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Veröffentlicht am 20.03.2017

Ich kann euch Rache und Rosenblüte wärmstens empfehlen!

Rache und Rosenblüte
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Diese Rezension erscheint auch auf meinem Blog www.zeilenliebe.wordpress.com.

Im Februar, vor fast genau einem Jahr, habe ich euch den ersten Band dieser Reihe vorgestellt. Zorn und Morgenröte ist bei ...

Diese Rezension erscheint auch auf meinem Blog www.zeilenliebe.wordpress.com.

Im Februar, vor fast genau einem Jahr, habe ich euch den ersten Band dieser Reihe vorgestellt. Zorn und Morgenröte ist bei mir nicht ganz so gut angekommen, ich wollte aber trotzdem gerne den zweiten Band lesen und sehen, ob die Autorin sich weiter entwickelt.


Allgemeines:

Rache und Rosenblüte ist der zweite Band der Reihe um Shahrzad und Chalid. Die Bücher der Autorin Renée Ahdieh erscheinen beim One Verlag, der Abteilung für junge Erwachsene bei Bastei Lübbe. Auch der Umfang des zweiten Bandes ist eher in die Kategorie schmaleres Büchlein einzuordnen. Es sind zwar 432 Seiten, die Seitenränder sind aber erneut recht groß gewählt. Ebenso ähnlich wie das Cover des ersten Bandes ist das des zweiten orientalisch angehaucht. Passend dazu ist auch der Titel ähnlich wie beim ersten Band aus zwei Wörtern zusammengesetzt, die im Laufe der Geschichte einen Zusammenhang bilden.

Inhalt:

Leider gibt diese inhaltliche Beschreibung nicht die Handlung des Buches wieder. Ich habe mich dafür entschieden, sie trotzdem abzubilden. Solche „schlechten“ Beschreibungen finde ich ehrlich gesagt immer sehr spannend.
„Einhundert Leben für das eine, das du nahmst. Ein Leben bei jedem Sonnenaufgang. Gehorchst du auch nur an einem einzigen Morgen nicht, nehme ich deine Träume von dir. Ich nehme deine Stadt von dir. Und ich nehme von dir dieses Leben tausendfach.
Shahrzad und Chalid haben sich gefunden. Und obwohl ihre Gefühle füreinander unverbrüchlich sind, lauert da immer noch der Fluch, der dem jungen Kalifen auferlegt wurde. Sie wissen beide, dass diese Last ihrer gemeinsamen Zukunft im Weg steht. Und so verlässt Shahrzad den Palast. Sie verlässt Chalid. Aber kann sie einen Weg finden, ihre große Liebe nicht zu verlieren? Und kann sie verhindern, dass noch mehr Unschuldige sterben?“ (Quelle: One Verlag)

Meine Meinung:

Ich habe den ersten Band dieser Reihe gerne gelesen, ihn aber nur mit drei Herzen bewertet. Das lag unter anderem daran, dass ich eine Eigenleistung der Autorin vermisst habe. Zorn und Morgenröte war mir zu sehr abgeschrieben von der Vorlage 1001 Nacht. Zudem fand ich die Charaktere (außer Shahrzad) sehr blass und noch wenig detailliert beschrieben. An vielen Stellen wünschte ich mir mehr Handlung und weniger Vorhersehbarkeit. Und ich muss sagen, der zweite Band hat mich in all diesen Punkten von sich überzeugt.
Natürlich hätte auch hier an einigen Stellen etwas mehr passieren können, aber eigentlich sind alle Kapitel von Wichtigkeit für die Handlung des Buches und nicht einfach nur „Füllwerk“. Als sehr spannend habe ich es empfunden, dass wir die Ereignisse im zweiten Band zusätzlich aus den Perspektiven anderer Charaktere verfolgen dürfen. Dabei war für mich vor allem Irsa ein Charakter, der sich enorm weiter entwickelt hat, und der durch ihre Taten zur starken Heldin wird. Ein kluger Schachzug, Shahrzads Schwester stärker in die Geschichte einzubeziehen.

