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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.10.2024

Gut, aber ungeschliffen

Three Swedish Mountain Men (Why Choose 1)
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Ich habe zusätzlich zur deutschen Übersetzung in die englische Originalversion hineingeschmökert und kann sagen, dass die Übersetzung sehr gut scheint und der Schreibstil sehr angenehm zu lesen war. Das ...

Ich habe zusätzlich zur deutschen Übersetzung in die englische Originalversion hineingeschmökert und kann sagen, dass die Übersetzung sehr gut scheint und der Schreibstil sehr angenehm zu lesen war. Das Buch wird aus den vier Perspektiven der Hauptcharaktere erzählt, wodurch man einen noch genaueren Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt der Protagonisten bekommt.
Ich fand die Hintergrundgeschichten von Eli, Riven und Cole waren gut ausgebaut, genauso wie die Darstellung ihrer verschiedenen Charakterzüge. Obwohl es gleich drei männliche Hauptcharaktere gab, hatte man nicht das Gefühl, dass einer von ihnen in der Geschichte unterging. Die traumatische Hintergrundgeschichte, der Protagonistin Daisy, wurde im Laufe der Geschichte erzählt und Daisy’s Handlungen und Reaktionen können besser verstanden werden.
Die Beziehung zwischen Eli, Riven und Daisy nimmt sehr schnell Gestalt an, während Cole sich länger zurückhält, was aber zu seinem Charakter passt. Die Chemie zwischen den Protagonisten passt. Bei diesem Buch muss man gleich wissen, dass ein großer Fokus auf dem Spice liegt, trotzdem finde ich auch, dass die Entwicklung der Liebesbeziehung nicht zu kurz kommt.
Die erste Hälfte des Buches war ziemlich fast-paced, aber nach ungefähr der Hälfte des Buches hat sich die Geschichte länger gezogen. Das vorletzte Kapitel, hier treffen die Männer auf Daisy’s Eltern, war unangenehm zu lesen und ich hatte das Gefühl, dass die Autorin versucht hat zu viele Dinge und Themen gleichzeitig zu behandeln.
Da ich in Schweden lebe, kann ich sagen, dass einige beschriebenen Dinge über die Schweden und ihr Land nicht so realistisch sind, zum Beispiel die Namen der männlichen Protagonisten gibt es kaum bzw. gar nicht wirklich.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir die Geschichte und Charaktere gut gefallen haben, aber dass das Buch zum Ende hinweg doch etwas lang und ungeschliffen gewirkt hat. Daher 3,5 Sterne!

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Veröffentlicht am 18.03.2022

gemischte Gefühle

Love in the Big City
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Cover: Ich bin eigentlich nur durch das Cover auf dieses Buch aufmerksam geworden, weil es mir durch seinen schönen Farbverlauf und den sehr ansprechenden Titel „Love in the Big City“ gleich ins Auge gesprungen ...

Cover: Ich bin eigentlich nur durch das Cover auf dieses Buch aufmerksam geworden, weil es mir durch seinen schönen Farbverlauf und den sehr ansprechenden Titel „Love in the Big City“ gleich ins Auge gesprungen ist.

Inhalt: Im Buch begleiten wir Young, einen partyfreudigen jungen Mann, von seinen ersten Studienjahren bis zu seinen 30ern. In dieser Zeit geht er verschiedene Liebesbeziehungen mit ganz unterschiedlichen Männern ein. Dazu berichtet er noch von seiner engen Freundschaft mit Jahee und der schwierigen Beziehung zu seiner Mutter.

Meine Meinung:

Generell: Meine Meinung zu diesem Buch ist sehr zwiegespalten. Bei manchen Kapiteln konnte ich es kaum aus der Hand legen, weil es mich so berührt hat oder einfach interessant war, aber bei anderen habe ich schnell den Faden verloren. Dies war der Fall, weil es viele Zeitsprünge gab und es für mich daher teilweise unklar war, in welchem Zeitabschnitt der Geschichte ich mich gerade befand.
Zu Young: Young ist ein außergewöhnlicher Protagonist, da er im Vergleich zu so vielen anderen Protagonisten menschlicher ist. Man hat das Gefühl man begleitet eine echte Person durch ihr Leben mit allen Höhen und Tiefen, weshalb man auch gut mit ihm und seinen Entscheidungen mitfühlen kann. Trotzdem hat mir eines ganz besonders gefehlt, was bei mir eher gemischte Gefühle bewirkt hat: Charakterentwicklung. Obwohl Young über sein Leben hinweg einige Schicksalsschläge und toxische Beziehungen erlebt, verändern sich sein Charakter und seine Handlungsweisen im Laufe der Geschichte nur wenig, was man aber eigentlich auch als gut betrachten kann. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass er vom Anfang bis zum Ende der Geschichte nur wenig Entwicklung als Person durchgemacht hat.

Fazit: Ich kann „Love in the Big City“ jedem empfehlen der Interesse hat, durch die Geschichte des Erwachsenwerdens von Young, einen etwas anderen Einblick in die Gesellschaft und Kultur Südkoreas zu bekommen, aber kein Problem mit vielen Zeitsprüngen und eher weniger Charakterentwicklung hat.

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Veröffentlicht am 17.05.2021

Humorvoller Roman mit Tiefgang

Irgendwo ist immer irgendwer verliebt
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Das Buchcover hat mich gleich, durch seine fröhlichen Farben und schönen Illustrationen, angesprochen. Ich finde es toll, dass es so viele Details der Protagonisten widerspiegelt. Der Klappentext verrät ...

Das Buchcover hat mich gleich, durch seine fröhlichen Farben und schönen Illustrationen, angesprochen. Ich finde es toll, dass es so viele Details der Protagonisten widerspiegelt. Der Klappentext verrät nicht zu viel von der Geschichte und lädt gleich zum Lesen ein.

Die Protagonistin, Chelsea, reist in diesem Buch in drei Länder: Irland, Frankreich und Italien. Dort sucht sie die große Liebe, bei drei Männern, die sie bei einer vergangenen Reise kennenlernte.

Das Setting in den verschiedenen Ländern hat mir einfach unglaublich gut gefallen, weil alles genau und lebendig beschrieben wurde. Beim Lesen hatte man das Gefühl, dass man sich mit der Protagonistin an den verschiedenen Orten ihrer Reise befindet.

Der Erzähl- bzw. Schreibstil der Autorin war außerdem angenehm, fließend zu lesen und der Humor kam nicht zu kurz. Bei einigen Szenen konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Ich mochte sehr, dass es trotz der vielen fröhlichen Momente auch tiefgründige Gespräche und emotionale Momente im Buch gab, wo man richtig mit den Protagonisten mitfühlen konnte.

Leider konnte mich bei dieser Geschichte die Protagonistin, Chelsea, nicht so gut überzeugen, weil sie in vielen Situationen, auch schon zu Beginn, einfach kindisch, unüberlegt und impulsiv gehandelt hat, was mich vor allem gegen Ende des Buches wirklich genervt hat, da ich erwartete, dass sie im Laufe des Buches eine größere Wandlung durchmachen würde.
Die meisten Nebencharaktere waren liebenswürdig, fröhlich und hilfsbereit, was mir sehr half über das Verhalten der Protagonistin hinwegzusehen.

Zum Abschluss lässt sich sagen, dass „Irgendwo ist immer irgendwer verliebt“ eine nette Geschichte für Zwischendurch ist, die mit ihrem Erzählstil, Setting, Nebencharakteren, dem guten Wechsel aus emotionalen und freudigen Momenten beim mir punkten konnte.

Ich würde das Buch jedem empfehlen, der eine lockere, humorvolle Urlaubslektüre mit Tiefgang sucht.

Ich gebe dem Buch 4/5 Sterne.

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