Wenn die Charaktere nicht überzeugen
Hold me in Summer. Eine berry kissed RomanceEigentlich lebt Archer seinen persönlichen Traum als Starkoch in Paris, als ihn ein Schicksalsschlag nach Dream Harbor bringt. Er erfährt nicht nur, dass er eine kleine Tochter hat, sondern auch, dass ...
Eigentlich lebt Archer seinen persönlichen Traum als Starkoch in Paris, als ihn ein Schicksalsschlag nach Dream Harbor bringt. Er erfährt nicht nur, dass er eine kleine Tochter hat, sondern auch, dass ihre Mutter verstorben ist und er ab sofort für die kleine Olive verantwortlich ist. Statt Sterneküche versucht er nun, das heruntergekommene Diner wieder auf Vordermann zu bringen. Um Arbeit und seine Tochter unter einen Hut zu bekommen, beschließt er, eine Nanny einzustellen. Allerdings hat er nicht damit gerechnet, dass Iris nicht nur seiner Tochter, sondern auch ihm den Kopf verdreht.
Nachdem ich von den letzten Teilen nur bedingt begeistert war, war ich relativ skeptisch, wie mir diese Geschichte gefallen würde. Der Single-Dad-x-Nanny-Trope gehört sowieso nicht unbedingt zu meinen Favoriten, aber hier fand ich die Umsetzung noch einmal deutlich schwächer. Archer und Iris wirken auf mich wie zwei hormongesteuerte Teenager, die sich absolut nicht im Griff haben. Beide finden sich gegenseitig attraktiv, aber was sie sonst noch aneinander mögen, bleibt für mich bis zum Schluss ein Rätsel. Das hält sie aber nicht davon ab, sich quasi die ganze Zeit zu bespringen. Eigentlich soll Archer sich um seine Tochter bemühen, aber jedes Mal denkt er zuerst an die Nanny, bevor er auch nur einen Gedanken an Olive verschwendet. Dazu ist er vollkommen überheblich und selbstüberzeugt, was ihn nicht gerade sympathisch macht. Außerdem fand ich es äußerst seltsam, dass der Tod von Olives Mutter so eine kleine Rolle spielt. Zwar wird es ab und zu erwähnt, aber ich hätte erwartet, dass das für ein Kind in ihrem Alter eine deutlich größere Bedeutung hat. Auch mit Iris bin ich nicht wirklich warm geworden und als dann noch der Pregnancy-Trope auftaucht, war es für mich endgültig vorbei. Wie kann sie bewusst auf ein Kondom verzichten, wenn ihr doch absolut klar ist, dass sie es nicht schafft, ihre Pille regelmäßig einzunehmen? Und statt dann ehrlich mit Archer zu sprechen, haut sie einfach ab. Das zeigt für mich noch einmal deutlich, wie unreif Iris wirklich ist, falls einem das nicht schon vorher bewusst war. Ich habe keine Ahnung, wie diese Frau nicht nur für ein, sondern gleich für zwei Kinder verantwortlich sein soll. Das Einzige, was mich an dieser Geschichte wirklich überzeugen konnte, war das Setting und die zahlreichen amüsanten Nebencharaktere inklusive Olive, die für ein Kind eigentlich ganz süß war. Das reicht für mich aber einfach nicht aus, um die Geschichte als Ganzes zu mögen.
Leider konnte mich diese Geschichte absolut nicht überzeugen und ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob ich den Rest der Reihe überhaupt noch lesen werde.