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hanka81

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.04.2020

Ratte?, Dachs?, Panda!

Pandatage
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Cover und Titel verraten nicht viel über das Buch und finde ich persönlich auch nicht richtig ansprechend. Leider. Und so war es Glück und Zufall, dass ich dennoch den Klappentext gelesen habe, welcher ...

Cover und Titel verraten nicht viel über das Buch und finde ich persönlich auch nicht richtig ansprechend. Leider. Und so war es Glück und Zufall, dass ich dennoch den Klappentext gelesen habe, welcher mich dann neugierig gemacht hat.
Was für ein Schicksal, der Tod der Ehefrau und Mutter. Ein Jahr ist es nun schon her, aber Will redet seit dem Unfall nicht mehr. Kinderärzte, Psychologen, Psychiater wurden konsultiert, konnten aber nicht helfen. Und so geht ein Tag in den nächsten über und Danny kann nur hoffen, dass er wieder Zugang zu seinem Sohn bekommt. Doch kennt er seinen Sohn überhaupt. Seine Interessen, Wünsche, Vorlieben,…? Als Danny dann auch noch seine Arbeit verliert, steht er vor dem finanziellen Bankrott. Eher aus Verzweiflung wird er Straßenkünstler. Doch mit welchem „Talent“? Unterstützung kommt von unerwarteter Seite.
In dem Buch werden verschiedene Themen angesprochen. Die Vater-Sohn Beziehung, das Trauma nach dem Unfall, Trauer/Verlust, Freundschaft,… Die Lösungen sind manchmal denkbar vereinfacht. Man sollte also keinen wissenschaftlichen,… Hintergrund erwarten.
Und doch kann ich es nur empfehlen. Die Seiten fliegen nur so dahin und man möchte gar nicht aufhören zu lesen. Mehrmals wollte ich „nur noch ein Kapitel“ lesen. Traurige Passagen werden durch feinen Humor aufgelockert. Dieses Buch unterhält ganz wunderbar, geht zu Herzen und ist auch ein Mutmacher.

Veröffentlicht am 08.03.2020

Die Spur des Geldes

Wisting und der fensterlose Raum
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Abermals sehr gelungen und überzeugend!
Wer auf Auktion steht, blutige Tatorte liebt,… sollte die Hände weglassen. Aber da ich den Vorgängerband gelesen habe, war ich mir dessen bewusst. Hier bekommt man ...

Abermals sehr gelungen und überzeugend!
Wer auf Auktion steht, blutige Tatorte liebt,… sollte die Hände weglassen. Aber da ich den Vorgängerband gelesen habe, war ich mir dessen bewusst. Hier bekommt man einen ruhigen, klugen und vielschichtigen Fall zu lesen.
Es beginnt alles mit dem natürlichen Tod eines Spitzenpolitikers. In seinem Wochenendhaus werden mehrere Kisten mit Geld gefunden. Insgesamt 80 Millionen Kronen. Wie und wann sind sie in seinen Besitz gekommen? Dabei stoßen Wisting und sein Team auf weitere Verbrechen die zum gleichen Zeitpunkt passiert sind. Besteht da ein Zusammenhang oder ist dies Zufall? Kann die Aufklärung der alten Verbrechen gelingen und kommen sie so der Herkunft des Geldes auf die Spur?
Ja, es gibt auch einen alten Vermisstenfall, oder war es gar Mord? Aber es ist eben keine „typische“ Mordermittlung wie man sie aus anderen Kriminalromanen kennt. Für die Handlung abseits der üblichen Pfade gibt es von mir volle Punktzahl.

Veröffentlicht am 29.02.2020

Hilfe zur Selbsthilfe

Das Haus der Frauen
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Puhhh, was für ein Einstieg. Was soll man als Leser von diesem Selbstmord halten. Ist Saint-Clair selber schuld, wenn er sich der Steuerhinterziehung schuldig gemacht hat? Oder ist er ein Opfer der Justiz? ...

Puhhh, was für ein Einstieg. Was soll man als Leser von diesem Selbstmord halten. Ist Saint-Clair selber schuld, wenn er sich der Steuerhinterziehung schuldig gemacht hat? Oder ist er ein Opfer der Justiz?
Und dann ist da Solène, seine Anwältin, die alles mit ansehen musste und nun von Schuldgefühlen geplagt wird. Kein Wunder das sie tief erschüttert ist und vieles in Frage stellt. Sie versinkt in einer tiefen Krise. Aus dieser kann sie sich anfangs nur schwer befreien. Ihr wird geraten ein Ehrenamt zu übernehmen. Und so landet sie als Schreiberin im „Haus der Frauen“.
Dieses „Haus der Frauen“ existiert tatsächlich ist ist das erste Frauenhaus in Paris.
Parallel zur Geschichte von Soléne wird die von Blanche, der Begründerin des Frauenhauses erzählt. Eine gelungene Verbindung von wahrer Geschichte mit Fiktion. Beides ist durchaus sehr einfach gehalten und so kann ich Kritiken verstehen, die die fehlende Tiefe bemängeln. Aber dies ist ein Roman und keine Biografie,… Ein Buch über Mitmenschlichkeit, Empathie, Mitgefühl, Solidarität,… und dies wurde ohne den erhobenen Zeigefinger vermittelt. Jeder kann für sich überlegen, ob er etwas daraus mitnimmt. Was macht uns am Ende glücklich? Erfolg und Geld? Ein Thema was nie an Aktualität verliert. Deswegen von mir volle Punktzahl!

