kälte, aber gleichzeitig auch diese Hitze, die unaufhaltsam zwischen den beiden wächst. Es ist, als würde sich mitten im ewigen Eis ein kleines Feuer entfachen, das alles verändert.

Emeries innere Zerrissenheit – zwischen ihrer Liebe zur Wissenschaft und der unkontrollierbaren Anziehung zu Beckett – hat mich so sehr mitgenommen. Diese Spannung, die sich immer weiter aufbaut, hat mein Herz förmlich zerschmolzen. „Falling in love is the greatest paradox“ – dieser Satz trifft es so genau, denn hier geht es nicht nur um Verliebtsein, sondern um das Chaos und die Schönheit, die damit einhergehen.

Was ich an der Geschichte so liebe, ist, wie echt und nah sie sich anfühlt. Die Gefühle sind nicht kitschig, sondern richtig intensiv und glaubwürdig. Man spürt, wie Emerie kämpft, wie sie sich öffnet und langsam entdeckt, dass Liebe manchmal die größte Herausforderung – und das größte Glück – sein kann.

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Veröffentlicht am 13.09.2025

Ein Buch, das unter die Haut geht und dort bleibt

Lost Girls − Breathing for the First Time
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Manche Bücher liest man.
Manche Bücher fühlt man.
Und dann gibt es Bücher wie dieses – die einen mit offenem Herzen und bebender Seele zurücklassen.

Darcy scheint das perfekte Leben zu führen: jung, schön, ...

Manche Bücher liest man.
Manche Bücher fühlt man.
Und dann gibt es Bücher wie dieses – die einen mit offenem Herzen und bebender Seele zurücklassen.

Darcy scheint das perfekte Leben zu führen: jung, schön, verheiratet mit einem gefeierten Footballstar, lebend in einem luxuriösen Strandhaus. Alles, was man sich wünschen könnte. Aber hinter der glänzenden Fassade beginnt ein Albtraum, der so bedrückend real ist, dass einem beim Lesen der Atem stockt.

Denn was nach außen wie Liebe aussieht, ist in Wahrheit Kontrolle, Angst, Isolation. Darcys Leben ist ein goldener Käfig, gebaut aus Machtmissbrauch, psychischer Gewalt und der ständigen Unsicherheit, welcher Satz, welcher Blick heute wieder bestraft wird. Der Mann, der sie liebt, ist auch der Mann, der sie zerstört. Diese toxische Beziehung ist so realistisch und subtil beschrieben, dass man sich selbst dabei ertappt, wie man ihre Angst spürt, wie man leise mit ihr flüstert: Lauf.

Und genau dann tritt Ellis in ihr Leben.
Nicht als Retter. Nicht als Held. Sondern als Mensch, der hinsieht – der sieht, was alle anderen nicht sehen wollen. Und plötzlich ist da ein Hoffnungsschimmer. Ellis ist kein Klischee, sondern ein Gegenentwurf – ein Mann, der nicht dominiert, sondern respektiert. Und genau darin liegt die emotionale Kraft dieses Buches.

Denn es geht nicht nur um Flucht. Es geht um das Wiederfinden von sich selbst.
Um den Weg zurück zur eigenen Würde.
Um das Aufbrechen von Mustern, die oft unsichtbar sind – und gerade deshalb so gefährlich.

Dieses Buch ist keine einfache Lovestory.
Es ist eine intensive, schmerzhafte, aber auch heilende Reise durch die Abgründe einer Beziehung, wie sie viele erleben – und zu selten erkennen. Es erzählt mit brutaler Ehrlichkeit und zerbrechlicher Hoffnung von emotionalem Missbrauch, Kontrolle, Angst – und von der unfassbaren Stärke, die es braucht, sich daraus zu befreien.

Ich habe bei diesem Buch geweint, gezittert, gehofft.
Es hat mich wütend gemacht. Es hat mich zum Nachdenken gebracht.
Und vor allem: Es hat mich nicht mehr losgelassen.

Ein leises, aber gleichzeitig ohrenbetäubendes Meisterwerk über die Schattenseiten der Liebe – und über den Mut, der manchmal nur ein einziger Schritt ins Unbekannte ist.

Unbedingt lesen. Nicht nur, weil es spannend ist – sondern weil es wichtig ist.

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Veröffentlicht am 12.09.2025

Wie eine Decke aus Waffelteig und Internetliebe

Today I’ll Talk to Him (1)
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Dieses Buch war für mich wie ein warmes Getränk an einem verregneten Tag: leicht, süß, cozy – und genau das Richtige für zwischendurch. Ich habe ehrlich kaum gemerkt, wie schnell ich durch die Seiten geflogen ...

Dieses Buch war für mich wie ein warmes Getränk an einem verregneten Tag: leicht, süß, cozy – und genau das Richtige für zwischendurch. Ich habe ehrlich kaum gemerkt, wie schnell ich durch die Seiten geflogen bin. Es liest sich super angenehm, macht Spaß und hat diese Art von Leichtigkeit, bei der man einfach kurz dem Alltag entfliehen kann.

Die Idee mit dem anonymen Twitch-Stream, den Layla nutzt, um ihre kleine Sims-Lovestory mit Asher zu erzählen, fand ich total charmant und mal was anderes. Besonders schön fand ich, wie ihre Online-Community eingebunden wurde – das wirkte richtig nahbar und hat total den Zeitgeist getroffen. Ich mochte auch, wie das Buch Themen wie Selbstzweifel, Mut und Online-Identität auf eine lockere, aber ehrliche Weise aufgegriffen hat.

Was mich wirklich positiv überrascht hat, war Henry – der "Störfaktor", der sich natürlich ganz schnell als viel mehr entpuppt. Seine Dynamik mit Layla war super unterhaltsam, teilweise zum Schmunzeln, teilweise zum Dahinschmelzen. Dieses klassische „Enemies-to-slowly-something-maybe?“ wurde süß umgesetzt, ohne kitschig zu wirken.

Ein kleiner Kritikpunkt: Layla wirkte an manchen Stellen schon sehr kindlich – nicht im Sinne von naiv, sondern eher wie jemand, der mit 14 oder 15 geschrieben wurde, nicht mit 18. Gerade bei ernsteren Momenten hätte ich mir etwas mehr Tiefe oder Reife gewünscht. Aber das hat dem Lesegefühl an sich kaum geschadet – es hat einfach zu diesem cozy Stil gepasst, bei dem nicht alles schwer sein muss.

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Veröffentlicht am 12.09.2025

Feiern? Nein danke. Ich kämpfe lieber mit Vampiren (und meinem Herzen)

Pearls & Skulls, Band 1 - Unsterblich
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Ich hab das Buch wirklich geliebt – von der ersten Seite an. Eigentlich dachte ich, es wird so eine typische Urban-Fantasy-Romance mit Vampiren und etwas Drama, aber es war einfach viel mehr. Die Story ...

Ich hab das Buch wirklich geliebt – von der ersten Seite an. Eigentlich dachte ich, es wird so eine typische Urban-Fantasy-Romance mit Vampiren und etwas Drama, aber es war einfach viel mehr. Die Story hat genau die richtige Mischung aus Spannung, Humor, knisternder Romantik und diesen Momenten, in denen man einfach kurz die Welt um sich herum vergisst.

Paige war für mich sofort greifbar. Stark, aber nicht übermenschlich, müde vom Kämpfen, aber trotzdem mit Herz. Sie will eigentlich nur mal durchatmen und feiern – aber stattdessen beschützt sie ihre Stadt, während um sie herum Chaos herrscht. Ich mochte, dass sie nicht perfekt ist. Keine Heldin, die alles mit links schafft – sondern jemand, der durchhält, weil sie gar keine andere Wahl hat.