Alle Geschichten bzw. Perspektiven verstricken sich im Laufe der Handlung und es passieren Dinge, die ich so auf keinen Fall vorhergesehen habe. Das Niveau des ersten Bandes wird dabei insgesamt deutlich übertroffen und ich war von der Handlung, die durch die geschickt miteinander verwobenen Fäden entstanden ist, einfach gefesselt. Die Entwicklung der Geschichte hat mich gefangen genommen und ich fühlte mich, als wenn ich irgendwo im Orient teilhaben durfte – an diesem Märchen voller Geheimnisse und Magie.

Fazit:

Manche Fragen blieben für mich leider unbeantwortet, weshalb ich diesem Buch keine fünf Herzen geben kann. Alles in allem hat das mein Lesevergnügen jedoch nicht geschmälert und ich kann euch Rache und Rosenblüte wärmstens empfehlen!

Veröffentlicht am 13.10.2016

Winterlich, voller Kälte, zerbrechlicher Liebe und Magie

Die silberne Königin
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Diese Rezension erscheint auch auf meinem Blog www.zeilenliebe.wordpress.com.

Allgemeines:

Morgen erscheint bei Bastei Lübbe Die silberne Königin, ein Roman der jungen Autorin Katharina Seck. Das Paperback ...

Diese Rezension erscheint auch auf meinem Blog www.zeilenliebe.wordpress.com.

Allgemeines:

Morgen erscheint bei Bastei Lübbe Die silberne Königin, ein Roman der jungen Autorin Katharina Seck. Das Paperback hat 366 dicht beschriebene Seiten und ein wundervolles Cover. Wenn man das Cover anschaut, wird man direkt in die von Seck beschriebene Welt voller Eis und Schnee mitgenommen. Sehr passend zum Inhalt des Buches ausgewählt und definitiv nicht 0-8-15.

Die silberne Königin ist ein Einzelband. Katharina Seck kündigte jedoch an, dass ihr nächstes Buch in dieselbe Stilrichtung gehen wird.

Inhalt:

„Silberglanz ist eine beschauliche Stadt in einer winterlichen Welt. Doch die Schönheit der von glitzerndem Schnee bedeckten Landschaft ist trügerisch. Seit Jahrzehnten ist das Land im ewigen Winter gefangen, es droht unter den Schneemassen zu ersticken. Alles ändert sich, als die 24-jährige Emma in die Chocolaterie von Madame Weltfremd kommt und diese ihr ein Märchen erzählt, das Märchen der silbernen Königin. Denn darin verborgen liegt die Wahrheit – über den Winterfluch, über den kaltherzigen König und über Emma selbst …“ (Quelle: Bastei Lübbe)

Meine Meinung:

Genre: Die silberne Königin vereint magische Elemente, Fantastisches und Märchenhaftes. Zudem könnte man es meiner Meinung nach als All-Age-Roman einstufen.

Schreibstil: Bezaubernd, märchenhaft und sehr kunstvoll. Seck gelingt es, die Handlung der Geschichte innerhalb eines zauberhaften und imposanten Märchens einzubetten. Dadurch kreiert sie sozusagen ein Märchen im Märchen. Einmal das innerhalb der Handlung erzählte und zum anderen die Geschichte an sich. Sehr gut gemacht und niemals langweilig. Der Autorin gelingt es weiterhin, den Zauber der Geschichte während der fortschreitenden Handlung aufrecht zu erhalten. Ich fühlte mich beinahe in ihre Welt voller Eis und Schnee hineinversetzt und war stets gespannt, ob Parallelen des in der Geschichte erzählten Märchens ebenfalls in der äußeren Rahmenhandlung vorkommen werden.

Es war für mich ein eindeutiger Bonuspunkt, dass die Geschichte ähnlich beendet und begonnen worden ist. Solche gestalterischen Merkmale werden oft versucht, aber es hapert an der Ausführung. Und hier war es eine wirklich tolle Ausführung. Beeindruckend!

Handlung: Mir ist der Einstieg in die Geschichte sehr leicht gefallen. Katharina Seck ist es sofort gelungen, mich in ihre Welt voller Eis und Schnee mitzunehmen. Das Buch mit einer Tasse Tee zu genießen, bietet sich förmlich an. Eigentlich konnte ich Die silberne Königin gar nicht aus der Hand legen und wollte immer sofort weiterlesen, um zu erfahren, wie die Handlung weiter voranschreiten wird. Ich empfand die Entwicklungen des Romans (natürlich unter dem Gesichtspunkt Märchen) als sehr realistisch.

Charaktere: Madame Weltfremd, Emma, Ophelia und Casper stehen als Protagonisten im Vordergrund der Geschichte. Charaktere, die sehr detailliert ausgearbeitet sind, und sich im Laufe der Handlung facettenreich entwickeln. Vor allem die mutige Emma und der unsympathische Casper machen Veränderungen durch.

Atmosphäre: Winterlich, voller Kälte, zerbrechlicher Liebe und Magie. Das Märchen im Märchen ist definitiv sehr gut bei mir angekommen. Und ich würde es gerne nochmal lesen. Und meinen Freunden und der Familie empfehlen. Hut ab, Frau Seck!

Fazit:

Ich lese stets viel, aber meistens weniges, das so besonders und einzigartig ist wie dieser Roman.

Veröffentlicht am 19.09.2019

Als echter Fionafan gebe ich noch vier Herzen – aber nicht so richtig von Herzen

Fiona: Das tiefste Grab
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Allgemeines:

Mit Das tiefste Grab legt Harry Bingham Band sechs der Thrillerreihe um Fiona Griffiths vor. Der Schauplatz ist wieder Wales mit seiner kargen und beeindruckenden Landschaft. Bingham ist ...

Allgemeines:

Mit Das tiefste Grab legt Harry Bingham Band sechs der Thrillerreihe um Fiona Griffiths vor. Der Schauplatz ist wieder Wales mit seiner kargen und beeindruckenden Landschaft. Bingham ist gebürtiger Londoner und arbeitete als Banker, bevor er das Schreiben zu seinem Hauptberuf machte. Das tiefste Grab ist am 17.09.2019 im Rowohlt Verlag als Taschenbuch erschienen und umfasst 541 Seiten. In Großbritannien wurden die Bände dieser Reihe bereits verfilmt.

Inhalt:

„Fionas rätselhaftester Fall: Excalibur, das Schwert von König Artus. Wer hat es gefunden? Wer tötet dafür?

Endlich wieder eine interessante Leiche für Fiona Griffiths: eine Archäologin. Enthauptet. In der Brust drei Speere. Wen hat die angesehene Gelehrte sich zum tödlichen Feind gemacht? Ein weiterer Forscher muss sterben, im Nationalmuseum von Cardiff kommt es zu einer Geiselnahme. Alle Fälle verweisen auf eine mythische Figur: König Artus. Und auf dessen sagenhaftes Schwert Excalibur. Ein derartiger Fund wäre zig Millionen wert. Auf einmal wird das Schwert im Darknet angeboten – gleich in doppelter Ausführung. Wer treibt hier mit wem sein Spiel? Und wie viele Menschen müssen noch sterben?“ (Quelle: Rowohlt Verlagsseite)

Meine Meinung:

Aus meiner Sicht ist Das tiefste Grab der schwächste der Fiona Thriller. Es hat exakt bis Seite 138 gedauert, bis ich drin war in der Handlung und dass, obwohl ich die Vorgänger alle gelesen und noch sehr präsent hatte. Wenn nicht immer wieder Episoden eingestreut wären, die sich mit Fionas Leben, um das es in den anderen Bändern immer sehr ausführlich ging, ich hätte dieses Buch nicht weitergelesen. Die Rahmenhandlung ist für mich einfach zu absurd. Eine Frau wird geköpft, eine Archäologin. Das alles geschieht im Kontext der Artussage, die sehr viel Raum einnimmt. Es geht um Mythen, Rollenspiele und Verehrung des sagenhaften Artus. Dann wird auch noch das legendäre Schwert Excalibur in mehrfacher Fälschung im Internet angeboten und die Fangemeinde steht Kopf. Sicherlich ist Wales dafür ein guter Schauplatz, aber Bingham geht so ins Detail, dass sich jeder langweilen muss, der sich für diesen Mythos nur am Rande interessiert. Spannender ist da schon die Nebenhandlung, die sich mit dem Fälschen historischer Artefakte beschäftigt, sicherlich auch in der Realität ein großes Geschäft. Im Nachwort des Buches gibt Bingham zu, dass ihn die Mythen um den legendären Artus faszinieren, dass er in Das tiefste Grab bewusst Mythos und Fakten miteinander verwoben hat. Mein Ding ist das nicht, denn historische Thriller lese ich weniger gern. Bingham spielt mit Realität und Fiktion, das macht er auch in seinen anderen Bänden und das macht auch den Reiz seiner Bücher aus, aber hier ist er für mich übers Ziel hinaus geschossen.

Zurück zu Fiona. Wie in jedem der Bände ist sie immer für Überraschungen gut und tritt auch hier wieder als geniale Ermittlerin auf, die sich immer wieder in brenzligen Situationen wiederfindet und wie so oft den Unmut ihrer Vorgesetzten auf sich zieht. Man erfährt wieder etwas mehr über ihre Herkunft und ihre Charaktereigenschaften, aber nie so viel, dass man sich ein Gesamtbild machen kann. Darin ist Bingham sehr geschickt. Er wirft einem die Informationen wie Häppchen zu, man wartet sehnsüchtig auf das große Ganze. Das aber kriegt man nicht. Sicherlich auch, weil noch weitere Bände folgen sollen. In diesem Band ist Fiona die sympathische junge Katie zur Seite gestellt, eine junge Historikerin, die ihr bei der Lösung des aktuellen Falles hilft und auch noch eine andere Rolle spielt. Der Plot um die beiden macht das Buch besonders lesenswert, sofern man den Artusmythos vergessen kann. Zudem gelingt es Bingham wie immer, Informationen zu Fiona aus den vorangegangenen Bänden so einfließen zu lassen, dass man jeden Band auch für sich lesen kann. Das ist eine hohe Kunst!

Fazit:

Als echter Fionafan gebe ich noch vier Herzen – aber nicht so richtig von Herzen.

Veröffentlicht am 10.09.2019

Hope erzählt uns von den Dingen, die momentan auf der Welt passieren

Hope
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Allgemeines:

Hope – Es gibt kein zurück. Du kommst an. Oder du stirbst. ist am 22.07.2019 in der Verlagsgruppe Oetinger erschienen. Das Buch hat 544 Seiten und wird ab einem Lesealter von 16 Jahren empfohlen. ...

Allgemeines:

Hope – Es gibt kein zurück. Du kommst an. Oder du stirbst. ist am 22.07.2019 in der Verlagsgruppe Oetinger erschienen. Das Buch hat 544 Seiten und wird ab einem Lesealter von 16 Jahren empfohlen. Diese Empfehlung unterstütze ich – bitte nicht früher lesen! Illustriert wurde das Buch von KIM&HIM. Sie sind für die gut nachvollziehbare Karte der Fluchtroute und verschiedene kleine Illustrationen zwischen den Kapiteln verantwortlich. Insgesamt wirklich stimmig geworden!

Inhalt:

„Du hast nichts zu verlieren, wenn dir alles genommen wurde! Der 19-jährige Kanadier Mathis begleitet Hope, einen elf Jahre alten Somali, auf dessen abenteuerlicher Flucht quer durch Südamerika. Kaum gestartet, heften sich zwei zwielichtige Typen an ihre Fersen. Nicht die einzige Bedrohung, der sich Hope und Mathis unterwegs stellen müssen. Auf ihrem atemberaubenden Trip über den Amazonas, die Panamericana und auf dem Dach eines rasenden Güterzugs lauert der Tod überall. Mehr als einmal können sie ihm nur knapp entkommen. Werden die beiden es in die Freiheit schaffen?“ (Quelle: Verlagsgruppe Oetinger)

Meine Meinung:

Hope ist wieder ein ganz besonderes Buch geworden. Mit Peer Martins Büchern ist es im Grunde genommen stets ähnlich. Zum einen möchte ich sie gar nicht lesen, weil sie mir auf großartige Art und Weise vor Augen führen, was momentan alles auf dieser Welt passiert und schiefläuft. Zum anderen kann ich es nie erwarten, endlich in seinen Zeilen zu verschwinden, seine Geschichten aufzusaugen und in ihnen zu ertrinken. Genau das tue ich. Ich gehe unter in seinen Worten. Im Anschluss brauche ich Zeit, um eigene Worte zu finden für das, was ich gelesen habe. Worte, die der Geschichte in meinen Augen niemals gerecht werden können. Worte, in denen ihr meine Betroffenheit lesen könnt. Worte, die euch vielleicht neugierig machen oder das Buch auf eure Leseliste wandern lassen.

Besonders ist nicht nur der Inhalt des Buches, sondern auch der Aufbau. Zwischen den Kapiteln befinden sich informierende Abschnitte, die jeweils zum Inhalt der Kapitel passen. Zum Beispiel kann es in diesen Abschnitten um ein Land, politische Konflikte oder auch verschiedene Dinge, die das Leben auf der Erde betreffen, gehen. Alle Abschnitte sind illustriert und haben einen Mehrwert für die Geschichte. Vor jedem der großen Abschnitte, die das Buch insgesamt strukturieren, befinden sich die von Martin gewohnten Zitate verschiedener Personen.

Was ich gar nicht mag, ist der Geruch in den Städten. Es stinkt nach Menschen und Autos. Bei uns im Wald riecht es nach Blumen. Davi Kopenawa Yanomami (S. 24)

Zusätzlich gibt es vor jedem Kapitel Stichworte zur Bildersuche im Internet. Dieses Procedere ist ebenfalls in vielen Büchern Martins wiederzufinden. Wer mag, kann sich so ein noch umfassenderes Bild machen. Man sollte überlegen, welche Begriffe man tatsächlich googelt und ob man sich mit diesen näher auseinandersetzen kann und möchte. Einige Inhalte sollten nicht angeschaut werden, wenn das Lesen nicht begleitet wird, bzw. wenn der Lesende zu jung ist.

Eigentlich sind meine Worte nun aufgebraucht. Wie könnte ich euch von dieser Reise erzählen, über die ich gelesen habe? Mitnichten würdet ihr aus meinen Worten lesen können, wie echt sie wirkt, wie sie mich betroffen hat. Ich kann euch darüber berichten, dass ich nach dem Lesen immer noch nicht weiß, ob diese Reise nicht genau so passiert ist. Hieß der Protagonist schließlich auf Seite 5 noch Mathis Martin und stammte aus Kanada. Später hieß er dann Mathis Mandel. Zufall? Ich habe darauf bisher keine Antwort gefunden. Aber darauf, was diese Geschichte uns geben soll und kann.

Hope erzählt uns von den Dingen, die momentan auf der Welt passieren. Wir tauchen in eine Welt ein, von der wir uns täglich abwenden. Obwohl wir viel mehr hinschauen sollten. Denn all diese Dinge passieren wirklich auf unserer Welt. Sie betreffen uns. Betreffen die kleinen Menschen wie Hope, betreffen die großen Menschen wie Akash. Ich hoffe, dass Hope bei euch genau diese Gefühle auslöst, euch für die Thematik sensibilisiert, wie alle Bücher Martins. Schaut euch um, schaut hin, helft Hope. Dann sind wir auf einem guten Weg.

Fazit:

Wer auf der Suche nach einem ganz besonderen Buch ist, das eine so wahr anmutende Geschichte voller berührender Schicksale erzählt, sollte Hope lesen. Als Leser muss man bereit sein, sich unangenehmen Wahrheiten zu stellen und diese tiefergehend zu reflektieren. Wenn man das kann, wird Hope für den Leser zu einem tief beeindruckenden Lieblingsbuch.

Veröffentlicht am 05.09.2019

Der Erbe der Schatten

Der Erbe der Schatten
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Allgemeines:

Der Erbe der Schatten ist als dritter Band der Chronik der Weitseher am 11.12.2017 im Penhaligon Verlag erschienen. Das Paperback hat 1120 Seiten und ist gelinde gesagt schwer und unhandlich.Optisch ...

Allgemeines:

Der Erbe der Schatten ist als dritter Band der Chronik der Weitseher am 11.12.2017 im Penhaligon Verlag erschienen. Das Paperback hat 1120 Seiten und ist gelinde gesagt schwer und unhandlich.Optisch passt er perfekt zu den anderen Teilen der Reihe und erinnert an Das Lied von Eis und Feuer.

Der Roman ist ebenso wie die vorhergehenden Teile bereits unter verschiedenen anderen Titeln in Verlagen der Verlagsgruppe Random House erschienen.

Inhalt:

„Die Legenden erwachen zum Leben.

Fitz Chivalric hat versagt. Sein skrupelloser Onkel hat den Thron der sechs Provinzen an sich gerissen, und der wahre Herrscher, Prinz Veritas, gilt als tot. Fitz bleibt nur noch eines: Rache! Doch wie soll er bis zu dem Mann vordringen, der ihm alles genommen hat? Einem König, geschützt von Soldaten und Magie? Ohne Rücksicht auf sich selbst, treibt Fitz seine Pläne voran. Da erreicht ihn der Ruf eines Todgeglaubten – Prinz Veritas!

Dieses Buch ist bereits unter dem Titel »Die Magie des Assassinen« im Bastei-Lübbe Verlag erschienen und unter dem Titel »Der Nachtmagier« im Heyne Verlag.“ (Quelle: Verlagsgruppe Random House)

Meine Meinung:

Auch in diesem Band steht der Protagonist Fitz Chivalric im Mittelpunkt der Geschehnisse. Obwohl das beinahe unmöglich erscheint, wenn wir uns an das Ende des letzten Bandes zurückerinnern. Dieses Ende ließ mich vor einigen Monaten erschüttert zurück. Wie sollte das alles weitergehen? Was würde die Alte Macht aus Fitz Chivalric machen? Hobb hat eine in meinen Augen sehr plausible Möglichkeit gefunden, um meine Fragen zu beantworten. Dafür hat sie ein paar Seiten gebraucht. Das ist natürlich untertrieben – der dritte Band ist gleichzeitig der umfangreichste Band der Trilogie. Er hat mir dadurch so manchen Leseabend etwas madig gemacht. Man kann dieses Buch nicht vernünftig halten und ist somit an einem wirklich gemütlichen Lesen gehindert. Ich bin zwar kein Freund von so etwas, in diesem Fall hätte ich mir jedoch eine Aufsplittung in zwei Bände gewünscht.

Mich haben die Handlungsmotive Fitz Chivalrics interessiert. Ich konnte mir zu Beginn der Lektüre nicht vorstellen, was ihn in Zukunft antreiben würde. Würde es ganz anders weitergehen? Wäre es Rache, nach der es ihn gelüstet? Würde ihn die alte Macht steuern? Darüber möchte ich euch nicht zu viel verraten – gut gelöst ist es.. Falls die Beschreibungen dem ein oder anderen Leser zu langatmig sind, kann ich das nachvollziehen. Ich mag Hobbs Schreibstil und kann mir durch die von ihr gewählte Art der Beschreibungen die Welt beinahe bildhaft vorstellen. Manch anderer wünscht sich aber mit Sicherheit etwas mehr Action, vor allem zu Beginn der Geschichte.

Im Laufe der Handlung lernen wir sogar noch neue Charaktere kennen. Wie könnte es auch anders sein? Besonders ins Herz geschlossen habe ich dabei die Krähe und eine Musikantin namens Merle. Geht es euch da ähnlich? Hobb gelingt es beinahe unbemerkt, Puzzlestein für Puzzlestein aneinander zu fügen und so ein umfassendes Handlungsbild entstehen zu lassen. Dabei geht sie mit einer kontinuierlichen Spannung voran. Immer wieder passieren unvorhergesehene Dinge, die mich auch noch nach 800 Seiten überraschen konnten. Ich weiß nicht, warum, aber obwohl die Chronik einen solchen Umfang hat, fällt es mir auch im dritten Band noch leicht, mich an Ereignisse und Details aus den vorhergehenden Bänden zu erinnern. Das ist nicht immer so, vor allem nicht bei solch dicken Wälzern. Hobb scheint eine Geschichte geschrieben zu haben, die mir im Gedächtnis bleiben möchte.

Fazit:

Ein rundum gelungener Abschluss der fantastischen Chronik der Weitseher. Zum Glück gibt es von Robin Hobb noch so einige Bücher, die im gleichen Universum spielen. Welches lese ich es bloß zuerst?