Eine Kommissarin mit dissoziativer Amnesie nach einem Unfall ermittelt
Die Tote von NazaréDas Cover mit den typischen blauen Kacheln deutet passend auf das südländische Flair des darunter befindlichen Küstenortes hin. Der Touristenort Nazaré, an der stürmischen Atlantikküste in Portugal gelegen, ...
Das Cover mit den typischen blauen Kacheln deutet passend auf das südländische Flair des darunter befindlichen Küstenortes hin. Der Touristenort Nazaré, an der stürmischen Atlantikküste in Portugal gelegen, sollte für die Hauptkommissarin Maren Berger aus Köln der Erholungsort nach monatelanger Rekonvaleszenz nach Schussverletzung am Kopf bei einem dortigen Banküberfall sein. Ihr Erinnerungsvermögen an diesen bisher unaufgeklärten Kölner Fall ist sehr bruchstückhaft und lässt sie mit vielen Selbstzweifeln im Januar in diesem windigen Ort kaum zur Ruhe kommen. Ihre seelische und körperliche Konstitution lässt sich gut nachempfinden, auch als sie auf die erste Leiche trifft. Mit dem sympathischen João Ferreira, Inspektor von der Polícia Judiciária in Leiria, an ihrer Seite entwickelt sich ein interessanter Plot zwischen deutscher und portugiesischer Polizei. Bei der gesamten Ermittlungsarbeit bei weiteren Morden passt die dynamische, effektive Zusammenarbeit zwischen diesen Hauptfiguren. Häufigere Einbeziehung der landschaftlichen Schönheit und Besonderheit hätten mehr Ambiente heraufbeschwören können. Die finale Aufklärung und Überführung der Täter wirkt sehr konstruiert und wirft Fragen zu unschlüssigen Details auf. Die Nebenfiguren wirken daher etwas unglaubwürdig. Angerissen werden historische Daten wie die Schlacht von Aljubarrota, sowie die typische portugiesische Musik des Fado – dieser Mischung aus Klagelied und Seemannssong - gepaart mit Saudade.
Ein unterhaltsamer Krimi!