Und dann kommt natürlich Lavaughn. Gott, war der mir anfangs unsympathisch – überheblich, eingebildet, total genervt. Aber genau das hat's so gut gemacht! Diese „Ich hasse dich, aber irgendwie nicht ganz“-Dynamik zwischen ihm und Paige ist einfach perfekt geschrieben. Enemies to Lovers kann so schnell gekünstelt wirken, aber hier ist es richtig gut aufgebaut – langsam, nachvollziehbar, mit viel Reibung und noch mehr Spannung.

Dazu das Mardi-Gras-Setting – wow. Man spürt die Stadt förmlich: die Musik, die Hitze, das Durcheinander. Und gleichzeitig diese ständige Bedrohung im Hintergrund. Das macht die ganze Geschichte noch intensiver, weil alles so schön knallt – im Kopf, im Bauch, überall.

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Veröffentlicht am 12.09.2025

Eine Geschichte über Freiheit, Schmerz und das, was uns verbindet

Daughter of No Worlds (War of Lost Hearts 1)
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Dieses Buch hat mich überrascht – auf eine gute Art. Was auf den ersten Blick nach typischer Fantasy klingt (eine Sklavin mit besonderen Kräften, ein gebrochener Krieger, dunkle Magie), entwickelt sich ...

Dieses Buch hat mich überrascht – auf eine gute Art. Was auf den ersten Blick nach typischer Fantasy klingt (eine Sklavin mit besonderen Kräften, ein gebrochener Krieger, dunkle Magie), entwickelt sich zu einer viel emotionaleren und intensiveren Geschichte, als ich erwartet hatte.

Was mir richtig gut gefallen hat:

Allen voran: Tisaanah. Sie ist keine perfekte Heldin, sondern jemand, der viel erlebt hat und trotzdem weitermacht. Man spürt, wie sehr sie kämpfen musste – nicht nur gegen äußere Feinde, sondern auch gegen ihre eigenen Erinnerungen. Sie hat einen starken Willen, aber auch Angst. Sie ist wütend, verletzlich, und trotzdem immer irgendwie aufrecht. Das hat sie für mich richtig greifbar gemacht.

Auch Max mochte ich mehr, als ich zuerst dachte. Klar, anfangs ist er dieser typische verschlossene Typ mit dunkler Vergangenheit – aber im Laufe der Geschichte zeigt er, wie viel mehr in ihm steckt. Die Beziehung zwischen ihm und Tisaanah entwickelt sich langsam, manchmal rau, aber echt. Kein unnötiger Kitsch, sondern zwei Menschen, die sich erst mal nicht ausstehen können und dann merken, dass sie sich mehr ähneln, als ihnen lieb ist.

Die Welt, in der das alles spielt – vor allem der Mitternachts-Orden – ist spannend. Es ist kein Ort, an dem man sich sicher fühlt, sondern eher einer, bei dem man ständig denkt: Irgendwas stimmt hier nicht. Das hat die Geschichte für mich zusätzlich spannend gemacht. Man merkt, dass dort viel im Hintergrund passiert – Machtspielchen, Intrigen, geheime Pläne.

Was ich nicht ganz so gelungen fand:

Manche Nebenfiguren hätte ich gerne besser kennengelernt. Es gibt ein paar interessante Charaktere, die aber leider zu wenig Raum bekommen. Auch vom Orden hätte ich mir stellenweise mehr Klarheit gewünscht – wie funktioniert das Ganze genau? Welche Rolle spielt Magie wirklich? Da blieb einiges vage.

Und obwohl ich die ruhigen, emotionalen Momente mochte, zog sich der Mittelteil ein wenig. Gerade, wenn man auf den angekündigten Krieg und die große Bedrohung wartet, hätte es ein bisschen mehr Tempo und Spannung geben dürfen.

Auch die Sache mit der dunklen Magie, die Tisaanah und Max „verbindet“, klang anfangs wie ein großes Thema, wurde aber nicht ganz so tief erklärt, wie ich es mir gewünscht hätte. Vielleicht kommt da noch mehr in einem zweiten Band?

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