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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.08.2020

Eine Fliege, die alles verändert

Love Crash - Der Traum vom Neubeginn
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“Farblich betrachtet ein trostloser Anblick, sah man von den Augen ab. Flüssiges Quecksilber mit goldenen Sprenkeln.
Immer wieder nahm Julie sich vor, ihm nicht in die Augen zu schauen. Doch diese Dinger ...

“Farblich betrachtet ein trostloser Anblick, sah man von den Augen ab. Flüssiges Quecksilber mit goldenen Sprenkeln.
Immer wieder nahm Julie sich vor, ihm nicht in die Augen zu schauen. Doch diese Dinger waren wie zwei Magneten und sofort wurden ihre Knie weich.” S. 105

Bisher habe ich alle als HC erschienene Bücher von Andreas Suchanek gelesen. Er deckt mit seinen Geschichten ein unglaublich großes Spektrum an verschiedenen Genren ab und alle konnten mich bisher begeistern. So war ich natürlich sehr gespannt auf seinen ersten Liebesroman. Ich finde auch dieser ist ihm gut gelungen. Eine tolle Mischung aus Spannung, Witz und Romantik, ich habe mich wirklich gut unterhalten gefühlt. Gerade jetzt im Sommer genau die richtige Lektüre für ein paar lockere, entspannte Lesestunden.
Julie, aber vor allem auch ihre WG-Freunde und ihre Familie, waren mir sehr sympathisch. Luca ist lange Zeit ein totaler Miesepeter, bei ihm brauchte ich länger um mit ihm warm zu werden, aber das ist ja Teil der Story. ;)
Es gab einige schöne Wendungen in der Geschichte, auch wenn sie diesmal nicht so überraschend kamen wie sonst vom Autor gewohnt.
Den verschiedenen Themen in der Geschichte (Krankheit, Verlust, familiäre Konflikte, Klassenunterschiede) fehlte es für mich ein wenig an Tiefe. Es waren aus meiner Sicht einfach zu viele. Und manche Entwicklung kam etwas abrupt, ein paar Seiten mehr hätten dem Buch sicher gut getan.
Da Melissa meine Lieblings-Nebenprota ist und ihre Liebesgeschichte offen blieb, würde ich mich natürlich riesig freuen ihre Geschichte ebenfalls lesen zu können! :)

Fazit:
Schöne, kurzweilige Liebesgeschichte mit einigen Verwicklungen und Überraschungen. Vor allem Julies WG und Familie haben es mir angetan! 😍
Von mit gibt es eine Leseempfehlung für alle Fans locker, leichter Liebesromane.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.08.2020

Kampf um die eigene Seele

Stolen 1: Verwoben in Liebe
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“... und verlor mich in den dunkelsten Augen, die ich je gesehen hatte. Nachtschwarz und mit goldenen Sprenkeln übersät, wie ein Sternenhimmel.” 34%

Ich habe schon viele Bücher von Emily Bold gelesen ...

“... und verlor mich in den dunkelsten Augen, die ich je gesehen hatte. Nachtschwarz und mit goldenen Sprenkeln übersät, wie ein Sternenhimmel.” 34%

Ich habe schon viele Bücher von Emily Bold gelesen und bisher alle gemocht, sowohl ihre Romantasy Bücher, als auch ihre Liebesromane. Es war also gar keine Frage, dass ich auch dieses Buch unbedingt lesen möchte.
Die Idee Menschen von ihren Seelenschmerzen befreien zu können fand ich extrem interessant. Und die Geschichte ist schön düster, das hat mir ebenfalls sehr gefallen.
Dieses Buch erfüllt meiner Auffassung nach die klassischen Stereotypen der Romantasy, was ich grundsätzlich nicht schlecht finde, darum lese ich dieses Genre ja so gerne, hier war es mir aber fast etwas zu viel. Bastian hat mich in seinem Leiden und inneren Konflikt doch sehr an Edward Cullen erinnert…
Insgesamt haben “das Wüten” und “die Weben”mir zu viel Raum in der Geschichte eingenommen, so hatte ich das Gefühl immer wieder das Gleiche zu lesen und die Handlung kam eher langsam, voran. Mich hätten die Intrigen, die gesponnen werden, deutlich mehr interessiert.
Abby war mit als Protagonistin sehr sympathisch. Taff, neugierig und mutig. Ich hätte mir nur gewünscht noch etwas mehr über ihre Vergangenheit zu erfahren um ihre “Seelenqualen” besser zu verstehen.
Viele Fragen bleiben zum Ende des Buches offen und ich bin durchaus neugierig wie es weitergeht, ob ich allerdings weiterlesen werde weiß ich noch nicht.

Fazit:
Schöne Idee und herrlich düster. Leider dreht sich die Geschichte immer wieder im Kreis und kommt kaum voran.
Erinnert mich zum Teil sehr an Twilight.
Von mir gibt es diesmal nur eine eingeschränkte Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.08.2020

Realität und Märchenwelt verschmelzen

Das Vermächtnis der Grimms
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"«Das, mein Junge, ist die Kraft der Fantasie. Wir können alles sein, was wir wollen. Astronauten, Cowboys, Agenten, egal. Sie gibt uns die Kraft, tief in unseren Geist einzutreten und Welten zu erkunden, ...

"«Das, mein Junge, ist die Kraft der Fantasie. Wir können alles sein, was wir wollen. Astronauten, Cowboys, Agenten, egal. Sie gibt uns die Kraft, tief in unseren Geist einzutreten und Welten zu erkunden, die vorher nicht existierten. Sie ist unser Elixier. Durch sie können wir träumen und lachen und weinen. Wir brauchen sie wie die Luft zum Atmen. Schließen wir sie aus, verkümmern wir innerlich und alles in uns verdorrt wie eine Wüste. ...»" Conrad S. 110

Dieser Gedanke, dass man Kraft seiner Phantasie alles sein kann und alles erreichen kann, hat mir an diesem Buch besonders gefallen. Dazu noch Nicole Böhms bildgewaltiger,düsterer und fesselnder Schreibstil haben dazu geführt, dass ich das Buch geradezu verschlungen habe. Die Geschichte ist sehr komplex, daher ist mir, nach meiner recht langen Pause seit Band 1, der Einstieg ins Buch etwas schwer gefallen. Bis zum Ende hatte ich nicht alle Details aus Band 1 im Kopf, aber das Wichtigste wurde nach und nach nochmals aufgegriffen. Ich würde aber empfehlen (anders als ich) beide Bände zeitnah nacheinander zu lesen. Mir gefällt sehr, dass es in dieser Geschichte kein klaren Schwarz - Weiß bzw. Gut - Böse gibt. In jedem steckt etwas von beidem, entscheidend ist was man daraus macht. Schon zur Hälfte des Buches dachte ich das große Finale bahnt sich an und habe mich gefragt was dann wohl noch kommen soll. Aber diese hohe Spannung wird tatsächlich bis zum Schluss gehalten, wenn dann das tatsächliche, epische Finale ansteht. ;) Man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Grenzen zwischen Realität und Märchenwelt verschwindet nahezu und man hat beim Lesen das Gefühl selbst dabei zu sein. Auch wenn ich ob der vielen Wechsel manchmal leicht verwirrt war. Und manche Kampfszenen waren mir etwas zu lang/ausführlich, aber das ist Geschmackssache. Insgesamt steckt diese Geschichte voller Action, Magie und Phantasie, also von allem etwas das ich an Geschichten liebe! Mir hat die (Auf-)Lösung und vor allem die Rolle der Phantasie dabei sehr gefallen. Für mich ist das Buch ein wahrlich gelungener Abschluß der Dilogie!

Fazit:
Ein Buch voller Action, Magie und Fantasie! Ein epischer Abschluss der Dilogie, wenn es mich zwischendurch auch etwas überrannt hat. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. Diese Dilogie ist ein MUSS für alle Fantasy-Fans!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.07.2020

Wo ist Tjalle?

Die Tierpolizei 1
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“»Was bist du denn? Ein Pferd, das man zu heiß gewaschen hat?«, fragte das Plüschkissen.
Flopson fand das ziemlich unverschämt, aber Fridolin lachte. »Der ist gut! Den muss ich mir merken. Und du? Bist ...

“»Was bist du denn? Ein Pferd, das man zu heiß gewaschen hat?«, fragte das Plüschkissen.
Flopson fand das ziemlich unverschämt, aber Fridolin lachte. »Der ist gut! Den muss ich mir merken. Und du? Bist du ein Sofakissen, das man zu heiß gewaschen hat?«” S. 54

Leas (10J.) Meinung: “Ich fand das Buch spannend. Man konnte gut miträtseln wer der Täter ist. Fridolin ist sehr witzig, erst recht wie er mit Jack redet.”

Nach den ersten gelesenen Seiten haben wir zuerst einmal gegoogelt, wie ein Katzenbär und ein Streifentenrek überhaupt aussehen. Und wir waren sofort verliebt, so süße Tiere! Meine Tochter möchte am liebsten beide als Kuscheltiere haben. ;)
Die wundervollen Illustrationen haben natürlich ihren Beitrag geleistet, dass wir uns so schnell in alle Tiere verliebt haben. Sie sind absolut zauberhaft und witzig. Insgesamt ist die Aufmachung des Buches sehr liebevoll und etwas ganz besonderes. Ein echtes Highlight ist die Zeichenschule am Ende des Buches, wo Kinder mit wenigen einfachen Schritten ihre eigene Flopson zeichnen können. Meine Tochter hat es natürlich direkt ausprobiert und hatte viel Freude dabei. Ich finde sie ist ihr super gelungen! <3
Ich war von der Geschichte von Anfang an total begeistert, meine Tochter dann ab dem Moment als die “Polizeiarbeit” so richtig los ging.
Anna Böhm ist es super gelungen, dass die kleinen und großen Leser gemeinsam mit der Tierpolizei ermitteln und der Spur folgen können. Meine Tochter wusste lange nicht wer “der Täter” ist. ;)
Mir als Mama gefällt besonders, dass im Buch - ganz nebenbei - vermittelt wird, dass Helfen etwas tolles ist und sogar Spaß macht.
Alle tierischen Ermittler sind auf ihre Weise absolut liebenswert und jeder hat seinen ganz eigenen Charakter. Meine Tochter liebt Fridolin, das etwas tollpatschige, total witzige Mini-Pony. Ich fand Jack super, der hinter seiner mürrischen Fassade ein großes Herz trägt.
Zum Ende hin wurde es dann schön spannend, aber nie zu aufregend für die Zielgruppe. Ein kleines bisschen enttäuscht war ich von Tjalles “Abschluss”, aber meine Tochter hat es nicht gestört und sie ist ja die Zielgruppe. ;) Vielleicht erfahren wir ja im nächsten Band was aus ihm geworden ist.
Wir freuen uns schon auf viele weitere Fälle der Tierpolizei!

Fazit:
Sehr witziger, mitreißender und auch spannender Kinderkrimi. Wir lieben alle vier Tierpolizisten und hatten viel Spaß am Miträtseln.
Von uns gibt es eine klare Lesempfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.07.2020

Wenn die eigenen Träume dich heimsuchen

Das Mädchen, das die Träume webt
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"Mit wenigen Strichen skizziert sie ein Schiff mit hohen Masten und Segeln, das über das Meer fährt und eine breite Furche im Wasser hinterlässt. Es wirkt mit einem Mal täuschend echt und ich habe das ...

"Mit wenigen Strichen skizziert sie ein Schiff mit hohen Masten und Segeln, das über das Meer fährt und eine breite Furche im Wasser hinterlässt. Es wirkt mit einem Mal täuschend echt und ich habe das Gefühl, es würde sich von dem Blatt lösen und aufstehen, wie ein Tier nach seinem Winterschlaf, und ehe ich es noch richtig begreifen kann, fährt es über den Tisch, als wäre er die hohe See, und umrundet elegant meine Kakaotasse, bevor es sich in Rauch auflöst." (Nathan – 66%)

Cover und Klappentext haben mich sofort neugierig auf dieses Buch gemacht. Es klang nach der perfekten Geschichte für mich. Und sie ist auch wirklich schön, düster und leicht melancholisch. Der Schreibstil von Carolin Herrmann passt sehr gut dazu, bildhaft und sehr detailliert. Ich hatte den Green Darkness, das Haus im Wald und auch alle sonstigen Orte genau vor Augen. Die Verzweiflung der Protagonistin wird sehr deutlich, ich habe das ganz Buch über mit ihr gefühlt. Besonders hat mir gefallen, dass sie so ein nettes Mädchen ist, ihre Gabe aber auch absolut Schreckliches bewirken kann.
Nathan dagegen ist ein Strahlemann, ich mag ihn, auch wenn ich seine Gefühle manchmal nicht ganz nachvollziehen konnte.
Ich mochte vor allem die Idee der Geschichte, ein Mädchen das in der Lage ist Träume zu erschaffen, sowohl wunderschöne, als auch absolut grauenhafte.
Leider war mir die Geschichte an vielen Stellen zu langatmig. Ich musste mich zum Teil richtig aufraffen weiter zu lesen. Wirkliche Spannung kam auch nur selten auf, am meisten dann ganz am Ende. Außerdem gab es im Text mehrere kleine Logikfehler und Wiederholungen.
Zum Schluss ging dann alles relativ schnell und das Buch kommt zu einem leicht offenen, aber sehr versöhnlichen Abschluss. Dennoch glaube ich ein paar Seiten weniger hätten dem Buch auf jeden Fall gut getan.

Fazit:
Schöne, düstere, leicht melancholische Geschichte.
Wundervolle Idee, leider etwas zu langatmig und mit kleinen Logikfehlern.
Von mir gibt es eine eingeschränkte Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere