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Veröffentlicht am 31.05.2026

Die Mystik des Moores

Moorland. Die Zwillinge
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Nach einem Ausflug in die Moorlandschaft kehren die Zwillinge Jana und Nike nicht mehr zurück. Trotz widrigen Wetters waren die beiden aufgebrochen, um neue Videos für ihren TikTok-Kanal zu machen. Eine ...

Nach einem Ausflug in die Moorlandschaft kehren die Zwillinge Jana und Nike nicht mehr zurück. Trotz widrigen Wetters waren die beiden aufgebrochen, um neue Videos für ihren TikTok-Kanal zu machen. Eine sofort gestartete Suchaktion bleibt zunächst erfolglos. Die Ermittlungen übernimmt Kommissarin Malia Gold, die nach vielen Jahren wieder in ihr Heimatdorf zurückkehrt. Der Fall der vermissten Zwillinge erinnert Malia an ein Ereignis in ihrer eigenen Vergangenheit.

„Moorland – Die Zwillinge“ ist der Beginn einer neuen Reihe. Der Start ist auf jeden Fall absolut gelungen. Ich kenne alle bisherigen Thriller des Autors und bin schon immer von seinem Schreibstil begeistert. Doch dieses Mal hat Andreas Winkelmann sogar noch eine Schippe draufgelegt. Das Buch ist einfach super! Möglicherweise lag es am Setting, denn Moorlandschaften bieten einfach eine ideale Grundlage für viel Mystik. Die Atmosphäre des nebligen, geheimnisvollen Moores war jedenfalls perfekt eingefangen. Dazu noch die kleine Dorfgemeinschaft, die ihre Geheimnisse birgt und eine Mauer des Schweigens bildet. Wer hier nicht geboren wurde, bleibt sein Leben lang ein „Zugezogener“.
Es gibt jede Menge falscher Fährten und man grübelt die ganze Zeit, wer der Täter sein könnte und was sein Motiv ist. Überhaupt ist die Spannung von Beginn an da und liegt das ganze Buch hindurch auf einem hohen Niveau.
Auch die Figuren sind sehr gut getroffen und beschrieben. Kommissarin Malia Gold kehrt nach 15 Jahren in ihr Heimatdorf zurück, nicht nur um dort die Leitung zu übernehmen, sondern auch um endlich mit ihrer Vergangenheit und ihrer Familie aufzuräumen. Die noch junge Kommissarin war mir auf Anhieb sympathisch und auch ihre charakterliche Entwicklung hat mir sehr gut gefallen.
Das Cover ist übrigens ein absoluter Treffer. Die Farben sind wundervoll aufeinander abgestimmt und der Farbschnitt einfach schön. Das Buch weckt auf jeden Fall die Neugier.
Für mich war „Moorland – Die Zwillinge“ ein richtiges Thriller-Highlight. Der zweite Band „Die Braut“ soll bereits Anfang November 2026 erscheinen. Ich hoffe auf noch viele Fortsetzungen.

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Veröffentlicht am 28.05.2026

Neue Reihe mit sympathischen Ermittlern

Schlafende Vulkane
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Die noch unerfahrene Polizistin Helga Jónsdóttir soll ihren ersten eigenen Mordfall übernehmen. In einem Reitstall in der Nähe Reykjaviks wurde eine tote, nackte Frau aufgefunden. Noch unsicher nimmt Helga ...

Die noch unerfahrene Polizistin Helga Jónsdóttir soll ihren ersten eigenen Mordfall übernehmen. In einem Reitstall in der Nähe Reykjaviks wurde eine tote, nackte Frau aufgefunden. Noch unsicher nimmt Helga die Ermittlungen auf. Der zehnjährige Sohn des Opfers scheint aus der gemeinsamen Wohnung geflohen zu sein. Um den Jungen ausfindig zu machen, bittet sie Bjarki um Hilfe. Der Isländer ist ebenfalls Polizist, arbeitet aber nur noch als Verkehrspolizist. Er ist mit Island bestens vertraut und kennt Land und Leute. Zudem hat er sich auf das Auffinden vermisster Personen spezialisiert. Gemeinsam machen sich die beiden auf die Suche. Doch schon bald wird eine weitere tote Mutter aufgefunden.
Der Autor Michael Hjorth war mir schon bestens bekannt durch die Sebastian Bergman-Reihe, die er gemeinsam mit Hans Rosenfeldt geschrieben hat. Nun also eine neues Autoren-Duo, dieses Mal ergänzt durch Bjarne Thorsson, einem Isländer. Die beiden haben eine interessante und spannende Ermittlungsgruppe ins Leben gerufen, die durch Bjarki perfekt ergänzt wird. Helga ist Halbschwedin und mit ihrer Tochter erst vor vier Monaten von Stockholm nach Island gezogen. Eigentlich ein Stadtmensch, aber sehr hartnäckig und mit Biss. Ganz anders als der sehr bodenständige Bjarki, der auch gerne mal die geltenden Regeln auf seine Weise auslegt.
Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven, bei denen die einzelnen Teammitglieder zu Wort kommen, der Focus liegt jedoch auf der Sicht von Helga und Bjarki. Auch in die Sicht des Täters erhält man Einblick. Hier gibt es immer wieder Einschübe, die die Denkweise des Serientäters vermitteln.
Das Tempo ist hoch, es passiert ständig etwas und durch die vielen Perspektivwechsel erhält man ein gutes Gesamtbild. Es gibt zwar einige heftige Szenen, dennoch ist die Erzählweise eher ruhig, aber dennoch sehr spannend. Was mir besonders gut gefallen hat, waren die Beschreibungen der wilden Natur Islands. Ich war zwar noch nie da, konnte mir aber trotzdem ein gutes Bild machen und die Lust einmal Island aufzusuchen ist auf jeden Fall geweckt.
„Schlafende Vulkane“ hat mir richtig gut gefallen, besonders die beiden Protagonisten habe ich schon jetzt ins Herz geschlossen. Im November soll bereits der zweite Band „Stumme Fjorde“ erscheinen. Ich freue mich schon jetzt darauf.

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Veröffentlicht am 18.05.2026

Der bisher beste Band der Reihe

Nebelbeute
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NEBELBEUTE ist bereits der dritte Fall für die Gruppe 4, einer Sondereinheit zur Ermittlung von Serientätern. Anders als in den beiden Vorgängerbänden ist Mila Weiss, die sonst gemeinsam mit Jakob Krogh ...

NEBELBEUTE ist bereits der dritte Fall für die Gruppe 4, einer Sondereinheit zur Ermittlung von Serientätern. Anders als in den beiden Vorgängerbänden ist Mila Weiss, die sonst gemeinsam mit Jakob Krogh die Gruppe leitet, im Alleingang unterwegs. Sie will sich endlich den Dämonen ihrer Vergangenheit stellen und begibt sich in ein abgelegenes Dorf hoch oben in den Bergen. Hier hofft sie Johannes Toblach zu finden mit dem sie noch eine alte Rechnung offen hat. Doch schon kurz nach Milas Ankunft im Dorf geschehen bizarre Morde. Die Opfer werden auf makabre Weise zur Schau gestellt. Nach drei Wochen ist der Kontakt zu Mila plötzlich abgebrochen und sie ist nicht mehr auffindbar. Hat ihr Verschwinden etwas mit den Morden zu tun? Jakob Krogh reist mit seiner Gruppe an, um die Polizei vor Ort zu unterstützen und - vor allem auch um Mila zu finden.
Schon nach den ersten Seiten hat mich die Geschichte gepackt. Die Kulisse hoch oben in den Bergen bei Eiseskälte ist absolut gelungen beschrieben. Atmosphärisch sehr dicht, spürt man auch die ablehnende Haltung der eingeschworenen Dorfgemeinschaft. Dazu noch ein Sägewerk, das die Menschen mit viel Lärm belastet und nicht von jedem gerne gesehen wird. Eine ideale Grundlage für ein Verbrechen.
Benjamin Cors hat einfach einen spannenden und flüssigen Erzählstil, der mich schon die ganze Reihe begeistert. Auch die Teammitglieder von Gruppe 4 finde ich einfach nur super. Alle sind charakterlich zwar grundverschieden, aber als Team funktionieren sie perfekt. Die gelegentlichen Frotzeleien zwischen den Ermittlern mag ich sehr.
Das Buch ist von Beginn an sehr spannend und dieser Spannungsbogen wird bis zum Showdown hochgehalten. Mehrere Überraschungen und Wendungen sorgen dafür, dass man immer wieder seine Überlegungen, wer denn der Täter sein könnte, neu überdenken muss. Es bleibt also bis zum Ende äußerst spannend.
Insgesamt war NEBELBEUTE ein richtiges Thriller-Highlight. Da ich auch die beiden Vorgängerbände kenne, würde ich diesen dritten Band sogar als den besten der Reihe bezeichnen. Er bietet alles was einen guten Thriller ausmacht und der Erzählstil ist einfach top. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Fall für die Gruppe 4.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Spannungsroman, kein Thriller

Noch fünf Tage
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Die Silvesternacht wird für die Milliardärsfamilie Harman zum Albtraum. Das Ehepaar und die beiden Kinder werden vergiftet. Zubereitet wurde das Festmahl von der Spitzenköchin Lis Castrop. Diese hat ebenfalls ...

Die Silvesternacht wird für die Milliardärsfamilie Harman zum Albtraum. Das Ehepaar und die beiden Kinder werden vergiftet. Zubereitet wurde das Festmahl von der Spitzenköchin Lis Castrop. Diese hat ebenfalls von dem Gift abkommen, ist aber noch am Leben. Die Ärzte geben ihr noch fünf Tage. Doch Lis ist nicht nur Opfer, sondern auch Verdächtige. Die verbleibende Zeit setzt Lis alles daran, ihren eigenen Mordfall aufzuklären.
Fünf Tage sind wirklich nicht viel Zeit, um aus dem Krankenbett heraus einen Mord aufklären zu wollen. Das Buch beginnt mit Tag 1 um 4.38h. Die fünf Tage sind auch gleichzeitig Abschnitte in dem Buch, die nochmals minutiös aufgeteilt sind, als Hilfsmittel dient hier eine digitale Uhr, die sich in Krankenzimmer von Lis befindet. Erzählt wird jedoch auf zwei Ebenen. In eingeschobenen Rückblicken erfährt man, wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass Lis für die Harmans tätig wurde. Man erfährt in welcher Beziehung Lis zu den Harmans stand. Denn Lis war nicht nur eine Spitzenköchin, sondern drang immer mehr in das Leben der einzelnen Familienmitglieder ein. Zudem kommen durch diese Rückblicke auch immer mehr potentielle Täter mit ins Spiel.
Lis selbst konnte mich nicht richtig überzeugen. Ich fand ihr Verhalten etwas seltsam. Eine Frau, der nur noch so wenig Zeit zum Leben bleibt und die kaum leidet. Auch der Verlust ihrer Haare macht ihr nichts aus, sie sitzt dies alles mit einer stoischen Ruhe aus. Für mich war das nicht überzeugend und wenig authentisch. Gut hingegen fand ich ihre Bemühungen was die Versorgung ihrer Tochter Cosima nach ihrem Ableben anbelangt.
Die Auflösung hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm. Eine Mischung von „aus dem Hut gezaubert“ und einfach nur logisch.
Insgesamt eine sehr interessante Idee, die Umsetzung fand ich etwas realitätsfremd. Manche Details aus dem Gourmetbereich fand ich etwas langatmig, unterstrichen jedoch die Figuren. Auch den Blick auf das Benehmen der Superreichen kann als eine Art Gesellschaftskritik gesehen werden. Damit konnten die vier Sterne gerettet werden.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Absolut gelungen

Meine tote Schwester: Psychothriller
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Mia lebt mit ihrer Mutter neben einer verlassenen Villa. In dem Nachbarhaus starb vor elf Jahren Mias Schwester Jasmin. Seitdem steht das Haus leer und Mia musste ihrer Mutter versprechen, die Villa niemals ...

Mia lebt mit ihrer Mutter neben einer verlassenen Villa. In dem Nachbarhaus starb vor elf Jahren Mias Schwester Jasmin. Seitdem steht das Haus leer und Mia musste ihrer Mutter versprechen, die Villa niemals zu betreten. Doch nun zieht Lukas mit seiner Mutter dort ein. Gerüchten zufolge soll Lukas an seiner alten Schule seine Freundin getötet haben. Als kurz darauf ein weiteres Mädchen stirbt, fällt der Verdacht sofort auf Lukas.
Catherine Shepherd begeistert mich schon seit vielen Jahren mit ihrer Zons-Reihe, sowie der Serie rund um Spezialermittlerin Laura Kern bzw. der Rechtsmedizinerin Julia Schwarz. Nun wagt sich die Autorin an ein neues Genre, den Psychothriller. Im Mittelpunkt stehen hier 16jährige Jugendliche, von denen die meisten ein Faible für Lost Places haben. Deren Handlungen sind es auch, die die Story immer wieder vorantreiben, während die Polizeiarbeit kaum thematisiert wird. Der Erzählstil ist wie gewohnt wieder sehr flüssig und man fliegt nur so durch die Seiten. Es gibt mehrere Verdächtige und man kann bestens miträtseln. Normalerweise ist die Auflösung bei Catherines Thrillern so gut wie nie im Verlauf erkennbar und ich bin jedes Mal auf Neue über den Ausgang überrascht. Dieses Mal wurde es mir etwas einfacher gemacht, Rätselspaß hatte ich dennoch ausreichend.
Zudem war das Buch auch sehr spannend und hat mich gut unterhalten. Nur das Thema „Psycho“ kam mir ein wenig zu kurz. Dabei hat die verlassene Villa eine geheimnisumwobene Geschichte, die durchaus ausbaufähig gewesen wäre. Da dieser Band jedoch ein Reihenauftakt ist, könnte es durchaus sein, dass die Geheimnisse der Villa und ihren ehemaligen Bewohnern noch einmal aufgegriffen werden.

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