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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.01.2021

So schön!

Wild like a River
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Von lorireads

Ich habe bereits die Leuchtturm-Trilogie von Kira Mohn sehr gerne gelesen, aber "Wild like a river" konnte mich eigentlich noch mal sehr viel mehr überzeugen, weil es für mich viel konplexer ...

Von lorireads

Ich habe bereits die Leuchtturm-Trilogie von Kira Mohn sehr gerne gelesen, aber "Wild like a river" konnte mich eigentlich noch mal sehr viel mehr überzeugen, weil es für mich viel konplexer und tiefgründiger ist als die "Standart" New-Adult Romane. Es erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die abseits der heutigen Zivilisation und der normalen Jugendlichen aufgewachsen ist und der bewusst der Zugang zu dieser Kultur verwehrt wurde. DSas Buch zeigt auch, dass man den Drang, hinaus in die Welt zu gehen und mehr zu erfahren, nicht ewig unterdrücken kann. Aber es zeigt auch, was es bedeuten kann, anders zu sein und dass egal welches anders anderen immer aufstoßen kann.
Die Charaktere haben mir wahnsinnig gut gefallen. Haven ist so anders als die Protagonisten, die man sonst so aus den Büchern des gleichen Genres kennt und sie nimmt einen mit in ihr Leben abseits der Zivilisation und erklärt ihre besondere Verbindung zur Natur und den Tieren. Obwohl sie so anders ist als auch ich, konnte ich mich total gut in sie hineinversetzen und es war so schön, sie auf ihrem Weg zu begleiten, erst durch den Jasper Nationalpark, aber dann auch in die Stadt und das "richtige" Leben, auf der Suche nach Spuren von ihrer Mutter. Es war so schön zu lesen, dass sie dabei von einem jungen Mann, der sich nicht von den Vorurteilen anderer leiten ließ, sondern sich einfach für Haven als Mensch interessiert hat. Die Beziehung zwischen den Jackson und ihr fand ich auch total schön dargelegt, Havens Unsicherheit und Unerfahrenheit kam total gut zur Geltung.
Auch den Schreibstil fand ich einfach toll und dieser hat sein Übriges dazu beigetragen, dass ich das Buch in Rekordgeschwindigkeit durchgelesen hatte und nun sehnsüchtig auf Band 2 warte. Denn dessen Protagonisten, die man in Wild like a river bereits kennengelernt hat, versprechen auch eine sehr interessante und auch etwas explosivere Story.
Toll fand ich auch die Kulisse des Jasper Nationalparks, in dem ich selbst vor ein paar Jahren schon einmal war und in den ich mich beim Lesen echt wieder zurückversetzen konnte.
Ich kann dieses Buch, das so viel mehr ist als eine College-Liebesgeschichte, nur wärmstens empfehlen! Es geht auch um Familiengeschichten, die früher oder später offen gelegt werden, egal wie sehr man versucht, sie zu vertuschen. Ums verzeihen und nach vorne blicken und um so vieles mehr!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.01.2021

Zu wenig Handlung und zu viele Unstimmigkeiten.

Fey
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Die Inhaltsangabe von "Fey" hat mich sehr angesprochen und da ich nicht so gerne Leseproben lese, wollte ich mich vom Inhalt des Buches überraschen lassen. Der Einstieg ist mir mehr oder weniger gut gelungen, ...

Die Inhaltsangabe von "Fey" hat mich sehr angesprochen und da ich nicht so gerne Leseproben lese, wollte ich mich vom Inhalt des Buches überraschen lassen. Der Einstieg ist mir mehr oder weniger gut gelungen, den Schreibstil fand ich anfangs sehr angenehm und die große Schrift macht das Lesen schön leicht, doch in die Handlung und die Kulisse habe ich mich schon sehr2hineingeschmissen" gefühlt. Ich war anfangs über viele Kleinigkeiten etwas verwirrt und hätte mir mehr Erklärungen gewünscht, vielleicht fast ein ganzes, "einleitendes" Kapitel über die Welt und die Magie, etc. Leider waren mir die Informationen, auch über manche Charaktere, bis zum Ende des Buches nicht genug. Dadurch kam mir vieles zu oberflächlich vor und mit den Charakteren wurde ich nicht richtig warm.

Das Buch lies sich zumindest in Teilen sehr angenehm lesen und ich kam gut voran. Die Geschichte setzt nicht auf Spannung, sondern auf tiefgründigere Gespräche und Emotionen, was ich eigentlich sehr gerne mag. Schlaflos und durchlesene Nächte konnte mir die Geschichte daher nicht bereiten, was ich aber auch nicht erwartet habe. Negativ aufgefallen ist mir allerdings die teilweise merkwürdige und unsinnige Wortwahl, sowie die manchmal nicht ganz korrekte Grammatik und einige Schachtelsätze mit zu vielen Nebensätzen. Dadurch blieb ich manchmal lange an einzelnen Sätzen hängen, musste lange über diese nachdenken und auch manches googeln, weil es mich verwirrt hat. Ich gebe auch zu, dass ich ein kleiner Fehlerteufel bin und auch in vielen anderen Büchern manchmal Rechtschreibfehler etc. finde, aber in diesem Buch hat sich das schon sehr gehäuft, was ich echt sehr sehr schade finde, obwohl es ja durch ein weiteres, gründliches Korrekturlesen des Buches eventuell schon sehr viel besser hätte werden können.

Die Charaktere fand ich zwar sympathisch, dennoch blieben mir eigentlich alle bis zum Ende des Buches relativ fremd und auch die Geschichte selbst schleppte sich an manchen Stellen schon etwas dahin und erging sich in unnötigen Dialogen und Streitgesprächen, obwohl deren Ergebnisse von vorneherein klar und unveränderbar waren. Im Gesamtbild war mir die Handlung dann doch etwas zu wenig und auch zu vorhersehbar, ich hätte mir gerne die ein oder andere unvorhergesehene Wendung gewünscht.

Abschließend muss ich daher sagen, dass mich dieses interessante und vielversprechende Buch doch etwas enttäuscht hat. Es ließ sich zwar größtenteils angenehm lesen und die Ideen zur Geschichte fand ich auch sehr nett, aber vor allem die Sprache hat mich teilweise schon sehr gestört und so richtig packen konnte mich die Geschichte dann leider auch nicht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.12.2020

Wunderschön erzählt!

Kinderklinik Weißensee - Zeit der Wunder
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Der erste Band der Kinderklinik Weißensee konnte mich auf voller Linie überzeugen und lässt mich nichts als wartend auf den zweiten Teil zurück. Ich freue mich schon sehr darauf, Emma und Marlene auf einem ...

Der erste Band der Kinderklinik Weißensee konnte mich auf voller Linie überzeugen und lässt mich nichts als wartend auf den zweiten Teil zurück. Ich freue mich schon sehr darauf, Emma und Marlene auf einem weiteren Stück ihres Lebensweges zu begleiten. Die beiden jungen Frauen, die schon als Kinder so vieles verloren haben, geben nicht auf und kämpfen für ihre Träume.
Den Schreibstil fand ich schon von Anfang an einfach wunderschön. Das Buch begann mit einem Rückblick, als Emma und Marlene 4 und 6 Jahre alt waren und ihre Mutter plötzlich verstarb. Weiter geht es Jahre später, als die beiden schon 17 und 19 Jahre alt sind und nach einer langen Zeit im Waisenhaus die Chance erhalten, an der neuen Kinderklinik Weißensee eine Ausbildung zu Krankenschwestern zu absolvieren.
Auch die Handlung war spannend und es war schön, wie sich Geschichten und Emotionen von Emma und Marlene mit Erzählungen aus dem Klinikalltag, den kleinen Patienten und ihren Leidensgeschichten und dem aktuellen Stand der Medizin zur damaligen Zeit abgewechselt haben. Das Buch war total kurzweilig und immer spannend!
Der Autorin gelang es total gut, die Geschichte und die Gefühle der beiden Schwestern in die Geschichte rund um die Kinderklinik und die Pädiatrie als neue Strömung der Medizin einzubetten. Ich habe viel für mich mitnehmen können über die damalige Zeit und auch allgemein über Emmas und Marlenes Gefühle als Waisenkinder. Einen Ruf, den man nie ganz los wird, egal wie sehr man sich bemüht, sich an die anderen anzupassen.
Das Buch zeigt, wie wichtig es ist, an seine Träume zu glauben, aber auch, ehrlich mit sich selbst und anderen zu sein. Es gibt Hoffnung, dass, egal wo man herkommt, man großes erreichen kann. Aber es erzählt auch einfach eine wunderschöne Geschichte von zwei jungen Frauen, die ihren Platz in der Welt suchen, zum ersten Mal verliebt sind und enttäuscht werden, aber auch das große Glück finden. Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen, es macht einfach glücklich, es zu lesen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.12.2020

Unfassbar viele Emotionen!

Zwei Nächte und drei Leben lang
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Die Leseprobe von Elja Janus' "Zwei Nächte und Drei Tage lang" hat mich total angesprochen und ich war so neugierig darauf, wie diese Geschichte weitergeht. Enttäuscht wurde ich auf keinen Fall, um das ...

Die Leseprobe von Elja Janus' "Zwei Nächte und Drei Tage lang" hat mich total angesprochen und ich war so neugierig darauf, wie diese Geschichte weitergeht. Enttäuscht wurde ich auf keinen Fall, um das schon einmal vorweg zu nehmen. Es ist der Autorin gelungen, nur durch Worte so viel Gefühl und so viel Schmerz einzufangen, dass ich nur beim Lesen manchmal das Gefühl hatte, ich müsste platzen vor aufgestauten Emotionen. Die Geschichte von Jess und Cem ist so wunderschön und tragisch zugleich und man kann es manchmal gar nicht glauben, dass zwei Menschen so viel Leid erfahren können, und danach dennoch wieder ins Leben zurück und vor allem zueinander finden.
Der Schreibstil ist echt toll und bindet einen schon nach ein paar Seiten total an das Buch und die Charaktere, zu denen ich sofort Sympathien aufbauen konnte. Man hat sich Jess und Cem während dem Lesen in ihrem Emotionen total verbunden gefühlt und hat einfach die ganze Zeit nur gehofft, dass sie wieder aufstehen können, nachdem das Leben sie niedergedrückt hat. Das Buch erzählt so viele verschiedene Arten von Schmerz und Leid, die da draußen lauern. Besonders bewegt hat mich die Erzählung von Cems Leidensgeschichte, die mit Rassismus und Gewalt zu tun hat. Die Autorin berichtet von einer unvorstellbar grausamen und unmenschlichen Tat und man kann erst gar nicht glauben, dass so etwas wirklich passieren kann. Aber ich bin mir fast sicher, dass so etwas öfter vorkommt, als man sich es vorstellen mag und ich fand es total inspirierend, wie die Autorin Cems Gedanken und Gefühle danach beschrieben hat. Gerade diese Szene hat mir viel zu Denken mitgegeben und wird mich noch eine Weile beschäftigen.
Mein einziger Kritikpunkt ist es, dass mir die Geschichte und all die Emotionen manchmal doch etwas zu übertrieben vorkamen und die Gedanken zu oft wiederholt wurden, so dass mir das Ganze teilweise dann doch etwas abgehoben vorkam. Dennoch bereue ich es nicht, dieses traurige und doch wunderschöne Buch gelesen zu haben!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.11.2020

Viel versprochen, leider mehr enttäuscht

Die Farbe von Glück
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Auf "Die Farbe von Glück" war ich besonders neugierig. Ich liebe Bücher, die eine Botschaft haben und einen nachdenklich zurücklassen, aber aber auch oft bei tiefgründigen Büchern das Gefühl, dass sie ...

Auf "Die Farbe von Glück" war ich besonders neugierig. Ich liebe Bücher, die eine Botschaft haben und einen nachdenklich zurücklassen, aber aber auch oft bei tiefgründigen Büchern das Gefühl, dass sie nicht ganz zu mir vordringen. Durch das wunderschöne Cover, die vielen positiven Stimmen und die Leseprobe, bei der ich beim ersten Satz sogar eine Gänsehaut bekommen habe, habe ich mir von diesem Buch besonders viel versprochen.

Leider muss ich nach dem Ende der Geschichte sagen, dass ich mehr als enttäuscht von dem Buch bin. Der Schreibstil war zwar schön und ließ sich einfach lesen, und anfangs haben mir die Lebensweisheiten und Sprüche auch noch sehr gut gefallen, aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr haben sich die Inhalte dieser Weisheiten geglichen und jeder der Charaktere war plötzlich total schlau und hat groß dahergeredet. Und das, obwohl die meisten Charaktere große Probleme mit sich selbst und ihrem Werdegang hatten und alles andere als mit sich selbst im Reinen waren. Anderen Ratschläge geben konnten sie dennoch ohne Pause.

Die Charaktere konnten mich leider auch nicht erreichen, ich habe mich mit keiner Person wirklich verbunden gefühlt und konnte mich in sie hineinversetzen, obwohl sie alle ihre tragischen Geschichten mit einem teilten und den Leser daran teilhaben ließen.

Was mir aber am wenigsten gefallen hat, war letztendlich die Handlung des Buches. Ich kann nicht viel dazu schreiben, ohne zu viel davon zu verraten, aber ich finde, dass insgesamt im Buch nicht viel passiert ist und sich alles immer nur um das Gleiche Thema gedreht hat. Vor allem aber hatte ich das Gefühl, dass die einzig wichtigen Teile der Anfang und das Ende des Buches haben. Im Mittelteil wurden auf vielen Seiten schlaue Sprüche wiederholt und wiederholt, um Seiten zu füllen und dem Leser den Eindruck zu vermitteln, dass viel Zeit vergeht. Was mir auch gar nicht gefallen hat, war, wie unkonkret manche Aussagen waren. Charlotte zieht irgendwann in ein anderes Land, dessen Namen nicht einmal im gesamten Buch erwähnt wurde. Vermutlich war das Absicht, aber ich fand es einfach richtig nervig und hatte wieder das Gefühl, einfach nichts zu erfahren und irgendwie auch meine Zeit zu verschwenden. Gegen Ende musste ich mich wirklich zwingen, das Buch weiterzulesen. Und wenn ich ehrlich zu mir bin hätte ich das Buch im Nachhinein lieber weglegen sollen, weil ich persönlich das Ende einfach komplett überzogen und völlig unrealistisch fand.

Ich finde das Buch ist insgesamt einfach viel zu dick aufgetragen. Es hat zwar eine Botschaft, über die man definitiv nachdenken kann und muss, aber die Art und Weise, wie diese Botschaft übermittelt wurde, war für mich einfach viel zu viel des Guten. Leider kann ich das Buch nicht empfehlen, ich habe nicht das Gefühl, einen Mehrwert mit dem lesen erreicht zu haben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere