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Veröffentlicht am 10.01.2020

Der dritte Zons-Thriller - spannend , aber teils verworren!

Kalter Zwilling
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"Kalter Zwilling" von Catherine Shepherd ist der dritte Teil der Zons-Reihe, in dem die Handlung teils vor 500 Jahren, teils in der Gegenwart spielt!

Wolfgang Berger macht seinen Job als Sprecher hervorragend, ...

"Kalter Zwilling" von Catherine Shepherd ist der dritte Teil der Zons-Reihe, in dem die Handlung teils vor 500 Jahren, teils in der Gegenwart spielt!

Wolfgang Berger macht seinen Job als Sprecher hervorragend, es macht wirklich Spaß, ihm zuzuhören, er verleiht jedem Charakter eine eigene prägnante Stimme und betont deutlich und passend.

Die Schliderungen über das Städtchen Zons haben mich sehr neugierig gemacht und wenn ich das nächste Mal im Kölner Umland unterwegs bin, werde ich mir Zons auf alle Fälle anschauen!

Zur Handlung:

Vor 500 Jahren:

Elisa starb tragisch während der geburt ihrer Zwillinge durch einen Fluch, der wegen eines harmloses Spiels mit der Schwester durch eine Hexe ausgesprochen wurde.... Nun sind ihre Zwillinge auf der Welt, ein Engel und ein Teufel… Ich finde die Verknüpfung (Überlieferung des Fluchs von Generation zu Generation) zur heutigen Zeit sehr interessant!

Bastian Mühlenweg, der Ermittler der damaligen Zeit, leistet sehr gute Arbeit

Gegenwart:

Oliver Bergmann ermittelt im Fall einer toten Prostituierten. Dabei stellt sich heraus, dass sein Kollege Klaus Gruber, der sich derzeit im Urlaub befindet mit der Toten liiert war… Welche Folgen wird das haben für Grubers Familie und vor allem für seine berufliche Situation?

Die internen Vorgänge bei der Polizei fand ich sehr unglaubwürdig, die Arbeit des Ermittlungsteams an sich kam mir gut und schlüssig vor!

Seltsam waren für mich die Träume von Bastian und Anna, durch die die Zeiten miteinander verknüpft wurden!

Leider wird die Sprache hier nicht der jeweiligen Zeit angepasst, so dass man die unterschiedlichen Handlungsstränge nur anhand der Namen und der an den Kapitelanfängen erwähnten Zeit zuordnen kann!

Die Handlung ist stellenweise recht verworren und es gibt auch Szenen, in denen einer der Protagonisten Tiere quält und umbringt, das war schon recht heftig! Das ein oder andere war zudem noch recht unglaubwürdig...

Mein Fazit:

Das Hörbuch bietet durchaus unterhaltsame, spannende und abwechslungsreiche Stunden, allerdings gibt es von Catherine Shepherd weitaus bessere Thriller!

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Veröffentlicht am 09.01.2020

Die Geschichte eines Lebens - schön, ergreifend und humorvoll!

Wiener Lebensspiel
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"Wiener Lebensspiel" von Hubert Herzog ist ein ganz toll geschriebenes Buch, in dem der Autor in kurzen Kapiteln aus Leben des Eduard Tauber erzählt, von der Geburt bis zum Tod.

Ich finde es herrlich, ...

"Wiener Lebensspiel" von Hubert Herzog ist ein ganz toll geschriebenes Buch, in dem der Autor in kurzen Kapiteln aus Leben des Eduard Tauber erzählt, von der Geburt bis zum Tod.

Ich finde es herrlich, wie hier die grantelnden Wiener ein wenig auf die Schippe genommen werden!

Der Eduard und seine Familie sind unheimlich sympathisch und nach den ersten Seiten ist man voll im Geschehen und die Geschichte fliegt nur so dahin :) Die Oma, die ursprünglich aus Ungarn stammt, war ein ganz wichtiger Mensch für Eduard.

Durch einen Besuch mit seinem Vater im "großen" Fussballstadion lernt Eduard einen Mann kennen, der ihn zu Herrn Alpi in den Zoo schickt, und dort beginnen wunderbare Freundschaften zwischen Menschen, aber auch zwischen Mensch und Tier.

Das Buch behandelt auch ernste Themen und schwere Zeiten (z.B. den Krieg und die Begelitumstände), aber auf eine Art, dass es meist zugleich ergreifend und schön ist!

Fussball ist zwar das Hauptthema in Eduards Leben und zieht sich als roter Faden durch das Buch, aber trotzdem ist es nicht zu vordergründig und auch für Nicht-Fussballfans wie mich durchaus informativ und unterhaltsam!

Es geht um Wünsche und Träume, Glück und Zufriedenheit, Menschlichkeit und Freundschaft.

Wegen mir hätte es noch viel mehr Anekdoten aus Eduards Leben geben können, ich hätte ewig weiterlesen können ;)

Danke Hubert Herzog für die schönen Lersestunden :)

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Veröffentlicht am 06.01.2020

Spannender schwedischer Politthriller mit ein paar Längen. Insgesamt sehr gelungener Auftakt einer Trilogie.

Blutblume
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"Blutblume" ist der erste Band einer Widerstandtrilogie, die in Schweden spielt. Die Aufmachung gefällt mir sehr gut mit dem blutroten Seitenschnitt!

Nachdem Saras Vater auf rätselhafte Weise verstarb, ...

"Blutblume" ist der erste Band einer Widerstandtrilogie, die in Schweden spielt. Die Aufmachung gefällt mir sehr gut mit dem blutroten Seitenschnitt!

Nachdem Saras Vater auf rätselhafte Weise verstarb, zieht sie nach Stockholm, um ihr Leben neu zu strukturieren.

Sie lernt Bella kennen und bekommt durch diese einen Job in der PR-Agentur, in der auch Bella beschäftigt ist. So kann sie auch ihre "Bruchbude" verlassen und zieht bei Bella ein.

Also läuft alles erstmal super, allerdings geschehen plötzlich Dinge. Kleinigkeiten. Sara fühlt sich beobachtet und verfolgt, sie weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. So erscheint beispielsweise ein Foto von ihr, wie sie in der Badewanne sitzt, plötzlich in den sozialen Netzwerken...gruselig!

Der Schreibstil ist einfach zu lesen, man kommt gut ins Buch hinein. Es ist insgesamt auch sehr spannend und Sara ist sehr sympathisch, man lernt sie intensiv kennen. Bis die Handlung Fahrt aufnimmt dauert es allerdings recht lange, da muss man ein wenig "durchhalten"...Der Thriller (aufgrund der schleichenden, rätselhaften Dinge, die Sara passieren, wohl eher ein Psychothriller) wird durch Sara aus der Ich-Perspektive erzählt, was mir die Protagonistin sehr nahe gebracht hat.

Als dann allerdings die Zeitungsartikel mit ins Spiel kommen, die Sara in den Unterlagen ihres Vaters findet, wird es zunehmend politischer und die Autorin verknüpft hier Fiktion und Realität. Das zog sich bisweilen sehr in die Länge und da ich mit der politischen Situation in Schweden nicht sehr vertraut bin, habe ich auch das ein oder andere nicht verstanden.

Zum Ende hin wird es dann sehr ereignisreich und äußerst spannend, allerdings bleiben Fragen offen und es gibt einen Cliffhanger - was natürlich zu erwarten war, da es sich um einen Band 1 handelt ;)

Da "Blutblume" zwischendurch einige Längen hatte, vergebe ich 4 von 5 Sternen ...

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Veröffentlicht am 03.01.2020

Eine Mafiageschichte mit gut gelungenem Mix aus Krimi und Liebesgeschichte

Lovers, Sharks And Lions
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„Lovers, Sharks And Lions“ von Ivy Lang

ist ein Mix aus Krimi und Liebesgeschichte, was der Autorin wirklich gut gelungen ist. Die Handlung war nicht kitschig, aber knisternd und zugleich spannend.

Zur ...

„Lovers, Sharks And Lions“ von Ivy Lang

ist ein Mix aus Krimi und Liebesgeschichte, was der Autorin wirklich gut gelungen ist. Die Handlung war nicht kitschig, aber knisternd und zugleich spannend.

Zur Handlung: Lauren und ihr Halbbruder Joey leben zusammen mit ihrem kranken Vater in New Jersey. Finanziell ist es knapp, und so ist es nicht allzu verwunderlich, dass Joey an die falschen Leute gerät...er hat einen Job vermasselt, und nun steht er unfreiwillig in den Diensten der Mafia, um seine Schulden abzuarbeiten.

Lauren ist geschockt, als die eines Tages die beiden Mafiosi Dom und Cyrus in ihrem Wohnzimmer vorfindet! Dominic (Dom) Valente ist der Sohn des Capo und er verlangt nun von Lauren -die er kaltschnäuzig Lola nennt, weil ihm das gefällt- , dass sie auch diverse Jobs für ihn und seinen Onkel erledigen soll, damit Joeys Schulden schneller abgearbeitet sind.

Lauren willigt ein und recht schnell steht fest, dass Dom und sie sich zueinander hingezogen fühlen und es knistert… Was sie nicht weiß, ist, dass er nicht nur für seinen Onkel, sondern auch als UnderCover-Agent arbeitet.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, es ist stellenweise spannend und das Buch hat mich gut unterhalten!

Viel Spaß hat auch die Leserunde gemacht, die Autorin hat diese ganz toll begleitet und hatte auch das Leseexemplar mit persönlicher Widmung versehen...danke Ivy Lang !

Wer keinen reinen Krimi oder nicht „nur“ einen Liebesroman lesen will, sondern einen gelungenen Mix aus beidem, der ist hier genau richtig

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Veröffentlicht am 02.01.2020

Nebeljagd - Linn Geller kämpft in Ochsenwang gegen Engstirnigkeit und Vorurteile

Nebeljagd
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"Nebeljagd" von Julia Hofelich ist ein sehr spannender Krimi, in dem der Leser auf 400 Seiten bestens unterhalten wird und einige Wendungen, Kehrtwenden und Überraschungen erleben darf!
Das Cover mit dem ...

"Nebeljagd" von Julia Hofelich ist ein sehr spannender Krimi, in dem der Leser auf 400 Seiten bestens unterhalten wird und einige Wendungen, Kehrtwenden und Überraschungen erleben darf!
Das Cover mit dem einsam gelegenen Haus in schwarz-weiß mit den gitfgrünen Elementen lässt einen in der Buchhandlung erstmal zugreifen, auch wenn man (so wie ich) den ersten Band der Linn Geller - Reihe noch nicht kennt. Das ist aber gar nicht schlimm, es fehlen auch ohne Kenntnisse des ersten Bandes beim Lesen keine wichtige Informationen o.ä.
Ochsenwang, ein kleines Dorf auf der schwäbischen Alb: Ines Schneider wird ermordet, und einVerdächtiger ist schnell gefunden - Jo Haug, der Pflegesohn des Opfers. Dieser ist bereits vorbestraft und wird beschuldigt, seine vor 15 Jahren verschwundene Jugendfreundin Vanessa grausam getötet zu haben.
Als Pflichtverteidigerin bekommt Haug Linn Geller zugewiesen, die sich allerdings nicht dem allgemeinen Tenor anschliesst und ihren Mandanten vorverurteilt, sondern sie versucht, selbst die Wahrheit herauszufinden. Das gestaltet sich schwierig, denn die Dorfgemeinschaft von Ochsenwang hält fest zusammen und die Menschen hier stecken voller Vorurteile und Hass...
Linn Geller stößt auf eine Mauer des Schweigens, die Dorfbewohner sind engstirnig und voller Vorurteile...und auch in einen inneren Zwiespalt, denn der Beschuldigte ist nicht gerade sympathisch und zwischendurch zweifelt auch Linn am Wahrheitsgehalt seiner Aussagen.
Julia Hofelich lässt den Leser die Dorfatmosphäre perfekt spüren, niemand will reden, jeder scheint etwas zu verbergen zu haben...die Polizei ermittelt schlampig, es könnte möglich sein, dass Haug die Tatwaffe, der Insulin-Pen seiner Pflegemutter untergeschoben wurde - warum sollte er ihn bei sich behalten, wenn er schuldig wäre?!
Im Verlauf der Handlung , immer wenn man glaubt, man sei nah dran an der Lösung, gibt es eine Kehrtwende und das Ende war für mich ebenfalls eine Überraschung.
"Nebeljagd" ist keinen Moment langweilig und hat mir einige spannende Lesestunden beschert, mein Fazit: unbedingt lesenwert!

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