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Veröffentlicht am 26.06.2020

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Tears of Tess - Buch 5
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Wer mich kennt weiß, ich bin ein großer Fan der Dark Romance Sparte aus dem Fester Verlag. Und Band 1 von Tears of Tess gehört zu meinen Highlights, das soll nicht heißen, dass die anderen Bände schlecht ...

Wer mich kennt weiß, ich bin ein großer Fan der Dark Romance Sparte aus dem Fester Verlag. Und Band 1 von Tears of Tess gehört zu meinen Highlights, das soll nicht heißen, dass die anderen Bände schlecht sind, aber der erste war einfach so genial und ist etwas ganz besonderes für mich.

So war ich nun sehr gespannt auf Band 5, da die Geschichte eigentlich in Band 4 gut abgeschlossen war. Aber Band 5 ist noch mal das Tüpfelchen auf dem I. Band 5 spielt 3 Jahre nach Band 4 und so haben Tess und Q einiges an Zeit gehabt um sich noch besser kennenzulernen und allerhand Dinge auszuprobieren.

Aber trotzdem sind da noch Geheimnisse zwischen den beiden, Q verbirgt etwas vor Tess und sie ist fest entschlossen es herauszufinden. Die beiden haben in den vorherigen Bänden so vieles erlebt, dass ihre Leben unwiderruflich miteinander verwoben sind und dies merkt man auch beim Lesen. Die Liebe und Leidenschaft, die die beiden für einander empfinden springt einen förmlich an.

Zu lesen, wie die beiden sich weiterentwickelt haben und wie extrem stark ihre Bindung ist, war richtig schön, manchmal aber auch fordernd, da sie sich an Grenzen bewegen, deren Linien verschwommen sind. Erotische Szenen gab es wieder so einige, auch in diesen spürt der Leser, wie extrem sich Tess und Q lieben und wie sehr sie sich brauchen. Beide bewegen sie sich in der Dunkelheit und beide brauchen sie diese Abwesenheit von Licht um ihre Erfüllung zu finden.

Ich möchte nicht zu viel verraten, aber es gab dann noch Entwicklungen, die mir sehr gut gefallen haben. Ein sehr schönes Bild welches zum Ende hin gezeichnet wurde, besonders wenn man bedenkt, wie die Geschichte in Band 1 begonnen hat.
4,5 Weingummis

Veröffentlicht am 26.06.2020

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Wild
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Ich habe mich sehr auf Wild - Sie hören dich denken gefreut, ich hatte davor noch nichts von dem Autorinnenduo Ella Blix bzw. von ihnen einzeln gelesen. Da der Klappentext doch in meinen Augen etwas zu ...

Ich habe mich sehr auf Wild - Sie hören dich denken gefreut, ich hatte davor noch nichts von dem Autorinnenduo Ella Blix bzw. von ihnen einzeln gelesen. Da der Klappentext doch in meinen Augen etwas zu viel verrät, würde ich dir empfehlen, ihn lieber nicht zu lesen bzw. nicht bis zum Ende.

In Wild geht es um 4 Jugendliche, die allesamt eine Straftat begannen haben und nun in ein Projekt gesteckt werden, um so einem Aufenthalt im Gefängnis zu entgehen. Jeder von ihnen hat sein eigenes Päckchen zu tragen und der eine oder andere freut sich sogar darauf, endlich mal aus Berlin herauszukommen und in der Natur etwas Ruhe zu finden. Das Projekt findet nämlich fernab von WLAN und allerlei Annehmlichkeiten in der völligen Natur statt. Hört sich doch eigentlich richtig gut an, wenn dann nicht so komische Dinge passieren würden und irgendwie verhalten sich die Tiere auch seltsam....

Ich muss gestehen, ich bin mit etwas anderen Erwartungen an die Geschichte gegangen. Aber da kann das Buch ja nichts für, aber ich musste mich zunächst dann auf diese Art der Geschichte einlassen. Doch rückwirkend kann ich sagen, dass mir auch diese Idee gut gefallen hat. Zu viel möchte ich natürlich nicht verraten, doch etwas Ähnliches habe ich noch nie gelesen und das heißt schon was.

Doch manches ging mir dann doch, wie soll ich sagen, zu glatt. Müsste dieses oder jenes nicht schon früher aufgefallen sein? Besonders in Bezug auf manche Veränderungen. Was ich hingegen mochte war, dass man schön als Leser miterlebt, wie Freundschaft entsteht und sich eine Gruppe zusammen fügt. Der Fokus auf die Freundschaft und dass nicht auf Biegen und Brechen unbedingt noch ein großer Love Anteil in die Geschichte gequetscht wurde, hat mir gefallen.

Die Atmosphäre war richtig klasse, man merkt als Leser da ist etwas im Wald, um die Hütten herum, beobachtet die Jugendlichen. Aber was ist es, was will es? Und je mehr man liest, umso angespannter wird die Stimmung. Richtig gut gemacht. Die Charaktere konnten mich leider nicht alle überzeugen, da hätte ich mir bei manchen mehr tiefe gewünscht. Aber da der Schwerpunkt in dieser Abenteuergeschichte eher auf der Handlung liegt und so auch eine schöne Dynamik entsteht, fand ich dies nicht so schlimm.

Noch erwähnen möchte ich, dass das Buch mit dem Blauen Engel zertifiziert ist. Daumenhoch.

Veröffentlicht am 30.05.2020

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Die Tribute von Panem X. Das Lied von Vogel und Schlange
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Ich habe versucht meine Erwartungen nicht zu hoch zu schreiben, um dann nicht enttäuscht zu werden. Ich liebe die Panem Trilogie und habe sie mittlerweile schon zweimal gelesen, so war für mich klar, dass ...

Ich habe versucht meine Erwartungen nicht zu hoch zu schreiben, um dann nicht enttäuscht zu werden. Ich liebe die Panem Trilogie und habe sie mittlerweile schon zweimal gelesen, so war für mich klar, dass ich auch Panem X lesen muss.

Gleich zu Beginn war ich wieder in der Welt rund um das Kapitol und die Distrikte gefangen. So konnte mich das Buch schon auf den ersten Seiten fesseln und hat mich auch nicht mehr losgelassen. Es gab durchaus Szenen, die nun nicht so spannend waren, weil nicht viel passierte, aber trotzdem hing ich nur so an den Seiten, weil ich es total interessant fand. Den Schreibstil von Suzanne Collins mochte ich schon in den anderen Panem Büchern sehr.

Man erfährt als Leser sehr viel darüber, wie es im Kapitol war während dem Krieg und auch in der Zeit danach. Und vor allen, wie es zu den Hungerspielen kam. Über diese hatte ich mir gar nicht so viele Gedanken gemacht und war überrascht, wie sie damals noch ausgerichtet wurden. Kein Vergleich zu dem, was wir aus der Trilogie kennen.

Und auch Snow, unser Protagonist ist noch nicht der Mann, wie wir ihn alle kennen. Seinen Werdegang fand ich sehr faszinierend. Manche Charaktereigenschaften sind schon ganz klar zu erkennen, aber es war auch interessant zu lesen, wie er von äußerlichen Einflüssen geprägt wurde. Lucy Grays fand ich auch einen interessanten Charakter, sehr schwer zu durchschauen und dadurch bringt sie Spannung in die Geschichte.

Allgemein erfährt man so einige spannende und interessante Dinge und alleine deswegen lohnt sich das Buch in meinen Augen schon, wenn man denn die Trilogie mochte. Da ich in Büchern oft den Bösewicht faszinierend finde, war für mich ganz klar auch Snow ein gewichtiger Grund, warum mir das Buch so gut gefallen hat. Diese Mischung aus verletzlicher junger Mann, mit dem man sich auch identifizieren kann und dann wieder diese Kälte und Gerissenheit, sein großer Wunsch Erfolg zu haben und dem Namen Snow ehre zu verleihen. Am liebsten würde ich noch ein weiteres Buch über ihn lesen.

An der Geschichte mochte ich vor allen, dass ich nie so genau wusste, wo sie mich hinführt. Ich hatte keine Ahnung was mich bei Panem X erwartet und so war das lesen ein Abenteuer. Die Autorin bringt auch wieder viele kritische Aspekte mit ein, die auch für uns relevant sind bzw. aktuell. So regt manches zum Nachdenken und auch zum Diskutieren an.

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Veröffentlicht am 26.05.2020

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Der bittere Trost der Lüge
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Hier hat mich nicht wie so oft das Cover angesprochen, sondern der Klappentext. Dieser hat sich so interessant angehört, dass ich unbedingt das Zweite Buch aus dem neuen All Age Bereich des Festa Verlags ...

Hier hat mich nicht wie so oft das Cover angesprochen, sondern der Klappentext. Dieser hat sich so interessant angehört, dass ich unbedingt das Zweite Buch aus dem neuen All Age Bereich des Festa Verlags lesen wollte.

Mary war 9 Jahre alt, als sie des Totschlags schuldig befunden wurde und in ein Gefängnis kam. Nun 6 Jahre später ist sie in einer Wohngruppe für straffällige Teenager untergebracht. Wer nun denkt, dies sei eine große Verbesserung, nicht wirklich. Wobei Mary bestimmt froh über die neuen Freiheiten ist. Aber als Außenstehender ist diese Wohngruppe, mit seinen Inkompetenten Betreuern kein schöner Anblick. Doch verdient Mary dies nicht, immerhin hat sie ein 9 Monate altes Baby umgebracht, ist es da nicht gerecht, dass sie in so einem Loch untergebracht wurde?

Doch was, wenn sie das gar nicht war? Wenn sie unschuldig ist und nur ein Opfer ihrer eigenen Mutter? Bis dato war es Mary egal, was die Leute über sie denken, doch nun ist sie schwanger und die wollen ihr ihr Baby wegnehmen. Eine verurteilte Kindsmörderin kann doch kein Baby aufziehen, doch vielleicht war sie es ja gar nicht?

Gleich auf den ersten Seiten konnte mich die Geschichte für sich einnehmen, ich hing nur so an den Seiten. Das Buch habe ich innerhalb von 2 Tagen verschlungen, denn ich wollte unbedingt wissen, wie die Geschichte endet. Mary ist nicht sicher in ihrer Unterkunft und so kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen und die Spannung wird gut gehalten. Außerdem werden einige kritische Aspekte miteingebracht, was das amerikanische Strafsystem angeht und auch in Bezug auf das Thema Rassismus.

Es gab so einige Szenen, in denen ich am liebsten in das Buch gesprungen wäre, weil ich mich so geärgert habe. Das Fürsorgesystem kommt hier nicht gut weg. Gleichzeitig zeigt das Buch auch, was passiert, wenn Institutionen versagen, wenn ein Kind, welches den Schutz der Erwachsenen braucht, diesen nicht erhält.

Ein besonderer Reiz an der Geschichte war für mich, dass der Leser lange im Dunkeln gelassen wird. Ich fragte mich immer wieder, ob Mary wirklich unschuldig ist. Eigentlich ja logisch, oder? Welches 9-jährige Kind bringt schon ein Baby um, doch wäre es nicht ein toller Plot Twist, wenn sie es doch war? Oder wenn man nun denkt, sie wäre es gewesen und dann am Ende kommt raus, sie war es doch nicht. Ihr merkt, hier kann und soll der Leser sich selbst Gedanken machen. Na, neugierig, ob Mary unschuldig ist?

Fazit:
Ich war gespannt auf mein erstes Festa All Age Buch und wurde nicht enttäuscht. Auf der einen Seite ist es so typisch Festa und dann auch wieder nicht (kein Sex, Splatter, Horror etc.). Doch finde ich, kratzt es an einer Grauzone des moralischen Empfindens, welches einen zum Nachdenken bringt und sticht somit heraus.
Mary ist sehr gut dargestellt, wirkt echt und authentisch und die Geschichte, so brutal sie auch ist, wie aus dem Leben gegriffen. Man weiß, so etwas passiert wirklich und das macht es noch bedrückender.
Große Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 19.05.2020

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Queer Heroes (dt.)
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Nachdem ich Queer Heroes in der Verlagsvorschau entdeckt habe, war für mich schnell klar, dass ich das Buch lesen möchte. Als es dann bei mir ankam, war ich etwas überrascht, das Buch hat nämlich nicht ...

Nachdem ich Queer Heroes in der Verlagsvorschau entdeckt habe, war für mich schnell klar, dass ich das Buch lesen möchte. Als es dann bei mir ankam, war ich etwas überrascht, das Buch hat nämlich nicht das gängige Buchformat, sondern kommt im Großformat (24,2 x 1,3 x 28,4 cm) daher.

Umso besser dachte ich mir, so gab es mehr Spielraum für die Gestaltung des Buches. Und da es sich hier um eine Sammlung von 53 Porträts handelt, ist dies definitiv von Vorteil. Die farbenfrohe Gestaltung springt einem sofort ins Auge. Alles andere wäre aber auch nicht passend, geht es doch in diesem Buch um Menschen, die einen Beitrag dazu beigetragen haben, die Welt bunter zu machen.

Die Gestaltung des Buches hat mir sehr gefallen. Auf jeder Seite ist eine Illustration der jeweiligen Person, die aber eher ein bisschen wage, gehalten ist, also kein 1 zu 1 Bild. Ich als Kunstlaien würde die Porträts eher als etwas abstrakt bezeichnen, aber trotzdem fangen sie das besondere Wesen der jeweiligen Person ein. Dann folgen Informationen, das Geburtsland, sowie die Daten von Geburt und eventuell dem Todestag.

Es ist fast immer so, dass jeder Person eine Seite gewidmet ist, doch manchmal haben es auch zwei Menschen auf eine Seite geschafft, da ihre Leben miteinander verknüpft sind. Im jeweiligen Text wird dann Bezug auf ihr Leben genommen, wofür waren / sind sie bekannt. Und im letzten Absatz ging es häufig darum, in wieweit sie für die LGBTQ-Community eingedrehten sind, was sie verändert haben, welche Organisationen gründeten etc.

So bekam man als Leser einen kleinen Eindruck von der Person und auch, was sie alles bewirkt hat bzw. für was sie sich heute noch Einsetzt. Manche Geschichten stimmen einen traurig, andere wütend. Doch inspirieren sie auch und geben Mut. Das ist wohl auch die wichtigste Aussage des Buches, du bist nicht alleine! Du kannst etwas bewegen!

Gefallen hat mir auch, dass die vorgestellten Menschen bunt gemischt waren, aus allen Ländern und sich die Autorin nicht nur auf Amerikaner und Engländer beschränkt hat. Und dies spiegelte sich auch in den Berufen der Menschen wider, von der Tennisspielerin, über den Künstler bis zur Politikerin.

Das Glossar am Ende fand ich praktisch und informativ. Die meisten Begriffe kannte ich schon, aber nichtsdestotrotz ist ein solches Glossar am Ende des Buches nicht verkehrt und für einige bestimmt auch hilfreich.