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Veröffentlicht am 19.09.2021

Musst auch du Buße tun ?

Die Todesbeigaben: Thriller
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Zitat aus dem Buch:
"Ja, ich mag diesen Nervenkitzel. Wenn ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann, weil ich unbedingt wissen will, wie es ausgeht."
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Wie wahr doch dieses Zitat auf dieses Buch ...

Zitat aus dem Buch:
"Ja, ich mag diesen Nervenkitzel. Wenn ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann, weil ich unbedingt wissen will, wie es ausgeht."
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Wie wahr doch dieses Zitat auf dieses Buch passt. Ich habe es tatsächlich inhaliert. @drea.summer hat eine tolle Art zu schreiben. Man hat einen richtigen Spannungsfaden, an dem man sich lang hangeln kann und am Ende kommt dann noch eine Überraschung, wo man dann einfach zufrieden und begeistert das Buch bei Seite legt. Das mag ich.
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Irgendwie wusste ich dann plötzlich wer es war aber das warum und wieso nicht. Das kam dann aber später und ich muss sagen, dass ich vollkommen nachvollziehen kann, warum er an manchen Stellen so gehandelt hat. Aber nur an manchen.
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Mir hat extrem die Erzählweise des Täters gefallen. Ich mag es einfach diese absurden Gedanken zu lesen um diese nach und nach verstehen zu können. Manche Täter tun mir am Ende sogar leid. War hier zwischenzeitlich auch der Fall.
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Das Inspektor Team was den Fall löste, war mir auch sehr sympathisch. Sie eine echt taffe aber gefühlvolle Inspektorin und er ein schlaues und vielleicht noch etwas naives Kerlchen. Wobei er auf mich einen extrem kompetenten Eindruck gemacht hat.
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Sehr speziell ist der Ort des Geschehens. Ein Lost Place in Döllersheim an dem Hitlers Großmutter geheiratet hat und dort begraben wurde. Und noch mehr interessante Fakten gibt es über diesen Ort zu berichten. Eine interessante Recherche die @drea.summer da unternommen hat.
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Ein wie ich finde sehr gelungenes Buch mit einem sehr interessanten Täter und einer recht traurigen Geschichte die hinter seinen Taten steckt. Dazu ein Ende was ich so absolut nicht erwartet habe. Hier kann ich eine ganz klare Leseempfehlung aussprechen. Danke @drea.summer für diese tollen Lesestunden. 
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Gibt es bei dir auch etwas wo du Buße tun musst? 

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Veröffentlicht am 14.09.2021

Es ist ein solides,gutes Buch.

Das Flüstern der Puppen (Thriller)
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Findet ihr das Wort "solide" in einer Rezension gut oder schlecht?
Ich würde es für dieses Buch nutzen. Und zwar, weil es ganz ok war, aber mich nicht umgehauen hat.
Das erste Buch, was ich von ihm gelesen ...

Findet ihr das Wort "solide" in einer Rezension gut oder schlecht?
Ich würde es für dieses Buch nutzen. Und zwar, weil es ganz ok war, aber mich nicht umgehauen hat.
Das erste Buch, was ich von ihm gelesen habe, fand ich richtig toll, nur hier fehlte mir der richtige Nervenkitzel.
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Direkt an Lenas ersten Arbeitstag muss sie mit ihrem neuen Kollegen Henning in einem Mordfall ermitteln. Eine Junge Frau liegt halb verbrannt in einem Ofen was so einiges in Lena auslöst.
Der Mörder hat ein Souvenir dagelassen, und zwar eine Puppe, die er extra "hergerichtet" hat. Aufgeschlitzt mit Keksen im Bauch.
Und es bleibt nicht bei einem Opfer.
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Die zwei haben ein Team hinter sich und versuchen mit dem wenigen, was sie haben auf die Spur des Täters zu kommen.
Ihr Chef bekommt Druck von oben, mit denen er es den beiden nicht leichter macht und auch das Team selbst ist sehr komisch.
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Was soll ich sagen? Es ist ein gutes Buch was man mal zwischendurch lesen kann, aber wenn man wie ich schon einige Thriller gelesen hat, dann könnte man eventuell hier einiges an Spannung vermissen. Die hätte für meinen Geschmack etwas mehr sein können.
Kann aber auch natürlich sein, dass es genau so gewollt war, damit man auch die Charaktere noch besser kennenlernt. Interessant war natürlich, wie alles zusammen gepasst hat, auch, wenn ich schon ganz am Anfang bei einer Person ein komisches Bauchgefühl hatte, was sich am Ende auch bestätigt hat.
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Das wie, wo und warum klärt sich im Laufe des Buches, was immerhin keine Fragen offen lässt. Ich bin mir sicher, dass die zwei Ermittler noch weitere Fälle lösen könnten. Mich würde nämlich wirklich interessieren wie sie auf Dauer miteinander klarkommen und auch wie sie sich selbst weiterentwickeln.
Empfehlen kann ich euch das Buch auf jeden Fall denn @gunnarschwarz.autor hat einen tollen Schreibstil der einen auf mehr freuen lässt.

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Veröffentlicht am 12.09.2021

Ein durchaus gelungenes Buch

Nichts bleibt begraben
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Stellt euch eine ganz alte Bar vor mit einer kleinen Bühne. Ihr sitzt zugedeckt mit Füßen oben in einem Sessel, in der Hand was Leckeres zu trinken und neben dem Sessel steht noch ein Tisch mit Leckereien. ...

Stellt euch eine ganz alte Bar vor mit einer kleinen Bühne. Ihr sitzt zugedeckt mit Füßen oben in einem Sessel, in der Hand was Leckeres zu trinken und neben dem Sessel steht noch ein Tisch mit Leckereien.
Vor euch auf der kleinen Bühne steht ein Mann ganz schnieke in einem Anzug und erzählt euch sehr ausführlich seine Geschichte. Und zwar nur euch. Sonst niemandem.
So fühlte ich mich durchweg beim Lesen. Total gefesselt, als wäre es ewig her etwas Interessantes gehört zu haben.
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Harlan Coben hat es wirklich drauf zu schreiben. Wobei ich auch dieses Buch eher als soften Thriller bezeichnen würd, wenn überhaupt.
Was das Buch aber nicht schlechter dastehen lässt.
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Win der Hauptprotagonist ist ein taffes Kerlchen mit einem sehr wachen Verstand. Vielleicht empfindet man nicht jeden Schritt, den er geht als gut, aber am Ende fand ich alles absolut nachvollziehbar.
Er übt Selbstjustiz aus, da die Justiz selbst total versagt, wenn es um tatsächlich gerechte Strafen geht. Und wer kennt es nicht? Manchmal hört man von Taten und fragt sich ob 1 oder 2 Jahre Haft diesem gerecht werden.
Zahn um Zahn ist vom Gesetz her zwar nicht erlaubt, aber auch ich fänd es in gewissen Situationen durchaus gerechter.
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Und so sieht Win es auch. Hier geht es nämlich um seine Familie und da diese sehr reich ist, hat er mehr Mittel und Möglichkeiten als das FBI. Und genau diese bitten ihn ihnen zu helfen.
Der Familie wurden 2 Gemälde gestohlen, seine Cousine wurde entführt und missbraucht und sein Onkel wurde erschossen. Das alles ist schon über zwanzig Jahre her aber nicht geklärt.
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Win klärt diesen Fall auf seine Art und Weise auf. Und ich muss sagen, dass Ende hat mich ein wenig überrascht.
Was da allerdings alles so ans Tageslicht kommt, ist nichts was man über seine Familie in der Presse lesen will.
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Aber macht euch selbst ein Bild und lest dieses Buch.

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Veröffentlicht am 06.09.2021

Nichts für schwache Nerven

Der Tätowierer von Auschwitz
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Eine Geschichte die einen fassungslos zurücklässt und bei der man schlicht weg froh ist nicht dabei gewesen zu sein. Denn diese Geschichte ist leider so passiert.
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Ludwig Eisenberg (Lale) erzählt, wie ...

Eine Geschichte die einen fassungslos zurücklässt und bei der man schlicht weg froh ist nicht dabei gewesen zu sein. Denn diese Geschichte ist leider so passiert.
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Ludwig Eisenberg (Lale) erzählt, wie er ins Konzentrationslager kam und welche Strategien er sich zurechtgelegt hat, um zu überleben.
Denn genau das war sein Ziel
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Gisela Fuhrmannová (Gita) hat er dort kennen und lieben gelernt. Sie haben sich gegenseitig Kraft gegeben für diese schwere Zeit.
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Jedem sind Ausschwitz und Birkenau ein Begriff, aber man kann gar nicht ganz greifen was dort geschehen ist. Wie auch? Meine Generation ist ohne Krieg vor der Tür aufgewachsen und ich hatte lange keine Vorstellung von der Grausamkeit, die Menschen ausüben können. Man ist in jungen Jahren auch einfach noch sehr naiv.
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Lale berichtet von Ereignissen, die so schlimm sind, dass es mir oft Gänsehaut bescherte. Wie z.B. eine Gruppe Menschen in einen Bus gesperrt wurde, um sie dort drin zu vergasen. Oder wie noch lebende Menschen auf einen Haufen mit schon toten kamen. Aber es gibt auch schöne Momente, von denen er berichtet. Wie sich Freundschaften bildeten und wie Menschen von außerhalb halfen, damit sie ab und an immerhin ein wenig was zu essen hatten.
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Teilweise fand ich die Erzählungen sehr langatmig, aber es hat mich am Ende doch beeindruckt.
Wie Lale seinen Weg gegangen ist, trotz, dass er nicht mit dem, was er tat, konform ging. Er musste Dinge tun, damit er selbst überleben konnte.
Sein Gewissen, was das betraf, musste er schlicht weg abschaffen.
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Es ist ein Buch was uns daran hindern soll diese Taten und Menschen zu vergessen. Und es soll einem bewusst machen, wozu Menschen fähig sind.
Ich kann nur hoffen, das sich solche Taten bei uns nie wiederholen und doch ist mir bewusst, dass es noch viel zu viel Leid auf der Welt gibt.
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Solltet ihr es lesen, legt euch Nervennahrung an die Seite und vielleicht ein Taschentuch.

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Veröffentlicht am 30.08.2021

Ein toller Psychothriller

Totentier: Psychothriller
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Ein Buch ganz nach meinem Geschmack.
Es so viele Gefühle in mir ausgelöst, dass ich am Ende erstmal da saß und dachte "ai ai ai".
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Da ist dieser Kommissar der seine Frau verloren hat, sich oft bis in ...

Ein Buch ganz nach meinem Geschmack.
Es so viele Gefühle in mir ausgelöst, dass ich am Ende erstmal da saß und dachte "ai ai ai".
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Da ist dieser Kommissar der seine Frau verloren hat, sich oft bis in den nächsten Blackout säuft und so gar nicht mit sich klarkommt.
Er tat mir so leid, denn sein Schmerz saß extrem tief.
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Dann ist da dieser Serienkiller, der es sich zur Aufgabe gemacht hat Tierquäler zur Strecke zu bringen.
Dann ist der Killer dir irgendwie Sympathisch da er diese Menschen einfach nur so behandelt wie diese zuvor die Tiere.
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Also war wirklich alles an Gefühlen dabei, die man sich nur vorstellen kann. Anteilnahme, Freude, Trauer, Wut, Ekel, Verständnislosigkeit und am Ende ein "Nee echt jetzt?".
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Ich fand es irgendwie nicht allzu falsch was der Killer dort tat. Man sympathisiert mit dem Täter da er einfach das Tier Leid rächt. Denn Fakt ist ja nun mal das bei uns ein Tier immer noch viel zu wenig geschützt wird und Tier Leid schlicht weg nicht genug bestraft wird.
Dennoch weiß man aber das, was er tut, nicht richtig ist.
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Die Zusammenhänge zwischen Täter, dem Kommissar und den anderen wichtigen Protagonisten war manchmal wirr und doch total verständlich. Also ihr merkt schon. Ich bin ein wenig durch den Wind.
Fakt ist aber, dass Buch ist super. @nicolesiemer_autorin hat das mit dem Schreiben wirklich gut drauf. Ich fand den Kommissar einfach super wobei ich am Ende mir dann nicht mehr so sicher damit war.
Das kann man aber nur verstehen, wenn man die Story gelesen hat. Und ich würde sie definitiv jedem empfehlen.
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Denke es wird am Ende vielen so gehen wie mir, die einfach das Ganze erstmal sacken lassen müssen und selbst dann sind sie sich bestimmt mit ihren Gefühlen was nun richtig oder falsch war nicht ganz einig.
Jedenfalls bin ich es mir nicht.
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Ob der Kommissar je seinen Frieden mit sich finden wird? Ob das nicht nach einem zweiten Teil schreit?

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