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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.03.2026

Guter Auftakt

We Who Will Die
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Die Protagonistin Arvelle nimmt an gefährlichen Gladiatorenkämpfen teil, um dem Kaiser nahe genug zu kommen um ihn zu töten. Grund dafür ist ein Pakt, den sie eingehen musste, um das Leben ihrer Brüder ...

Die Protagonistin Arvelle nimmt an gefährlichen Gladiatorenkämpfen teil, um dem Kaiser nahe genug zu kommen um ihn zu töten. Grund dafür ist ein Pakt, den sie eingehen musste, um das Leben ihrer Brüder zu retten. Sie findet Freunde und Feinde, stößt auf eine Mordintrige und trifft auf eine alte Liebe … oder vielleicht eine zukünftige?

Zuallererst: Genau so hatte ich es mir vorgestellt, als ich die Beschreibung las: eine Fantasy-Romance mit Vampiren, inspiriert vom Römischen Reich. Kurz gesagt: Es trifft den Nagel auf den Kopf.

Das World Building war anfangs etwas verwirrend, da viele neue und teils ähnlich klingende Wörter verwendet wurden. Ich musste also mein Gehirn anstrengen, aber sobald ich den Dreh raushatte, hat es mir richtig gut gefallen. Das Römische Reich und die römisch-griechische Mythologie faszinieren mich und Elemente davon in einem Fantasy-Roman zu haben ist einfach mal was Anderes.

Das Magiesystem war leicht verständlich, und obwohl die Idee, Vampire in die Geschichte einzubauen, zunächst ungewöhnlich erscheinen mag, hat sie mir seltsamerweise gefallen.

Ich würde sagen, die Geschichte ist gleichermaßen Fantasy- und Romantik-lastig, und es ist nicht die typische Geschichte von Liebe auf den ersten Blick, sondern eher eine Art zweite Chance. Sowas sieht man heutzutage in Fantasy-Büchern ja eher selten.
Es ist auch irgendwie eine Dreiecksbeziehung, aber irgendwie auch nicht. Ich hoffe wirklich, die Autorin geht im zweiten Buch noch weiter darauf ein, denn ich finde, sie hat das Thema wirklich gut eingeführt – nicht übertrieben oder zu offensichtlich.

Ich hoffe also, das war erst der Anfang und es wird noch dramatischer und komplizierter.

Die Hauptfigur ist realistisch dargestellt. Sie ist weder übermächtig noch die Klügste, Beliebteste oder eine verschollene Erbin oder Ähnliches, sondern ist auf die Unterstützung anderer und einfach auf Glück angewiesen. An einer Stelle war ich von ihren Entscheidungen etwas enttäuscht, aber das wurde später erklärt. Ihr Verhalten war nachvollziehbar; ich wüsste ehrlich gesagt nicht, was ich an ihrer Stelle besser gemacht hätte.

Die Beziehungen zwischen den Menschen, geprägt von all dem Schmerz und den alten Wunden, wirkten ebenfalls sehr realistisch.

Nun zur Handlung! Ich glaube, die Handlung hat mir sogar noch besser gefallen als die Liebesgeschichte. Sie war einfach unglaublich spannend, weil ich keine vergleichbaren Bücher kenne und deshalb nie wusste, was passieren würde. Handlungen, die sich stark auf Überlebensspiele konzentrieren, können manchmal etwas ermüdend sein. Es braucht also Geschick, die Leser zu fesseln, und ich finde, die Autorin hat das hier gut gemacht, indem sie einen Mordfall und eine (vielleicht) Dreiecksbeziehung geschickt miteinander verwoben hat.
Außerdem hatte dieses Mädchen so viel um die Ohren, so viele Probleme und so viel, was gegen sie sprach, dass sie gar nicht wirklich Zeit für Romantik hatte, haha.
Das machte sie mir nur noch sympathischer.

Ich hoffe, die Autorin taucht im nächsten Buch noch tiefer in die römisch-griechische Mythologie und die magischen Wesen ein. Ich will mehr davon lesen!

Alles in allem habe ich genau das bekommen, was ich mir gewünscht habe.

Ich sage voraus, dass das Ganze 2026 richtig gehypt wird und wir eine Flut von Fantasy-Romanen im Stil des Römischen Reiches erleben werden – was mich nicht stört, ich habe nur die Nase voll von Feen und Drachen.
Bringt die Vampire zurück! Und das Römische Reich! (Natürlich nur in der Literatur.)

Veröffentlicht am 14.01.2026

Es geht

Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie?
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Ich hatte das vorherige Buch der Autorin gelesen und geliebt, deswegen wollte ich dieses hier unbedingt auch lieben.

Der Boss von Iliana Xander startet mit einer interessanten Idee und einem vielversprechenden ...

Ich hatte das vorherige Buch der Autorin gelesen und geliebt, deswegen wollte ich dieses hier unbedingt auch lieben.

Der Boss von Iliana Xander startet mit einer interessanten Idee und einem vielversprechenden Thriller-Setting, kann diese Erwartungen jedoch nur teilweise erfüllen. Zwar ist der Schreibstil angenehm flüssig und das Buch schnell gelesen, inhaltlich bleibt die Geschichte jedoch oft hinter ihren Möglichkeiten zurück. Die Handlung entwickelt sich über weite Strecken vorhersehbar, echte Spannung kommt nur punktuell auf. Besonders im Mittelteil zieht sich die Geschichte.

Viele Charaktere bleiben blass und klischeehaft, die weibliche Hauptperson trifft zudem auch viele dumme Entscheidungen.

Ich muss sagen dass mir dieses typische Thriller-Feeling von mehreren Wendungen und Offenbarungen absolut gefehlt hat, es war flach und vorhersehbar.

Insgesamt ist Der Boss ein durchschnittlicher Thriller mit interessanter Grundidee, dem es jedoch an Tiefe, Originalität und konsequenter Spannung mangelt.

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  • Handlung
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Veröffentlicht am 11.12.2025

Ziemlich Dark

Beautiful Venom (Vipers, Band 1)
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Wer schonmal ein Rina Kent Buch gelesen hat weiss ganz genau was ihn hier erwartet, denn ich finde die Autorin schreibt nach einer festen Formel.

Wir haben hier eine Dark College Hockey Romance mit Secret ...

Wer schonmal ein Rina Kent Buch gelesen hat weiss ganz genau was ihn hier erwartet, denn ich finde die Autorin schreibt nach einer festen Formel.

Wir haben hier eine Dark College Hockey Romance mit Secret Society Elementen und einiges an Mindfuck.

Dahlia versucht die Geheimgesellschaft der Stadt zu infiltrieren und gerät dadurch in die Fänge von Kane, der sein eigenes Spiel spielt.

Die Figuren entsprechen den für Rina Kent gewohnten Prototypen, entweder man mag es oder nicht.
Dahlia ist hitzkopfig, und leider etwas unvernünftig was manchmal nervig war denn ich habe ihre Entscheidungen nicht nachvollziehen können und fand sie teilweise dumm.
Kane war der typische Rina-Kent-Psycho, für mein Empfinden aber um einiges "darker" als sonst.

Generell kam mir die Handlung düsterer als ihre anderen Bücher vor, denn es gab einige Szenen die echt grenzwertig waren, auch wenn man vorher gewarnt wurde. Das hat mich dann doch überrascht und ist ist ihrem modus operandi entwichen.

Eigentlich fand ich die Geschichte ganz solide, aber im letzten Drittel oder viertel wurde es etwas langsamer und einiges passierte dann ganz plötzlich künstlich, anstatt dass es organisch aufgebaut wurde.

Nichtsdestotrotz für Fans vom Dark Romance Genre und vor allem der Autorin ein souveräner Auftakt für eine neue Reihe.

Veröffentlicht am 06.10.2025

Solide

Juniper Hill | Die Edens 2 |
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Juniper Hill von Devney Perry ist ein gefühlvoller Roman über Neuanfang, Liebe und Heilung – typisch für das Small-Town-Romance-Genre. Perry überzeugt mit einem angenehmen Schreibstil, einer warmherzigen ...

Juniper Hill von Devney Perry ist ein gefühlvoller Roman über Neuanfang, Liebe und Heilung – typisch für das Small-Town-Romance-Genre. Perry überzeugt mit einem angenehmen Schreibstil, einer warmherzigen Atmosphäre und authentischen Charakteren. Besonders Memphis’ Entwicklung als alleinerziehende Mutter wirkt glaubwürdig und berührend. Knox als grummeliger, aber loyaler Gegenpart sorgt für charmante Dynamik. Dennoch bleibt die Handlung insgesamt recht vorhersehbar und folgt bekannten Mustern: Missverständnisse, langsamer Vertrauensaufbau, ein emotionales Finale. Tiefgreifende Konflikte werden oft zu schnell gelöst, wodurch das Potenzial für mehr Spannung ungenutzt bleibt. Trotz dieser Schwächen bietet der Roman solide Unterhaltung, liebevoll ausgearbeitete Figuren und einen hohen Wohlfühlfaktor. Juniper Hill ist kein außergewöhnlicher, aber ein sehr solider Beitrag im Genre.

Veröffentlicht am 23.09.2025

Sehr typisch

Fae Isles − Der Henker der Königin
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"Fae Isles – Der Henker der Königin“ hat mich mit seiner Idee und dem atmosphärischen Setting neugierig gemacht. Die Welt der Fae ist detailreich beschrieben und die Grundstimmung düster-märchenhaft, was ...

"Fae Isles – Der Henker der Königin“ hat mich mit seiner Idee und dem atmosphärischen Setting neugierig gemacht. Die Welt der Fae ist detailreich beschrieben und die Grundstimmung düster-märchenhaft, was mir gut gefallen hat. Auch die Ansätze zur Charakterentwicklung sind interessant, besonders beim Henker selbst, der als Figur viel Potenzial mitbringt.

Allerdings hat sich die Handlung für mich stellenweise etwas gezogen, und manche Wendungen wirkten vorhersehbar. Auch die Tiefe der Nebenfiguren hätte ich mir stärker ausgearbeitet gewünscht. Der Schreibstil ist flüssig, aber manchmal zu ausschweifend, sodass die Spannung nicht immer durchgängig gehalten wird.

Insgesamt also ein solider Roman mit guten Ideen und atmosphärischem Setting, der aber nicht ganz sein volles Potenzial entfaltet. Für Fans von düsteren Fantasy-Welten sicherlich lesenswert, auch wenn es für mich persönlich nur für 3 Sterne gereicht hat.

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