eine schöne Geschichte über Freundschaft und Offenheit
KnallkrebseIch habe Christian Mitzenmachers Roman „Kannlkrebse“ im Rahmen einer Leserunde gelesen.
Tom engagiert sich ehrenamtlich als Pate bei der Flüchtlingshilfe. Sein Schützling ist Farid. Die beiden verstehen ...
Ich habe Christian Mitzenmachers Roman „Kannlkrebse“ im Rahmen einer Leserunde gelesen.
Tom engagiert sich ehrenamtlich als Pate bei der Flüchtlingshilfe. Sein Schützling ist Farid. Die beiden verstehen sich ausgesprochen gut und auch Toms Freundin Laura hat einen guten Draht zu dem deutlich jüngeren Farid.
Sie verbringen viel Zeit miteinander, bis Farid beschließt, mit dem Zug nach Budapest zu fahren, um seine große Liebe Pari, die er auf der Flucht kennengelernt hat, zu finden.
Wie Tom sich daraufhin verhält und wie es dazu kommt, dass Farid in einer Klinik landet was der Grund für die Trennung von Laura und Tom ist und was bei einem Treffen in Frankreich passiert, das soll hier nicht gespoilert werden.
Der Roman fällt durch sein Cover wirklich auf. Ich mag neben den starken Farben auch diesen Einwort-Titel sehr gerne.
Der Roman fängt stark an. Die Beziehung der drei Freunde liest sich stimmig, modern, authentisch und ist sehr überzeugend an den Schauplätzen in München dargestellt. Es gibt einige witzige Dialoge und Beschreibungen gerade am Anfang des Buches.
Auch den Klinikteil mochte ich gerne, weil hier Farids Biographie in den Vordergrund tritt.
Gegen Ende überschlagen sich aber leider die Ereignisse und es haben mir wesentliche Aspekte der Erzählung gefehlt. Ich hätte mir gewünscht, dass der Autor sich ein bisschen mehr Zeit nimmt, um die Geschichte wirklich noch tiefer zu erzählen.
Ich fand nicht alles nachvollziehbar, teilweise sogar unglaubwürdig (Treiben im Schwabinger Bach, Yogapause nach einem Umzug). Sprachlich hat es mir bis auf die „Portion Lebensmittel“, die eingekauft wird, gut gefallen.
Auch die Szene, in der Physiker versuchen, auf der Wiesn mitzumischen, ist sehr witzig (und realistisch 😉).
Für ich ein sehr unterhaltsames Buch, das ich gerne gelesen habe, das aber gegen Ende leider nicht mehr meine Anfangsbegeisterung aufrecht hält.
„Der Alte Botanische Garten hat einen großen Namen und eine kleine Fläche.“