extrem cooler Roman übers Erwachsenwerden
Hard LandENDLICH ! hab ich diesen Quasi-schon-Klassiker von @benedictwells aus dem @diogenesverlag gelesen, der mit dem Hammersatz schlechthin beginnt:
„In diesem Sommer verliebte ich mich, und meine Mutter starb.“ ...
ENDLICH ! hab ich diesen Quasi-schon-Klassiker von @benedictwells aus dem @diogenesverlag gelesen, der mit dem Hammersatz schlechthin beginnt:
„In diesem Sommer verliebte ich mich, und meine Mutter starb.“
Und so ist es dann auch: Sam ist 15 Jahre alt und lebt im kleinen Städtchen Grady in Missouri. Als er in den Sommerferien einen Job im örtlichen Kino annimmt, verändert sich alles für den Teenager: er verliebt sich, er findet zum ersten Mal so etwas wie Anschluss an eine Gruppe von Seniors, die auch im Kino arbeiten.
Der sensible Sam erlebt nun in einem Sommer so ziemlich alles, was zu einem Teenagerleben dazugehört: er verliebt sich unglücklich, macht die Nächte durch, hat seinen ersten Vollrausch und denkt über Vieles nach, beschäftigt sich mit den ernsten Themen des Erwachsenwerdens.
Was Sams Sommer von dem der anderen unterscheidet, ist, dass er durch den Tod seiner kranken Mutter nicht unbeschwert und leicht bleibt, sondern ihn mit der Realität des Lebens hart konfrontiert.
Ich habe dieses Buch verschlungen. Die Sprache des Ich-Erzählers Sam ist einfach nur authentisch, seine Verletzungen sind deutlich spürbar und er stellt sich erstaunlich ehrlich seinen Emotionen, so dass ich ihn von Anfang an sympathisch fand.
Wie @benedictwells uns Leserinnen und Leser an diesem Sommer teilhaben lässt und dabei die Balance zwischen fast belangloser, dahinplätschernder Alltagserzählung und sehr scharfsinnigen, philosophischen Auseinandersetzungen mit dem Leben darstellt, hat mich wirklich begeistert.
Ich hab das Buch an einem Tag gelesen, eine Packung Tempos verbraucht und wollte danach auch gar nicht gleich mit einem neuen Buch starten.
„Hard Land“ ist ein Roman, den ich gerne schon viel früher gelesen hätte!
„So oft hatte ich es mir vorgestellt, sie war in meinem Kopf tausende Tode gestorben Aber nie hatte es sich so angefühlt wie jetzt. Denn sie war damals ja immer noch da gewesen, und jetzt war sie nicht mehr da, und woher hätte ich wissen können, wie sich das anfühlt.“