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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2025

Berührende Geschichte

Die Tage nach dem Pflaumenregen
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Zum Inhalt:
Suchi und Haiwen verlieben sich 1938 in Shanghai. Um seinen Bruder vor der Einberufung zur Armee zu schützen, meldet er sich heimlich zur Armee und hinterlässt Suchi eine Nachricht mit den ...

Zum Inhalt:
Suchi und Haiwen verlieben sich 1938 in Shanghai. Um seinen Bruder vor der Einberufung zur Armee zu schützen, meldet er sich heimlich zur Armee und hinterlässt Suchi eine Nachricht mit den Worten: Verzeih mir. 60 Jahre später treffen sich die beiden zufällig in Los Angeles wieder, Haiwen sieht es Chance, Suchi will nicht zurück schauen. Bekommt die Liebe von damals eine neue Chance?
Meine Meinung:
Das war ein ganz schöner Wälzer, aber um die Geschichte zu verstehen, musste es natürlich viele Rückblenden geben, damit man die Lebenswege der beiden Protagonisten nachvollziehen kann. Dafür musste man seinen Gehirnschmalz ganz schön zusammen halten. Gerade was die Kriegszeiten angeht ist das Buch auch ganz schön heftig, aber so ist Krieg halt. Suchis Schmerz wird genauso betrachtet wie auch die Schuldgefühle von Haiwen. Was ich bemerkenswert fand, der Schreibstil ist irgendwie angepasst an die jeweiligen Erzählzeiten, das hat man doch eher selten und fand das besonders im Anbetracht dass es Debut der Autorin ist schon enorm.
Fazit:
Berührende Geschichte

Veröffentlicht am 04.03.2025

Tolles Buch

Für Polina
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Zum Inhalt:
Als er vierzehn Jahre alt war, verliebte sich Hannes in Polina und nur für die komponierte er eine Melodie, die ihr gesamtes Wesen und ihre Wünsche umfasst. Doch als seine Mutter unerwartet ...

Zum Inhalt:
Als er vierzehn Jahre alt war, verliebte sich Hannes in Polina und nur für die komponierte er eine Melodie, die ihr gesamtes Wesen und ihre Wünsche umfasst. Doch als seine Mutter unerwartet stirbt, stirbt mit ihr die Musik und damit auch Polina. Jahrelang spürte er nichts als Leere bis er erkennt, dass er Polina finden muss und das einzige Mittel ist ihre Melodie.
Meine Meinung:
Das war ein Buch der Extraklasse, wobei ich nicht mal wirklich sagen kann, was mich da so abgeholt hat. Denn im Grunde ist es unter anderem eine Liebesgeschichte, die mich oft nicht abholen, aber dieses Buch ist einfach mehr. Wie Hannes hadert, sich leer fühlt und irgendwann erkennt, was ihm fehlt. Irgendwie hat mir Hannes als Protagonist sehr gut gefallen, er wirkt sehr authentisch und ich habe mit ihm gefühlt und mit gelitten und das von Anfang an. Der Schreibstil ist mitreißend, lässt einen die Höhen und Tiefen hautnah miterleben und man mag gar nicht mehr aufhören zu lesen.
Fazit:
Tolles Buch

Veröffentlicht am 04.03.2025

Hauptsache, der Schein wird gewahrt

Bis die Sonne scheint
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Zum Inhalt:
Daniel freut sich auf seine Konfirmation, doch dann bekommt er mit, dass die Eltern pleite sind und kaum wissen, wie sie die Familie über Wasser halten sollen. Dabei schien doch die Idee mit ...

Zum Inhalt:
Daniel freut sich auf seine Konfirmation, doch dann bekommt er mit, dass die Eltern pleite sind und kaum wissen, wie sie die Familie über Wasser halten sollen. Dabei schien doch die Idee mit der eigenen Firma so gut, doch die Aufträge bleiben in der Wirtschaftskrise aus und es finanziell immer mehr bergab, so dass sogar der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht. Aber ein Talent hat die Familie, Ruhe bewahren und das Leben genießen.
Meine Meinung:
Was für mich tatsächlich das interessanteste am Buch ist, war die Zeit in der es spielte, denn ich war in den achtziger Jahren ähnlich alt wie Daniel und so hatte ich mehr als einen Aha-Moment. Die Geschichte der Familie war ein auf und ab mit auch durchaus interessanten Momenten. Für das wesentliche ist kein Geld da, aber wenn mal Geld da ist, wird das Geld eher für unnützes ausgegeben, damit man nach außen besser dasteht als es eigentlich ist. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven und zu unterschiedlichen Zeiten erzählt, das machte das Geflecht verständlicher. Insgesamt hat mir das Buch gefallen.
Fazit:
Hauptsache, der Schein wird gewahrt

Veröffentlicht am 04.03.2025

Kindheit im Dorf

Schwimmen im Glas
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Zum Inhalt:
Lore wächst behütet auf dem Land auf. Der Vater ist Bürgermeister, die Mutter, Pfarrsekretärin. Die älteren Brüder interessieren sich hauptsächlich für sich, so dass Lores engste Bezugspersonen ...

Zum Inhalt:
Lore wächst behütet auf dem Land auf. Der Vater ist Bürgermeister, die Mutter, Pfarrsekretärin. Die älteren Brüder interessieren sich hauptsächlich für sich, so dass Lores engste Bezugspersonen ihre Großeltern sind. Und dann gibt es noch ihre Tante Ursula, die in der Stadt lebt, ein Kind erwartet und mit ihren Ansichten immer polarisiert und Lore total fasziniert. Als mittlerweile erwachsene Person steht Lore mitten im Leben, als sie unerwartet mit der Vergangenheit konfrontiert wird.
Meine Meinung:
Im Wesentlichen wird die Geschichte aus Sicht der jungen Lore erzählt mit Einschüben aus der Jugend und auch als Erwachsene. Sie lebt in einem patriachalischen Umfeld und berichtet viel über die Verhältnisse, erlebt auf der anderen Seite aber auch die Freiheit bei ihrer Tante Ursula, die sie als sehr angenehm empfindet, da sie in der dörflichen Umgebung als Mädchen bei weitem nicht alles darf. Irgendwie fühlte ich mich teilweise schon an die eigene Kindheit erinnert, denn auch ich bin ein Dorfkind. Den Schreibstil mit den Wechseln zwischen einer jungen Erzählweise und dann doch wieder anspruchsvolleren Erzählweise hat mir gut gefallen.
Fazit:
Kindheit im Dorf

Veröffentlicht am 02.03.2025

Gutes Buch für jugendliche Leser

FREI – Bester Sommer (FREI 1)
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Zum Inhalt:
Joshua ist häufiger Umzüge gewohnt, da seine Mutter als Künstlerin ständig auf der Suche nach Inspiration ist. Dadurch bedingt ist Joshua es gewohnt nie richtig dazu zugehören. Diesmal ist ...

Zum Inhalt:
Joshua ist häufiger Umzüge gewohnt, da seine Mutter als Künstlerin ständig auf der Suche nach Inspiration ist. Dadurch bedingt ist Joshua es gewohnt nie richtig dazu zugehören. Diesmal ist es ein absolutes Kuhdorf. Das neue Schuljahr startet es ungewöhnlich mit einem Projekt, bei dem die Kinder in Gruppen mehrere Tage im Wald verbringen. Und so startet Joshua mit den neuen Mitschülern in die Wildnis.
Meine Meinung:
Man möchte eigentlich nicht mit Joshua tauschen, denn sich ständig neu orientieren zu müssen, ist für Jugendliche nun wahrlich nicht einfach. Hier wird Joshua sehr authentisch mit seiner Gefühlswelt dargestellt. Das Schulprojekt ist ein ungewöhnlicher Start und bringt uns nicht nur Joshua sondern auch die anderen Schüler näher. Nicht nur einer hat ein schwieriges Leben und muss Herausforderungen bestehen. Das Projekt im Wald ist interessant und nach und nach erfährt man immer mehr über die einzelnen Figuren und deren Seelenleben. Ich finde das Buch für Jugendliche sehr gut geeignet.
Fazit:
Gutes Buch für jugendliche Leser