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VerenaStahl

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.01.2026

Wem kann Viola noch vertrauen?

Das Signal
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Ich mag die Bücher von Ursula Poznanski generell sehr gerne und auch dieses hat mich nicht enttäuscht. Es ist aus der Ich-Perspektive von Viola geschrieben, sodass der Leser immer auf demselben Wissensstand ...

Ich mag die Bücher von Ursula Poznanski generell sehr gerne und auch dieses hat mich nicht enttäuscht. Es ist aus der Ich-Perspektive von Viola geschrieben, sodass der Leser immer auf demselben Wissensstand wie sie ist. Das Buch startet direkt mit ihrem Aufwachen im Krankenhaus nach der Amputation ihres Beines, sodass man von Anfang an quasi direkt mit dabei ist.

Es stellt sich immer wieder die Frage, wem Viola vertrauen kann, denn auch sie selbst hat einige Erinnerungslücken bezüglich des Unfalls und die Personen um sie herum verhalten sich zum Teil seltsam.

Sie ist eine starke Protagonistin, lässt sich von niemandem reinreden und möchte so schnell wie möglich ihre Selbstständigkeit zurückerlangen.

Zwischendrin flacht der Spannungsbogen zwar ein bisschen ab, aber durch den angenehmen Schreibstil kommt man auch darüber schnell hinweg. Es war kurzweilig, mitzuüberlegen, was hinter allem steckt.

Einige Punkte waren schon etwas vorhersehbar, trotzdem konnte mich das Buch gut unterhalten. Es ist kein wirklich actionreicher oder blutrünstiger Thriller, sondern zeichnet sich eher durch subtile, unterschwellige Gefahr aus.

Veröffentlicht am 23.01.2026

Zu abgedreht

Belladonnas
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Der Anfang hat mir ganz gut gefallen. Der Schreibstil war flüssig und man ist schnell durchgekommen. Dadurch dass Julie die Identität ihrer getrennt von ihr aufgewachsenen Zwillingsschwester Chloe annimmt, ...

Der Anfang hat mir ganz gut gefallen. Der Schreibstil war flüssig und man ist schnell durchgekommen. Dadurch dass Julie die Identität ihrer getrennt von ihr aufgewachsenen Zwillingsschwester Chloe annimmt, erfährt der Leser mit ihr zusammen mehr über Chloe und ihren Lifestyle als Influencerin. Auch lernen wir die Belladonnas kennen, ihre erfolgreichen Freundinnen, die alle etwas zu verbergen haben. Man fiebert richtig mit Julie mit, ob ihre Identitätsaneignung aufgedeckt wird.

Die High Society der Influencer ist natürlich stark überzeichnet dargestellt, aber kritisiert damit auch den Schein, der durch Social Media erzeugt wird. Ein bisschen Gesellschaftskritik, z. B. bezüglich Rassismus, ist auch enthalten, aber wirklich nur am Rande.

Ab den Geschehnissen auf der Privatinsel hat mich die Geschichte dann allerdings verloren. Das Ganze war mir zu abgedreht und ist dann irgendwann in die spirituelle Richtung abgedriftet.

Insgesamt würde ich das Buch leider eher nicht empfehlen.

Veröffentlicht am 15.01.2026

Etwas zu lang

The Heat is on – Something‘s Cooking Between Us
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Ein anderes Buch der Autorin (Courting – be mine through all time) hatte mir schon ganz gut gefallen, also dachte ich mir, dass ich auch dieses mögen würde. Leider kommt es nicht an das andere ran. Der ...

Ein anderes Buch der Autorin (Courting – be mine through all time) hatte mir schon ganz gut gefallen, also dachte ich mir, dass ich auch dieses mögen würde. Leider kommt es nicht an das andere ran. Der Schreibstil war wie gewohnt super, humorvoll und leicht zu lesen.

Julia fand ich die meiste Zeit leider eher nervig, ihr Verhalten war oft trotzig, schnippisch und besserwisserisch. Sie hat nach außen immer feministisch und als starke, unabhängige Frau gesprochen, hat sich aber sehr von ihrer Familie bevormunden und einschränken lassen. Zum Glück gab es da aber etwas Charakterentwicklung.

Dwight hingegen war in allem, was er anfasste, perfekt. Wenn er ausnahmsweise doch mal was nicht konnte, kannte er natürlich jemandem beim FBI, der ihm helfen konnte. Die ganze Undercover-Agenten-Sache war sehr unrealistisch dargestellt. Dwights ganzes privates Umfeld wusste darüber Bescheid und musste dann selbst mitspielen.

Eine Krankheit spielt auch eine sehr große und immer wiederkehrende Rolle, sodass das Buch nichts für Leute ist, die von ernsteren Themen mal abschalten wollen. Ansonsten hat die Autorin es aber sehr sensibel und aufklärend eingebaut.

Insgesamt hätten dem Buch 100-150 Seiten weniger gut getan, dann wäre nicht so viel Leerlauf zwischendrin gewesen.

Veröffentlicht am 01.01.2026

Guter Thriller für Einsteiger des Genres

Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie?
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Den Anfang des Thrillers und die Idee dahinter fand ich super. Das Buch erstreckt sich nur über wenige Tage, in denen Natalie herausfinden will, wer ihre beste Freundin Cara unter Drogen gesetzt hat und ...

Den Anfang des Thrillers und die Idee dahinter fand ich super. Das Buch erstreckt sich nur über wenige Tage, in denen Natalie herausfinden will, wer ihre beste Freundin Cara unter Drogen gesetzt hat und warum. Dafür schleust sie sich in das Haus des Mannes ein, mit dem diese zuletzt gesehen wurde.

Die ganze Atmosphäre in dem Haus ist sehr düster und geheimnisvoll. Man fühlt sich zusammen mit Natalie richtig unwohl und permanent unter Strom.

Der Schreibstil hat mir deutlich besser gefallen als bei ihrem ersten Buch „Love, Mom“, was vielleicht auch am ausgetauschten Übersetzer liegen könnte.

Die Auflösung konnte mich allerdings nicht recht überzeugen, da sie mir zu unrealistisch war. Teile davon waren schon recht bald klar, sodass die Spannung nicht ganz aufrechterhalten werden konnte. Einige Punkte blieben jedoch am Ende noch offen.

Bei dem Cover erwartet man eine gewaltvolle und blutrünstige Geschichte, das ist aber nicht der Fall. So richtig psychologisch wurde es allerdings auch nicht.
Wer schon viel Thrillererfahrung hat, könnte hiermit unterfordert sein. Ich würde das Buch eher Einsteigern ins Genre empfehlen.

Veröffentlicht am 29.12.2025

Hat seine Schwächen

The Business Trip
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Der Anfang hat mich ein bisschen an das Buch „Der Tausch“ von Julie Clark erinnert, die Haupt-Story unterschied sich dann aber doch deutlich davon.

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, mir teilweise ...

Der Anfang hat mich ein bisschen an das Buch „Der Tausch“ von Julie Clark erinnert, die Haupt-Story unterschied sich dann aber doch deutlich davon.

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, mir teilweise etwas zu einfach. Die Geschichte wird aus zehn unterschiedlichen Perspektiven (ich habe nachgezählt) erzählt, was ich als zu viel empfand. Die ein oder andere trug nicht wirklich zur Handlung bei. Der Autorin ist es leider auch nicht wirklich gelungen, jedem Charakter eine eigene Erzählweise zu verleihen, sondern alle klangen irgendwie gleich.

Die kurzen Kapitel haben mir wiederum gefallen, dadurch kommt ein bisschen Abwechslung rein.

Die Geschichte bzw. der Plan dahinter funktioniert aber eigentlich nur durch viele Zufälle und glückliche Fügungen.

Insgesamt konnte mich das Buch nicht wirklich begeistern. Weiterempfehlen würde ich es eher nicht.