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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.03.2026

Zwischen Licht und Schatten, Traum und Realität

Consomnio
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Ich bin richtig begeistert von diesem Buch. Schon nach kurzer Zeit war ich komplett in der Geschichte versunken und wollte immer weiter lesen.

Am Anfang wird man ziemlich schnell mit vielen Namen, Orten ...

Ich bin richtig begeistert von diesem Buch. Schon nach kurzer Zeit war ich komplett in der Geschichte versunken und wollte immer weiter lesen.

Am Anfang wird man ziemlich schnell mit vielen Namen, Orten und Begriffen konfrontiert. Das kann kurz etwas überwältigend wirken, aber dank Glossar und Karte findet man sich gut zurecht. Und je mehr man über Consomnio und seine verschiedenen Regionen erfährt, desto faszinierender wird diese Welt. Das Worldbuilding hat mir wirklich richtig gut gefallen.

Elisa habe ich unglaublich schnell ins Herz geschlossen. Sie ist verletzlich, introvertiert und manchmal unsicher, aber gleichzeitig so empathisch und mutig. Selbst wenn bei ihr alles drunter und drüber geht, verliert sie ihr großes Herz nicht – genau das macht sie für mich zu einer sehr authentischen und liebenswerten Protagonistin.

Auch die Nebenfiguren bringen viel Leben in die Geschichte. Es gibt Charaktere, die man sofort ins Herz schließt, Figuren, die für richtig witzige Momente sorgen – und dann gibt es da noch die Sorte Mensch, bei der man sich beim Lesen mehr als einmal denkt: „Wie kann man nur so unsympathisch sein?“ 😅

Der Schreibstil ist sehr flüssig, sodass man nur so durch die Seiten fliegt. Die Geschichte nimmt sich Zeit für ihre Figuren und ihre Welt, ohne jemals langweilig zu werden. Statt übertriebener Daueraction lebt das Buch von Atmosphäre, Emotionen und spannenden Entwicklungen.

Besonders gefallen hat mir auch die Dynamik zwischen einigen Figuren – da knistert es stellenweise ordentlich, was mich natürlich sofort neugierig gemacht hat.

Für mich ist dieser Band ein wirklich gelungener Auftakt einer Fantasy-Trilogie mit tollen Charakteren, einer spannenden Welt und viel Potenzial für die kommenden Teile. Ich freue mich jetzt schon sehr darauf, wieder nach Consomnio zurückzukehren.

⭐⭐⭐⭐⭐

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.03.2026

Wenn die Grenzen zwischen Lügen und Wahrheiten verschwimmen

Spiel des Lügners
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"Spiel des Lügners" ist definitiv ein Augenschmaus, das Buch ist wunderschön! Besonders der Farbschnitt ist richtig toll.

Inhaltlich dreht sich die Geschichte um Lola. Lola wurde entführt und wird in ...

"Spiel des Lügners" ist definitiv ein Augenschmaus, das Buch ist wunderschön! Besonders der Farbschnitt ist richtig toll.

Inhaltlich dreht sich die Geschichte um Lola. Lola wurde entführt und wird in letzter Sekunde vom Dieb Enzo gerettet - aber nur unter einer Bedingung: Er bekommt ihr Herz. Dies ist nicht wortwörtlich, sondern im magischen Sinne gemeint.
Durch sie erhält er Magie, die ihm bei seinen Raubzügen hilft und ihm das Überleben sichert. Gemeinsam versuchen sie, hinter das Geheimnis der Mondscherbe zu kommen, denn diese hat Enzo verflucht und sie wollen den Fluch brechen, damit beide frei sein können.
Doch dafür muss Lola beim Würfelturnier des Lügners teilnehmen und dabei viel aufs Spiel setzen und sich letztendlich fragen, wem sie wirklich vertrauen kann.

Leider haben sich einige Schwächen für mich herausgestellt, bereits am Anfang.
Man wird mit extrem vielen Storyelementen konfrontiert und nichts wird so richtig zufriedenstellend erklärt.
Das Magiesystem ist ein einziges Fragezeichen für mich. Es ist von Seelenlicht, den Sternen, Göttern, Magiefluss, Voratium, der Mondscherbe die Rede, aber was genau bedeutet das alles eigentlich und in welchem konkreten Zusammenhang steht es? Das war leider alles nicht ausgereift genug für mich.

Den Love Interest fand ich nicht schlecht aufgearbeitet. Allerdings hat mich gestört, dass sich die Dialoge oft im Kreis drehen und man nicht das Gefühl hat, dass hier eine große Entwicklung stattfindet.
Man hat das Gefühl, dass hier emotional an der Oberfläche gekratzt wurde, aber so richtig in die Tiefe gings dann nicht. Was ich sehr schade fand, denn ich mochte Lola und Nic als Figur beide sehr gerne und hätte hier mehr Potential gesehen.

Was mir auch negativ aufgefallen sind, sind viele Rechtschreibfehler. Und viele davon auch ganz offensichtlich, das ist eigentlich ein No-Go.

Das Ende hat mich leider derbe enttäuscht. Ich habe noch eine Millionen Fragen im Kopf und nichts hat sich so richtig aufgeklärt bis zum Schluss. Gefühlt ist man plottechnisch am Ende genau wieder da, wo man am Anfang gestartet ist.
Das lässt ein sehr unbefriedigt zurück und letztendlich bleibt einem nichts übrig, als zu hoffen, dass im Folgeband alles aufgeklärt wird.

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Veröffentlicht am 05.03.2026

Die Anwältin der Toten

Die Totenklägerin
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"Die Totenklägerin" hat mir wirklich super gut gefallen, ein sehr solider Krimi!

Im Fokus der Geschichte stehen Matilda und Jackie, die gemeinsam herausfinden möchten, ob Oma Resi ermordet wurde oder ...

"Die Totenklägerin" hat mir wirklich super gut gefallen, ein sehr solider Krimi!

Im Fokus der Geschichte stehen Matilda und Jackie, die gemeinsam herausfinden möchten, ob Oma Resi ermordet wurde oder nicht.
Die Beziehung der beiden zueinander war so schön und berührend. Matilda ist Rechtsanwältin und Trauerrednerin, als Außenseiterin im Dorf, keiner sozialen Ader und einer eher ruppigen Art trifft auf die clevere, neugierige und sture Jackie. im Laufe der Geschichte entwickelt sich aus anfänglicher Skepsis eine wertvolle Beziehung. Beide machen während der Geschichte eine deutliche Entwicklung durch. Was die beiden verbindet, aber auch durchmachen mussten, hat mich emotional berührt.
Matilda sieht sich selbst als Anwältin der Toten. Ihr geht es nicht darum, bei Trauerreden den Hinterbliebenen berührende Worte mitzuteilen. Sie spricht die Verstorbenen direkt an, erzählt ihre ehrliche Geschichte und scheut sich nicht davor, die Wahrheit auszusprechen, auch wenn diese überraschend oder gar schockierend sein kann.

Im Vordergrund der Story steht keine klassische Ermittlerarbeit wie bei anderen Krimis, sondern die Atmosphäre, der Ort, Dorfgeflüster, Beziehungen und Geheimnisse, die nach und nach ans Tageslicht kommen und aufdecken, was wirklich hinter Oma Resis Tod steckt.

Mir haben besonders die Dialoge und die teils doch etwas derbere Sprache gut gefallen. Besonders, dass Matilda vor Jackie kein Blatt vor den Mund nimmt und Dinge genauso ausspricht, wie sie sind, ohne etwas zu beschönigen.

Die Perspektivwechsel haben mich teilweise verwirrt. Manchmal habe ich eine Weile gebraucht, um zu verstehen, um wen es gerade geht (wenn es zum Beispiel gerade um Matildas Vergangenheit ging).
Wobei ich es ganz süß fand, dass manchmal sogar aus der Sicht des Katers erzählt wurde

Die Geschichte war alles in allem wirklich schön geschrieben, ich hatte viel Spaß beim Lesen und werde diesem Krimi gern weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Die Zeitreisende

Das White Octopus Hotel
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"Das White Octopus Hotel" ist ein Buch, das berührt, nachdenklich macht und man sich die ganze Zeit fragt: Was passiert hier gerade?

Wer Zeitreisen, emotionale Geschichten und Serien wie "Dark" mag, ist ...

"Das White Octopus Hotel" ist ein Buch, das berührt, nachdenklich macht und man sich die ganze Zeit fragt: Was passiert hier gerade?

Wer Zeitreisen, emotionale Geschichten und Serien wie "Dark" mag, ist bei diesem Buch an genau der richtigen Stelle.
Eine kleine "Warnung" zum Inhalt: Die Story ist verwirrend. Erzählt wird aus unterschiedlichen POVs und die Protagonistin reist in unterschiedliche Zeiten. Mit jedem Kapitel wird die Verwirrung größer, aber wer genau aufpasst, findet auch Stück für Stück Hinweise darauf, wie die Ereignisse und Personen genau zusammenhängen.

Zum Inhalt möchte ich nicht viel verraten, denn wie bereits erwähnt gibt es viele lose Fäden, die erst ganz am Ende ein großes Gesamtbild ergeben.

Wichtige Themen wie Trauerbewältigung, Schuld und Traumata spielen eine Rolle in diesem Buch.
Zudem spielt die Geschichte teils auch zur Zeit des ersten Weltkrieges, welches sehr emotional und ergreifend aufgenommen und aus der Sicht einer Figur geschildert wird.

Es gab hier und da mal etwas langatmigere Passagen und Wiederholungen, welche mir nicht so gut gefallen haben.
An manchen Stellen wirkte alles Geschehene wie ein einziger Fiebertraum, aber auch hier darf man nicht vergessen, dass sicherlich die Psyche der Protagonisten eine Rolle spielt und sich auch in der Schreibweise der Geschichte widerspiegelt.
Aber es hatte auch seinen Reiz, dieses Verschwimmen von Realität und Einbildung, von Vergangenheit und Gegenwart und das Erleben der teils sehr kryptischen Aussagen der Figuren, die auf viele Arten und Weisen gedeutet werden können.

Das Ende hat die meisten meiner Fragen beantwortet, lässt mich aber auch nachdenklich und etwas wehmütig zurück.
Die Geschichte ist so vieles - tragisch, erschreckend, melancholisch, verwirrend.

Wer nach einem besonderen Erlebnis und einer Geschichte sucht, die man so schnell nicht vergisst, sollte "Das White Octopus Hotel" auf jeden Fall lesen!

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Was bedeutet es wirklich, glücklich zu sein?

Happy Head
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Jeder Mensch definiert Glück anders. Für den einen sind es zwischenmenschliche Beziehungen und Liebe. Für den anderen sind es Erfolg, Geld und Ansehen.
Im experimentellen Mental-Health-Programm "HappyHead" ...

Jeder Mensch definiert Glück anders. Für den einen sind es zwischenmenschliche Beziehungen und Liebe. Für den anderen sind es Erfolg, Geld und Ansehen.
Im experimentellen Mental-Health-Programm "HappyHead" bekommen Jugendliche die Chance, wahres Glück zu finden. Sie werden auf die Probe gestellt, werden mit ihren Ängsten und Schwächen konfrontiert und ihnen soll so der Weg zum glücklich sein geebnet werden.
Der Protagonist Seb erhält eine Einladung, an dem Programm teilzunehmen. Dort trifft er auf Finn, zu dem er sich mehr und mehr hingezogen fühlt. Schnell finden die beiden heraus, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht und die Challenges, denen sie sich dort stellen müssen, immer drastischer werden.

Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Der Schreibstil ist recht simpel gehalten, hier und da finden sogar recht humorvolle Dialoge ihren Platz. Ab und zu fand ich die Dialoge etwas zu gestellt und unauthentisch, aber das ist wirklich nur ein kleiner Kritikpunkt.
Der Spannungsbogen nimmt mehr und mehr zu und man fängt an mitzurätseln, was wirklich hinter "HappyHead" steckt.
Manches davon habe ich kommen sehen - anderes widerum nicht.

Es gibt zu Recht eine Content Note am Ende, denn es gibt durchaus Szenen, die einem sehr nahegehen können. Wer also Probleme u.a. mit Gewaltdarstellungen hat, sollte dies im Hinterkopf behalten.

Das Ende beinhaltet einen Cliffhanger und die Story ist definitiv noch nicht abgeschlossen.

Ich hatte viel Spaß mit dem Buch und freue mich schon auf den Folgeband "Dead Happy", der im Herbst diesen Jahres erscheinen soll.

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