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Veröffentlicht am 19.08.2020

Wunderbar romantische Liebesgeschichte

Wenn du wieder gehst
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Lucy und Niklas wachsen eng vertraut miteinander auf, später verbindet sie eine Liebesbeziehung. Doch zu Beginn des Buches liegt all das weit in der Vergangenheit, die Beiden haben sich seit Jahren nicht ...

Lucy und Niklas wachsen eng vertraut miteinander auf, später verbindet sie eine Liebesbeziehung. Doch zu Beginn des Buches liegt all das weit in der Vergangenheit, die Beiden haben sich seit Jahren nicht gesehen und Lucy ist inzwischen mit dem sympathischen Ben verlobt. Als sie nun wieder auf Niklas trifft, weiß die junge Frau zunächst nicht, wie sie mit ihrem Jugendfreund umgehen soll, nach und nach tasten Lu und Nik sich wieder an ihre frühere Freundschaft heran. Allerdings fühlt Lucy sich immer noch sehr zu Niklas hin gezogen - aber eigentlich liebt sie doch Ben, oder?

"Wenn du wieder gehst" von A.D. Wilk ist eine wunderbare Liebesgeschichte, die ich gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Obwohl mich der Prolog nicht wirklich fesseln konnte, hat mich das Buch einige Seiten später dann doch in seinen Bann gezogen. Die Protagonistin Lucy habe ich sehr gemocht und konnte gut mit ihr mit fühlen. Sie ist lange sehr unsicher was ihre Gefühle betrifft, im Lauf der Erzählung habe ich dann viel über ihre und Niks Vergangenheit erfahren.

Immer schon waren die Familien der beiden Protagonisten eng miteinander verbunden, so haben die Freunde auch Verluste und Schicksalsschläge gemeinsam erlebt. All diese Dinge werden dem Leser erst nach und nach enthüllt, dieser Schreibstil ist zunächst gewöhnungsbedürftig, hat dann aber seinen ganz eigenen Reiz. Wie eine gute Freundin habe ich die Hauptfigur langsam und schrittweise kennen gelernt, am Ende war sie mir sehr ans Herz gewachsen. Deshalb empfehle ich diese wunderbare Liebesgeschichte, die sich leise und in ihrem eigenen Tempo entwickelt, gerne weiter.

Fazit: Die wunderbare Liebesgeschichte hat sich, genau wie ihre Protagonistin, langsam und leise in mein Herz geschlichen, obwohl ich mich durch die ersten Seiten etwas durch kämpfen musste. Am Ende habe ich das Buch geliebt und so spreche ich gern eine Leseempfehlung an alle Romantiker aus.

Veröffentlicht am 18.08.2020

Angenehme Lektüre mit kleinen inhaltlichen Schwächen

Deeper than Love
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Immer noch können Whitney Gable und Lincoln Riscoff die Hände nicht voneinander lassen - und immer noch ist ihren Familien diese Liebe ein Dorn im Auge. Als eine neue Schlagzeile die Welt der Riscoffs ...

Immer noch können Whitney Gable und Lincoln Riscoff die Hände nicht voneinander lassen - und immer noch ist ihren Familien diese Liebe ein Dorn im Auge. Als eine neue Schlagzeile die Welt der Riscoffs und Gables wieder einmal auf den Kopf stellt, bringt Lincoln Whitney und ihre Familie im Resort seiner Schwester unter, damit sie von den Reporterscharen sicher sind. Dennoch muss er sich selbst eingestehen, dass es ihm nach wie vor schwer fällt, Whitney zu vertrauen - doch Lincoln kämpft um ihre Liebe.

"Deeper than Love" von Meghan March ist der zweite Band der Sin-Trilogie, da die Handlung direkt an den Vorgänger anschließt, sollte man "Richer than Sin" unbedingt zuerst gelesen haben. Wie der erste Band hat auch diese Geschichte ihre Schwächen, nach Beendigung von "Richer than Sin" war ich mir nicht mal sicher, ob ich die Trilogie weiter lesen möchte. Aber die Neugier hat mich dann doch gepackt und ich bin froh darüber.

In diesem Buch sind mir die Hauptfiguren näher gekommen, auch wenn ich finde, dass die Handlung immer noch ein wenig zu kurz kommt. Dafür ist der Schreibstil der Autorin einfach wundervoll, so dass man geneigt ist, die inhaltlichen Schwächen eher zu übersehen. Nüchtern betrachtet, spielt sich der gesamte Inhalt innerhalb weniger Tage ab, durch die Rückblenden in die Vergangenheit konnte ich nach und nach mehr Zusammenhänge finden, die mir im ersten Teil noch gefehlt haben. Dadurch sind mir manche Reaktionen der Protagonisten inzwischen besser verständlich und ich bin gespannt, zu erfahren, wie ihre Geschichte weiter geht. Auch dieser Roman endet mit einem Cliffhanger, der die Spannung auf den finalen dritten Band aufrecht erhält.

Fazit: Im zweiten Teil der Trilogie konnte ich mehr emotionale Nähe zu den Hauptfiguren finden, auch wenn das Buch immer noch kleine inhaltliche Schwächen hat. Der wunderbare Schreibstil von Meghan March macht die Lektüre dennoch zu einem angenehmen Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 18.08.2020

Kann man lesen, muss man aber nicht

Unser Mathelehrer unterrichtet von draußen - damit er dabei rauchen kann!
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Die Autorinnen haben Leser gebeten, witzige Anekdoten aus ihrem Schulalltag einzusenden und diese dann in Buchform veröffentlicht. Was nach dem Klappentext eine lustige und unterhaltsame Lektüre versprochen ...

Die Autorinnen haben Leser gebeten, witzige Anekdoten aus ihrem Schulalltag einzusenden und diese dann in Buchform veröffentlicht. Was nach dem Klappentext eine lustige und unterhaltsame Lektüre versprochen hat, zog sich beim Lesen dann doch stellenweise in die Länge. Einige der Erfahrungen mit den verschiedenen Lehrern waren durchaus lustig geschildert und haben sich vergnüglich lesen lassen, doch insgesamt hat das Büchlein meinen Humor nicht so ganz getroffen. Bei manchen der beschriebenen Erlebnisse konnte ich nur mit dem Kopf schütteln und die Vorstellung, dass solche Personen dauerhaft auf unsere Kinder los gelassen werden, hat mich eher erschreckt.

Ein Kapitel enthält eine "Typisierung" verschiedener Lehrerfiguren, die Geschlechtszuweisungen dabei sollen rein zufällig getroffen worden sein - das erschien mir äußerst seltsam, zumal gerade die nervlich belasteten, überspannten Lehrerrollen immer weiblich waren. Hier hätte ich es klüger gefunden, die Typen neutral darzustellen.

Später im Buch haben sich Anekdoten wiederholt, die weiter vorn schon einmal aufgeführt waren, selbst wenn diese Erlebnisse nur als Beispiel noch einmal genannt wurden, hätte man unter den hunderten von Zusendungen doch sicher etwas Neues finden können.

Fazit: Das Buch erhält von mir das Prädikat "nett" und zwar tatsächlich in dem Sinne, dass nett die kleine Schwester von langweilig ist. Einige Geschichten sind durchaus unterhaltsam zu lesen, doch für ein derart kurzes Buch zieht es sich auch ganz schön in die Länge.

Veröffentlicht am 30.07.2020

Solide Jugendfantasy

Lovely Curse, Band 1: Erbin der Finsternis
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Nach dem Tod ihrer Eltern muss Aria von New York in zu ihrer Tante auf eine texanische Pferderanch umziehen. Die beinahe fremde Tante, das Landleben und die neuen Mitschüler machen Aria zu schaffen, allen ...

Nach dem Tod ihrer Eltern muss Aria von New York in zu ihrer Tante auf eine texanische Pferderanch umziehen. Die beinahe fremde Tante, das Landleben und die neuen Mitschüler machen Aria zu schaffen, allen voran die Oberzicke Noemi. Nur Sunnyboy Simon und der etwas düstere Dean behandeln sie nicht wie eine Aussätzige.

Unterdessen vergiftet eine rote Alge die Gewässer in der Umgebung, viele Wildtiere sterben daran, plötzlich hereinbrechende Gewitter fordern ebenfalls Opfer. Als sich Arias Haare über Nacht weiß färben, wird sie in der Highschool noch mehr als Freak angesehen, erst als Noemi kurze Zeit später mit roten Haaren zur Schule kommt, beginnt Aria zu ahnen, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zu geht und recherchiert gemeinsam mit Noemi.

"Lovely Curse - Erbin der Finsternis" von Kira Licht ist der erste Teil einer Dilogie und hat mich beim Lesen gut unterhalten. Die Protagonistin ist ein typischer Teenager, deren Welt aus den Fugen geraten ist, für mich ist sie greifbar und authentisch beschrieben. Dass sie manchmal eher unsicher und dann wieder sehr selbstbewusst agiert, finde ich normal und menschlich. Und auch wenn die Dreiecksbeziehung Protagonistin - guter Junge - Bad Boy nichts Neues ist, bringt sie doch Spannung in Arias Alltag.

Den Schreibstil von Kira Licht kenne ich schon aus ihren vorigen Büchern und mag ihre Art immer noch sehr. Auch der Hintergrund hat mir gefallen, Arias neue Heimat war umfassend genug beschrieben, dass ich sie mir beim Lesen vorstellen konnte. Der Handlungsfaden um die Todesboten und die anstehende Apokalypse hat mich in seinen Bann gezogen. Da es noch einen zweiten Teil gibt, bleibt das Ende des Buches offen, so dass ich mich jetzt schon darauf freue, die Fortsetzung zu lesen. An Freunde jugendlicher Fantasy gebe ich eine Leseempfehlung.

Fazit: Die Geschichte bietet solide Unterhaltung im Bereich der Jugendfantasy, ich hatte einige angenehme Lesestunden und empfehle das Buch gern weiter.

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Veröffentlicht am 30.07.2020

Fantastische Dystopie mit Sogwirkung

Elbendunkel 1: Kein Weg zurück
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San Francisco im Jahr 2044 - weil die Anderswelt verseucht ist, mussten die Elben vor Jahren Zuflucht in der Welt der Menschen suchen - doch aus Angst vor deren magischen Fähigkeiten, werden sie von menschlichen ...

San Francisco im Jahr 2044 - weil die Anderswelt verseucht ist, mussten die Elben vor Jahren Zuflucht in der Welt der Menschen suchen - doch aus Angst vor deren magischen Fähigkeiten, werden sie von menschlichen Behörden unterdrückt. Besonders die als aggressiv geltenden Dunkelelben haben einen niederen sozialen Status und werden mit grausamen Implantaten gechippt.

Die siebzehnjährige Luz ist die Tochter des Chefs der Elbensicherheitsbehörde, bei einem Date nimmt ihr Schwarm Niall sie zu einem Poetry-Slam im Elben-Ghetto mit. Doch an diesem Abend führt die Behörde von Luz´ Vater eine Razzia durch und das Mädchen wird unerkannt verhaftet. Das Ergebnis ihres Bluttests zwingt Luz zur sofortigen Flucht, dabei hilft ihr ausgerechnet Peotry-Slammer Darel, obwohl er und Luz sich spinnefeind sind. Doch sie muss auf der Hut sein, Darel hat selbst gefährliche Geheimnisse und verfolgt seine ganz eigenen Pläne......

"Elbendunkel 1 - Kein Weg zurück" von Rena Fischer hat mich wirklich überrascht, das Buch ist eines meiner Lesehiglights des Jahres 2020! Die fantastische Dystopie hatte eine unglaubliche Sogwirkung, ich konnte den e-Reader bis zur letzten Seite kaum aus der Hand legen. Die Welt, die die Autorin in der Geschichte zeichnet ist düster und dystopisch, der alltägliche Rassismus, der den Elben entgegen gebracht wird, zeigt erschreckende Parallelen zu unserer Realität. Hautnah konnte ich beim Lesen die Entwicklung der Protagonistin mit erleben, die brutal aus ihrem behüteten Leben heraus gerissen wird.

Auch die Figuren um Luz herum sind sehr plastisch und glaubwürdig dar gestellt, keiner ist kantenlos und perfekt. Besonders den Konflikt zwischen Darel und Luz fand ich gut beschrieben, obwohl sie sich bald zueinander hin gezogen fühlen, überwiegt die Vorsicht und das Misstrauen, gerade Darel schafft immer wieder emotionalen Abstand zwischen ihnen. Rena Fischers Schreibstil ist absolut fesselnd, weit entfernt von ausgetretenen Romantasy-Pfaden, mein erster Roman der Autorin wird mit Sicherheit nicht der Letzte bleiben. Das Buch endet mit einem Cliffhanger, so dass ich nun gespannt auf die Fortsetzung warte. Für diese megaspannende fantastische Dystopie gebe ich eine unbedingte Leseempfehlung.

Fazit: Elbendunkel hat mich in seinen Bann gezogen, wie lange kein Buch zuvor, es ist fantasievoll, düster, dystopisch und absolut fesselnd, so dass ich es sehr gern weiter empfehle.

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