Veröffentlicht am 05.01.2020

Wie sehr der erste Eindruck doch täuschen kann!

Eleanor & Park
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Eine sehr schöne, rührende und gefühlvolle Geschichte über die erste Liebe. Zu lesen für Jung und Alt.
Wie sehr der erste Eindruck doch täuschen kann! So erfährt Eleanor durch ihre unkonventionelle und ...

Eine sehr schöne, rührende und gefühlvolle Geschichte über die erste Liebe. Zu lesen für Jung und Alt.
Wie sehr der erste Eindruck doch täuschen kann! So erfährt Eleanor durch ihre unkonventionelle und auffällige Kleidung zuerst Ablehnung bei ihren neuen Mitschülern. Dies beginnt bereits im Schulbus. Jeder hat seinen angestammten Sitz und keiner will ihr Platz machen. Zum Glück erbarmt sich Park. Anfangs sitzen sie nebeneinander ohne den anderen zu beachten und wechseln kein Wort miteinander. Park liest seine Comics und merkt irgendwann, das Eleanor mitliest. Aus diesem gemeinsamen Interesse entwickelt sich ganz langsam ein Austausch.
Rowell schreibt abwechselnd aus der Sicht von Eleanor und Park. Beide eher auffällige Persönlichkeiten, aber aus ganz unterschiedlichen Gründen. So können wir sie nach und nach näher kennenlernen und erleben die Entwicklung hautnah mit. Einfach, schnörkellos und doch sehr persönlich. Man kann den beiden trotz ihrer unterschiedlichen Lebensumstände nur alles Gute wünschen. Ob sie es wohl auch bekommen werden?

Veröffentlicht am 01.01.2020

Wenn sich das Richtige nicht richtig anfühlt

Nebeljagd
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Als Strafverteidigern kann man sich seine Mandanten nicht aussuchen, und so wird Linn Geller mit dem Fall von Johann Haug beauftragt. Er wird beschuldigt seine Pflegemutter getötet zu haben. Zwar beteuert ...

Als Strafverteidigern kann man sich seine Mandanten nicht aussuchen, und so wird Linn Geller mit dem Fall von Johann Haug beauftragt. Er wird beschuldigt seine Pflegemutter getötet zu haben. Zwar beteuert er seine Unschuld, aber alles spricht gegen ihn. Der Insulin-Pen, das Mordwerkzeug, wird bei ihm gefunden und er war am Tatort. Die Dorfgemeinschaft und örtliche Polizei meint den Täter zu kennen. Linn Geller versucht unabhängig zu ermitteln und sich ihre eigene Meinung zu bilden. Es ist sehr mühsam und die Dorfbevölkerung hält zusammen und redet kaum. Die Lage spitzt sich für Jo Haug zu, als noch ein zweiter, lange zurückliegender Mordfall ebenfalls ihn angelastet wird. Auch damals ist er bereits im Visier der Ermittlungen gewesen, konnte ihm aber nicht nachgewiesen werden. Kann Linn Geller beide Taten aufklären? Sie ist in Bezug auf ihren Mandanten hin und her gerissen. Soll sie ihm glauben? Kann sie ihm glauben? Kann sie ihn verteidigen, selbst wenn er der Täter wäre? Diese Zerrissenheit wird wunderbar herausgearbeitet und auch als Leser kann man sich diesem Zwiespalt nicht entziehen. Jo Haug ist kein Sympathieträger, aber das darf nicht über Schuld oder Unschuld entscheiden.
Linn Geller lässt nicht locker und kann Unregelmäßigkeiten bei der Durchsuchung bei Jo Haug nachweisen. Auch andere mögliche Täter geraten in ihren Fokus. Kommt sie damit der Lösung in den beiden Fällen näher?
Dieses Buch lässt sich wunderbar lesen und ist nie langweilig. Der Leser wird auf eine spannende Ermittlung mitgenommen. Wie zuverlässig sind die Zeugenaussagen? Welche Information ist für die Aufklärung hilfreich?
Eine sehr menschliche Anwältin mit Stärken und Schwächen. Eine Ermittlung mit widersprüchlichen Spuren. Ist der Tatverdächtige Opfer oder Täter? Ich empfehle diesen tollen Krimi liebend gerne und hoffe auf weitere Fälle von und mit Linn Geller!

  • Spannung
  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere