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Veröffentlicht am 23.03.2022

Magische Fuchsjagd

Signs of Magic 1 – Die Jagd auf den Jadefuchs
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Das schöne Cover mit dem stilisierten Fuchs als Emblem bietet schon einen ersten Hinweis auf den Inhalt dieses Fantasy-Romans für jugendliche Leser. Als Altersangabe steht 14 Jahre, aber ich denke, auch ...

Das schöne Cover mit dem stilisierten Fuchs als Emblem bietet schon einen ersten Hinweis auf den Inhalt dieses Fantasy-Romans für jugendliche Leser. Als Altersangabe steht 14 Jahre, aber ich denke, auch Zwölfjährige werden von Albert und Matilda fasziniert sein. Die beiden Hauptpersonen werden durch zwei Sprecher (Lara Trautmann und Max Felder) vertreten, die sehr gekonnt in ihre Rollen schlüpfen.
Albert ist ein ambitionierter Hobbyzauberer für Kindergeburtstage, der mit kleinen Taschenspielertricks sein Publikum bei Laune hält. Albert liebt eine vermögende junge Rechtsanwältin, die ihn lieber in einem renommierten Beruf sehen würde. Genaugenommen passen die beiden nicht gut zusammen.
Matilda lebt mit ihrem trunksüchtigen Vater im heruntergekommenen Familienschloss, dessen Keller ein düsteres Geheimnis birgt. Matilda braucht dringend Geld, damit ihr Heim nicht an die Bank fällt. Alle zehn Jahre findet die Jagd auf den magischen Jadefuchs statt. Dem Gewinner winkt ein unfassbar grosses Preisgeld. Matilda sieht darin ihre letzte Chance. Den bärenstarken Hausmeister konnte sie schon als Jagdbegleitung gewinnen, aber es fehlt ein Zauberer, der den Fuchs anschließend auch mit magischen Bannsprüchen in der Fuchsfalle gefangen halten kann. Der ahnungslose Albert schließt sich den beiden an. Er träumt von einer Zauberertournee und ist natürlich entsetzt, als er sich auf einer mörderischen Jagdreise wiederfindet.
Matilda und Albert sind zwei sehr unterschiedliche Charaktere, die sehr gut beschrieben werden. Sie sind sympathisch, haben aber auch ihre Macken. Gerne treffen sie falsche Entscheidungen, sodass man als Leser am liebsten regulierend eingreifen möchte. Es gibt auch Fieslinge, die ihnen Steine in den Weg legen. Für Action ist jedenfalls ausreichend gesorgt. Was die magische Seite angeht, da hätte der Autor gerne noch eine Schippe drauf legen können, denn die nimmt erst mit der Fuchsjagd an Fahrt auf. Schön an der Handlung ist, dass sie immer wieder wie der Fuchs einen Haken schlägt und eine neue Wendung nimmt.
Kurz: ein Jugendbuch ohne Langeweile und als Hörbuch ebenfalls sehr zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 23.03.2022

Hexenschwestern

Bei den Tannen
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Auch wenn man die anderen Fälle des Commissario Grauner noch nicht kennt, findet man sich schnell zurecht in diesem Krimi. Wie immer hat der Autor sein Südtirol landschaftlich mit viel Herzblut und hohem ...

Auch wenn man die anderen Fälle des Commissario Grauner noch nicht kennt, findet man sich schnell zurecht in diesem Krimi. Wie immer hat der Autor sein Südtirol landschaftlich mit viel Herzblut und hohem Wiedererkennungswert in Szene gesetzt. Grauner, und ebenso seine beiden Mitstreiter Tappeiner und Saltapepe, sind immer noch traumatisiert vom Tod ihres Kollegen, als ein neuer Mordfall ihre Aufmerksamkeit fordert. Eine gleichermaßen bekannte wie gefürchtete Restaurantkritikerin fällt beim Testessen tot vom Stuhl. Die Dorfgemeinschaft ist sofort von der Schuld der Starköchin überzeugt. Ihre Familie ist seit Jahrhunderten als Hexen verschrien. Ein Großteil der Ermittlungen befasst sich mit Recherchen zur Familiengeschichte. Es kommen böse Dinge ans Licht, die man lange unter Verschluss gehalten hat. So gesehen ist die Handlung schon spannend durchdacht, aber es fehlt einfach an Tempo. Lange, tiefsinnige Gedankengänge bremsen den Leser immer wieder aus, sodass mir diese Folge etwas weniger gut gefallen hat als seine Vorgänger.

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Veröffentlicht am 22.03.2022

Menschlich bleiben

Die Diplomatin
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Friederike Andermann, kurz und burschikos Fred genannt, wuchs in Hamburg in kleinen Verhältnissen bei ihrer alleinerziehenden Mutter auf. Gutes Abitur, gutes Studium, geradlinige Karriere im Auswärtigen ...

Friederike Andermann, kurz und burschikos Fred genannt, wuchs in Hamburg in kleinen Verhältnissen bei ihrer alleinerziehenden Mutter auf. Gutes Abitur, gutes Studium, geradlinige Karriere im Auswärtigen Dienst. Der Leser betritt Freds Welt bei ihrem Amtseintritt in Montevideo. Dort erfährt ihre Laufbahn einen ersten Knick,der zu einer Versetzung in den Innendienst führt. Nach zwei Jahren ergibt sich eine neue Chance in Istanbul. Auch hier muss sie mit ihren Entscheidungen eine Gratwanderung begehen. 
Die Handlung ist nicht in sich abgeschlossen, sondern besteht im Prinzip nur in einem Zeitfenster, durch das man in Freds Gedankenwelt eintaucht. Man versteht, wie einengend das Leben im diplomatischen Dienst ist; man versteht, warum sie den Pfad der ihr vorgegebenen Richtlinien verlässt, und nebenbei wird auch viel von ihrem Privatleben erzählt.
Alles liest sich leicht und flüssig. Das Buch ist interessant. Über allem liegt ein Hauch von Spannung, aber dennoch fehlt mir etwas am ganzen Sinn. Nach längerem Nachdenken kam ich zu dem Schluss, dass es mir nicht reicht, einfach nur von den Erlebnissen der zwei Dienstorte zu lesen, die mir relativ zusammenhanglos präsentiert werden. Es fehlt mir ein Mittelteil aus dem Innendienst, der sicherlich auch zum Reifeprozess der Diplomatin beigetragen hat. Deswegen kann ich leider nur vier Lesesterne vergeben für ein Buch, das mir besonders durch seinen angenehmen Sarkasmus gut gefallen hat. Die Erzählweise der Sprecherin Bettina Hoppe passt ausgezeichnet zu Freds Charakter.

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Veröffentlicht am 21.03.2022

Gut geplant Gärtnern

Mein Permakultur-Balkon
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Dieses Buch ist eine tolle Grundlage, wenn man nur einen Balkon zur Verfügung hat, aber dennoch vom eigenen Gemüse träumt. Es gibt wertvolle Tipps zu allen möglichen Themen, angefangen von den Pflanzgefäßen ...

Dieses Buch ist eine tolle Grundlage, wenn man nur einen Balkon zur Verfügung hat, aber dennoch vom eigenen Gemüse träumt. Es gibt wertvolle Tipps zu allen möglichen Themen, angefangen von den Pflanzgefäßen über Saatgut, Mischkulturen und noch vieles mehr. Wichtig ist vor allem eine gute Planung. Dazu werden einzelne Gemüse vorgestellt, quasi mit Gebrauchsanleitung.
Das Buch ist sehr handlich. Die Erläuterungen sind klar und verständlich, aber faszinierend sind die Fotos vom Balkon der Autorin. Einen größeren Ansporn zum Gärtnern kann es fast gar nicht geben.

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Veröffentlicht am 19.03.2022

Hinter den Kulissen

Todesfall
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Voss in Norwegen wird einmal im Jahr überlaufen. Als Hotspot ist das jährliche Sportfestival Traumziel unterschiedlichster Extremsportler. Hier ist der Geburtsort von Agnes Tveit und hier will sie mit ...

Voss in Norwegen wird einmal im Jahr überlaufen. Als Hotspot ist das jährliche Sportfestival Traumziel unterschiedlichster Extremsportler. Hier ist der Geburtsort von Agnes Tveit und hier will sie mit ihrem Mann schwanger werden. In dieser ländlichen Idylle sollen ihre Kinder aufwachsen, nicht in der Großstadt Norwegen. Agnes hat sofort eine Stelle beim lokalen Nachrichtenblatt bekommen. Eigentlich berichtet sie gerne über die lokalen Ereignisse, aber als beim Fallschirmspringerwettkampf eine Frau der Viererkombination tödlich verunglückt, ist Agnes Ehrgeiz geweckt. Schnell stellt sich heraus, es war Mord. Agnes kennt die drei überlebenden Mädels noch aus ihrer Schulzeit, auch mit den anderen Verdächtigen ist sie noch gut bekannt oder verwandt. Stück für Stück dröselt sie geheimgehaltene Beziehungen auf, bringt Unrecht ans Tageslicht, das jahrzehntelang geschlummert hat, bis sich die Wahrheit zu erkennen gibt.
Das Erzähltempo der Schriftstellerin empfinde ich als schleppend langsam, aber doch noch so spannend, dass man das Buch nicht aus der Hand legt. Jedenfalls wird viel von der norwegischen Stimmung eingefangen, und auch das Festival und die grandiose Landschaft spiegeln sich irgendwie zwischen den Zeilen wider.
Agnes Tveit ist mir leider von Grund auf unsympathisch geblieben. In der Redaktion ist sie kein Teamplayer, bei ihren Nachforschungen tritt sie sehr fordernd auf und vor allem missfällt mir, wie sie ihren wirklich netten Ehemann behandelt und hintergeht.
Der Krimi lässt sich ganz gut lesen, aber als Pageturner möchte ich ihn nicht bezeichnen.
Es wird nächstes Jahr einen Folgeband geben. Dafür ist noch jede Menge Luft nach oben.

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