Profilbild von easymarkt3

easymarkt3

Lesejury Star
offline

easymarkt3 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit easymarkt3 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.07.2026

Nicht nach meinem Gusto aus mehreren Gründen!

Blauer Sand
0

Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig. Viel Unwichtiges wie Pseudowissenschaft und Geplänkel versteckt sich in der befremdlichen, überstrapazierten, sprunghaften, teilweise nicht zusammenhängenden Handlung. ...

Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig. Viel Unwichtiges wie Pseudowissenschaft und Geplänkel versteckt sich in der befremdlichen, überstrapazierten, sprunghaften, teilweise nicht zusammenhängenden Handlung. Vermissen könnte man auch Charakterentwicklung. Die fiktiven Hauptfiguren wirken unglaubwürdig in manchem Handlungsstrang. Die Erzählweise ist eher verwirrend als spannend. Dieser Roman gibt eine zwiespältige Anregung auf die Frage: Darf man Umweltsünder ermorden und gilt dann als Held?
Dieser Roman rüttelt thematisch auf!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.07.2026

Geschwister und ihr schmales Elternhaus – sehr realistisch geschildert!

Elternhaus
0

Das Cover gibt das Retro-Ambiente der abwaschbaren Blümchentischdecke und des farbigen Kaffeetassensets ideal wieder. Das selbstgebaute Haus auf großem Grundstück im dörflichen Rotshausen ist Elternhaus ...

Das Cover gibt das Retro-Ambiente der abwaschbaren Blümchentischdecke und des farbigen Kaffeetassensets ideal wieder. Das selbstgebaute Haus auf großem Grundstück im dörflichen Rotshausen ist Elternhaus für drei sehr verschiedene Schwestern, die im Erwachsenenalter mit ihrer Entfremdung zueinander hadern, sind sie doch auch charakterlich sehr verschieden. Die Älteste, Sanne, immer pflichtbewusst, verheiratet, zwei Kinder, kümmert sich um die alternden Eltern und verliert sich schließlich im Zerfall ihrer eigenen Familie. Ihre nächste Schwester Petra, introvertiert, studiert, ledig, Außenseiterin, philosophiert viel über ihre Kindheit, ihr Elternhaus und die Klassenunterschiede in der Nachbarschaft. Das jüngste Geschwister Gitti entpuppt sich als lockerer, entspannter Charakter, bleibt bei den sich abwechselnden Perspektiven von Sanne und Petra im weiteren Geschehen eher im Hintergrund. Mangelnde Kommunikation, keine wohlmeinende Vertrautheit herrscht zwischen den Geschwistern vor. Auch kein spektakuläres Thema stellt der etwas aufgezwungene Umzug der Eltern in eine altengerechte Wohnung dar – eine einsame Entscheidung von Sanne. Dennoch mag man sich besonders in den Kindheitserinnerungen der Mädchen realistisch gespiegelt wiederfinden. Die Spannungen untereinander und besonders Sannes psychischer Zusammenbruch und ihre Gefühle von Wertlosigkeit ohne ihre Familienrolle sind gut beschrieben. Erst durch den vermeintlichen Verkauf des Elternhauses erfolgt eine lose Kontaktaufnahme ohne klare Annäherung, leider ohne Konfliktklärung.
Diese Erzählung über alternde Eltern in einem sie überfordernden Haus betont hier stark die verschieden tiefe Bedeutung eines Elternhauses für jedes der beschriebenen Geschwister. Ist ein Elternhaus nicht doch mehr als nur ein Gebäude, vielleicht ein Sehnsuchtsort, eher ein Gefühl von Sicherheit wie in einer Burg oder von Heimat gewährend? Wie lange in seinem Leben braucht man ein Elternhaus? Was macht ein Zuhause so einmalig bzw. so besonders, dass man gar nicht weg wollte?
Das plötzliche Ende überrascht, lässt es doch viele wichtige Fragen offen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.07.2026

Ein surreales Werk! – Schwer zu interpretieren.

Plasmatropfen
0

Der Buchtitel Plasmatropfen bezieht sich auf Augentropfen, die die Protagonistin Helen in ihre schwindenden, ausfransenden Augenhöhlen tropft.
In drei Teilen geht es um solche teils surreale Wahrnehmungen ...

