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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.05.2021

Tierisch gut

School of Talents 1: Erste Stunde: Tierisch laut!
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Meinung:
Dank NetGalley durfte ich dieses Buch als Hörbuch hören – etwas, was ich euch ganz klar empfehlen kann.
Denn gerade die jungen Hörer haben bestimmt Spaß daran, den Schafen, Fischen und vielen ...

Meinung:
Dank NetGalley durfte ich dieses Buch als Hörbuch hören – etwas, was ich euch ganz klar empfehlen kann.
Denn gerade die jungen Hörer haben bestimmt Spaß daran, den Schafen, Fischen und vielen anderen Tierarten zu lauschen. Für deren wirklich nette Vertonung sorgt dabei Sprecher Marian Funk, der die verschiedenen Tiere zum Leben erweckt und ihnen einen einzigartigen Charakter gibt. Wer mag, kann hier gerne mal reinhören.

Nicht nur die tierischen Figuren des Buches, sondern auch die verschiedenen Menschen sind bei Funk in guten Händen. Protagonistin Alva ist sympathisch, ein wenig schüchtern und möchte eigentlich nur ein ganz normales Mädchen sein. Sie hat es wirklich nicht leicht mit ihrer Gabe, was ich als Grundidee sehr gut finde. Denn oft werden in Büchern oder Filmen spezielle Talente nur als Vorteil betrachtet, was sie sicherlich nicht immer sind. Es lehrt uns einfach mal wieder, dass manche Sachen nur auf den ersten Blick toll erscheinen und man nicht auf alles neidisch sein sollte, was man selbst nicht hat. Eine Moral, die für mich in der Geschichte mitschwingt und die ich in einem Kinderbuch gerne sehe.

Trotzdem sollen natürlich auch in diesem Buch die coolen Gaben der Schüler nicht runtergespielt werden.
Bei den Fähigkeiten ist auf jeden Fall einiges dabei, was man als Hörer auch gerne können würde.
Besonders gefallen haben mir aber nicht nur die einzelnen Talente, sondern vor allem auch die Zusammenarbeit unter den Schülern, die gerade zum Ende hin an Wichtigkeit zunimmt. Man darf, denke ich, auch gespannt sein, was hier in den weiteren Bänden der Reihe noch folgen wird, da Band 1 wirklich nun einen groben ersten Eindruck vermittelt. Mit ca. 173 Minuten Laufzeit ist der Einstieg doch noch recht begrenzt, liefert aber trotzdem ein in sich abgeschlossenes Abenteuer.

Fazit:
Ein interessanter Reihenauftakt für Kids, bei dem man nichts falsch machen kann.

Veröffentlicht am 19.05.2021

Typisch Safier

Miss Merkel: Mord in der Uckermark
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Meinung:
Was soll ich sagen, David Safier hätte sich wohl keine bessere Beschäftigung für Angelas Rente ausdenken können. Ich konnte während des Hörens bildlich vor mir sehen, wie sie mit Mann, Leibwächter ...

Meinung:
Was soll ich sagen, David Safier hätte sich wohl keine bessere Beschäftigung für Angelas Rente ausdenken können. Ich konnte während des Hörens bildlich vor mir sehen, wie sie mit Mann, Leibwächter und Hund die Einwohner von Klein-Freudenstadt in den Wahnsinn treibt. Denn auch im wohlverdienten Ruhestand kann sie es nicht lassen, den Durchblick haben zu wollen. Amüsant von der Idee bis zum Ergebnis, wunderbar passend von Nana Spier vertont. Sie schafft es sehr schön, Angela so rüber zubringen, wie wir sie alle kennen. Ein wenig holzig in ihrer Art, aber auch immer ein bisschen Mutter der Nation. Diese Rolle verlässt sie auch als Ermittlerin nicht. Meist sachlich und Herrin der Lage, das Ganze aber auch nicht ohne ein gewisses Maß an Herzlichkeit.

Auch die Interpretation der anderen Charaktere fällt sehr lebhaft und authentisch aus. Hier haben sowohl der Autor als auch die Sprecherin einen guten Job gemacht. Gekonnt wird mit allerlei Klischees gearbeitet, die natürlich zum Humor und Kopfkino beitragen. Bis auf ein paar Aspekte, die mir zu gestellt waren, war ich mit der Geschichte wirklich zufrieden. Eine Erzählung, bei der man sich einfach gemütlich fallen lassen kann und nicht allzu viel denken muss. Der Begriff Cosy Crime trifft es hier tatsächlich sehr gut. Im Stile von Agatha Christie geht es gemütlich, wenig blutig, dafür aber mit reichlich Kalorien in Form von täglichen Kuchen zu. Bei dem aktuellen Schmuddelwetter einfach die perfekte Lektüre.

Fazit:
Wer Lust auf einen leichten Krimi in alter Tradition mit dem typischen Humor von David Safier hat, kann hier nichts falsch machen.

Veröffentlicht am 11.05.2021

Piratenabenteuer

Die Geheimnisse von Oaksend - Die Monsterinsel
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Meinung:
Die Leser sind zurück in Oaksend und dürfen Robin und sein Schutzmonster Melvin auf ihrem neuesten Abenteuer begleiten. Und mit neu meine ich tatsächlich neu, denn eine große Kunst der Autorin ...

Meinung:
Die Leser sind zurück in Oaksend und dürfen Robin und sein Schutzmonster Melvin auf ihrem neuesten Abenteuer begleiten. Und mit neu meine ich tatsächlich neu, denn eine große Kunst der Autorin liegt darin,
alt Bewährtes mit Unbekanntem zu verknüpfen. Jeder Band erhält eine ganz individuelle Geschichte, auch wenn der grobe Rahmen rund um Oaksend und seine Bewohner erhalten bleibt. In diesem Teil der Reihe begeben wir uns beispielsweise auf eine Schiffsreise und erkunden eine gruselige Insel. So bleibt die Spannung für den Leser immer erhalten und Langeweile kommt nicht auf.
Zusätzlich freue ich mich aber auch immer wieder darüber, den doch leicht skurrilen Bewohnern von Oaksend zu begegnen. Allein die Figur der Imogen (einer Freundin von Robin, aber das würde er natürlich niiie zugeben), ist so schrullig und dabei liebenswert, dass ich immer wieder schmunzeln muss. Auch die Monsterarten, die jedes Mal wieder frisch hinzukommen, gefallen mir sehr. Andrea Martin scheint einen schier unerschöpflichen Vorrat an Monstern in ihrem Kopf zu haben, aus dem sie sich je nach Bedarf etwas aussuchen kann. Diese Fantasie ist ein weiterer Punkt, weshalb mir diese Reihe so gut gefällt.

Auch ein spannendes Detail ist in meinen Augen das Universelle der Geschichten. Auf den ersten Blick vielleicht eher eine Buchreihe für Jungs würde ich sagen, tatsächlich aber für jeden jungen Leser gleich gut geeignet. Eben mal eins der Bücher, das nicht pink ist, keine Pferde enthält etc. Ihr wisst glaube ich was ich meine. Ich freue mich, dass hier die Auswahl immer größer wird.

Fazit:
Ich bin auch von diesem Teil sehr angetan und wurde wieder überzeugt. Ich hoffe, dass ich mit Robin und Melvin noch viele Abenteuer erleben darf, denn ich denke, die Autorin hat noch einiges zu erzählen.

Veröffentlicht am 30.04.2021

Hapert an der Umsetzung

Sommernerdstraum
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Meinung:
Ja, ich weiß gar nicht, wie ich meine Meinung zu diesem Buch am besten darlegen soll, aber ich möchte es versuchen.
Ein Buch, dessen Thema mich unheimlich reizt und das viel Spielraum für Entfaltung ...

Meinung:
Ja, ich weiß gar nicht, wie ich meine Meinung zu diesem Buch am besten darlegen soll, aber ich möchte es versuchen.
Ein Buch, dessen Thema mich unheimlich reizt und das viel Spielraum für Entfaltung bietet. Dieser Spielraum ist zu einem kleinen Teil genutzt worden, bleibt aber weit hinter den Möglichkeiten zurück. Die Location für das Larp (Live Action Role Play) ist mit den unterschiedlichen Schauplätzen sehr schön gewählt. Bis zuletzt aber fehlten mir die bildlichen Beschreibungen und auch das Handwerkszeug, um das Flair der Umgebung zu vermitteln. Genauso geht es mir leider auch mit dem Rollenspiel an sich. Die Ansätze sind da, aber das Buch sorgt sicherlich nicht dafür, es Neulingen näherzubringen. Auch das liegt in meinen Augen am Handwerkszeug, denn über die gesamte Länge des Buches hatte ich das Gefühl, tatsächlich das Geschriebene eines Teenagers zu lesen. Nicht das Buch einer gestandenen Autorin. Dies hat vielfältige Gründe, die ich euch gerne exemplarisch aufzeigen möchte.

Beispielsweise geht es schon mit der Hauptfigur los. Die „Anführerin“ der Gruppe, die theoretisch 15 Jahre alt sein soll, sich aber benimmt wie höchstens 12. Sie ist kontinuierlich nur mit sich selbst und ihren immer wieder wechselnden (und nicht nachvollziehbaren) Gefühlen beschäftigt. Wenn sie denn mal beim Rollenspiel dabei ist, präsentiert sie sich als große Kämpferin, ohne aber auch nur den Mut für einfache Konversationen zu haben. Von einer Anführerin also weit und breit nichts zu sehen.
Die Hälfte der Zeit verbringt sie sowieso mit dem Schreiben von Fanfiction, das immer in nur wenigen Zeilen den Lesefluss der eigentlichen Geschichte unterbricht. Diese Fanfiction ist leider auch nicht spannend oder sonst wie ansprechend, sie wirkt einfach völlig konstruiert, um den Nerd Eindruck zu verstärken.

Ein weiteres Problem ist der Schreibstil. Die Autorin schafft es leider nicht, konsequent zu bleiben. Sie wechselt selbst während eines einzelnen Satzes immer wieder zwischen Klarnamen der Figuren und ihren Rollenspielnamen hin und her. Das lässt leider so gar kein Gefühl von Authentizität aufkommen. Auch wenn ich das Wort Fangirl noch einmal lesen muss, bekomme ich Krämpfe. Ich weiß nicht wie oft dieser Begriff oder etwas wie Fangirlmoment fällt. Man hat das passende Teeniekreischen geradezu im Ohr. Auch das verstärkt natürlich den Eindruck, eine schlechte Fanficion zu lesen sehr.

Die Geschichte passt wunderbar zur Hauptfigur Ruby, die sich selbst immer wieder als sehr tollpatschig präsentiert (außer natürlich im Kampf, wo jede Bewegung sitzt). Ruby stolpert immer mal wieder durchs Gelände und genau das macht die Geschichte auch. Kennt ihr das, wenn man aus einem Tagtraum gerissen wird und sich erst kurz orientieren muss? So ist dieses Buch aufgebaut. Es stolpert vor sich hin, ändert ständig grundlos die Richtung und findet keinen Fokus. Die Szenen werden nicht zu Ende erzählt und man fragt sich immer wieder, warum die Figuren so handeln, wie sie handeln. Das mag vielleicht bewusst so gewählt worden sein, ist aber unangenehm zu lesen.

Weitere Beispiele erspare ich euch jetzt, denn man bekommt, hoffe ich, auch so einen guten Eindruck.

Fazit:
Schade das die Umsetzung hier nicht gepasst hat. Das Flair wäre schön gewesen und man hätte das Thema auch Neulingen gut übermitteln können, denn die Sommerlande (die Hintergrundbuchreihe des Larp) war ein schönen Ansatz. Ich hätte das Buch wirklich gern gemocht, bleibe aber bei anderer Lektüre zu dem Thema.

Veröffentlicht am 27.04.2021

Saisonal kochen

Food for Future für jeden Tag
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Hallo liebe Kochfreunde,

heute habe ich euch das neuste Werk von Autor Martin Kintrup mitgebracht. Im Dezember durfte ich bereits den Vorgänger Food for Future für euch testen (https://buchkenner.wordpress.com/2020/12/07/food-for-future-martin-kintrup/ ...

Hallo liebe Kochfreunde,

heute habe ich euch das neuste Werk von Autor Martin Kintrup mitgebracht. Im Dezember durfte ich bereits den Vorgänger Food for Future für euch testen (https://buchkenner.wordpress.com/2020/12/07/food-for-future-martin-kintrup/ hier gehts zur Rezension), der besonders unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit überzeugen konnte. Auch hier bleibt es natürlich nachhaltig, aber viel mehr noch liegt der Fokus auf der täglichen Machbarkeit. Auch nach einem langen Tag soll es noch möglich sein, diese Gerichte umzusetzen und seinem grünen Gewissen treu zu bleiben. Martin Kintrup möchte mit seinem Buch ein Baustein der „grünen Küche“ sein und sie jedermann zugänglich machen, egal wie stressig der Alltag auch sein mag.

Dafür teilt sich das Buch in folgende Bereiche ein:

Theorie
Kapitel 1 Salate, Bowls und Snacks
Kapitel 2 Genüsslich satt essen
Kapitel 3 Sweet Treats
Saisonkalender

Gestaltung:
Das Buch ist, wie schon sein Vorgänger, wertig gearbeitet und optisch ansprechend. Wunderschön bebildert und gut gegliedert, verschafft man sich schnell einen Überblick. Durch ein gelungenes Inhaltsverzeichnis lassen sich einzelne Rezepte leicht wiederfinden. Eine positive Besonderheit bei den einzelnen Kochanleitungen ist die Unterteilung in „Schlüsselzutaten“ und „aus dem Vorrat“. Zu Beginn des Buches teilt der Autor uns mit, was für ihn essenziell in der Küche vorhanden sein sollte und diese Zutaten finden sich eben unter dem Stichwort aus dem Vorrat. Dies sind recht alltägliche Dinge, die sich in unterschiedlicher Zusammensetzung in jedem Rezept wieder finden. Wenn man sich danach richtet, hat man einen vernünftigen Grundstock an Zutaten immer zu Hause und bekommt auch gerade als Anfänger eine gute Übersicht. Alles, was dazu gekauft werden muss, ist unter Schlüsselzutaten zu finden. Das schafft einen bessern Überblick vor dem Einkauf und erspart so ein wenig Zeit.

Zeit, die ich bei dem ein oder anderen Rezept auch mehr einplanen sollte. Denn nicht alle Gerichte sind tatsächlich in 30 Minuten machbar. Vielleicht was die Vorbereitung angeht, aber nicht inklusive der Garzeiten. Trotz manchem Aufwand sind die Rezepte für Hobbyköche aber auf jeden Fall gut umsetzbar. Wer Spaß am Kochen hat, darf sich über viele verschiedene Zubereitungsarten freuen und wird entsprechend mit Abwechselung belohnt. Auch Freunde der gesunden Küche finden hier vielfältige Gerichte, bei denen lediglich wieder die mangelnden Nährwertangaben zu kritisieren sind. Auch Angaben für Allergiker fehlen leider. Dafür steht bei jedem Gericht die Personenanzahl dabei und als besonderer Clou auch noch die passenden Monatsangaben. Denn Saisonalität ist hier wieder Trumpf. Dazu passend gibt es am Ende des Buches einen Kalender, der nach Monaten unterteilt verschiedene Obst und Gemüsesorten aufzählt. Ein tolles Plus!

Geschmack:
Wir sind zufrieden mit den bisher probierten Gerichten und haben auch noch einige schmackhaft klingende Rezepte auf dem Zettel. Beispielsweise klingt ein Spinatsalat mit Erdbeeren so ungewöhnlich, dass ich ihn noch ausprobieren muss. Generell sind wir Kräuterfans und würden großzügiger damit arbeiten, es ist aber natürlich klar, das man den Geschmack der breiten Masse treffen möchte. Als Basis sind die Rezepte auf jeden Fall lecker und die Würzung kann ja individuell erweitert werden.

Fazit:
Ein sehr abwechselungsreiches Buch aus der grünen Küche, das besonders Anhängern der Saisonalen Küche eine Freude bereiten dürfte.