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Veröffentlicht am 24.05.2025

Ein Sommer auf Mallorca

Das Versprechen eines Sommertags
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In dem Roman steht eine Ehe kurz vor dem Aus – doch noch weiß es niemand außer dem Paar selbst. Um den äußeren Schein zu wahren, verbringen die Protagonistin und ihr Ehemann gemeinsam mit den Kindern einen ...

In dem Roman steht eine Ehe kurz vor dem Aus – doch noch weiß es niemand außer dem Paar selbst. Um den äußeren Schein zu wahren, verbringen die Protagonistin und ihr Ehemann gemeinsam mit den Kindern einen Sommerurlaub auf der Finca der Eltern auf Mallorca. Die angespannte Atmosphäre zwischen den Ehepartnern wird dabei von den Großeltern und Kindern kaum bemerkt, denn nach außen hin bemühen sich beide um Normalität.

Während der Mann zunehmend distanziert und teilnahmslos erscheint – sowohl gegenüber seiner Frau als auch den gemeinsamen Kindern –, trägt die Frau schwer an der inneren Zerrissenheit zwischen familiären Verpflichtungen und persönlichem Unglück. Inmitten dieser angespannten Konstellation tritt ein Mann aus der Vergangenheit in Erscheinung – eine alte Sommerliebe der Protagonistin, deren plötzliches Auftauchen auf der elterlichen Finca Fragen aufwirft und alte Gefühle neu entfacht.

Der Roman zeichnet ein vielschichtiges Bild einer Familie am Wendepunkt. Er thematisiert unterdrückte Konflikte, emotionale Entfremdung, die Suche nach Sinn und Nähe sowie die Rolle von Erinnerungen und verpassten Chancen. Vor dem sommerlichen Hintergrund Mallorcas entfaltet sich eine Geschichte, die alltägliche Beziehungsthemen mit leisen Tönen behandelt – und dabei die Frage stellt, wie lange sich ein brüchiges Familienkonstrukt aufrechterhalten lässt, ohne daran zu zerbrechen.

Mit einem Fokus auf zwischenmenschliche Dynamiken und innerfamiliäre Spannungen richtet sich das Buch an Leserinnen und Leser, die sich für realitätsnahe, psychologisch gezeichnete Figuren und Themen aus dem Beziehungsalltag interessieren.

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Veröffentlicht am 11.05.2025

Wien nach dem Krieg

Die Trümmerschule – Zeit der Hoffnung
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Stella ist Jüdin und flieht während des Zweiten Weltkriegs nach London. Durch diese Flucht kann sie den schlimmsten Konsequenzen des Krieges entkommen. Ihrer Familie jedoch bleibt dieses Schicksal verwehrt ...

Stella ist Jüdin und flieht während des Zweiten Weltkriegs nach London. Durch diese Flucht kann sie den schlimmsten Konsequenzen des Krieges entkommen. Ihrer Familie jedoch bleibt dieses Schicksal verwehrt – alle Angehörigen werden in Konzentrationslagern ermordet. Nach Kriegsende kehrt Stella nach Wien zurück, eine Stadt, die in Trümmern liegt.

Sie nimmt eine Stelle als Lehrerin für Deutsch und Englisch an. Doch die Rückkehr in den Berufsalltag ist alles andere als einfach. Stella liebt Literatur, insbesondere jene Bücher, die während des Krieges verboten waren. Ihre Leidenschaft für Bildung und Kultur steht im Kontrast zur Realität: Viele Lehrkräfte haben ihre nationalsozialistische Gesinnung nicht abgelegt, was die Situation zusätzlich erschwert.

Stella ist innerlich zerrissen – sie schwankt zwischen der schmerzhaften Vergangenheit und der Gegenwart. Obwohl ihr einige Menschen wohlgesonnen sind, begegnet sie vielen Widerständen und Unverständnis. Hier liegt für mich auch der größte Schwachpunkt des Buches: Die inneren Konflikte, Erinnerungen und emotionalen Belastungen werden meiner Meinung nach zu oberflächlich behandelt. Ich hatte mir eine tiefere, empathischere Auseinandersetzung mit Stellas Gefühlswelt gewünscht.

Dennoch bin ich nicht enttäuscht. Der Roman lässt sich flüssig lesen, die Hauptfiguren wirken sympathisch, und insbesondere Stellas Engagement für die Pädagogik finde ich sehr gelungen. Das zentrale Thema – die Verarbeitung der NS-Zeit – bleibt leider zu knapp, obwohl es von so großer Bedeutung ist.

Insgesamt schwanke ich zwischen drei und vier Sternen, entscheide mich aber für vier Sterne, da der Erzählstil überzeugend ist und das Buch trotz Schwächen eine wichtige Geschichte erzählt.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Notaufnahme

Staying Alive
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In diesem Roman wird auf unterhaltsame Weise der Alltag in der Notaufnahme eines Berliner Krankenhauses dargestellt. Neben der Schilderung medizinischer Notfälle spielt auch das Privatleben der Ärztinnen, ...

In diesem Roman wird auf unterhaltsame Weise der Alltag in der Notaufnahme eines Berliner Krankenhauses dargestellt. Neben der Schilderung medizinischer Notfälle spielt auch das Privatleben der Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte eine große Rolle. Dabei nehmen Themen wie Sexualität und zwischenmenschliche Beziehungen einen deutlichen Raum ein. Dieser Aspekt war für meinen Geschmack etwas übertrieben und bediente zu viele gängige Klischees, was meinen Lesegenuss stellenweise getrübt hat. Auch wenn ernste Themen wie etwa eine Fehlgeburt angesprochen werden, blieb der insgesamt lockere und teilweise überzeichnete Ton erhalten, was mir in einigen Momenten zu viel war.

Positiv hervorzuheben ist die kritische Darstellung der tatsächlichen Situation in deutschen Krankenhäusern: Wenn Patientinnen und Patienten keinen zeitnahen Termin bei Fachärzten erhalten oder bei akuten Beschwerden ärztliche Hilfe benötigen, bleibt oft nur der Gang in die Notaufnahme. Diese Realität wird im Buch auf eine satirische, aber zutreffende Weise beschrieben. Besonders deutlich wird das anhand der Beispiele – etwa, dass Patientinnen und Patienten mit Brustschmerzen schnell intensiv ärztlich versorgt werden, während Bagatellfälle, wie etwa Mückenstiche, dennoch ebenfalls die Notfallkapazitäten belasten. Diese Überzeichnung spiegelt gleichzeitig auf humorvolle Weise tatsächliche Herausforderungen des Gesundheitssystems wider.

Ein wenig "Berlin-Feeling" wird ebenfalls vermittelt, was den Charakter des Romans zusätzlich prägt. Insgesamt liest sich das Buch sehr flüssig und kurzweilig. Besonders gelungen fand ich die zahlreichen Fußnoten, die immer wieder sachliche Informationen lieferten. Diese halfen dabei, medizinische Begriffe und Abläufe besser zu verstehen, ohne den Lesefluss zu unterbrechen. Leserinnen und Leser, die sich tiefergehend informieren möchten, finden hier schnell zusätzliche Erklärungen.

Auch das moderne und ansprechende Cover hat mir gut gefallen und sofort meine Aufmerksamkeit geweckt. Die humorvolle Anspielung auf den Song "Stayin' Alive", der im medizinischen Kontext oft im Zusammenhang mit der Reanimation genannt wird, passte gut zur Grundstimmung des Buches.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Der Roman ist unterhaltsam und vermittelt auf humorvolle Weise sowohl die Herausforderungen als auch die Eigenheiten des Krankenhausalltags, wobei jedoch die klischeehafte Darstellung der Charaktere nicht jedermanns Geschmack treffen dürfte.

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Sieben Tage

Nur du weißt, wer du bist
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Sieben Tage bis zum guten Selbstwertgefühl. Ein Spaß der so teuer ist wie ein Urlaub in der Karibik. Eine Agentur die wie aus dem Nichts auftaucht. Das fand ich schon suspekt.
Es geht darum ein neues Selbstwertgefühl, ...

Sieben Tage bis zum guten Selbstwertgefühl. Ein Spaß der so teuer ist wie ein Urlaub in der Karibik. Eine Agentur die wie aus dem Nichts auftaucht. Das fand ich schon suspekt.
Es geht darum ein neues Selbstwertgefühl, Selbstverantwortlichkeit usw. aufzubauen.
Zum Glück wird ja gleich am Anfang berichtet das es noch einige Monate dauert. Und der Kurs dann noch weiter geht und die ersten sieben Tagen nur ein Anfang ist.
Mir fehlte aber trotzdem die Beschreibung das es auch Rückschläge gibt und arge Selbstzweifel. Als Roman kann man das Buch sicher lesen und vielleicht auch mal über etwas nach denken. Alles geht mir zu locker und zu leicht. Was für mein Verständnis nicht passt.
Aber für den normalen Menschen mit Ängsten, Sorgen und Verzweifelungen sollte dieser Roman nur als Geschichte zählen. Illusionen könnten geweckt werden. die sich überhaupt nicht einstellen. Ich bin hin und her gerissen. Habe den Roman gut und gerne und auch schnell gelesen. War angetan von den Bildchen im Buch . Vom wunderschönen Cover - es gibt für mich aber auch dieses ABER..

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Super

Elbnächte. Die Lichter über St. Pauli
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Mir hat der Roman "Elbnächte" sehr gut gefallen. Das Buch ließ sich schnell durchlesen, da ich es kaum aus der Hand legen konnte. Es erzählt die Geschichte von Louise, Paul und Ella – drei ganz unterschiedliche ...

Mir hat der Roman "Elbnächte" sehr gut gefallen. Das Buch ließ sich schnell durchlesen, da ich es kaum aus der Hand legen konnte. Es erzählt die Geschichte von Louise, Paul und Ella – drei ganz unterschiedliche Personen, die sich kennenlernen und sich sympathisch werden.

Die Handlung spielt hauptsächlich auf der Reeperbahn und in einigen Stadtteilen, die nicht gerade wohlhabend sind. Besonders gefallen hat mir die Möglichkeit, in die Vergangenheit zu reisen und gleichzeitig das Gefühl zu haben, dass viele der beschriebenen Orte mir bekannt sind und auch heute noch existieren. Ich fühlte mich so heimisch, dass es schon fast seltsam war.

Manchmal dachte ich, es wäre schön, wenn das Buch ein wenig mehr Spannung bieten würde. Tatsächlich fehlte mir an einigen Stellen die Dramatik. So manche Szene hätte von mehr Intensität profitiert, und das plötzliche Auftauchen von Pauls Bruder, der als verschollen galt, fand ich fragwürdig.

Dennoch überwiegt das heimische Gefühl, weshalb ich mich für die volle Anzahl an Sternen entscheide. Tatsächlich würde ich sehr gerne die Fortsetzung lesen.

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