Der Buchtitel Plasmatropfen bezieht sich auf Augentropfen, die die Protagonistin Helen in ihre schwindenden, ausfransenden Augenhöhlen tropft.
In drei Teilen geht es um solche teils surreale Wahrnehmungen der zwei Hauptfiguren Helen, 33, Malerin, und ihrem stark depressiven Freund Lenell, Seismologe um ihren Heimatort Egio in Griechenland. Während sie sich, ausgestattet mit übernatürlichen Kräften, in ihrer Malkunst kosmischen Zuständen widmet oder Atemschwierigkeiten unter Normalnull in Lelystad an den Houtribschleusen bekämpft, hört sie andernorts im Permafrost zum ersten Mal vom Spechtmenschen. Innere und äußere Verwerfungszonen befallen auch den Protagonisten Lenell bei seinen Plattentektonik-Messungen. Einer dystopischen, aber auch erotischen Gedankenwelt nähern sich beide mit Helens märchenhaften Superkräften zwischen Klimawandel und dem Spechtmenschen als Hoffnungsträger. Sowohl die menschliche Seele scheint bedroht als auch die Erde trotz aller Wissenschaftlichkeit.
Schwere Kost, nicht leicht zu deuten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.07.2026

Scheidungen in den 1950-er Jahren in Reno, Nevada

Der Club der geschiedenen Frauen
0

Das Cover hätte auch zu einem modernen Frauenroman in neuerlichem Zeitrahmen gepasst.
Dieser Roman handelt von jungen Frauen, die nach einer erforderlichen sechswöchigen Wohnsitzpflicht in Reno vor der ...

Das Cover hätte auch zu einem modernen Frauenroman in neuerlichem Zeitrahmen gepasst.
Dieser Roman handelt von jungen Frauen, die nach einer erforderlichen sechswöchigen Wohnsitzpflicht in Reno vor der Antragstellung auf Scheidung z. B. auf der renommierten, seriösen, auf Diskretion bedachten Golden Yarrow Ranch diese Zeit neben Anwalt- und Gerichtsterminen gemeinsam verbringen. Angenehm ausgefüllt mit Ausritten, Planschen am Pool und Alkohol durchtränkten Besuchen von Bars und Casino finden die in Scheidung lebenden Frauen beaufsichtigte Sicherheit vor manchem zudringlichen Ehepartner oder auch reichlich Gelegenheit, ihre Zukunftsängste zu verdrängen. Das Alltagsleben auf der Ranch, das muntere Treiben in den Bars und im Casino – alles wirkt sehr authentisch beschrieben. Über das ihnen aufgezwungene Eheleben wird reflektiert, über Uneinigkeit hinsichtlich des Kinderwunsches bis zur Sinnleere in deren Ehe. Mit den Hauptfiguren Louis und Greer werden zwei gegensätzliche Frauenbilder lebendig dargestellt, die trotz Verschlossenheit und vieler Geheimnisse eine innige Freundschaft bilden. Mutproben, initiiert durch Greer, sorgen nicht nur für allgemeine Dramatik bis zu Missstimmung, sondern Louis spürt dadurch auch, wie sie offener, selbstbewusster und mutiger wird. Sie wächst und wärmt sich an den kleinen Zeichen der Anerkennung der anderen Frauen auf der Ranch. Ihr Weg zur Maskenbildnerin, zu ihrem wahren Ich, ohne Abhängigkeit von Ehemann oder Geld der Familie wird realistisch beschrieben, während das Schicksal der heimtückischen, verlogenen Geers eine überraschende Wendung nimmt. Mit Louis als perfekte Komplizin hat diese durchtriebene Figur ein leichtes, naives Opfer gefunden, das verzweifelt auf einen Neuanfang zusammen mit ihr hofft.
Ein ansprechendes Buch über Selbstbestimmung und Mut.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.07.2026

Öffnung zu neuen Lebenswegen

Segnungen
0

Sieben Ich-Erzählerinnen stehen vor einschneidenden, lebensverändernden Entscheidungen. In emotional sie stark belastenden Situationen findet sich eine akzeptable Lösung. Inhaltlich geht es in diesen Kurzgeschichten ...

Sieben Ich-Erzählerinnen stehen vor einschneidenden, lebensverändernden Entscheidungen. In emotional sie stark belastenden Situationen findet sich eine akzeptable Lösung. Inhaltlich geht es in diesen Kurzgeschichten um nicht alltägliche Problematiken in örtlich verschiedenen Szenerien, die sprachlich einfühlsam aufbereitet sind.
Interessante Frauengeschichten!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere