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Vanny

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2020

"Kraken" is back

Die Herren der Zeit
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Bei dem Thriller "Die Herren der Zeit" von Eva García Sáenz handelt sich um den dritten und letzen Teil, der Reihe um Inspector Unai López de Ayala (genannt Kranken).

Victoria, eine Stadt im Baskenland ...

Bei dem Thriller "Die Herren der Zeit" von Eva García Sáenz handelt sich um den dritten und letzen Teil, der Reihe um Inspector Unai López de Ayala (genannt Kranken).

Victoria, eine Stadt im Baskenland wird erneut von einer schrecklichen Mordserie heimgesucht. Die Verbrechen stehen im Zusamenhang mit dem kürzlich erschienen historischen Roman "Die Herren der Zeit". Die Aufkärung des Falles wird auch für Kraken und seine Familie zur Gefahr.

Das Cover erinnert stark an die vorherigen Teile. Der Titel steht hier groß und weiß im Vordergrund. Im Hintergrund sehen wir ein historisches Bauwerk, welches auch in der Geschichte vorkommt. Der Titel und das Motiv sind wieder super auf die Story abgestimmt.

Das Buch ist in zwei verschiedene Handlungsstränge unterteilt. Das Jahr 2019 mit Kraken (sprich Gegenwart) und der Vergangenheit, welche im Jahr des Herrn spielt. Der Handlungstrang im Jahr des Herrn (Jahr 1192,1199 und 1200) der immer mal wieder eingeworfen wurde, hat dafür gesorgt, dass man auch die Hintergründe zu den Morden erfährt bzw. worauf sie Bezug nehemen.

Wir treffen hier auch wieder auf die bereits bekannten Charaktere wie Inspector Unai López de Ayala, Inspectora Estíbaliz Ruiz de Gauna oder auch Subcomisaria Alba Díaz de Salvatierra. Die Charaktere haben für mich einen starken Wiedererkunnungswert und sie haben sich im Laufe der Bücher weiterentwickelt.

Am Ende finden wir auch in diesem Buch wieder ein Glossar und eine Übersicht mit den vorkommenden Personen.

Die Story hat mich mal wieder vollkommen in ihren Bann gezogen, sodass ich das Buch nur schwer aus der Hand legen konnte. Der dritte Teil hat mir echt am besten gefallen. Neben der Mordserie, kam auch die familiäre Ebene nicht zu kurz. Ich habe von Teil zu Teil mitgefiebert wie es mit Kraken und Alba weitergeht. Die Autorin hat es von Anfang bis Ende geschafft Spannung aufzubauen. Auch das Ende war für mich überraschend, denn die Geschichte war voller Wendungen. Schade das die Reihe mit diesem Band zu Ende ist, ich werde die authentischen Protagonisten sehr vermissen, denn sie sind mir total ans Herz gewachsen.

Fazit: ein absoluter Pageturner mit klarer Leseempfehlung!!! Da der Thriller eine abgeschlossene Handlung hat, auch ohne Vorkentnisse zu lesen. Leser die Wert auf die persönliche Entwicklung der Charaktere legen, sollten am Besten mit dem ersten Teil beginnen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.03.2020

Das schwache Herz, die Hundeschnauze und Hirschgulasch

Das eiserne Herz des Charlie Berg
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Der Debütroman handelt von einem Jungen names Charlie. Charlie kommt aus einer Künstlerfamilie und hat neben dem schwachen Herz auch eine echte Hundenase. Bei einem geimeinsamen Jagdausflug mit seinem ...

Der Debütroman handelt von einem Jungen names Charlie. Charlie kommt aus einer Künstlerfamilie und hat neben dem schwachen Herz auch eine echte Hundenase. Bei einem geimeinsamen Jagdausflug mit seinem Opa, kommt dieser aus tragischen Gründen um.

Das Cover hat mir auf Anhieb gut gefallen. Es ist sehr naturbelassen und zeigt die Weiten eines grünen Waldes. Wer das Buch liest wird sehen, welche Bedeutung der Wald für die Geschichte und für Charlie persönlich hat.

Das Buch ist in 5 Teile aufgeteilt, diese beinhalten sowohl die Gegenwart wie auch die Vergangenheit. Nach und nach erfährt der Leser immer mehr, wie es zu Charlies schwachem Herz und dessen Hundenase gekommen ist und was es mit dem immer wieder erwähnten Hirschgulasch auf sich hat.

Der Autor hat neben dem Hauptprotagonisten Charlie, noch diverse andere Charaktere wie z.B. Familienmitglieder, Freunde etc., mit in die Geschichte eingebaut.

Im großen und ganzen hat mir das Buch gefallen. Eine Lebensgeschichte meets Lovestory. Ich habe im Verlauf der Geschichte immer mehr mit Charlie mitgefiebert und mich gefragt wie es gesundheitlich mit ihm weitergehen wird und was aus ihm und seiner Jugenfreundin Mayra wird. Der Schreibstil lies sich gut lesen und der Autor stach hier immer wieder mit sehr detaillierten, bildhaften Beschreibungen hervor. Auch die immer mal wieder eingeworfene Vulgärsprache hat die Spimmung aufgelockert und so für den ein oder anderen Lacher bei mir gesorgt. Im gesamten fand ich das Buch mit seinen über 700 Seiten einfach zu lang. So hat der Autor es leider nicht geschafft durchweg den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Einige Inhalte waren für mich überflüssig und ich musste mich teilweise zwingen weiter zu lesen. Das Ende hat aber noch mal so einiges gut gemacht und kam für mich definitv überraschend.

Fazit:" Manchmal ist weniger mehr" aber auf jeden Fall hat es Potenzial! Daher leider nur 3,5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.03.2020

Der Urige Wiener

Verkauft
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Bei dem Krimi "Verkauft" von Constanze Dennig handelt es sich bereits um den 4 Teil der Reihe, um die Psychiaterin Alma Liebeskind-Spanneck.

Das Cover erzeugt eine düstere Atmosphäre, abgebildet ist ...

Bei dem Krimi "Verkauft" von Constanze Dennig handelt es sich bereits um den 4 Teil der Reihe, um die Psychiaterin Alma Liebeskind-Spanneck.

Das Cover erzeugt eine düstere Atmosphäre, abgebildet ist hier ein Krankenhausflur. Cover und Titelauswahl sind aufgrund der Story absolut treffend.

Bei ihrem Besuch im Sanatorium trifft Alma Liebeskind auf einen Todesfall. Die neugierige Alma und ihre Mutter Martha spielen mal wieder Hobbydetektiv und haben es sich zum Ziel gemacht, mehr über die Umstände des Todesfalles in Erfahrung zu bringen. Ihre Ermittlungen führen sie in ein Flüchtlingsheim, denn dort hat sich ein Ehrenmord ereignet. Wie stehen die Todesfälle in Verbindung?

Alma und ihre Mutter sind schon zwei urige Charaktere die einen hin und wieder zum schmunzeln gebracht haben. Besonders Alma finde ich sehr authentisch, denn sie übt den gleichen gelernten Beruf wie die Autorin aus. So hat die Autorin neben fachlichen Kenntnissen zum Teil auch ihre persönliche Eigenschaften mit eingebracht. Ich fand es positiv, dass zu Beginn eine kurze Übersicht dargestellt wurde, auf welche Charaktere wir im Verlauf der Geschichte treffen.

Die Sprachauswahl ist hier sehr vielfältig und zum Teil anspruchsvoll. Neben der wienerischen und jiddischen Sprache wird viel Latein verwendet. Sowohl bei Sprichworten wie auch bei medizinischen Fachbegriffen. Hierzu gab es jeweils Erklärungen in der Fußzeile.

Die Autorin hat auch hier wieder ein brisantes, aktuelles Thema verarbeitet, die Flüchtlingskrise und das Thema Ehrenmord bei Muslimen.

Im großen und ganzen hat mir das Buch gefallen. Ich habe aufgrund der verschiedenen Schauplätze, eine kleine Rundreise durch Wien gemacht. Die Charaktere haben mir gefallen, die sehr eigen und besonders sind. Weniger gefallen haben mir allerdings die lateinischen Fachbegriffe, so musste ich immer deren Bedeutung nachschauen und mein Lesefluss wurde dadurch gestört. Der Krimi ist zwar ohne Vorkenntnisse lesbar, da es sich hier um eine abgeschlossene Handlung handelt, es folgen aber öfter Verweise auf vorherige Teile. Es wäre schön gewesen, wenn die Autorin hier noch mal den Grund für die Nennung angerissen hätte. Manchmal standen die persönliche Geschichten der einzelnen Charaktere hier mehr im Vordergrund, so dass die eigentliche Krimihandlung schnell abgehandelt wurde und meiner Meinung teils zu kurz kam.

Fazit: urig und besonders mit einem für mich überraschenden Ende!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.03.2020

Mama wo bist du?

Die Geheimnisse meiner Mutter
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Das Cover besticht mit seinen grellen Farben, vordergründig sehen wir hier eine am Pool liegende Frau.

Der Roman handelt von Rose, einer Frau, die im zarten Alter von einem Jahr von ihrer Mutter Elise ...

Das Cover besticht mit seinen grellen Farben, vordergründig sehen wir hier eine am Pool liegende Frau.

Der Roman handelt von Rose, einer Frau, die im zarten Alter von einem Jahr von ihrer Mutter Elise verlassen wurde. Als Rose von ihrem Vater Matt erfährt, dass die berühmte Schriftstellerin Constance Holden, die letzte der Person war, die ihre Mutter gesehen hat, nimmt sie sofort Kontakt mit ihr auf. Was nimmt Rose alles auf sich bzw. in Kauf um an Informationen über den Verbleib ihrer Mutter zu kommen?

Das Buch besteht aus zwei Handlungssträngen, der Vergangenheit und der Gegenwart. Die Jahre 1980-1983 erzählen Elise's Geschichte, vom Kennenlernen der beiden Frauen bishin zur Schwangerschaft und dem Leben mit Rose.

Die Jahre 2017-2018 beinhalten die Geschichte um Elise's Tochter Rose. Was Rose alles auf sich nimmt und was sie bei Constance über ihre Mutter in Erfahrung bringt.

Die Autorin Jessie Burton greift hier Themen wie Mutterschaft, Freundschaft, gleichgeschlechtliche Liebe in den 80ern, Betrug und Lügen auf.

Das Buch hat mich fassziniert und ich bin echt enttäuscht das es schon zu Ende ist. Die Autorin hat es geschafft, dass ich mich in Rose hineinversetzen konnte und dass ich zeitweise mit ihr mit gelitten habe. Rose ist ein sehr authentischer Charakter die sich während der Geschichte weiter entwickelt hat. Am Anfang war sie verbissen auf der Suche nach ihrer Mutter und hätte alles dafür getan, um zu erfahren was aus ihr geworden ist. Sie findet später immer mehr zu sich selbst und hat am Ende mit ihrer Mutter abgeschlossen, allerdings sind sich beide ähnlicher als ihr bewusst ist. Einen großen Anteil daran, hat sicherlich auch Constance, eine starke Persönlichkeit, die sowohl bei Elise wie auch später bei Rose einen mächtigen Eindruck hinterlassen hat. Denn beide haben sich sichtlich wohl bei ihr gefühlt. Der Schreibstil war sehr angenehm und ließ das Buch flüssig durchlesen. Am Ende bleibt jedoch die Frage, wo ist Elise?

Fazit: Ein absolutes Lesehighlight 2020!!!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.02.2020

Voller Humor und Emotionen

Das kann uns keiner nehmen
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as Cover ist schlicht und modern zu gleich. Hervor sticht das Motiv, der gigantische Berg und der u. a. goldene Titel. Der Berg "Kilimandscharo" ist das Ziel der Beiden.

Der Roman handelt von zwei Männern ...

as Cover ist schlicht und modern zu gleich. Hervor sticht das Motiv, der gigantische Berg und der u. a. goldene Titel. Der Berg "Kilimandscharo" ist das Ziel der Beiden.

Der Roman handelt von zwei Männern die nicht unterschiedlicher sein könnten. Hans der ruhige Hanseate, kehrt nach 25 Jahren, wieder zurück nach Afrika. Sein Ziel ist der Kilimandscharo, dort möchte er mit seiner Vergangenheit abschließen. Doch daraus wird erst mal nichts. Denn im Krater ist bereits der Ur-Bayer Tscharli, der respektlose, humorvolle, aufmüpfige Kerl, der bereits seit einigen Jahren in Afrika verweilt. Für ihn ist es eine Abschiedstour durch Afrika.

Im Laufe der Geschichte werden die beiden Männer zu Freunden, die zusammen auf "Tscharlis Abschieds Afrika Tour"gehen und dort die verschiedensten Hindernisse überwinden. Sie verstehen sich am Ende so gut, dass sie sich sogar ihr Herz ausschütten. Dort berichten Sie dem jeweils anderen über ihre große Liebe.

Die Geschichte ist in der Ich-Form von Hans erzählt. Ich finde den Schreibstil des Autors toll und außergewöhnlich. Das Bayrische und das erfundene Afrikanisch vom Tscharli haben mich immer wieder zum schmunzlen gebracht. Die Geschichte hat ein weinendes und ein lachendes Auge bei mir hinterlassen. Der Autor hat aufgezeigt, dass auch Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, zu Freunden werden könnnen.

Fazit: Der Autor konnte mich absolut in seinen Bann ziehen. Ich hatte das Gefühl selbst Teil dieser Afrika Rundreise zu sein und war am Ende traurig, dass das Buch schon beendet war. Für mich eine klare Leseempfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere