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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.11.2025

Von der Muse geküsst

Palace of Ink & Illusions, Band 1 - Der Kuss der Muse
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Das Cover ist total schön und zeigt die beiden durchaus attraktiven Protagonisten Liv und Flame. Der Farbschnitt zeigt (glaube ich) Eratos, einer der Musen, die eine zentrale Rolle in dem Buch spielen.
Als ...

Das Cover ist total schön und zeigt die beiden durchaus attraktiven Protagonisten Liv und Flame. Der Farbschnitt zeigt (glaube ich) Eratos, einer der Musen, die eine zentrale Rolle in dem Buch spielen.
Als witzige Anekdote in der Danksagung genannt: Sabine Schoder hat tatsächlich die Statue von Eratos geküsst und hat sich dafür auf Korfu im Achilleion an die Aufpasser vorbeigeschlichen - na wenn einen das nicht inspiriert, was dann?

Liv ist eine 18-jährige Ex-Kunststudentin, die erst kürzlich von der Uni geflogen ist und mithile eines Flaschendeckels an einem Autorenwettbewerb teilnimmt.
Dieser Wettbewerb stellt sich als magisches, aber auch düsteres und gefährliches Abenteuer dar. Noch im Flieger auf dem Weg nach Korfu trifft sie Flame und schon bald sprühen die ersten Funken zwischen den beiden.
Die Geschichte ist nur aus der Sicht von Liv erzählt.
Die Figuren haben mir sehr gut gefallen. Der Humor war wirklich erste Sahne.
Liv hat Sprüche auf Lager, die mich häufig haben schmunzeln lassen. Flame wirkte eher wie ein kleiner grumpy und hat nicht immer durchblicken lassen, wie er mit ihrem Humor klarkommt.
Die beiden hatten aber eine tolle Dynamik und ich hab die Entwicklung der Beziehung zueinander mit Spannung verfolgt.

Die Atmosphäre war wirklich dicht und der Schreibstil war so flüssig, dass ich komplett in die Story eintauchen konnte.
Die Idee, dass der Kuss der Musen Inspiration liefert, aber auch Gefahren birgt, fand ich klasse. Die Musen an sich hatten auch etwas unberechenbares und gefährliches an sich. Ich wusste nie, was als nächstes passiert, was ein großer Pluspunkt für mich ist. Es gab einige Wendungen, mit denne ich nicht gerechnet hätte.

Es geht durchaus auch mal heiß her in der Geschichte, aber ich fand den Spice nicht überwältigend oder deplatziert.
Manchmal gab es ein paar Zufälle, die eben nur in Büchern passieren, über die ich aber hinwegsehen kann, weil das Buch für mich im großen und ganzen wirklich gut gefallen hat.

Der Cliffhanger am Ende ist natürlich sehr fies. Es bleiben für mich extrem viele offene Fragen und werde nicht drumherum kommen, auch Band 2 zu lesen.

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Veröffentlicht am 26.11.2025

Musste ich leider abbrechen - nicht mein Geschmack!

The Blackgate Invitation
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Ich fange erstmal mit den positiven Punkten an, die ich zum Buch "The Blackgate Invitation" teilen kann.
Das Coverart gefällt mir sehr gut, ich finde die Farbgestaltung sehr schön und auch der Farbschnitt ...

Ich fange erstmal mit den positiven Punkten an, die ich zum Buch "The Blackgate Invitation" teilen kann.
Das Coverart gefällt mir sehr gut, ich finde die Farbgestaltung sehr schön und auch der Farbschnitt ist ein Hingucker.
Der Klappentext und die allgemeine Idee, die hinter dem Plot steckt, fand ich von Anfang an sehr interessant. Gefangen zu seinem in einem uralten Herrenhaus in dem ein Mord geschieht. Mit allem Mitteln Rätsel zu lösen und herausfinden zu müssen, wer hinter dem Mord steckt und ganz beiläufig auch noch magische Artefakte zu suchen. Klingt in der Theorie mega!

An der Umsetzung allerdings haperte es. Angefangen beim Schreibstil, mit dem ich mich wirklich überhaupt nicht anfreunden konnte. Ich habe ca. 220 Seiten gelesen und selbst an dem Punkt hatte ich noch nicht das Gefühl, mit dem Schreibstil klar zu kommen. Ich habe es wirklich probiert! Allgemein der Satzbau, die Wortwahl und wie die Figuren handeln und sprechen waren einfach nur wirr und nicht nachvollziehbar für mich, vor allem überhaupt nicht authentisch.
Ich hatte das Gefühl, mir geht jede einzelne Figur auf den Geist und manche Szene im Buch wirkten eher wie Satire auf mich, wodurch ich das Ganze widerum überhaupt nicht ernst nehmen konnte.

Ich hatte ebenfalls meine Schwierigkeiten mit der hohen Anzahl an Figuren, die man als Leser ab einem bestimmten Punkt im Buch fast alle auf einen Schlag kennenlernt. Es werden so viele Namen in den Raum geworfen und ich konnte überhaupt nicht auseinanderhalten, wer wer und und wer zu welcher Familie/Linie gehört. Wieso hilft man dem Leser nicht mit einem kurzen Figurenverzeichnis oder Stammbaum am Anfang des Buches? Auch wer eventuelle Motive am Mord haben könnte, war nicht so richtig klar, daher hat das Miträtseln für mich auch keinen Spaß gemacht.

Ich fand viele der Dialoge sehr zäh und langweilig. Ich hätte mir etwas mehr "Action" gewünscht, also das die Handlung schneller in Schwung kommt. Das war leider eine zähe Angelegenheit und selbst nach 220 Seiten war es mir leider egal, wie das Buch ausgeht. Es hat mich einfach nicht interessiert, daher war für mich dann leider der Punkt gekommen, das Buch abzubrechen.

Für die Grundidee und das Cover gebe vergebe ich 2/5 Sternen.

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Veröffentlicht am 24.11.2025

Wow! Prison Break meets Tribute von Panem und ich liebs!

To Cage a Wild Bird
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"To Cage a Wild Bird" punktet mit einem wunderschönen Umschlag und einem relativ schlichten roten Farbschnitt, auf dem Vögel und ein Maschendrahtzaun zu sehen sind.
Das Buch ist der erste Teil der "Divided ...

"To Cage a Wild Bird" punktet mit einem wunderschönen Umschlag und einem relativ schlichten roten Farbschnitt, auf dem Vögel und ein Maschendrahtzaun zu sehen sind.
Das Buch ist der erste Teil der "Divided Fates" Reihe, wie viele Teile es geben wird, ist mir leider unbekannt.

Wie im Titel bereits erwähnt, kann man sich die Geschichte wie eine Mischung aus Tribute von Panem und der Serie Prison Break vorstellen. Sie wird aus der Sicht von Raven erzählt, einer jungen Frau Anfang 20, die sich im Unteren Sektor als Kopfgeldjägerin versucht, durchzuschlagen. Dis macht sie nur, um für ihren jüngeren Bruder Jed zu sorgen, nachdem ihre Eltern gestorben sind.
Sie leben in Dividum, einer Stadt, die sich nach der letzten Katastrophe zusammengefunden hat und in drei Sektoren eingeteilt ist - Unterer, Mittlerer und Oberer Sektor. Je nachdem, wo man lebt, ist der Lebensstandard besser oder schlechter.
Dann gibt es da noch Endlock, ein Gefängnis für alle, die sich nicht an die Regeln halten. Doch niemand entkommt Endlock lebend, denn dort finden Jagden auf die Insassen statt. Menschen, die genügend Kleingeld haben, dürfen Jagd auf die Häftlinge machen. Das einzig gute an Endlock ist Vale. ein gutaussehender Wachmann, dem Raven schon bald gefährlich nahe kommt...

Mir hat die Geschichte wirklich gut gefallen, würde es aber nicht im Bereich Fantasy ansiedeln. Es ist eher ein Dystopie-Roman wenn man mich fragt, da es keine richtigen Fantasie-Elemente gibt. Es ist eher eine Idee, wie die Welt nach einer Nuklearkatastrophe aussehen könnte.

Die Autorin schafft es ganz gut, Romance und den eigentlichen Plot der Story zu verknüpfen. Es gibt definitiv yearning, und das nicht zu knapp. Teilweise geht es auch ganz schön heiß her. Manchmal hätte ich mir gewüscht, dass die Protagonistin sich nicht so leicht ihrer Begierde hingibt und eher ihre eigentlichen Ziele verfolgt, aber das war schon okay so.

Mir hat die Dynamik der Figuren untereinander gut gefallen. Jede Figur hat so ihre eigene Geschichte, Vergangenheit und Handlungsmotive, die gut rübergebracht wurden, ohne dabei den Spannungsbogen zu durchbrechen.

Ich hab auf jeden Fall die ganze Zeit mitgefiebert und hatte zum Schluss auch noch einen Überraschungsmoment bzw. gab es eine Wendung, mit der ich nicht gerechnet habe.

Das Buch hat ein cooles Ende, aber es gibt schon einen Cliffhanger.
Ich freue mich schon total auf Band 2, wann auch immer dieser kommen mag!

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Veröffentlicht am 12.11.2025

Packender Schweden-Krimi mit vielen Verdächtigten

Lügennebel
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"Lügennebel" ist der vierte Band der Are-Morde-Reihe.
Leider kenne ich tatsächlich die vorherigen Bände der Reihe nicht, wollte aber aufgrund der vielen positiven Stimmen zum Buch trotzdem mittendrin einsteigen, ...

"Lügennebel" ist der vierte Band der Are-Morde-Reihe.
Leider kenne ich tatsächlich die vorherigen Bände der Reihe nicht, wollte aber aufgrund der vielen positiven Stimmen zum Buch trotzdem mittendrin einsteigen, auch wenn ich das eigentlich nicht so gerne mache.

Das Buch beweist aber auf großartige Weise, dass man die vorherigen Teile gar nicht kennen muss und trotzdem eine gute Verbindung zu den Protagonisten und dem Plot aufbauen kann.
Manche Ereignisse aus der Vergangenheit werden kurz angerissen, damit auch Leser:innen wie ich die Zusammenhänge besser verstehen können, ohne zu sehr im Detail auf die vorherigen Bücher einzugehen. Das hat mir sehr gut gefallen. Man versteht auch so, wo die Ermittler Hanna, Daniel und Antom im Leben stehen, was sie beschäftigt und welche Erlebnisse sie miteinander verbindet bzw. in welcher Beziehung sie zueinander stehen.

Im eigentlichen Fokus des Plots steht aber natürlich das typische "Whodunit". Also es gibt eine Leiche und mehrere Personen geraten während der Ermittlungen unter Verdacht. Ich habe wirklich bis zum Schluss hin und her überlegt, wer der Täter oder die Täter sein könnten. Die Geschichte lädt zum Miträtseln ein und ich fand mehrere Personen verdächtig, was natürlich bei so einer Art von Buch immer positiv ist, damit der Spannungsbogen erhalten bleibt.

Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und man merkt, dass die Autorin viel Wert auf Atmosphäre legt. Man hat quasi durch die Worte hindurch die Kälte gespürt und konnte sich bildlich die bergige Landschaft Schwedens vor Augen führen.

Ich fand die Figuren authentisch und ihre Handlungen nachvollziehbar, es wirkte alles schlüssig und logisch meiner Meinung nach.

Ich kann Lügennebel uneingeschränkt empfehlen, gerne auch an Leser:innen wie ich, die die anderen Teile der Reihe nicht kennen. Man findet auch so super in die Story rein. Ein Highlight für die kalte Jahreszeit!

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Veröffentlicht am 09.11.2025

Ein absolutes Romantasy-Highlight!

Heir of Illusion
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"Heir of Illusion" ist ein wirklich starkes Romantasy-Buch, das ich verschlungen und absolut geliebt habe.

Die Geschichte ist temporeich und so spannend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte, ...

"Heir of Illusion" ist ein wirklich starkes Romantasy-Buch, das ich verschlungen und absolut geliebt habe.

Die Geschichte ist temporeich und so spannend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte, weil ich stets wissen wollte, wie es weitergeht. Die Welt ist super atmosphärisch und durch den tollen Schreibstil konnte ich richtig gut in die Geschichte eintauchen und mir bildlich vorstellen, was gerade passiert.

Ivy als Protagonistin habe ich auch geliebt. Sie ist so eine starke, mutige und clevere Frau, die aber auch Schwächen und Makel hat, die man nach und nach kennenlernt. Ihre Situation, in der sie steckt, ist wirklich nicht einfach und ich finde ihre Gedanken und Handlungen nachvollziehbar.
Die Geschichte wird vollständig aus ihrer Sichtweise erzählt.
Thorne als Shadow-Daddy, was soll ich sagen... Ich wäre ihm auch verfallen. Er bleibt als Charakter total mysteriös und man weiß nie, ob Ivy ihm wirklich vertrauen kann. Und genau das hat den Reiz ausgemacht.
Die Kapitel hatten eine angenehme Länge und hatten oft einen Cliffhanger, der einen nahezu zum Weiterlesen gezwungen hat

Die Karte am Anfang des Buches ist total hübsch illustriert und hilft stets dabei, sich zu verbildlichen, wo sich die Figuren gerade befinden.
Ich finde die Idee mit den unterschiedlichen Inseln, den dazugehörigen Gottheiten und welche Auswirkungen es hat, ein Erbe einer Gottheit zu sein, sehr interessant.

Ich fand den Romance-Anteil genau richtig. Ich bin kein Fan davon, wenn Spice und Romance den Fantasy-Teil zu sehr in den Hintergrund rücken lassen. Dies war hier zum Glück nicht der Fall. Es gab etwas Spice, aber es hielt sich wirklich im Rahmen. Im Fokus steht die Geschichte und die Figuren an sich, was mir gut gefallen hat.

An alle Romantasy-Fans da draußen: Bitte lest dieses Buch! Trust me!

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