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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.06.2026

Nicht überzeugend - schwaches Pacing, schlechte Übersetzung, langweilige Romance

Crown of War and Shadow
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"Crowns of War and Shadow" hat mich insgesamt leider enttäuscht.
Dabei ist die Aufmachung des Buches wirklich hübsch, es fühlt sich hochwertig an, der Farbschnitt hat kräftige Farben und der Einband hat ...

"Crowns of War and Shadow" hat mich insgesamt leider enttäuscht.
Dabei ist die Aufmachung des Buches wirklich hübsch, es fühlt sich hochwertig an, der Farbschnitt hat kräftige Farben und der Einband hat goldene Verzierungen (die sich beim Lesen im Kontakt mit meiner Haut leider gelöst haben).

Die Geschichte beginnt recht vielversprechend. Man lernt zuerst Sorrel kennen. Sorrel lebt in einem Dorf in einer Taverne in ärmlichen Verhältnissen. Sie hat keine Familie, keine Freunde und kämpft Tag für Tag ums Überleben. Denn sie hat eine Gabe, die sie lieber im Verborgenen lässt: Sie kann sehen, wie ein Mensch stirbt wenn sie in seine Augen schaut und kann im Sterben liegende Menschen vor dem Tod bewahren.
Sie ist introvertiert, versucht sich unauffällig zu verhalten und folgt den Regeln, die ihr auferlegt werden. Dann trifft sie auf Merc den Mercenary. Japp, sie nennt ihn Merc, weil er ein Söldner (übersetzt: Mercenary) ist. Zusammen begeben sie sich auf eine Reise durch das Land Anathos, um herauszufinden, wie und ob sie das Königreich vor dem König der Dämonen retten können.

Klingt in der Theorie super - aber in der Umsetzung hapert es.
Ich habe das Gefühl, dass das Lektorat hier leider versagt hat. Es gibt unzählige Rechtschreibfehler und so viele Passagen, die einfach keinen Sinn ergeben grammatikalisch oder inhaltlich. Die Erzählung wirkt insgesamt sehr holprig und auch die Dialoge wirken oft echt merkwürdig, inhaltslos und hölzern.
Gefühlt macht Merc ständig nur sexuelle Anspielungen und die Entwicklung der Beziehung der beiden geht überhaupt nicht vorwärts.

Das Pacing war mir auch zu langsam. Das Buch hätte man wirklich kürzen können, über 600 Seiten waren einfach zu viel für das, was letztendlich in der Geschichte passiert und viele Szenen wirkten wie Lückenfüller.

Die meiste Zeit über habe ich nicht verstanden, was nun eigentlich das Ziel von Merc und Sorrel genau ist und dadurch ging für mich auch Spannung verloren. Es hat mich eigentlich überhaupt nicht gejuckt, wie die Geschichte ausgeht und was nun mit den beiden passiert. Es dauert zu lange, bis man als Leser Hintergründe zur Welt, den Dämonen, Sorrels Fähigkeite, ihrer Vergangenheit, Mercs Absichten etc. erfährt. Da hätte ich wirklich viel mehr Potential drin gesehen, wenn da einfach mehr in der Richtung passiert wäre.

Die Folgebände werde ich auf jeden Fall nicht lesen und bin einfach froh, dieses Buch hinter mir zu haben ehrlicherweise.

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Veröffentlicht am 26.05.2026

Durchwachsener japanischer Krimi

Tokyo
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"Tokyo" fällt zwar offiziell ins Genre Thriller, für mich persönlich war es aber eher eine Mischung aus Drama und Krimi.
Für mich fehlte hier der Spannungsbogen und es mangelte etwas an Tempo, daher fällt ...

"Tokyo" fällt zwar offiziell ins Genre Thriller, für mich persönlich war es aber eher eine Mischung aus Drama und Krimi.
Für mich fehlte hier der Spannungsbogen und es mangelte etwas an Tempo, daher fällt es mir schwer, das Buch als Thriller zu betiteln.

Inhaltlich dreht sich das Buch um eine Reihe von vermissten Kindern in Tokyo, die die Gesellschaft und vor allem die zuständigen Polizeibeamten erschüttern. Alles voran der Dezernatsleiter Saeki, der mir ganz eigenen familiären Problemen zu kämpfen hat und auf den die Aufmerksamkeit fällt, denn es fällt ihm schwer, bei den Ermittlungen voran zu kommen.

Weiterhin spielt die Figur Matsomoto eine entscheidende Rolle. Durch ihn erfahren wir als Leser so einige interessante Details zu den Religionsgemeinschaften in Japan. Die Menschen in diesen Releigionsgemeinschaften sind oft angetrieben von dem Wunsch nach Veränderung, Gott näher zu sein, verborgene Kräfte zu Tage zu fördern oder einfach nur glücklich zu sein oder einen Sinn im Leben zu entdecken. Matsumoto selbst hat seine Tochter verloren und bekommt dadurch recht schnell den Anknüpfungspunkt zu diesen Religionsgemeinschaften.
Hier hätte ich mir im Nachwort des Autos einen Hinweis gewünscht, ob diese Thematik der Religionsgemeinschaft tatsächlich mit so einer Deutlichkeit in Tokyo bzw. Japan existiert oder ob es eher fiktiver Natur ist. Das werde ich anschließend noch selbst recherchieren, da ich das recht interessant finde.

Wie zuvor schon erwähnt, hat mir ein wenig Spannung und Tempo in dem Plot gefehlt. Ein großer Fokus liegt auch auf den Lebensumständen der Figuren und die eigentlichen Ermittlungen zu den Kindern wird da etwas in den Hintergrund gedrängt, was ich teils schade und langweilig fand.

Am Ende gibt es nochmal einen großen Plottwist, mit dem ich nicht gerechnet hätte, der mir aber nochmal gut gefallen hat und dem Buch ein schlüssiges Ende beschert.

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Veröffentlicht am 16.05.2026

Magische Wesen, Dark-Academia-Vibes und eine Enemies-to-Lovers Romanze

Seamere College 1. Strange Familiars
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"Strange Familiars" ist eine süße Romantasy mit Dark-Academia-Vibes, einiges an Spice, Magie, magische Wesen und einer Enemies-to-Lovers-Romance.

Im klaren Fokus liegt hier die Romance zwischen Harrisford ...

"Strange Familiars" ist eine süße Romantasy mit Dark-Academia-Vibes, einiges an Spice, Magie, magische Wesen und einer Enemies-to-Lovers-Romance.

Im klaren Fokus liegt hier die Romance zwischen Harrisford und Gwendolynne. Harrisford ist ein reicher, arroganter Schnösel, der um jeden Preis das Studium als Jahrgangsbester abzuschließen, um einen Job am Ministerium für Magische Wesen zu ergattern. Seine größte Konkurrentin ist Gwendolynne. Sie kommt aus ärmlicheren Verhältnissen und der Erfolg im Studium ist nicht nur für sie, sondern auch für ihre Eltern von entscheidender Bedeutung, damit ihr Familienunternehmen vor dem Ruin bewahrt wird.
Als eines Tages Magieexplosionen London erschüttern, wollen Gwen und Harrisford beide aus unterschiedlichen Gründen, aber mit demselben Ziel, herausfinden, was dahintersteckt und lernen sich so immer besser kennen.

Die Romance-Story ist schon relativ klischeehaft, aber trotzdem süß. Für meinen Geschmack stand sie aber etwas zu sehr im Fokus, ich hätte mich über etwas mehr Worldbuilding stattdessen gefreut, weil ich hier sehr großes Potential sehe.

Ich fand einige der magischen Aspekte der Welt sehr interessant und es war wirklich mal ein erfrischender neuer Ansatz. Magie zählt als Währung und wird zur Verfügung gestellt, aber auch kontrolliert von zwei großen Konzernen. Die Magie und der Fantasy-Teil treffen hier quasi auch auf Wirtschaft und Politik im weitesten Sinne.

Die magischen Wesen spielen hier eher eine Nebenrolle, wobei die Seelentiere von Gwen und Harrisford natürlich eher im Fokus stehen als nur die Tiere, die sie im Rahmen ihres Studiums behandeln. Hier hätte ich mich aber gerne einen noch stärkeren Fokus gewünscht, da ich das anhand des Titels und des Klappentext erwartet hätte und ich das mit am interessantesten fand.

Manche Teile der Story, die mit den Magieexplosionen zu tun haben, fand ich etwas verwirrend und unnötig verkompliziert. So richtig hatte ich am Ende nicht das Gefühl, das verstanden zu haben, was es genau damit auf sich hat. Aber vielleicht kommt das dann ja im Folgeband.

Insgesamt eine gemütliche, romantische Geschichte mit Fantasy-Aspekten und guten Ansätzen. Von der Fortsetzung erwarte ich noch mehr Worldbuilding, einen stärkeren Fokus auf den magischen Geschöpfen und etwas mehr Spannung.

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Veröffentlicht am 28.04.2026

Fesselnder Slow Burn im Gothic-Style

Weavingshaw
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"Weavingshaw" hat mir richtig gut gefallen.
Das Buch vereint Romantasy, Slow Burn, Gothic-Style, Dämonen, Geister, starke und interessante Charaktere mit einer fesselnden Atmosphäre. Besonders der Slow ...

"Weavingshaw" hat mir richtig gut gefallen.
Das Buch vereint Romantasy, Slow Burn, Gothic-Style, Dämonen, Geister, starke und interessante Charaktere mit einer fesselnden Atmosphäre. Besonders der Slow Burn ist SO gut geschrieben. Wer diesen Trope gerne mag, der ist hier sehr gut aufgehoben, denn der Romance Part braucht laaaange um herauszukommen, was ich extrem gefeiert habe. Diese Spannung, die sich aufbaut, ist unbezahlbar.

Im Fokus der Geschicchte steht Leena. Sie arbeitet sich in einer Wäscherei die Finger wund, um sich und ihren Bruder durchzubringen. Ihre Mutter ist leider schon lange fort und ihr Vater im Gefängnis. Sie selbst hat ein großes und gut behütetes Geheimnis - sie kann Geister sehen.
Mit diesem Geheimnis möchte sie einen Handel mit dem Saint der Stille eingehen. St. Silas handelt mit Geheimnissen, je schwerwiegender es ist, desto besser wird es vergütet. Doch St. Silas sieht dieses Geheimnis als so wert voll an, dass er Leena bei sich einstellt um ihm bei einer ganz besonderen Aufgabe zu unterstützen.

St. Silas und Leena als Protagonisten habe ich wirklich gemocht. Beide ganz unterschiedlich, aber doch zeigen sich mehr und mehr Gemeinsamkeiten auf, die zur langsamen Annäherung der beiden führt.

Ein ganz starker Pluspunkt der Geschichte ist das Aufgreifen von Themen wie Klassenunterschieden, Armut vs. Reichtum, Ungerechtigkeiten wenn es um Machtverhältnisse geht, Rassismus usw. Das Buch ist kein klassisches Romantasy-Buch, es ist sehr intelligent, emotional und hat einen so fesselnden Schreibstil, der ganz besonders und tiefgründig ist.
Der Schreibstil passt perfekt zu dem Gothic/Viktorianischen Vibe der Story. Der Vibe geht eher in eine düstere, ernste Richtung.

Der Fantasy-Part beschränkt sich hauptsächlich auf das Vorhandensein von Dämonen und Geistern. Auf dem Buchcover steht "Roman". Ich denke auch, dass es eher ein Roman mit dezenten Fantasy/Romance-Aspekt ist.

Die Geschichte hat mich wirklich in ihren Bann gezogen und das Ende ist leider ein Cliffhanger. Band 2? Wann? Hilfe, ich brauche es sofort!!!

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Veröffentlicht am 24.04.2026

Leider ein Reinfall

Meeresdunkel
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"Meeresdunkel" hat mich aufgrund des Klappentextes und des schönen Covers neugierig gemacht.
Leider wurden meine Erwartungen maßlos enttäuscht.

Angefangen beim Schreibstil, den fand ich ganz schrecklich. ...

"Meeresdunkel" hat mich aufgrund des Klappentextes und des schönen Covers neugierig gemacht.
Leider wurden meine Erwartungen maßlos enttäuscht.

Angefangen beim Schreibstil, den fand ich ganz schrecklich. Abgehackte Sätze, distanziert, chaotisch und nicht fließend lesbar für mich.
Die Figuren fand ich alle einfach nur nervig und unauthentisch. Eine Vierzehnjährige die ständig in Anglizismen redet, ein Achtjähriger der mit seiner Puppe redet und niemand hinterfragt das. Er hat eine Wortwahl und Gedanken, die teils reifer als die der Erwachsenen sind. Manche handeln komplett irrational ,gefühllos und ohne Rücksicht auf Verluste.
Ein Toter wird einfach so hingenommen, ist ja ncht weiter schlimm.

Der gesamte Plot ist auch einfach unlogisch und unnötig kompliziert. Nach einer Weile wirkt alles nur noch wirr und nicht mehr nachvollziehbar.
Es ist auch kein Thriller für mich gewesen, da gar keine bis ganz wenig Spannung aufkam. Es wirkt eher wie ein Familiendrama.

Ich musste mich durch das Buch kämpfen und habe letztendlich einige Kapitel nur noch überflogen, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe. Hauptsächlich wegen dem Scheibstil, der ist leider echt grausam.

Das wird das erste und letzte Buch des Autors für mich gewesen sein. Für das schöne Cover, das mir als einziges gefällt, vergebe ich einen Stern.

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