Vom Möchtegern-Mufti, dem großen, schwulen Imam Salim
BruderIn vier Teilen geht es um den Ziehvater Imam Salim und seine drei Adoptivsöhne Dayo, Iseul und Youssef, alle 1990 geboren und wohnhaft zunächst über der Moschee in der Occident Street auf Staten Island, ...
In vier Teilen geht es um den Ziehvater Imam Salim und seine drei Adoptivsöhne Dayo, Iseul und Youssef, alle 1990 geboren und wohnhaft zunächst über der Moschee in der Occident Street auf Staten Island, New York. Konzipiert als eine umfassende Erklärung von Youssef Smith, gerichtet an die Tochter von Iseul, Ya Ruhi Smith, geht es in diesem Buch um tiefgründige Themen rund um die Macht von Religion, um verbotene Homosexualität, um westlichen Kapitalismus und Rassismus, um Fundamentalismus. Der Erzähler Youssef krankt seit Geburt an einem Nervenleiden, hervorgerufen durch Giftgaseinwirkung. Über dieses Krankheitsbild zu lesen mit sich wandelnden Gestalten, die ihn sogar attackieren, wirkt anfangs im Lesefluss irritierend. Nachdem der sehr rätselhafte Ziehvater Imam Salim weniger als idealer Vater oder durch Religionsausübung in der alten Moschee glänzt, spielt er in Saudi-Arabien eine eher versteckte politische Rolle nach modernen Ansichten des Islam. Schließlich folgen ihm die drei Brüder in die neu erschaffene Stadt Hadith, eingesetzt als Marionetten in gehobener Position, kontrolliert und manipuliert, schließlich in einem Rachefeldzug endend. Dieser fiktive, futuristische Teil erinnert an den politischen und religiösen Konflikt zwischen den USA und den arabischen Staaten, mit Kritik am Kapitalismus.
Keine leichte Kost für Andersgläubige! 3/5*